Heimtiermesse Düsseldorf + Bloggerfrühstück

Gestern fiel der Startschuss für die Premiere der Heimtiermesse Düsseldorf* , die vom 06.09.- 07.09.2014 im Areal Böhler in Düsseldorf statt fand.
TMS Event*  hatte zum Bloggerfrühstück geladen und so trudelte ich um 10:20 Uhr im Messe-Restaurant ein und blickte in einen fast leeren Raum.
Etwas irritiert ging mein Blick erst mal auf die Uhr und dann noch mal in die Mail, um die Daten zu checken – es kam schon oft genug vor, dass ich mich einfach mal in der Uhrzeit oder (noch besser!) im Tag vertan hatte und wollte da auf Nummer sicher gehen.
War aber alles richtig!
Also sprach ich den einzigen Menschen, der sich im Restaurant befand, an und dieser entpuppte sich dann als der Pressesprecher von TMS Event.
Ich erfuhr, dass eine weitere Bloggerin und ich bisher die Einzigen waren und wir deshalb noch ein bisschen mit dem Beginn des Frühstücks warten würden.20140906_121927

Das Bloggerfrühstück

Nach einer kleinen Runde durch die Halle, waren zwei weitere Blogger hinzu gekommen und so fingen wir das Frühstück eben mit vier Bloggern und vier Mitarbeitern von TMS Event an.
Wir erhielten, neben Getränken und leckeren Brötchen, eine kleine Mappe mit Infos rund um die Messe.
Darunter auch eine Liste mit Ausstellern, die für ein Gespräch mit Bloggern zur Verfügung standen und ein paar weiterführenden Infos zu einzelnen Ausstellern.
Wir erfuhren viel über die Arbeit und die Geschichte von TMS Event und tauschten außerdem Ideen aus, wie künftig die Zusammenarbeit zwischen Bloggern, TMS Event und den Ausstellern auf Messen ausgebaut und verbessert werden kann.
Ich bin gespannt wie das künftig laufen wird.

Enttäuscht hat mich, dass von den festen Zusagen, bis zu dem Zeitpunkt als ich dort war, nur drei von 11 Bloggern abgesagt haben.
Ähnlich rücksichtsloses Verhalten kennt man ja auch von etlichen anderen Events und hier rege ich mich wirklich immer wieder massiv auf.
Ich verstehe einfach nicht wo das Problem ist, mal eben kurz ne Info-Mail zu schicken. Selbst wenn der Streik der Bahn dazwischen kam, ist man doch wohl in der Lage, einfach mal kurz „Piep“ zu machen, damit z.B. die Veranstalter Bescheid wissen.
Wir sind eigentlich alle, dank unserer Smartphones und Handys, fast ununterbrochen mobil unterwegs und erreichbar. Da ist eine kurze Info nicht zu viel verlangt.
Ich weiß zwar nicht, ob weitere Blogger sich noch gemeldet haben, nachdem ich abgehauen bin aber ob es nun nur einer war, der nicht abgesagt hat oder mehrere spielt für mich hier keine Rolle.
Mir geht es hier um den Grundsatz: „Irgendwer hat nicht abgesagt.“ und die Tatsache, dass so was immer wieder vorkommt.
Finde ich einfach schade und auch unfair gegenüber den Veranstaltern.
Künftig sollte man es wohl wirklich so handhaben, dass eine Schutzgebühr verlangt wird, die man zurück bekommt, wenn man am Event teilnimmt oder vorher vernünftig abgesagt hat.
Nach ein paar Gesprächen rund um die Messe und dem Austausch unserer Visitenkarten machten wir uns dann getrennt auf den Weg, die Messehalle genauer zu erkunden.

Die Heimtiermesse in Düsseldorf

Auf über 8.000 m² stellten zahlreiche Zoofachhändler, Züchter, Dienstleister, Verbände und Vereine sich, ihre Produkte und ihre Arbeit vor.
Angekündigt wurden rund 100 ausstellende Unternehmen, Verbände und Vereine, tatsächlich waren insgesamt 88 Aussteller vor Ort, die sich vor allem an Hunde- und Katzenbesitzer richteten.

