Blogparade: Meine sportliche Herausforderung 2017 –
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September 2016:
Früher hab ich mal gesagt: „Wenn mein Hintern die Seiten der Badewanne erreicht, dann bin ich zu dick.“ Damals wog ich 75kg. Heute bin ich 1,62 m groß, habe das letzte Mal mit 16 Jahren Sport gemacht und gerade mein Höchstgewicht von 110kg erreicht. Mit dem Umzug ist die Badewanne größer geworden. Zu den Seiten hab ich wieder etwas mehr Platz. Ich könnte einfach weiter machen wie bisher. Aber mein Wille, endlich gesünder zu leben und die Einschränkungen mit meinem Übergewicht sind stärker geworden. Stärker als mein innerer Schweinehund.

Ich habe keine Lust mehr, dass meine Oberschenkel wund vom Laufen sind. Ich habe keine Lust mehr, beim Bergauf gehen nach Luft zu japsen. Ich habe keine Lust mehr, dass ich auf der Couch schlafe, weil ich zu laut schnarche. Ich habe keine Lust mehr, ewig meinen Bauch zu verstecken. Ich habe keine Lust mehr, ständig Rückenschmerzen zu haben. Ich habe keine Lust mehr, Angst davor zu haben, Diabetes zu bekommen oder sonst irgendwie ernsthaft zu erkranken, nur weil ich zu faul bin, gesünder zu leben.

Februar 2017:
Seit Oktober gehe ich 2-3 mal pro Woche zum Sport. Ich mache 2 x pro Woche Yoga. Ich ernähre mich gesünder. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten purzeln so langsam auch die Pfunde aber was für mich VIEL WICHTIGER ist: Ich fühle mich gesünder, energiereicher und ich mache gerne Sport. Etwas, das ich nach beinah 15 Jahren nicht mehr für möglich gehalten hätte.
Ich denke nicht mehr darüber nach, ob ich zum Sport gehen soll oder nicht. Für mich ist es normal geworden und wenn ich es mal nicht zum Training schaffe, fehlt mir am Ende des Tages was. Es macht mich so glücklich an mir selbst zu arbeiten und Fortschritte zu sehen. Ich hab jahrelang all die Fitnessblogs verflucht und die Menschen, die mir weis machen wollten, dass ich nur mal anfangen muss. Aber sie hatten alle Recht. Die Zeit war nur noch nicht reif für mich.

Meine sportliche Herausforderung 2017
Eine Sache hat mich schon immer fasziniert: das Laufen. Seit Marius Tante im letzten Jahr mit dem Marathon-Training angefangen hat, ging mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf. Ich will das auch! Mit aktuell immer noch rund 30kg Übergewicht ist das vielleicht nicht das leichteste Unterfangen aber ich habe es getan:
ich habe mich für das Training zum 5km Lauf angemeldet. 3 Monate lang werde ich zusätzlich zum normalen Sport 1 x pro Woche mit einer Gruppe von Frauen trainieren und am Ende 5 km am Stück laufen. Ich schaffe heute nicht mal 1 Minute am Stück und würde nie auf die Idee kommen, für irgendwas freiwillig zu laufen. Nicht mal, wenn das bedeuten würde, dass ich den letzten Bus nach Hause verpasse 😉 Meine persönliche Herausforderung für 2017 lauter also:

Ich will werde spätestens im Juni 2017
5 (in Worten: Füfüfüfüffüüünf!) Kilometer am Stück laufen.

Am Ende des Trainings möchte ich gerne am Schwebebahnlauf in Wuppertal teilnehmen. Ich werde Blut und Wasser schwitzen. Ich werde fluchen. Ich werde absolut an meine Grenzen gehen. Aber ich werde daran wachsen. Mit jedem Zentimeter den ich laufe, mit jeder Stunde die ich trainier werde ich über mich hinaus wachsen und am Ende so stolz auf mich sein, wie ich noch niemals in meinem Leben stolz auf mich war. Ich bin schon jetzt so unfassbar hibbelig und würde am liebsten sofort mit dem Training beginnen. Neben der Herausforderung freue ich mich aber auch darauf, noch öfter in der Natur zu sein. Bei Wind und Wetter dabei zu sehen, wie der Frühling erwacht und der Sommer kommt. Hach!

