Lifestyle


Buchinspiration Juli 2021

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Es ist mal wieder Zeit, euch ein paar Bücher vorzustellen, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Wie immer sind es Bücher aus ganz unterschiedlichen Bereichen, so dass für jede*n was dabei sein dürfte :-)

Viel Spaß beim Entdecken!

Vorgestellte Bücher

Manifest für die Tiere

Seit das Buch im Oktober 2020 auf deutsch erschienen ist, stand es auf meiner Bücher-Leseliste*. Das "Manifest für die Tiere" der französischen Philosophin Corine Pelluchon beeinhaltet viele großartige Gedanken(anstöße). Es bringt uns den Gedanken näher, dass die Art und Weise, wie wir Tiere behandeln, ein Spiegelbild unserer Selbst ist.

Unsere Werte im Umgang mit Tieren und anderen Lebewesen führen unweigerlich in eine von Feindseligkeit, Aggressivität und Egoismus geprägte Gesellschaft. Pelluchon macht unweigerlich klar, dass wir etwas ändern müssen, um unsere Menschlichkeit nicht zu verlieren. Wobei man sich am Ende des Buches sicherlich fragen wird, was Menschlichkeit bedeutet und ob wir Menschen jemals menschlich gewesen sind.

"Unser Verhältnis zu den Tieren ist ein Spiegel, der uns zeigt, wozu wir in den letzten Jahrhunderten geworden sind. In diesem Spiegel sehen wir nicht nur die Schrecken, die unsere Spezies sich bei der Ausbeutung anderer empfindungsfähiger Lebewesen zuschulden kommen lässt, sondern auch das bleiche Gesicht einer Menschheit, die ihre Seele zu verlieren droht."
[Pelluchon, Corine (2020). Manifest für die Tiere
(1. Auflage, ebook). C.H. Beck. S. 11]

Orient trifft vegan

Ich liebe die orientalische Küche und mich entsprechend auf das Erscheinen des Rezeptbuchs gefreut. Das hochgelobte, wunderschöne Design des Buchs kommt auch im ebook gut rüber, ist für mich persönlich aber nebensächlich. Das Spannendste sind die Rezepte und davon gibt es über 80 Stück für Vorspeisen, Hauptspeisen, Desserts und Getränke.

Alles, was ich bisher aus dem Buch ausprobiert habe, hat uns gut geschmeckt und war einfach umzusetzen. Mir gefällt (neben dem Geschmack und der recht einfachen Umsetzung) besonders, dass für die meisten Rezepte keine absolut außergewöhnlichen Zutaten benötigt werden. Zumindest aus Sicht unseres Haushalts sind die Zutaten nicht speziell. Bisher ist dieses Rezeptbuch mein Favorit in Bezug auf die vegane Küche.

Die neue Einsamkeit

Das Buch von Diana Kinnert habe ich gleich zur Veröffentlichung im März gelesen. Es hat mich nachhaltig bewegt und beschäftigt. Ich mag die Art, wie Diana Kinnert die Dinge sieht und beschreibt und in die Tiefe geht.

Manches ist für Menschen wie mich, die sich seit über 20 Jahren im Internet bewegen, ein Stück zu detailliert ist und nicht zwingend neu. An anderen Stellen habe ich auch eine andere Meinung als Diana Kinnert. Die Thematik der neuen Einsamkeit ist jedoch unumstritten wichtig. Mit diesem Buch werden Weichen gelegt, um die Thematik in Zukunft mehr in den Fokus zu rücken und ernst(er) zu nehmen. Ich kann es sehr empfehlen!

Stille **

Bücher in denen es um die Stille geht, ziehen mich magisch an. Ich liebe die Stille. Wohl auch, weil es direkt in meinem Kopf nur selten still ist. Magnus Fridh ist einer der führenden Experten für Achtsamkeit und Meditation in Schweden. Er widmet der Stille, aufgeteilt in die Bereiche Alltag, Natur und Meditation, ein ganzes Buch.

Das, was Fridh in diesem Buch an Input zum Thema Stille gibt, ist für mich (und vermutlich viele andere) nicht neu. Dennoch haben mir einige der Anregungen für kleine Auszeiten im Alltag gut gefallen. Wer sich nach Stille sehnt, der findet mit diesem Buch ganz sicher Inspiration.

Der erste letzte Tag **

Hier scheiden sich die Geister. Ein Fitzek und kein Thriller? Viele Leser*innen haben etwas anderes erwartet und waren entsprechend enttäuscht. Ich habe das Buch als Hörbuch am Abend gehört, fernab des "Das ist ein Fitzek-Buch"-Gedankens.

Für meinen Geschmack ist es eine unterhaltsame Story, die mich hier und da auch zum Nachdenken anregen konnte. Außerdem hat Sebastian Fitzek das geschafft, was ich mit diesem Buch bezwecken wollte: am Abend vor dem Schlafen gehen etwas runter zu kommen. Entsprechend bin ich zufrieden und kann "Der erste letzte Tag" allen weiterempfehlen, die Unterhaltung, gepaart mit etwas Tiefgang mögen.

Loslassen **

Da es sich hierbei um ein Arbeitsbuch für ein ganzes Jahr handelt, kann ich noch kein abschließendes Fazit geben. Meine Meinung zum Buch bezieht sich auf die ersten zwei Monate, die ich mit dem Buch verbracht habe. Ich habe mir das Buch zugelegt, weil ich eine gedankliche Festhalterin bin, gerne (noch mehr) loslasse(n will) und mir auf andere Art und Weise begegnen wollte.