Die Highlights der Messe:

  • Casting Hundemodenschau für Besucherhunde
  • Hundemodenschau
  • Internationale Katzenausstellung
  • Farbrattenausstellung
  • Papageienflugshow
  • Superkater Filou in Aktion
  • Tierpsychologin
  • Tellington-TTouch-Lernparcours, Trick-Dogging und Hundefrisbee
  • Animonda Fitness- und Gesundheitscheck
  • Hamsterzucht Fairytale

Was uns gut gefallen hat:

Wie so oft, habe ich doch tatsächlich von den Sachen, die mich total begeistert haben, überhaupt keine Fotos gemacht. Ich bin dann einfach immer so dermaßen geflasht, dass mir wirklich alles in den Sinn kommt, außer meine Kamera.
Es ist furchtbar mit mir und ich gelobe Besserung!
Völlig ins Herz geschlossen haben wir das Angebot der Plüschnasen* .
Die Plüschnasen stellen absolut traumhafte „Wohnlandschaften“, Buddelkisten, Intelligenzspielzeuge und gesunde Leckereien für Kaninchen und Meerschweinchen her.
Alle Artikel sind so dermaßen zauberhaft und mit so viel Liebe hergestellt, dass ich kurz davor stand, uns mit dem Kauf des gesamten Standes in den Ruin zu treiben 😉
Solltet Ihr Kleintiere zu Hause haben, müsst Ihr Euch unbedingt auf der Homepage der Plüschnasen umsehen – es ist einfach traumhaft schön!

Ebenso begeistert hat uns das Angebot der außerordentlich wunderhübschen Kratzbäume* von Kirstins Katzenshop.
Im Gegensatz zum Angebot der Plüschnasen kannte ich die Kratzbäume bereits.
Etliche Kunden der Samtpfotenbox*  haben mir die Kratzbäume empfohlen und ich habe teilweise stundenlang auf der Homepage verbracht und überlegt, wie ich den Traum eines solchen Kratzbaumes für unsere Samtpfoten wahr werden lassen kann.
Ich habe mir sagen lassen, dass die Kratzbäume nicht nur wunderschön aussehen, sondern mit Abstand die hochwertigsten und besten Kratzbäume sind, die man in Deutschland kaufen kann.
So ist es wohl auch nicht weiter verwunderlich, dass der Stand völlig Menschen überfüllt war und viele Besucher der Messe nur wegen der Kratzbäume (und der besonderen Messe-Preise) nach Düsseldorf gekommen sind.
Lassen wir uns mal überraschen, wann Kimba, Bongo, Mr. Hase Lotte, seine hoffentlich bald gefundene, zukünftige Partnerin und ich (jaja, die Dinger sind so robust, dass selbst Menschen theoretisch mal drauf liegen könnten 😉 ) den Traum eines so fluffig schönen Kratzbaumes erfüllen können.

Zu guter Letzt waren da noch die Filz-Höhlen von Kivikis* .
Auch die kannte ich bereits, habe sie aber live noch nie gesehen.
Hier war uns der Preis allerdings zu hoch weil Kimba & Bongo am liebsten auf ihren Kratzbäumen liegen oder an Orten, die für Katzen einfach mal so gar nicht vorgesehen sind, wie beispielsweise im Wäschekorb, in meinen Taschen, im Kleiderschrank oder auf dem Plüsch vom Toilettensitz 😉 Typisch Katzen halt! DSC_9510

Was uns nicht gefallen hat:

Leider überwogen für uns die unschönen Ereignisse dieser Messe.
Ganz besonders schwer im Magen lagen uns die Tierausstellungen, hier insbesondere die der Ratten und Katzen.
Natürlich sind Tiere süß und schön anzusehen aber ich für meinen Teil finde, dass Tiere vor allem Lebewesen sind.
Und kein Lebewesen dieser Welt möchte fast den ganzen Tag in einem Käfig oder Plastikkorb/-zelt verbringen und stundenlang von tausenden Menschen angegafft werden.

Die Farbratten befanden sich teilweise zu zweit oder zu viert in kleinen „Faunarien“ aus Plastik (Gewächshaus-ähnliche Boxen, die oft zur Fütterung von Amphibien genutzt werden).
Wir alle wissen ja, wie groß Ratten werden können und da hier auch größere Exemplare ausgestellt wurden, war dementsprechend noch weniger Platz in den Kisten.
Egal ob man Ratten nun mag oder nicht, ich habe das als völlig tierunfreundlich empfunden.