MeinTriathlon.de – Blogparade
Der Beitrag ist übrigens Teil der Blogparade „Sportliche Herausforderung 2017“ von meintriathlon.de Ich fühle mich von den typischen sportlichen Blogparaden bisher nie so richtig angesprochen aber die Idee von Tatjana war perfekt für mich. Weil ich gerade eh das Bedürfnis habe, mein Vorhaben der ganzen Welt ins Gesicht zu schreien und weil es für mich eben auch besonders aktuell ist <3 Bei Tatjana kann ich dann auch nachlesen, was ich eigentlich bei Regen so zu beachten habe. Und wie die meisten von Euch mittlerweile ja wissen, kommen wir Wuppertaler eh mit dem Regenschirm zur Welt. Ihre Tipps kann ich also voll gebrauchen 😀

 

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

6 Kommentare

  • Hi Sandra,
    ich bin durch die Blogparade von Tatjana auf dich aufmerksam geworden und habe gleich einen Teil deines Blogs durchstöbert. Du schreibst sehr informativ und ich werde definitiv nun öfter bei dir vorbeischauen. Außerdem kommt es durch deinen Schreibstil so rüber als könntest du alles schaffen, wenn du es dir nur vornehmen würdest. Ich bin da also mega zuversichtlich, dass du auch deine sportlichen Zielen wuppen wirst, wenn sie auf deiner Prioritätenordnung nach oben wandern. Aber wie du selbst so oft betonst, auch die Abnahme und das fit werden ist ein komplett individueller Prozess. Am Ende finde ich es immer wichtig, dass man selbst damit glücklich ist, wie man eben ist.

    Liebe Grüße
    Krissi

    • Danke Krissi 🙂 Du hast absolut recht mit dem was du schreibst und genau so halte ich es auch. Danke auch für dein Lob <3
      Ich schau bei Dir auch mal vorbei

  • Huhu Sandra,

    wenn man das selbst nicht will, bringt dat nix. Es muss „Klick“ machen und so wie es ausschaut, hat es das bei dir. Ich habe ewig lange gebraucht. Immer, wenn meine Ma ganz vorsichtig zu mir gesagt hat „Du musst jetzt aber langsam aufpassen mit deinem Gewicht“, bin ich an die Decke gegangen und habe aus lauter Trotz erst recht nix gemacht und mich vollgefressen. Nachdem ich mir aber alle Hosen zwischen den Beinen beim Laufen regelrecht durchgescheuert habe und mich – wie du – schon wundgelaufen habe, war irgendwann Schluss. Aber auch nur, weil ich es wollte und nicht weil die anderen es wollten. Ich habe bis jetzt gut 12 kg abgenommen. An meine früheren Maße komme ich nicht mehr ran, will ich aber auch gar nicht. Ich fühle mich einfach wohler, weil ich beim Treppensteigen nicht nach zwei Etagen schon aus dem letzten Loch pfeife und auch sonst viel leichtfüßiger unterwegs bin. Bei den Workouts, die ich mache, muss ich mir ständig feste in den Arsch treten, ich bin soooo faul, aber auch das klappt gut, wenn man einmal „drin“ ist. Laufen ist eher nicht so meins, leider.

    Viel Spaß beim Umsetzen und liebe Wochenend-Grüße – Tati

  • Das mit der Badewanne kann ich mir vorstellen. Allerdings ist unsere Badewann so groß, dass ich dann eher nicht durch die Tür vom Bad gepasst hätte, bevor mein Allerwertester da an den Wände lang geschubbert hätte.
    Bei mir hat’s 2013 klick gemacht, als die Waage bald dreistellig anzeigen wollte. Da habe ich die Laufschuhe aus dem Keller geholt und bin dran geblieben. Ein Jahr später und 18kg leichter lief ich meinen ersten Marathon in 3:45h.

    Keep running – 5km schaffst du ganz bestimmt und recht bald. Du wirst sehen – die 10km sind auch nicht viel weiter. 😉

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