Bisher gefällt mir das Buch gut. Ich mag besonders die Art und Weise, wie ich als Leserin hindurch geführt werde. Es hat ein bisschen was von einem Coaching. Zumindest in den Momenten, in denen ich mich gedanklich genau auf dieses Szenario einlasse und wirklich mitarbeite. Das ist es, was man unweigerlich tun muss: mitarbeiten und sich irgendwie auch "in das Buch hinein loslassen".
Ich bin nicht unbedingt ein Mensch, der regelmäßig und konstant an ein und derselben Sache arbeitet. Mit diesem Buch fällt es mir bisher jedoch leicht, weil ich diese Form der Beschäftigung mit mir selbst gerne mag. Es ist der ausgewogener Mix aus Entspannung, Kreativität und Herausforderung, der mich das Interesse nicht verlieren lässt.

Unter freiem Himmel

Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen, auch wenn es nicht das war, was ich erwartet habe. Tatsächlich gibt Markus Torgeby eine Anleitung zum Leben in der Natur. Er beschreibt, wie man Feuer macht, wo und wie man am besten in der Natur schläft, was man am besten mit in die Natur nimmt usw. Die reinen Anleitungen waren für mich eher uninteressant. Ich kann mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen, auf diese Art und Weise in der Natur zu leben.

Was dieses Buch für mich besonders macht, ist die Geschichte von Markus Torgeby.. Das er sich in der klassischen Welt so unwohl fühlte, dass es ihn alleine in die Natur zog, hat mich berührt. Wohl auch, weil ein Teil von mir damit in Resonanz geht und sich genau danach sehnt.

Gleichzeitig hat mich die zelebrierte Naturliebe im Buch sehr fasziniert. Man spürt sie in jeder Zeile und sieht sie in jedem Foto. Die Fotos sind magisch und so lebendig. Manchmal hatte ich das Gefühl, den Wald riechen zu können. Das Buch hat meine Phantasie beflügelt und meine Liebe zur Natur vertieft.

Echter Wohlstand

Dieses Buch sollte aus meiner Sicht jede*r gelesen haben. Es geht darum, was im Leben wirklich zählt. Fernab von Konsum und Materialismus. Für Vivian Dittmar hat echter Wohlstand fünf Dimensionen: Zeitwohlstand, Beziehungswohlstand, Kreativitätswohlstand, Spiritueller Wohlstand, Ökologischer Wohlstand. Der Autorin geht es nicht um das klassische Heile-Welt-Denken oder Verzicht. Sie macht deutlich, was wir Menschen zu erwarten haben und wie es uns gelingen kann, uns auf unseren inneren Reichtum zu fokussieren.

Für mich trifft das Buch den Nagel auf den Kopf. Obwohl das Thema für mich nicht fremd ist und ich einige Gedankengänge bereits kannte, habe ich viel für mich mitgenommen. Es gab irrsinnig viel Inspiration, nicht zuletzt auch durch die Fragen zur Selbstreflexion im letzten Kapitel.Sehr empfehlenswerte Lektüre!

Welt-Yoga - Der Weg des wahren Selbst **

Dieses Buch ist sicher großartig, wenn man sich für die Thematik interessiert und ganz eintaucht. Für mich persönlich war das Buch allerdings nicht das Richtige. Mein "ADHS-Gehirn" kam mit der Art und Weise der Darstellung und des Schreibens einfach nicht zurecht. Auf mich wirkte das Buch zu chaotisch und konnte mich nicht fesseln, so dass ich es nicht zu Ende gelesen habe. Die Bewertungen anderer sind jedoch durchweg positiv. Es scheint so, als sei dieses Buch ein echter Schatz für diejenigen, die es lesen :-)

Botschaften an mich selbst **

"Botschaften an mich selbst" besteht aus sechs brutal ehrlichen Essays, die unterschiedliche Tabus thematisieren. Themen, über die gesprochen werden muss. Die danach schreien, endlich die Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie brauchen, um in dieser Gesellschaft wahr genommen zu werden. Vermutlich braucht das Buch im besten Fall eine Triggerwarnung. Denn es geht um psychisch/ alkoholkranke Eltern und die Auswirkungen auf ihre Kinder, um Missbrauch, Vergewaltigung, Bodyshaming, Sexismus, Magersucht, Drogenmissbrauch, Einsamkeit, Armut, Burnout und vieles mehr.

Das Buch ist für mich eine autobiografische Gesellschaftskritik, die gleichzeitig auch Betroffenen Mut machen kann. Denn "die Botschaften an mich selbst" sind eben genau das: Wertvolle Botschaften an den Menschen, der das Buch gerade liest.

Unser Hof in der Bretagne

Das Buch wurde mir schon 2019 empfohlen, gelesen habe ich es dann aber erst im letzten Jahr. Dieses Jahr habe ich zusätzlich das Hörbuch gehört und an dieser Stelle findet es hier nun Erwähnung. Ich liebe das Buch. Regine und Anton lebten in Berlin, kündigten ihre Jobs und kauften ziemlich spontan einen Hof in der Bretagne, um als Selbstversorger im Einklang mit der Natur zu leben. Wie sie ihr Ziel verwirklichten und welche Hürden sie dabei zu nehmen hatten, erzählen sie in diesem Buch.

Ich finde die Geschichte der beiden hochgradig inspirierend. Das Buch hat meine Sehnsucht nach der Einöde mitten im Wald nochmal verstärkt. Und es hat mir gleichzeitig Mut gemacht, dass ein solches Leben möglich ist. Auch mit noch so widrigen Umständen. Große Lese-Empfehlung!

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