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Review: Sex-Up Your Man

Sex-Up Your Man Review
Story
Marty (Michael Rapaport) und Paul (Bryan Callen) sind die typischen „Beziehungs-Loser“:
Erfolgreich im Job aber völlig überfordert in der Ehe.
Die beiden wollen bessere Liebhaber und Ehemänner werden und wenden sich in ihrer Verzweiflung an ihren Frauenversteher-Freund Mike (John Stamos).
Von seinen Tipps erhoffen sich Marty und Paul den Durchbruch in Sachen erfülltes Liebesleben – schließlich liegen Mike die Frauen zu Füßen!
Doch die beiden nehmen Mikes Tipps deutlich zu ernst, so dass ihre Frauen kurz davor stehen, Reißaus zu nehmen.
Gemeinsam mit vier anderen Bloggern habe ich mich der DVD „Sex-Up your Man – Mein Mann ist ein Loser“ gewidmet, um den Film, im Rahmen einer Blogtour, in Kooperation mit der EuroVideo GmbH, auf den unterschiedlichen Blogs vorzustellen und verschiedene Themen des Films zu behandeln. So berichtete gestern Jacqueline über Ihre Lieblingszitate (HIER KLICK!*) und Morgen könnt Ihr auf dem Testblog-Multimedia-Gaming eine Charakterisierung des Hauptdarstellers Mike finden (HIER KLICK!*).
Bei mir findet Ihr heute kurzes Statement zum Film, sowie einen etwas freieren Text, der sich am Hauptthema des Films orientiert.

Bevor es los geht, informiere ich Euch schon mal darüber, dass Ihr auf Facebook eine DVD von Sex-Up Your Man gewinnen könnt. Dazu einfach hier entlang: KLICK MICH!

Sex-Up Your Man Review
Meine Meinung zum Film:

Sex-Up your man bedient eigentlich alle Klischees, die man sich vorstellen kann. Der Hauptdarsteller Mike wird als typischer Playboy dargestellt – ein witziger, schlagfertiger und „sexy Frauenversteher“, den alle Männer für seine Bettgeschichten beneiden – der im Verlauf der Story aber den berühmten „weichen Kern“ offenbart.
Paul und Marty hingegen werden als die typischen Loser dargestellt. Verplant, keine Ahnung von Frauen und lern resistent.
Die Klischees werden so straight durchgezogen und die Witze sind teilweise so flach, dass der Film mir persönlich an manchen Stellen sehr vorhersehbar und platt erscheint.
Wirklich vom Hocker hauen konnte er mich nicht.
Er plätschert so vor sich hin, hält aber ein paar lustige Szenen parat, die dafür sorgen, dass man nicht einschläft.

Was der Film uns lehrt:

Auch wenn der Film selbst mir nicht gefallen hat, so bietet er trotzdem eine gute Grundlage, um über gewisse Themen etwas eingehender nachzudenken.
Sieht man von der plump anmutenden Story ab und versucht zwischen den Zeilen zu „lesen“, so wird einem klar, dass Sex-Up your man eigentlich auch einige „Botschaften“ beinhaltet.
Im Grunde wird dem Zuschauer durch die Blume gesagt:
Leute, glaubt an Euren Partner, vertraut ihm, geht Kompromisse ein, lasst Euch genügend Freiräume, geht aufeinander ein, unterstützt Euch und seid füreinander da.

Alle Charaktere im Film machen den Fehler, nicht offen über ihre Gefühle zu sprechen. Niemand spricht aus, was ihn bewegt und auf die Bedürfnisse des Partners einzugehen, scheint völliges Neuland zu sein. Sämtliche Probleme, denen sich die einzelnen Paare im Film ausgesetzt fühlen, ließen sich im Grunde problemlos lösen, wenn einfach etwas mehr Austausch und Rücksichtnahme statt finden würde. Für mich sind das Reden und aufeinander eingehen, mit die wichtigsten Grundlagen einer Beziehung. Wer in einer Beziehung nicht offen über seine Gefühle spricht, die Bedürfnisse des Partners mit Füßen tritt und nur sein Ding durchzieht, der kann auf Dauer nicht glücklich werden.
Im Film lässt sich ziemlich gut erkennen, dass die eigenen Probleme im Vordergrund stehen und die Beweggründe des Gegenübers völlig nebensächlich sind. In dem Moment, wo ich meine Gefühle und Probleme für wichtiger halte, als die Probleme meines Partners, ist das ganze Gespräch hinfällig. Man kann einander so nicht auf Augenhöhe begegnen.
Weitere Probleme ergeben sich, wenn man nicht an seinen Partner glaubt. Wer Wertschätzung und Mut spendende Worte erfährt, der fühlt sich gleich besser aufgehoben und auch aufgefangen. Steht mein Partner nicht hinter mir und glaubt quasi an mein Scheitern, ist eine Beziehung aus meiner Sicht völlig obsolet.
Und trotz aller Wertschätzung, aller Rücksichtnahme und aller Kompromisse benötigt jede Partnerschaft auch genügend Freiraum. Beziehungen, in denen die Paare nur aufeinander hocken oder ein Teil vor Eifersucht fast umkommt, wenn man doch mal etwas getrennt unternimmt, sind furchtbar!
Ich könnte Nichts von alle dem auf lange Sicht ertragen und vermutlich geht es den meisten Menschen dieser Welt so.
Tief im Inneren wissen wir durchaus, was für unsere Beziehung gut ist. Manchmal verlieren wir gewisse Dinge vielleicht aus den Augen aber dann sollten wir in der Lage sein, uns irgendwann wieder auf das Wichtige zu besinnen.

Genau das vermittelt der Film uns, wenn wir denn bereit sind um die Ecke zu denken, um etwas tiefer in die Materie einzutauchen.
Dem Zuschauer wird gezeigt, wie oft Paare sich absolut lächerlich verhalten und einzig und allein dadurch, dass sie nicht aufeinander eingehen und eher gegeneinander arbeiten, so viel kaputt geht. Und natürlich wird uns auch gezeigt, dass angekratzte Partnerschaften nicht mit Hilfe billiger und angeblich allgemeingültiger Tipps, einfach so wieder mit neuem Feuer entfacht werden können. Wir Menschen sind individuell und deshalb ist auch jede Partnerschaft individuell. Ein Patentrezept für eine glückliche Beziehung gibt es sicher nicht aber wer die Grundsätze beachtet und sich nicht ganz so dämlich anstellt, der wird mit viel Herz und gutem Willen auch den richtigen Weg finden, um alles wieder gut werden zu lassen.

Ob man für diese Erkenntnis nun aber wirklich einen recht seichten Film wie diesen sehen muss, wage ich zu bezweifeln 😉
Von mir gibt es an dieser Stelle zwei von fünf Check-Lights. Sex-Up your man ist übrigens ab sofort auf DVD erhältlich!

zwei von fünf Check-Lights

zwei von fünf Check-Lights

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! – Freak! – Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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