Das Gleiche gilt für die ausgestellten Rassekatzen und deren, teilweise wirklich unwürdigen, Unterbringungen.
Von dem Rassenwahn der Deutschen muss ich ja wohl gar nicht erst anfangen zu sprechen.
Gerade im Hunde und Katzenbereich wollen die Menschen möglichst perfekte Tiere, mit ganz speziellen Merkmalen haben und das alleine ist mir irgendwie schon zuwider.
Wenn ich z.B. (aus meiner Sicht) völlig überzüchte Perser-Katzen sehe, die offenbar unter ihrer platten Nase leiden, hat das für mich rein gar nichts mehr mit Tierliebe zu tun, sondern ausschließlich mit einem kranken Trend, aber das sei nur am Rande erwähnt.

Einige (nicht alle!) Katzen hatten einfach mal GAR NICHTS in Ihren Zelten oder Käfigen.
Kein Wasser, kein Futter, keine Toilette, kein Spielzeug – nichts.
Manche Katzen haben an den Plastikwänden gekratzt, gejault oder verängstig in der Ecke gesessen.
Für mich sehen Katzen, die das alles totaaaal gerne und freiwillig machen, einfach anders aus.
Ich habe nichts dagegen einzuwenden, wenn man seine tolle Katze anderen Menschen präsentiert, aber muss das über Stunden erfolgen und dann auch noch auf so engem Raum?
Und ist es zwingend notwendig, dass die Katzen desinfiziert, gewaschen und gepudert werden? O.o
Gerade Katzen sind ja für ihre Stressanfälligkeit bekannt.

Die Zustände zweier Perserkatzen haben uns und viele Besucher massiv geschockt.
Die Fotos sprechen eigentlich Bände.

Auf dem Video sieht man eine andere Katze, die hechelnd in ihrem Zelt lag.
Ich habe Katzen noch nie hecheln gesehen und wie man im Video hören kann, waren auch andere Besucher vom Zustand der beiden Perser schockiert.
Gewundert hat mich hier außerdem, dass ein paar Tierschutzvereine vor Ort waren und an diesen Zuständen offenbar keinerlei Interesse hatten.

Ebenso bedenklich fand ich persönlich das Bewerben von Rasse-Katzenbabies auf einer solchen Messe.
Zwar wurden die Babies dort nicht sofort an den Mann gebracht und verkauft, sondern nur vorgestellt und die Kunden wurden hier beraten aber wäre es nicht viel schöner gewesen, ein paar „Tiere in Not“ vorzustellen, als „frische Rassenbabies“ zu bewerben?
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Ein weiterer Stand fiel mir wegen seiner Werbung negativ auf.
Kann sein, dass ich jetzt etwas kleinkariert wirke aber ich finde, dass hier ein völlig falscher Eindruck vermittelt wird:
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Flusskrebse ernsthaft als „Kinderspielzeug“ anzubieten (und aus meiner Sicht suggeriert das Plakat nichts anderes), finde ich unter aller Sau O.o
Und dann noch der Satz „Es frisst, was Ihr auch esst.“ – das Alles klingt einfach nach „Das Vieh brauch nix, außer Euren Abfall und ist auch noch lustig bunt. Yay!“.
Man konnte sich einfach dort hinstellen und sich ein paar lustige Flusskrebse aussuchen und gleich in nem Pappkarton mit nach Hause nehmen.
Verkaufen wollen, find ich ja völlig okay – aber um jeden Preis?
So was macht mir Firmen unsympathisch und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dort auch Aussteller waren, die ihre Kunden wirklich ausgiebig und ehrlich beraten haben.

Ich möchte an dieser Stelle (nachträglich!) noch mal erwähnen, dass dies mein erster Besuch einer Heimtiermesse war und diese Art der zur Schaustellung und Bewerbung von Tieren offenbar absolut normal ist.
Das ändert aber einfach nichts an der Tatsache, dass ich persönlich dieses Vorgehen nicht gut heiße.

Abgesehen von diesen grundsätzlichen Dingen, die für mich persönlich dazu führen, dass ich Tiermessen dieser Art künftig nicht mehr mit meinem Besuch unterstützen werde, waren wir von der Messe im Gesamten eher enttäuscht.
Die Auswahl an Ausstellern war nicht sonderlich groß und für unseren Geschmack auch nicht sehr vielfältig.
Bei einigen Ausstellern fragte man sich, ob sie nun gekommen sind, um die Endverbraucher zu informieren und Produkte zu verkaufen, oder nur um neue Mitarbeiter für Ihre Schneeballsysteme zu akquirieren.
Ich finde, dass man die Aussteller deutlich besser aussuchen sollte.

