Kukimi : die Küchenhilfe für Vielbeschäftigte

Immer wieder gibt es in unserem Leben Situationen, in denen wir besonders viel zu tun haben und wo es uns schwer fällt, uns die Zeit für frisches und gesundes Essen zu nehmen.
Oft muss es schnell gehen und so manches Mal fangen wir an uns, mangels richtiger Zeit, ungesünder zu ernähren und greifen z.B. auf das Angebot großer Fast Food Ketten zurück.
Hier setzt das Konzept des StartUps KUKIMI* an.

Das kompetente Team will die Verbraucher weg von ungesundem Fast Food, vollgepackt mit Zucker und Zusatzstoffen, hin zu Gourmet-Gerichten bringen, die genauso schnell zubereitet werden können, aber deutlich gesünder und nahrhafter sind.
KUKIMI ist die moderne Küchenhilfe für Vielbeschäftigte.
Allen faulen oder gestressten Gourmets wird eine Komplettlösung für eine ganze Woche angeboten. Zusätzlich soll man mit dem angebotenen Essen von Kukimi nicht nur gesünder und stressfreier leben, sondern tatsächlich auch noch Abnehmen können.
Schon klar, dass ich bei so vielen guten Dingen erst mal skeptisch bin und das Ganze genauer unter die Lupe genommen habe oder?

Meine Erfahrungen

Das Lieferdatum für mein „Rund-um-sorglos-Gourmet-Paket“ konnte ich selbst bestimmen.
Pünktlich zum vereinbarten Termin klingelte es an der Tür und wir waren unsagbar aufgeregt. Zwar hatten wir im Vorfeld schon ein wenig recherchiert, was uns erwarten könnte aber im Grunde vertraut man ja doch am meisten auf sein eigenes Urteil.

Ausgesucht habe ich mir das 6-Tage Flex Paket für 149,40€ zzgl. 5,90€ Versand.
Enthalten sind hier jeweils sechs Frühstücke, Smoothies, Hauptgerichte und Snacks, mit denen ich mich die nächsten sechs Tage auf eine Abnehm- und gesund-stressfreie Reise begebe.
Geliefert wird all das in einer wirklich sehr hochwertigen, silbernen Kühlbox. Die unterschiedlichen Gerichte befinden sich alle einzeln verpackt in einer Tüte, die mir fast das Gefühl vermittelt, selbst eingekauft zu haben.
Der Kühlschrank ist nach dem Auspacken dann dementsprechend gefüllt, wobei ich mich erst an das Gefühl gewöhnen muss, Kartons im Kühlschrank zu haben, statt frischer Produkte.
Letzteres fiel mir, bei dem wunderhübschen Anblick im Kühlschrank, aber ziemlich leicht.

