Aus dem Leben Lifestyle


Warum ich meine Sommerferien alleine verbrachte und was das mit der Lootbox zu tun hat

Ich gehöre zu der Generation, die ihre Kindheit ohne Internet & Handy verbrachte. Mein erstes Handy hatte ich mit 16, meinen ersten eigenen Pc mit 14. Damals tuteten die Modems noch und JEDER nutzte AOL. Ziemlich schnell war der Computer ein Weg, um meine Kreativität auszuleben. Meinen Gesang speicherte ich, zerstückelt in 20 Sekunden Fetzen, auf mehreren Disketten, ich erstellte Comics für Freunde, drehte hirnrissige Videos und fing 2004 meinen aller ersten, richtigen Blog bei MSN Spaces an. Davor nannte man Blogs eigentlich eher „Online Tagebuch“. Davon hatte ich von 2000 bis 2004 natürlich auch eins.

Insgesamt war ich in meinem Freundeskreis die Einzige, die sofort im Internet „kleben geblieben ist“. Ich war in der Schule früher keine direkte Außenseiterin, aber eine von denen, die man irgendwie seltsam fand. Nicht zuletzt, weil ich 2 x sitzen geblieben bin und damit immer die Älteste in der Klasse war.

Gerade in der Zeit, als es in der Schule für mich besonders mies lief und ich keine richtigen Freunde dort hatte, war das Internet, mit all seinen „Nerds“ mein Zufluchtsort. Als ich ca. 15 war verbrachte ich die gesamten Sommerferien alleine zu Hause. Vorwiegend vor dem PC. Meine Eltern versuchten mich davon abzubringen und mich anders zu beschäftigen. „Im Internet“ fühlte ich mich aber zumeist wohler, weil ich dort Leute fand, die mich nicht ablehnten. Deutlich später (2004) lernte ich ja sogar Marius genau dort kennen :-)

Ich habe damals schon viel gebloggt, viel Kreatives ausprobiert und viele Spiele gespielt, die heute Kultstatus haben. Aus den 90ern waren es z.B. Age of Empires, Prince of Persia, Baldurs Gate, Myst (OH MEIN GOTT, es war so genial!), Half Life, Command and Conquer, Super Marios Bros und Siedler, aber etwas früher auch Spiele wie Defender, Pole Position (meine Cousins hatten sogar ein Lenkrad dafür, wenn mich nicht alles täuscht), Sim City, Space Invader, Astroids und natürlich Pac-Man mega angesagt. Das habe ich geliebt! Mein größter Traum war immer auf ne LAN-Party zu gehen. Leider fehlten mir die entsprechenden Freunde :-D Von meinen hat nämlich niemand gewusst, was ne LAN-Party überhaupt ist.

Außerdem habe ich immer davon geträumt, die Sache mit dem Internet zu meinem Beruf zu machen. Ich habe nur nie mit jemandem darüber gesprochen, da das Internet und natürlich auch mein „Internet-Konsum“ immer sehr kritisch beäugt wurden. Auch heute, wo ich meinen Traum dahingehend lebe, gibt es noch viele, für die das Internet und all die neuen Berufe wirkliches „Neuland“ sind.

Von denen, die sich nicht auskennen und/oder kein Verständnis davon haben, werde ich weiterhin als „seltsamer Nerd & Träumerin“ abgestempelt. Mittlerweile verstehe ich das aber fast schon als Kompliment. Immerhin gelten Nerds per Definition als besonders intelligent. Und ich weiß schließlich, dass ich alles andere als eine Träumerin bin. Ich LEBE meinen Traum. Wenn mich andere deshalb für einen Nerd halten, kann ich damit sau gut leben.

Heute nutze ich das Internet vor allem für meinen Beruf. Aber Marius und ich zocken, wenn es unsere Zeit zu lässt, dennoch gerne gemeinsam das ein oder andere Spiel. Seit einiger Zeit habe ich mir sogar einen Twitch-Kanal zugelegt, auf dem ich zwischenzeitlich streame.

Was zur Hölle hat das jetzt aber alles mit der Lootbox zu tun und was ist das überhaupt? Als „waschechter Nerd“ liebe ich nerdige Überraschungsboxen, wie die Lootbox von getdigital. Loot [luːt] ist englisch und steht in Videospielen für „Beute“ bzw. „Plünderung“ und bezeichnet jegliche Beutestücke, welche von Gegnern zurückgelassen wurde oder in der Spielwelt gefunden werden kann.

Den Inhalt der vergangen Juni Lootbox seht Ihr auf dem Foto.

Jetzt selbst looten!

Neben kleinen Extras (wie z.B. koreanische Bonbons oder Fantasy Festival Armbänder) und witzigen Produkten (Wie das T-Shirt zu „Die drei ßßß“ – der Witz hat bei mir echt nen Moment gebraucht, bis er ankam ) gibt es auch immer wieder sehr hochwertige Produkte in der Box zu „looten“.

Hätte es eine solche Box früher schon gegeben, hätten mir die Sommerferien alleine zu Hause damals sicher deutlich mehr Spaß gemacht. Erinnert Ihr Euch noch an die alten Überraschungstüten, die man als Kind immer haben wollte und wo nur Schrott drin war? Sowas erwartet Euch in der Lootbox definitiv nicht :-D Mir gefällt die Box insbesondere deshalb so gut, weil nicht nur Merchandise enthalten ist und man (zumindest den Großteil) der Sachen auch wirklich gebrauchen kann.

Wann immer ich eine Lootbox auspacke, erinnere ich mich an die guten und schlechten Zeiten, die ich als „waschechter Nerd“ bisher durchlebt habe. Manche Gadgets in der Box lassen mich in alten Erinnerungen schwelgen (z.B. Papierfliegerrampen oder Pac-Man Gadgets), manchmal ist aber auch was drin, mit dem man weniger anfangen kann. Das ist aber das grundsätzliche Risiko einer Überraschungsbox – schließlich kann niemals jedem ALLES gefallen.

Die Zeiten, in denen ich alleine zu Hause rumhänge, sind zum Glück schon lange vorbei. Was geblieben ist, ist mein „Nerdtum“ und meine Vorliebe für nerdigen Kram. Gerade deshalb wird die Lootbox uns sicher noch das ein oder andere mal erfreuen dürfen.

Wie sieht es mit Euch aus? Nerd oder nicht Nerd? Habt Ihr in der Schule ähnliche Erfahrungen gemacht? Und mögt Ihr nerdige Überraschungsboxen? Wer von Euch kennt die Lootbox von getdigital?

Anzeige

Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

Schreibe einen Kommentar

Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner Daten gemäß der Datenschutzerklärung einverstanden.