Darüber hinaus gab es z.B. große Probleme mit der Anlage.
Man konnte die Menschen, die gerade durchs Mikrofon sprachen, kaum verstehen und ewig (wirklich die gesamten drei Stunden, die wir dort waren) gab es sooo laute Rückkopplungen, dass einem fast die Ohren weggeflogen sind. Wie Ihr wisst singe ich in ner Band und kann so was also wirklich im Normalfall gut ertragen, bin da also jetzt keine Memme 😉

Vor der Tür haben wir dann einen regelrechten Tumult aufgebrachter Besucher vorgefunden.
Einige waren mehrere hundert Kilometer gefahren, um beispielsweise den angekündigten Aquaristik-Bereich zu sehen, der dann wohl mehr als mau ausfiel weil der Fokus auf den Hunden und Katzen lag.
Viele hatten offenbar auch generell ganz andere Vorstellungen von der groß angekündigten Messe, dass sie maßlos enttäuscht waren und sich sogar das Geld zurück erstatten ließen.
Hundebesitzer bemängelten außerdem, dass für die Hunde keine „Pipi-Möglichkeiten“ in den Halle zu finden waren, sowie nur wenige Futter- und Wasserstellen.
Darüber hinaus hörte man auch draußen viele Stimmen, die die zur Schaustellung der Katzen und Ratten bemängelten.

Mein Fazit

So leid es mir tut aber für uns war die Messe eine herbe Enttäuschung.
Die negativen Dinge haben absolut überwogen und sofern sich da in den nächsten Jahren nicht massiv etwas verbessert, glaube ich nicht, dass die Heimtiermesse in Düsseldorf wirklich Zukunft haben kann.

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

17 Kommentare

  • Ohje…
    Auch ich finde, dass du nicht kleinkariert bist, sondern die Wahrheit schreibst- alles so wie es ist!
    Die armen Tiere tun mir leid und ich hoffe, dass solch eine Heimtiermesse nicht mehr stattfinden wird.

    Aber besonders erschreckend finde ich, dass sich die Tierschutzvereine scheinbar nicht um solche Fälle kümmern. Natürlich gibt es weitaus schlimmere Dinge, die Tieren angetan werden, aber auch sowas ist absoluter Stress für alle Tiere.

    Ich freue mich auf weitere ehrliche Beiträge von dir!

    Lg

  • Auwei, das hat sich ja wirklich schrecklich gelesen. Ich bin geschockt wegen der armen Tiere vor Ort. 🙁 Es hat mich wirklich eben traurig gemacht beim Lesen.
    Aber auch über negative Dinge muss gesprochen werden, vllt sogar besonders über die.
    Professioneller Bericht, der die Wahrheit zeigt, ohne jemandem direkt auf die Füße zu treten.

  • Ach Du meine Güte!
    Eigentlich hatte ich mir ja schon letztes Jahr überlegt mal hinzugehen, aber das lasse ich schön bleiben. Sorry für die anderen Aussteller, doch einen derartigen Umgang mit den Tieren werde ich nicht unterstützen.
    Danke, dass Du Dich quasi geopfert und diese Zustände dokumentiert hast.

  • Sowas macht mich einfach nur traurig!
    Ich habe keinen großen Bedarf an Heimtierzubehör, daher wäre ich nie auf die Idee gekommen zu so einer Messe zu gehen. Unser „Findelkaterle“ Lucky hat sich sein Zuhause selbst ausgesucht und lebt sein Leben so wie es ihm gefällt. Im Sommer ist er viel unterwegs, besucht uns aber mehrmals täglich. In den kalten Monaten zieht er warmes kuscheliges Plätzchen im Haus vor. Am liebsten in meinem Bett ;-). Da braucht´s keinen Kratzbaum & Co. Mir ist schon klar, dass dieser Idealfall nicht die Norm sein kann, aber die Bilder von ängstlichen Tieren in viel zu kleinen Käfigen haben mich echt schockiert. Wenn es nach mir gehen würde, wären „Qualzuchten“ und das Ausstellen von Tieren auf Messen gänzlich verboten! Wie Du schon geschrieben hast, gibt es so viele Tiere die ein gutes Zuhause suchen. Und wenn es unbedingt ein Rassetier sein muss, sollten diese nicht auch noch vom Züchter unter solchen Bedingungen ausgestellt werden dürfen! Ich frage mich was die blinden Tierschutzvereine vor Ort gemacht haben…nur Werbung, um Spenden zu bekommen??

