Schlemmen mit Maggi in Münster (Teil 1)

Wieder einmal kam ich in den Genuss [Hier könnte meine Einleitung stehen.] Boah. Ernsthaft!
An manchen Tagen breche ich mir so dermaßen einen dabei ab, irgendwie den richtigen Einstieg in ein Thema zu finden. Insbesondere dann, wenn ich so viel zu sagen habe, wie nach dem Wochenende auf dem Maggi Event in Münster.
Einleitungen werden einfach völlig überbewertet!

Wie viele von Euch wissen, war ich von Freitag bis Sonntag, mit einem Teil des Marketing-Teams von Maggi und neun anderen Bloggern, in Münster. Und in diesem Artikel erzähle ich Euch nun, was ich am ersten Abend erlebt habe.
Holt Euch am besten was zu trinken und zu essen, es wird lang werden!

Im Vergleich zu meinem ersten Maggi-Event war ich dieses Mal relativ entspannt. Das zeigt sich schon daran, dass ich vor dem offiziellen Treffpunkt um 19:00 Uhr noch bei einer Freundin in Münster vorbei schneite, um Ihr fix die Haare zu schneiden 😀
Ich hab das übrigens nicht gelernt oder so aber nachdem ich meine Haare seit einem Jahr selbst schneide, werden meine kläglichen Versuche und die Mega-Fails immer weniger. Einmal hab ich meiner Mum versucht die Spitzen zu schneiden. Sie hatte nachher einen Treppen-Schnitt. Ich sage bewusst Treppen weil das Endergebnis mit Stufen wirklich nichts gemein hatte. Ich schweife ab.

Nachdem ich also meinen Auftrag erfolgreich absolvierte, fuhr ich zum Mercure Hotel in Münster, in dem wir alle für die nächsten zwei Tage unterkommen sollten und auch kamen 😉 Was mich hier dann doch kurz nervös machte, war die Parkplatzsituation. Ich wusste, dass ich nicht einfach so in die Tiefgarage des Hotels fahren durfte aber ich wusste auch, dass die Parkplatzsituation in der Altstadt echt übel ist und meine Einpark-Qualitäten auch so typisch Frau sind. Deshalb fuhr ich also zum abchecken drei Mal ums Hotel rum. Sicher ist sicher!
Irgendwann hab ich am Arsch der Welt dann eine Parklücke entdeckt und bin, freudig erregt, von der linken Fahrspur komplett von links nach rechts, über die komplette Fahrbahn, zur Parklücke gezogen. Ohne Blick in den Spiegel. Das Hupen war laut, ich glaub der Autofahrer hinter mir war sehr genervt von der Blondine am Steuer des Mercedes aber nu – Parkplatz is Parkplatz!
Glücklicherweise war auch noch der Parkscheinautomat kaputt, so dass ich nix zahlen musste.

Zu Fuß zum Hotel und nachfragen wo ich parken darf. Tiefgarage voll. Also ab ins benachbarte, öffentliche Parkhaus. Parken. Reisetasche raus. Los gehen!
Und dann im Hotel einchecken und das epische Gefühl genießen, das erste Mal ganz alleine in einer anderen Stadt und in einem Hotel zu sein.
In meinem ganzen Leben war ich sowieso erst drei Mal in einem Hotel aber alleine noch never ever. Seltsam gutes Gefühl.
So kurz vor 30 werd ich dann wohl doch noch erwachsen.
Ganz Blogger-typisch hab ich erst Mal Fotos vom Zimmer gemacht. Eigentlich weiß ich gar nicht so recht wo der Sinn liegt, ein normales Zimmer zu fotografieren aber man macht das halt so.
Also – Slideshow ab! (Klick aufs Bild zum Vergrößern)

Das Selfie mit Kuscheltier zeigt übrigens nicht mein Kuscheltier, sondern mein selbst getackertes Lavendelkissen, für besseren Schlaf. Ich kann ja nicht nähen, also tacker ich die Sachen zusammen 😀
Na jedenfalls war die Minibar voll mit meinen Lieblingssnacks. Toblerone, Milka und NicNacs. Das war so dermaßen unfair. Ich hab das gesamte Wochenende nen tierischen Heißhunger auf Toblerone gehabt. Da aber die Flasche Wasser schon 5,40€ gekostet hat, hab ich das Toblerone erst gar nicht angerührt und war auch zu faul in die Stadt zu latschen und mir eins zu kaufen. Statt dessen habe ich mich also kreischend aufs Bett geworfen und meinen Unmut mit einem Selfie auf Facebook geteilt.
So viel zum Thema erwachsen.

Um 19:00 Uhr haben wir uns in der Hotellobby getroffen, noch einmal Infos zum bevorstehenden Wochenende erhalten, uns kurz vorgestellt und sind fröhlich quatschend Richtung Restaurant gewatschelt.

