Als ich mich selbst zu lieben begann

Letzte Woche habe ich ein Gespräch geführt, dass mir nicht aus dem Kopf geht. Ich habe über mein Gewicht gesprochen und davon erzählt, dass ich gerade dabei bin, mich sportlich zu aktivieren weil, O-Ton: „Ich mich natürlich nicht mehr wohl fühle.“. Mein Gegenüber fragte mich daraufhin „Wieso eigentlich natürlich?“.

Ich war kurz sprachlos. Sprachlos weil es NATÜRLICH erlaubt ist, sich toll zu finden, wenn man mehr Gewicht mit sich rum trägt aber vor allem, weil ich das Wort „natürlich“ nur genutzt habe, um „besser da zu stehen“ und das zu sagen, was viele andere erwarten und hören wollen. Es gilt als „sich selbst anlügen“ wenn man dick(er) ist und sich wohlfühlt. In diesem Moment habe ich sowohl mein Gegenüber, als auch mich selbst angelogen. Denn ich fühle mich gar nicht „natürlich nicht wohl“.

Ich fühle mich wohl! Ganz so, wie ich es damals in „Wie? Du bist dick und fühlst Dich wohl?“ geschrieben habe. Ich liebe mich. Ich finde mich hübsch, schaue mich gern im Spiegel an. Und ich ärgere mich, dass ich mich offensichtlich manchmal dazu genötigt fühle, meine Selbstliebe zu vertuschen. Das Gespräch hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur sich selbst zu lieben, sondern auch zu dieser verdammten Liebe zu stehen <3 Das wollte ich kurz mit Euch teilen. Und das tolle „Gedicht“ von Charlie Chaplin, das ziemlich gut dazu passt.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. 
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !
[Charlie Chaplin]

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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