  • Au backe, dass wenn die Tierschutzorgas mitbekommen …. also, die „richtigen“ wie PETA und dergleichen, die schon etwas aggressiver vorgehen …
    Zu dem Verhalten der Blogger – ich kann Dir nur zustimmen, so ein Verhalten ist unter aller Sau. Aber weisste was? Menschen sind so. Ständig. Ich kenne das von diversen privaten Veranstaltungen. Und auch von meinem früheren Beruf her. Gruslig. Ich verstehe auch deren Problem nicht. Sich nicht zu melden ist doch viel schlimmer als abzusagen. Ein klares NEIN ist immernoch besser als so Wischi Waschi Zeug. Naja.
    Wünsche Dir ne schöne Woche!
    Stephie

  • Mittlerweile habe ich mir sagen lassen, dass sowas völlig normal für Tiermessen ist und der Großteil der Besucher so was offenbar gerne sieht.
    Letzten Endes gibt es natürlich immer schlimmere Zustände und da gehören Ratten in kleinen Plastikbehältern und Katzen in Zelten offenbar nicht zu.

    Für mich war so was total neu. Ich war zwar vor etlichen Jahren bereits auf Rasseausstellungen und fand es damals schon scheiße aber scheinbar sind Rasseausstellungen voll angesagt und wohl auch angesehen.
    Hab mal ein bisschen nachgelesen und ein paar Züchter gefunden, die darüber schreiben – auch da ist es völlig normal.
    Könnt ja mal nach „katzenaustellungen Heilige Birma Rassekatze“ googlen und dort den zweiten Beitrag lesen, den Google ausspuckt.
    Ich finds irgendwie weiterhin, wie Ihr auch, komisch und befremdlich und finde auch, dass eine Tiermesse auf so was verzichten sollte aber wenn der Großteil der Besucher so was sehen möchte, haben Veranstalter wohl keine Wahl 🙁

  • Hey liebe Sanny,

    das klingt alles total gegensprüchlich und verwirrt einen regelrecht. Tut mir echt leid für die armen Tierchen, gerade Tierliebhaber sollten doch nur auf das Beste fürs Tier bedacht sein.
    Und sei es noch so eine kleine Maus oder große Ratte (mag ich beide sehr gerne), sogar ein kleiner Krebs sollten immer soweit es geht argerecht und vor allem von erfahrenen Menschen, die sich VOR dem Kauf ordentlich informieren gehalten werden.

    Liebe Grüße
    von Marion

  • also die tiere tun mir schon leid, nachdem, was du so beschrieben hast.

    und zu dem erscheinen und nicht erscheinen von angemeldeten teilnehmern…, davon kann ich ein lied singen. ich sehe es wie du: eine kurze absage ist ja wohl nicht zuviel verlangt.
    liebe montagsgruesse!

  • Machen wir uns doch nichts vor: so lange Menschen solche Heimtiermessen besuchen, genauso lange werden Tiere diesem Stress ausgesetzt. Ich war 2 x auf so einer „Tierquälermesse“ und seither NIE WIEDER. Ich unterstütze so etwas nicht mehr.
    Meiner Meinung nach gehören Tiere ohnehin auf keine Messe: Lärm, Wärme und purer Stress.
    Zoo“fach“handel ist ja schon immer fragwürdig… aber Haustiermessen setzen dem Ganzen noch eine Krone auf.

  • Ich finde es auf Messen egal welcher Art, immer sehr schade, wenn die Menschen ihre Tiere mitnehmen und ihnen in den Stunden nicht mal eine 20 minütliche Pause gönnen, weil sie schnell von Halle zu Halle wollen. Dann achtet auch kein Mensch darauf ob vor ihnen ein Tier geführt wird und latschen drauf. Nein, da ist mein Hund besser zuhause aufgehoben. Auch die Tiere bei Ausstellungen in so kleinen Boxen zu halten finde ich absolut nicht schön. Angucken kann man sich die Tiere auch auf Bildern oder in einem Video.