[divider] Da der DHL-Mensch so früh geklingelt hat, konnte ich gleich mit dem Frühstück beginnen.
Zur Auswahl stehen drei außergewöhnliche Müslisorten, die mir allesamt gänzlich unbekannt sind:
Aberdeenshire-Hafer Müsli, Superfruits Müsli und Quinoa-Amaranth-Müsli mit jeweils 40g Inhalt.
Da mir die Portionen wirklich mini vorkamen, hätte ich am liebsten gleich mehrere Müslis ineinander gekippt aber KUKIMI verspricht, dass man hier satt wird und darauf habe ich mich dann natürlich auch verlassen.
Mit fettarmen Joghurt und ein par Heidelbeeren aufgewertet, wanderte das Frühstück in meinen Magen und überraschte mich total.
Müslis sind eigentlich so gar nicht mein Fall, zumindest nicht, wenn sie nicht ausreichend süß sind aber dieser Mix hier, der hat es so was von in sich. Ganz ohne Zucker sorgten die enthaltenen Früchte, Kerne und Nüsse für ein echtes Geschmackserlebnis.
Und danach war ich tatsächlich erst einmal satt. Für eine Stunde 😉
[divider] Rund 60 Minuten später schob ich einen Smoothie Mango-Maracuja hinterher weil mein Magen bereits wieder im Keller hing.
Mango-Maracuja ist super lecker und von der Konsistenz her wirklich sehr Smoothie mäßig. Die Sorte Pfirsch-Himbeere hingegen, die ich einen Tag später ausprobierte, ist extrem flüssig und irgendwie säuerlich. So richtig konnte ich mich nicht daran gewöhnen und:
Gesättigt war ich danach überhaupt nicht. Im Gegenteil fühlte ich mich eher so, als hätte der Smoothie meinen Appetit weiter angeregt.
Trotzdem: Wir wollen hart bleiben! KUKIMI soll schließlich auch die Pfunde purzeln lassen.
[divider] Auf das Mittagessen hab ich mich am aller meisten gefreut. Im Vorfeld wagte ich ja bereits einen ersten Blick auf die Auswahl und sämtliche Gerichte waren für mich (alte Pommes-Schnitzel Fraktion) völlig neu. Da die Augen meines Freundes immer größer wurden und er natürlich auch mal kosten wollte, bereiteten wir gleich zwei Gerichte zu.
Auch hier, beim Anblick der relativ kleinen Aromabeutel, erst einmal Skepsis.
Davon sollen wir also ernsthaft satt werden?
Die Zubereitung der Gerichte ist wirklich super einfach. Die Aromabeutel kommen, je nach Inhalt, für 10 – 20 Minuten in ein heißes Wasserbad. Im Anschluss werden die Beutel (wie auf dem Foto zu sehen) massiert, damit eine optimale Verbindung der einzelnen Komponenten in den Taschen gewährleistet werden kann. Je nach dem, welches Gericht nun auf den Teller wandern soll, muss im Vorfeld noch überschüssige Flüssigkeit abgeschüttet werden und danach kann alles schön auf dem Teller drapiert werden.

Für uns gab es mediterranen Lammnacken mit bunten Piementos und eine Fischroulade mit Vichy-Möhren an Selleriepüree. Wider erwarten sah das Essen wirklich recht appetitlich aus und roch köstlich.
Ich habe die Fischroulade gegessen, die meinen Geschmack aber nicht treffen konnte, was vermutlich vor allem daran liegt, dass ich einfach kein Fischfan bin. Allerdings war ich auch vom Selleriepüree enttäuscht weil man den Sellerie im Grunde nicht heraus schmecken konnte.
So sehr enttäuscht ich auch von meiner Wahl war, so überzeugend war das Gericht mit dem Lammnacken. Eine absolut stimmige und köstliche Komposition, die man ohne weiteres auch Gästen hätte anbieten können.
Ebenso köstlich war das Süßkartoffel-Zucchini-Curry mit Erdnüssen und das Gazpacho andaluz.
Das fruchtige Schollenfilet haben wir nicht ausprobiert weil Fisch hier nicht so mega angesagt ist und die Brunnenkressesuppe konnten wir leider nicht ausprobieren weil die Aromatasche geplatzt war.

Grundsätzlich haben die einzelnen Portionen ausgereicht, um erst mal gut gesättigt zu sein. Allerdings haben wir nach fast jeder Mahlzeit relativ zügig (nach ca. zwei Stunden) wieder Hunger gehabt. Hierauf komme ich gleich nochmal zurück.

[divider] Nach dem Essen kann man sich zusätzlich noch einen von zwei unterschiedlichen Snacks gönnen. Zur Auswahl stehen ein Kirsche & Physalis Knabbermix, sowie ein Apfel & Gojibeere Knabbermix. Beide Snacks sehen wirklich super aus und sind in ihrer Zusammenstellung sehr außergewöhnlich, aber sie haben unseren Geschmack einfach nicht treffen können.
Als Snack für Zwischendurch sind die Knabbermixe für uns leider ungeeignet gewesen.
[divider]

Mein Fazit

Dieses Mal möchte ich die Vor- und Nachteile von KUKIMI in einer kleinen Liste zusammen fassen weil ich mit meinem Fazit sonst noch mal den Rahmen sprenge.

