Gastartikel: Pflege in Deutschland – die heutige Situation

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In Deutschland wird zwischen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege sowie der häuslichen Pflege unterschieden. Der Begriff der „Pflege“ wird allgemein als die Versorgung und Betreuung von Menschen verstanden.

Unter die Gesundheits- und Krankenpflege fällt die Betreuung von gesunden und erkrankten Menschen aller Altersgruppen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Dazu zählt das Vorbeugen von Krankheiten, die Versorgung kranker, behinderter und alter Menschen sowie die Unterstützung und Förderung des Gesundheitszustandes. Die Pflege erfolgt im häuslichen Rahmen oder im Krankenhaus. Die Altenpflege beinhaltet die Betreuung von alternden Menschen. Das Ziel dieser Pflege ist es, die alternde Person durch Unterstützung zu entlasten und ihre Lebensqualität damit zu erhalten. Oftmals können die betroffenen Personen ihren Alltag nicht mehr eigenständig bewältigen, deshalb erfolgt die Pflege in den eigenen vier Wänden oder in einem Pflege- oder Altenheim. Die häusliche Pflege erfolgt bei Menschen, die besonders pflegebedürftig sind. Die Betreuung findet ausschließlich im häuslichen Umfeld der betroffenen Person statt. Oftmals wird die Pflege von Familienangehörigen übernommen, da kompetente und gelernte Pflegekräfte, welche eigentlich dafür zuständig sind, zu teuer sind.

In Deutschland kann man sich zum Krankenpfleger oder zur Krankenpflegerin ausbilden lassen. Die Ausbildung teil sich in theoretischen und praktischen Unterricht in Berufsfach- und Krankenpflegeschulen, sowie in die praktische Berufserfahrung in Pflegeheimen, Krankenhäusern und ambulanten Diensten. Diese Ausbildung dauert drei Jahre und bietet zahlreiche Fort- und Weiterbildungen, damit sich die Auszubildenden auf verschiedenen Gebieten spezialisieren können. Trotz der guten Bezahlung bei einer Festanstellung als Pfleger/in, lehnen viele diesen Beruf ab.

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Die momentane Situation in Deutschland ist kritisch: Kliniken und Pflegeheime suchen Fachkräfte, zahlreiche Familien sind mit der eigenständigen häuslichen Pflege überfordert und sind auf der Suche nach kompetenten und geeigneten Pfleger/innen. Aus diesen Umständen ziehen diverse Agenturen Profit: Diese vermitteln Pflegepersonal aus verschiedenen europäischen und osteuropäischen Ländern. Obwohl die Vermittlung durch eine Agentur etwas komplizierter sein kann, die ausländischen Fachkräfte arbeiten kompetent und verantwortungsvoll. Vor allem für die häusliche Pflege werden inzwischen immer öfter osteuropäische Hilfskräfte eingestellt.

Wenn Ihr selbst eine pflegebedürftige Person innerhalb der Familie habt, kennt Ihr bestimmt die alltäglichen Schwierigkeiten: Zum einen wünschen sich Pflegebedürftige oftmals, in der gewohnten Umgebung bleiben zu können. Als enge Familienangehörige kann man die Wünsche jedoch nicht immer in Taten umsetzen. Der Arbeitsalltag, die Kinder sowie die eigene Haushaltsführung machen es unmöglich, sich im benötigten Umfang um die betroffene Person zu kümmern. Dazu kommt die psychische Last hinzu: Die eigene Mutter oder den Vater hilflos und schwach zu erleben kann sehr belastend sein. Da ein Alten- und Pflegeheim in den meisten Fällen nicht in Frage kommt, bietet sich eine Pflegerin in den eigenen vier Wänden, als Lösung des Problems, an. Diese muss kompetent und fachkundig sein, gleichzeitig aber auch herzlich und fürsorglich, denn man möchte den betroffenen Familienangehörigen gut versorgt wissen. Die zu pflegende Person muss sich bei der Pflegerin oder dem Pfleger wohlfühlen und ihr ganz und gar vertrauen können. Je nach Pflegestufe, die in einem präzisen Verfahren bestimmt wird, unterscheidet sich die Pflegezeit. Ist der pflegebedürftigen Person jedoch die dritte Pflegestufe zugeteilt, erfolgt eine rund um die Uhr Pflege. Die Hilfskraft ist allzeit für den Betroffenen da, kümmert sich um den Haushalt, erledigt die Einkäufe, kocht, unterstützt die zu pflegende Person und leistet ihr Gesellschaft. Sie fordert und fördert diese, dabei wird eine vertrauensvolle und liebevolle Beziehung aufgebaut. Das Pflegepersonal ist also nicht nur dazu da, die Arbeit stupide zu verrichten, sondern auch, um Verständnis und Mitgefühl zu zeigen.

Warum zahlreiche Agenturen ausgerechnet osteuropäische PflegerInnen vermitteln? Weil sich diese aufgrund von kulturellen Einflüssen den Kranken und Alten besonders verpflichtet fühlen. Sie kümmern sich infolgedessen sehr liebevoll um die betroffenen Menschen und geben ihnen das Gefühl gebraucht zu werden. Ihr seid gerade auf der Suche nach einer passenden Pflegekraft für einen Familienangehörigen? Auf curando-pflege.de* finden sich weitere wichtige Informationen sowie bezahlbare Fachkräfte.

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Gastautoren

Unter diesem Account erscheinen Artikel unterschiedlicher Gast-Autoren, die für DieCheckerin.de schreiben.

3 Kommentare

  • Ich habe bis vor kurzem noch eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und muss sagen, dass sowohl im Krankenhaus, als auch (und vor allem) in Altenheimen noch viel getan werden muss. Gerade in vielen kleineren Städten ist das noch ein Problem (in größeren Städten konkuriert man um die Älteren während diese in den kleineren keine Wahl haben als in das eine oder das andere Altenheim zu gehen)

    • Ich geb Dir total Recht. Wir haben/hatten selbst mehrere Pflegefälle in der Familie und was in Heimen, Krankenhäusern und Co. abgeht ist furchtbar. Da muss unwahrscheinlich viel passieren. Könnte wohl einen Roman über unsere Erfahrungen schreiben.

  • Mit Ihrer Beschreibung der aktuellen Pflege-Situation sprechen Sie mir aus dem Herzen!
    Der schleichende demographische Wandel mit dem zeitgleichen Mangel an Pflegekräften macht die Situation nicht besser.
    Die Betreuungsmöglichkeit durch osteuropäische Pflegekräfte in den eigenen vier Wänden des Pflegebedürftigen bietet hier eine wertvolle und immer wichtiger werdende Alternative.

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