Il DiVino Ristorante Münster

Das Il DiVino liegt direkt am wunderschönen Aasee und lockt mit einer italienischen Küche in feinem Ambiente.
Zwei Dinge wussten wir vor unsere Ankunft nicht:
1. das Il DiVino und viele andere Gebäude in Münster wurden, durch ein Unwetter in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli, stark beschädigt. Zwar wurde der Großteil der Sanierungsarbeiten bereits abgeschlossen aber die Toiletten z.B. stehen zur Zeit noch, in Form von Toilettenwagen, vor dem Restaurant.
2. den Aasee kann man im Dunkeln gar nicht sehen 😀 (bei der Auswahl des Restaurants im Sommer war auch der Blick auf den Aasee entscheidend aber da hat man natürlich noch nicht so sehr im Blick gehabt, dass es im Oktober bereits früh dunkel wird)

Weder das eine, noch das andere hat den Besuch im Il DiVino geschmälert.
Das Restaurant – scusa! – Ristorante ist wirklich schön.
Auch ohne „echte Toiletten“ und den Blick auf den Aasee.
Unser kulinarisches Erlebnis startete mit mehreren Antipasti Platten, für jeweils vier Personen.
Il DiVino Ristorante
Carpaccio, Büffelmozarella mit Tomate und Basilikum, italienische Wurst und Vitello tonnato.
Für mich, abgesehen von „Tomate Mozarella“, ein total neues Geschmackserlebnis.
Ich wäre früher nie auf die Idee gekommen, in einem Restaurant irgendwas anderes als „Schnitzel mit Pommes“ zu essen und so sind mir viele Köstlichkeiten bisher entgangen. Erst seit dem letzten Jahr trau ich mich, auch mal völlig unbekannte Gerichte auszuprobieren. Ich könnt mir so in den Hintern beißen, wenn ich daran denke, was ich die 27 Jahre zuvor verpasst habe.
Insbesondere in das Vitello tonnato hätte ich mich reinsetzen können. Habe selten so was köstliches gegessen.

Die Auswahl der Hauptspeise fiel mir echt schwer. Lamm-Stilkotlett, Rinderfilet, Pizza, Pasta – Hach!
Letzten Endes habe ich mich für die Pizza entschieden weil ich bereits ahnte, das andere Gerichte relativ übersichtlich sein könnten und damit meinen Hunger vermutlich nicht bändigen würden.
Ich musste fast ein bisschen lachen, als ich den Teller von Nadja sah, auf dem sich vier gefüllte Raviolis, mit einer Größe von ca. 4×4 cm, in leckerer Sauce befanden oder der Teller von Daniel, mit kleinen Rinderfilet Stücken und drei halben Kartoffeln.
Versteht mich nicht falsch – das sah alles köstlich aus! – aber diese Portiönchen hätten mich niemals sättigen können.
So gab es also Pizza Rugantina, belegt mit Tomaten, Mozzarella, Rucola , Parmaschinken und Parmesan
Pizza Rugantina
Während dem Essen saßen wir natürlich nicht schweigend nebeneinander, sondern unterhielten uns über Gott und die Welt. Ich fands total schön, dass wirklich alle sehr aufgeschlossen waren und wir uns nicht irgendwelche Gesprächsthemen aus den Fingern saugen mussten. Es gibt ja manchmal eher unangenehme Gesprächssituationen, in denen man von vornherein merkt, dass der „Flow“ fehlt aber hier war es die ganze Zeit locker und gemütlich.

Obwohl ich nach der Pizza echt bis oben hin voll war, musste ich beim Anblick der Dessert-Karte sofort daran denken, dass im Hotelzimmer ein Toblerone liegt und ich deshalb wohl besser doch noch was Süßes hinterher schiebe 😀
Damit der Abend auch typisch italienisch ausklingt, habe ich mich für Tiramisù entschieden.
Wörtlich bedeutet das übrigens „zieh mich hoch“.
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Nachdem wir uns alle, mal mehr und mal weniger, voll gefressen hatten, wären wir am liebsten liegend zurück zum Hotel transportiert worden aber eigentlich tat der 10 minütige Verdauungsspaziergang dann doch allen recht gut.

Im Il DiVino war es auf jeden Fall echt toll. Das Essen hat grandios gut geschmeckt, die Atmosphäre war angenehm und die Kellner freundlich. Obwohl das Restaurant wohl eher zu den etwas gehobeneren seiner Sorte gehört, war der Umgang sehr locker. Finde es immer fürchterlich, wenn ich mich als „Normalo“ in einem schicken Restaurant genötigt fühle, mich dekadent verhalten zu müssen 😀

Um halb zwölf waren wir wieder im Hotel und ich vermute, dass die Meisten, genau wie ich, einfach nur noch ins Bett gefallen sind. Ich bin ja eh so ein Schlaf-Opfer und werd immer hektisch, wenn absehbar ist, dass ich nicht genügend Zeit (mindestens sieben Stunden) zum Schlafen habe.
Die Tatsache, dass wir uns um zwanzig nach acht zur Abfahrt ins Maggiwerk verabredet hatten und ich am Morgen noch duschen und frühstücken wollte, machte mich also, mit Blick auf die Uhrzeit, deutlich nervös.

Ob ich gut geschlafen habe, wie es im Maggiwerk in Lüdinghausen war und was wir am Samstag sonst noch erlebt habe, erfahrt Ihr dann in meinem nächsten Roman 😉

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

1 Kommentar

  • Toll, toll, toll, toll! Das liest sich nach einem grandiosen Abend mit einem Festmahl!
    Früher hab ich auch immer nur Schnitzel in Restaurants gegessen (da kann man ja nix falsch machen – von wegen ey…augaksdjflawerfas). Mittlerweile mampfe ich mich aber quer durch die Karten – abgesehen von Fisch und anderen Dingen, ich ich einfach prinzipiell nicht mag.

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