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Warum Vorsorge keine Frage des Alters ist – ZURICH Versicherung Sterbegeld

Geschrieben von Sandra Stüber

Seit meinem 24. Lebensjahr habe ich, für den Fall der Fälle, alles geregelt. Vorsorgevollmachten, Bankenvollmachten, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Bestattungsverfügung, Sterbegeldversicherung, Testament, Organspendeausweis sind ausgefüllt/geschrieben und sogar ein Baum im Friedwald mit einem Platz für meine Urne ist für mich reserviert.

Der Tod ist ein Tabu

In meinem Umfeld sind mein Partner und ich alleine auf weiter Flur, was die Auseinandersetzung & Umsetzung mit diesen Themen betrifft. Das Thema Tod ist im Gesamten ein Tabu in unserer Gesellschaft. Für gewöhnlich kommt niemand auf die Idee, irgendwas in diese Richtung zu regeln, wenn er nicht Erfahrungen gesammelt hat, die ihn dazu veranlassen. Wer noch nie einen Angehörigen gepflegt oder verloren hat, hat meist auch keinerlei Vorstellung davon, was das seelisch, zeittechnisch und finanziell bedeutet.

Im Hospiz hat mir mein Opa beigebracht, wie ich Keyboard spielen kann, um die Auftritte zukünftig auch ohne ihn zu schaffen. Sein Testament hat er nur wenige Monate vor seinem Tod geschrieben. Er war zum Glück noch voll zurechnungsfähig – eine wichtige Voraussetzung, damit solche Angelegenheiten rechtssicher in Notsituationen nachgeholt werden können. Deshalb ist es so wichtig, sich bereits vorsorglich darum zu kümmern.
(Er bat mich damals darum, das Foto “mit der Welt” zu teilen, um allen zu zeigen, was für eine tolle Enkeltochter er hat. Heute sehe ich vor allem, meinen starken Opa und das tiefe Band zwischen uns).

Wer setzt sich schon gerne mit der eigenen Sterblichkeit auseinander? Und dann auch noch so früh? Man möchte damit nicht in Berührung kommen und entsprechend groß ist auch die Überforderung mit der Thematik. Dafür hat man doch noch ewig Zeit!

Es trifft nicht immer nur die anderen

Das Leben hat mir leider, aber gleichzeitig auch zum Glück, schon früh gezeigt, dass das eben nicht so sein muss. Wir haben auf Grund unserer Erfahrungen einen klaren, unverblümten Blick auf die Situation. Jeder von uns kann jeder Zeit in Not geraten oder versterben. Es trifft eben nicht immer nur die anderen. In unserem Umfeld gab und gibt es viele Pflegefälle und plötzliche Todesfälle (allen voran mein Vater und der Onkel meines Mannes, die beide mit 45 Jahren aus heiterem Himmel verstarben). Niemand hatte (richtig) vorgesorgt oder für den Todesfall etwas geregelt, so dass wir als Familie immer und immer wieder vor einem Berg an Problemen standen.

Mein Papa und ich, nur wenige Tage vor seinem plötzlichen Tod

Man konnte nicht einfach so etwas entscheiden oder verfügen, geriet unverschuldet in existenzielle Probleme und/oder Geldnot. Und immer wieder kamen Fragen auf wie: “Hätte er/sie es so gewollt? Was wollte er/sie eigentlich? Wie soll die Beerdigung aussehen? Was hätte ihr/ihm gefallen? Wie würde er/sie jetzt handeln?”, auf die es, aus ganz unterschiedlichen Gründen, keine Antworten mehr gab.

Sich nicht zu kümmern ist unverantwortlich

Als wir 2010 damit konfrontiert wurden, dass meine Schwiegermutter mit nur 63 Jahren zum Schwerstpflegefall wurde und wir hautnah miterlebten, was der Mangel an Auseinandersetzung mit solchen Themen für Konsequenzen mit sich bringt, war für uns klar, dass wir es unseren Hinterbliebenen und dem Partner so leicht wie möglich machen wollen, in unserem Sinne zu handeln. Entsprechend wichtig ist es uns, Verantwortung zu übernehmen.

Einige glauben bis heute, dass wir übertreiben. Ich sehe es absolut anders und finde es regelrecht unverantwortlich, in Kauf zu nehmen, dass die eigene Familie oder der Partner z.B. im Todesfall noch mehr Sorgen & Probleme hat, als ohnehin schon. Ich finde es unverantwortlich, so essentielle Themen vor sich her zu schieben und den Hinterbliebenen unnötigerweise aufzubürden. Diese Entscheidungen und Vorkehrungen trifft man weniger für sich, als vielmehr für die Menschen, die am Ende für uns Entscheidungen treffen sollen oder müssen. Sie damit wissentlich alleine zu lassen, nur weil man selbst zu faul oder feige ist, sich damit auseinanderzusetzen, ist aus meiner Sicht nicht fair.