  • außergewöhnliche Gerichte
  • rundum Paket
  • ansprechende Verpackung
  • einfache und schnelle Zubereitung
  • kein ungesundes Fast Food
  • abwechslungsreich
  • gesund und kalorienarm
  • auf Wunsch mit Ernährungsberatung
  • kleine Portionen
  • Service hat einen hohen Preis
  • bei wiederholter Nutzung des Services (bisher) keine neuen Gerichte
  • nicht auf den individuellen Geschmack anpassbar
  • auf Grund der Frische kurz haltbar (kann zum Nachteil werden)

Das Angebot von KUKIMI ist im Grunde eine tolle Sache, richtet sich aber wirklich ausschließlich an Personen, denen eine stressige Woche bevor steht und die hier bereit sind, für qualitativ hochwertiges Essen, einen dementsprechend hohen Preis zu zahlen. Für uns war es eine interessante und leckere Erfahrung, die wir uns aber wohl auch in stressigen Zeiten nicht leisten könnten. 150€ für sechs Tage und eine Person sind einfach zu viel für uns. Hinzu kam, dass vor allem die Fischgerichte unseren Geschmack nicht getroffen haben. Hätte man sich hier auf das sechs Tage Paket verlassen, wären zwei Tage ohne eine Hauptmahlzeit gewesen.
Aus meiner Sicht sollte es hier die Möglichkeit geben, sich die Gerichte, aus einer Auswahl verschiedener Gerichte, selbst zusammen zu stellen, da nur so gewährleistet werden kann, dass man an jedem Tag auch wirklich etwas zu essen bekommt, was dem persönlichen Geschmack entspricht.

Von mir gibt es für die Idee, die außergewöhnliche Zusammenstellung und das hübsche Design:

drei von fünf Check-Lights

drei von fünf Check-Lights

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

6 Kommentare

  • die idee finde ich gut, vorallem wenn man selber nicht zum kochen kommt, aber ich glaube für den preis würde ich mir nicht gönnen wollen.
    danke für deine ehrlichen worte. liebe gruesse!

  • Ich mag weder Fisch noch Lamm. Also hätt ich mit dieser Version keine Freude. Und mit dem vegetarischen Paket leider erst Recht nicht, weil ich keine Lust hätte ständig das selbe für einen exorbitant hohen Preis zu essen. Da wiederholen sich die Gerichte ja bereits innerhalb einer Lieferung. Gefällt mir nicht wirkich :-/

  • Na, des wär nix für uns!
    Die Hälfte der hier vorgestellten Sachen schmecken uns allen hier nicht. Der Preis ist extrem hoch und die Wiederholung der Gerichte ja auch ein Schmarrn. Für den Preis koche ich für uns alle länger definitv gesünder. Auch mit Stress!

  • Danke für die Vorstellung.
    Ich finde es immer wieder super, wie viele Sachen ich neu kennenlerne seit ich regelmäßig Produkttestblogs lese. Und selbst wenn das vorgestellte Produkt oder der getestete Service für mich nicht in Frage kommt, finde ich es immer wieder interessant was überhaupt so angeboten wird.

    In diesem Fall muss ich auch sagen: Selbst wenn ich das Geld hätte wäre es mir zu teuer, besonders da man nicht mal richtig satt wird. Ich shcätze die Anbieter sollten da noch etwas am Konzept feilen.

  • Habe die Seite jetzt erst entdeckt. Von Kukimi hörte ich schon vor acht Jahren- und hatte damals recherchiert… dahinter steckt ein etwas seltsamer, sehr geheimniskrämerischer convenience Food Anbieter mit recht arroganter Attitude… Gesunde Ernährung, wissenschaftlich verbrämt und – deshalb – unverschämt teuer. Ich musste damals während der Präsentation mehrfach das Lachen verkneifen ob des sektiererischen Gehabes. Schließlich zogen die Herren beleidigt von dannen 😉

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