    Wo ich dir auch zustimmen muss, ist die Sache mit dem Absagen. Es ist einfach kurz zu schreiben, dass man es nicht schafft.

  • Bei uns gibt es die „Grüne Woche“ und dort gibt es auch immer einen Teil mit Haustieren, etc., aber eine reine Heimtier-Messe würde mich allerdings auch interessieren. Gibt ja fast nichts Schöneres, als für die Kleinen einzukaufen… 😉

  • War trotz des vielen Textes sehr amüsant zu lesen! viele, viele gedanken!

    Das Bloggerfrühstück: ja, sowas ist unhöflich!

    Bis jetzt gefällt mir der Blog gut, ich finde aber den Header mit den harten Kontrasten nicht hübsch.

  • Herzlichen Dank für deinen ehrlichen und schonungslosen Bericht. Nur so kann sich etwas ändern. Auch wenn der Trend gerade leider in die andere Richtung geht. So was darf nicht verschwiegen werden. Die Tiere leiden unter solchen Bedingungen. Ich habe Katzen allerdings schon öfter bei Stress, z.B. im Auto auf der Fahrt zum Tierarzt hecheln hören. Ist nicht schön, aber auch nichts, was es sonst nicht gäbe.
    Tolle Kratzbäume sind schon was Schönes. Leider sind die meistens unverschämt teuer, deshalb plane ich selbst einen zu bauen, der den Bedürfnissen unserer Herrschaften auch voll entspricht.

    Und jetzt hätte ich es fast vergessen: Mir ist es persönlich schon mal passiert, dass ich nicht absagen konnte, weil ich schlicht und einfach keine entsprechenden Kontaktdaten hatte. Außerdem werden viele Events ewig früh angekündigt und dann kommt nie wieder was. Leider vergisst man solche Termine dann auch mal. Ist blöd und sollte eigentlich nicht passieren, aber manche Veranstalter machen es einem auch nicht leicht.
    Liebe Grüße an dich

  • Huhu!
    Auch ich habe die Messe besucht und bin mit einem ähnlich herben Nachgeschmack nach Haus gefahren. Viel schlimmer als die mäßige Messe fand ich persönlich aber die Organisation derselbigen. Ich bin mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist und hätte ein netter Sicherheitsbeamter ein paar Häuser weiter uns nicht eine Wegbeschreibung ausgedruckt, hätten wir das (nicht ausgeschilderte) Messegelände gar nicht gefunden. Selbst die Anwohner drumherum wussten von rein gar nichts und haben mich zweimal quer durch die ganze Stadt geschickt. Erst auf dem Messegelände waren Aufsteller zu finden – ziemlich sinnlos.

    Interessanterweise schien auch das Bloggertreffen nicht der große Renner gewesen zu sein, wenn ich das so lese. Ich habe leider auf meine rechtzeitige Anmeldung bis heute keine Reaktion oder Antwort erhalten. Dabei wäre ich gern gekommen. Es ist enttäuschend zu hören, dass diejenigen die wirklich eingeladen waren, dann doch nicht erschienen sind.

    Insgesamt war die Messe für mich auch mehr enttäuschend als interessant. Schade.

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Huhu Miriam,

      oh ja also die Ausschilderung war wirklich nicht gut. Wir sind auch ein paar Mal am Gebäude vorbei gefahren weil uns nicht klar war, dass es dort rein geht.
      Da hätte ich mir auch noch mal extra Schilder gewünscht.
      Wer dann auch noch ohne Auto anreist, war sicher erst mal aufgeschmissen. Das kann ich mir vorstellen.

      Dass Bewerber für das Treffen keine Antwort erhalten haben, hab ich jetzt schon mehrfach gehört.
      Das geht natürlich genauso wenig klar :-/

      Hab im Nachhinein noch mit ein paar Besuchern gesprochen, die einfach so dort waren (also ohne Blogger zu sein) und auch die waren sehr enttäuscht und das ganz unabhängig von der Situation der Tiere.
      Zeigt mir also einmal mehr, dass ich nicht mit kleinkariertem Blick auf diese Messe geblickt habe und dein Kommentar bestärkt mich darin auch nochmal.

      Ich schau mir jetzt erstmal deinen Blog an 😉

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