Hätten sich unsere Familien gekümmert, wäre uns viel Leid erspart geblieben. Wir hätten die Häuser unserer Großeltern nicht verloren, wir hätten weniger gezweifelt (in Bezug darauf, wie sich die betreffende Person z.B. ihren Lebensabend und/oder Abschied vorstellt), weniger kämpfen und regeln müssen und mehr Zeit für das gehabt, was in diesen Momenten wirklich zählt.

Früher wurde noch weniger darüber gesprochen. Gerade deshalb möchte ich es heute anders machen, als meine Eltern und Großeltern und auch Vorbild sein für alle Generationen, die nach mir kommen.

Kümmert Euch JETZT

Ich kann Euch versichern und beweisen (ich lebe schließlich noch): sich JETZT, nicht morgen oder in ein paar Jahren, darum zu kümmern bedeutet nicht, dass man stirbt oder zum Pflegefall wird. Es bedeutet nur, dass Ihr Verantwortung übernehmt und vorsorgt, um es Euren Liebsten leichter zu machen. Wir alle werden irgendwann sterben. Das ist ein Fakt, der sich nicht von der Hand weisen lässt.

Ich hätte mir wirklich gewünscht, mein Vater oder meine Großeltern, aber auch meine Schwiegermutter oder die Oma meines Mannes hätten Vorsorge betrieben und sich mit den damit verbundenen Themen auseinander gesetzt. Die Probleme, die am Ende entstehen, lassen sich zum Großteil vermeiden und der Aufwand, sich zu kümmern, ist es in jedem Fall wert.

Für mich fühlt es sich gut an, alles mir Mögliche getan zu haben. Ich weiß, dass an meinem Lebensende niemand da stehen wird und sich fragt: “Oh Gott, habe ich alles richtig gemacht? Hat sie das so gewollt?”. Es wird keinen Streit um ein mögliches Erbe geben und niemand wird, wegen meinem Tod, in finanzielle Not geraten. Alleine das lässt mich jeden Abend deutlich beruhigter einschlafen.

Eine gute Möglichkeit vorzusorgen

Für mich persönlich gehört zu einer guten Vorsorge in diesem Bereich auch eine optimale Versicherung. Die sogenannte “Sterbegeldversicherung” ist eine gute und wichtige Möglichkeit, um vorzusorgen.

Was eine gute Sterbegeldversicherung ausmacht:

  • Lebenslanger Versicherungsschutz
  • Einfache Antragsannahme ohne Gesundheitsprüfung
  • Wertsteigerung durch Überschussbeteiligung
  • Hohes Eintrittsalter möglich
  • Kostenübernahme für die Rückholung bei Tod im Ausland (im besten Fall anteilig auch für Angehörige)

Durch die Sterbegeldversicherung wird eine finanzielle Rücklage für die eigene Beerdigung gebildet. Im Fall der Fälle wird die vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausbezahlt, so dass sie finanziell entlastet werden. Eine solche Versicherung, die die Hinterbliebenen vor den anfallenden Kosten einer Bestattung absichert, kann man zum Beispiel bei der ZURICH Versicherung* abschließen.

Habt Ihr schon vorgesorgt?

Wie steht ihr zum Thema? Habt Ihr vorgesorgt, oder scheut Ihr die Auseinandersetzung? Wie sieht Eure Vorsorge aus? Was ist Euch persönlich wichtig? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir, in Bezug auf mangelnde Vorsorge? Was macht das Thema mit Euch? Welche Gefühle löst es aus? Ich würde mich WIRKLICH sehr über Eure Kommentare dazu freuen.

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Über den Autor

Sandra Stüber

Ü30, seit 1998 Bloggerin, alberne Öko-Frohnatur und
naturverbundene Pflanzenfresserin. Versucht hier seit 2013 die Menschen zu inspirieren.

1 Kommentar

  • Hi Sanni, tja… Schwieriges Thema. Mein Freund will da nicht ran. Wenn es nach mir ginge, würde ich Testament, Patientenverfügung etc. geregelt haben. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen hält er es nicht für notwendig. Somit habe ich bisher nur einen Organspendeausweis im Portemonnaie.
    Was Sterbegeldversicherung angeht, ist das für mich nicht notwendig. Ich hab ausreichend Geld auf dem Konto für eine würdige Beerdigung und mehr als die Hälfte unseres (bereits abbezahlten) Hauses gehört mir.
    Ich seh es jedoch bei meiner Klientel ab und an. Wenn kein Geld da ist, bleibt manchen nur die Sozialbestattung im Pappsarg… Auch wenn sich der/die Angehörige sich das anders gewünscht hätte. Insofern kann eine Sterbegeldversicherung durchaus Sinn machen.

    Tatsächlich bin ich froh, dass meine Eltern für den Fall der Fälle alles geregelt und niedergeschrieben haben. Im ersten Moment habe ich zwar geschluckt, als mein Papa mir eine Datei mit dem Namen Ableben sendete, aber ich bin dankbar dafür… Irgendwann werde ich es brauchen. Natürlich hoffe ich, dass das noch gaaaanz lange dauern wird.

    Liebe Grüße

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