Immer wieder Sonntags


Immer wieder Sonntags 174

|Aphorismus der Woche|

“Hold still and listen
The faint and distant rhythm that is your own
and follow and follow and follow
Until you recognize yourself in your step
Settle into your own relieved body
and follow and follow and follow
Until you know yourself once more
and remember

Until you vow to yourself to never get lost again
That with each adventure out into the world
you will come home to yourself
and rest”
— JANE PUJJI

|Gesehen| weitere Black Mirror Folgen und diesen Tanz
|Gehört| ich glaub nix
|Getan| gearbeitet, geärgert, geweint, gelacht, gegangen, gemalt, geschrieben, gebastelt, gesprochen
|Gegessen| nicht so richtig was, wir waren kaum zu Hause
|Gefreut| über Eichelhäher Feder Nummer fünf in zwei Wochen
|Gelesen| nix
|Geärgert| Hach. Menschen, immer noch.
|Gekauft| nix
|Geliebt| Marius
|Geträumt| ich erinnere mich nicht
|Geklickt| etliche Häuser
|Geschrieben| auch nix


Eigentlich lässt der obere Teil schon erahnen, wie meine Woche war. Wir waren im Grunde von morgens bis abends unterwegs und haben irgendwas erledigt. In der Quintessenz immer für andere. Für Zufriedenheit hat das nicht unbedingt gesorgt. Im Gegenteil. Hinzu kam wieder mal seltsam übergriffiges, aber offenbar absolut selbstverständliches Verhalten („Brauche << an dieser Stelle beliebig etwas Materielles oder Persönliches, egal wie teuer/dreist/Zeit aufwendig einsetzen>>, hole es gleich / bringt ihr es mir? Tschüss.“) unseres Umfeldes. Man fängt an zu resignieren.

Als ich einen Teil der Erlebnisse bei Instagram geteilt habe, gab es eine Welle der Entrüstung und des Schocks, in Bezug darauf, wie man mit mir/uns umgeht. Die Reaktion haben mir wiederum gezeigt, wie krass es wirklich ist. Dass es Zeit wird, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich in Folge dessen neu zu orientieren. Ein sehr großer Teil unseres Umfeldes hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt als wir und ist in den eigenen Strukturen und Verhaltensweisen sehr festgefahren. Was immer ich auch tue, es wird sich nicht ändern lassen. Ich kann die Menschen nicht verändern, sie müssen es selbst tun.

Und ich WILL es auch nicht mehr. Ich hab viel zu viel Zeit meines bisherigen Lebens damit verbracht, anderen zu helfen, sie zu unterstützen, Ja und Amen zu sagen und mich dabei nicht nur zu vergessen, sondern auch zu verleugnen. Marius und ich haben die letzten zehn Jahre fast ausschließlich damit verbracht, uns um andere zu kümmern. Das muss vorbei sein und das IST jetzt auch vorbei.


All die negative Energie, die solche und viele andere Erkenntnisse und Erlebnisse in dieser Woche in mir hervor gerufen haben, habe ich genutzt, um in der wenigen freien Zeit die blieb, mal wieder an meinen eigenen Ideen zu feilen. Ich hab in den sozialen Medien bei Facebook / Instagram ja schon etwas dazu geschrieben. Andere wollen mich oft in ihre eigenen „Berufs-Formen“ und Vorstellungen pressen. „Ja aber, was hast Du denn gelernt?“ „Du musst dich für EINE Sache entscheiden!“ „Willst du auch nochmal was Richtiges arbeiten?“

Eigentlich ist es ganz einfach: ICH bin mein Beruf. Ich kreiere mir den Job, von dem ich keine Auszeiten brauche, biete das an, was ich am besten kann und das MIR wirklich Spaß macht. Fernab von all den vorgefertigten Formen. Ich liebe es, mich neuen Herausforderungen zu stellen und Dinge einfach mal zu machen, statt nur davon zu träumen. Ich mache immer genau das, wofür mein Herz brennt und das funktioniert für mich eigentlich prima.

Manche meiner Ideen kommen besser an als erwartet (wie z.B. mein eigenes Buch 100 Tage Selbstfindung*), bei anderen merke ich, dass es für mich nicht passt (wie meine damalige Überraschungsbox „Samtpfotenbox“ für Katzen). Ich kann nicht wissen, ob meine Ideen  funktionieren, wenn ich es nicht ausprobiere. Genau deshalb mache ich es.

Manchmal brauche ich etwas länger, um solche Ideen auch wirklich live zu bringen. Wahlweise weil sie noch nicht reif sind oder weil ich noch nicht reif bin. Und drei solcher Ideen haben etwas länger in mir gereift und dürfen langsam, nach und nach, der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es sind Ideen, die dieses Mal thematisch vorwiegend zu „Frau-Achtsamkeit.de“ gehören, aber hier genauso ihren Platz haben, weil alles zu mir gehört und alles ich bin :-)

Das erste meiner neuen „Herzstücke“ ist am Freitag in den Etsy-Shop eingezogen. Künftig biete ich individuelle Regenbogen Chakra Seelenwort Aquarelle an. Mit einem Klick auf den Link erfahrt Ihr mehr dazu, wenn Ihr daran interessiert seit. Es ist wieder eine dieser Ideen, bei denen ich niemals damit gerechnet hätte, dass sie so gut ankommt. Danke an alle, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und schenken werden, um eines meiner Kunstwerke bei sich aufzunehmen.

Das zweite kreative Produkt habe ich in den letzten Tagen hergestellt. Meine eigene Version davon trage ich bereits seit einiger Zeit mit mir rum und auch da war das Interesse riesig groß. Entsprechend freue ich mich, wenn ich es hoffentlich schaffe, nächste Woche die Fotos und die Artikelbeschreibung fertig zu stellen, damit auch dieses Projekt raus in die Welt kann. Meine letzte fast fertig gereifte kreative Idee, die kurz vor der Vollendung steht, braucht noch ein bisschen Überarbeitung. Verraten kann ich aber zumindest, dass es mein erstes, digitales Produkt werden wird :-)


Donnerstag habe ich Abschied bei der Seminarreihe für Frauen mit den Gefährtinnen gefeiert. Der Abschied tat mir tatsächlich gut. Ich hatte für mich das Gefühl, dass der Zeitpunkt jetzt genau richtig ist. Nicht zuletzt, weil mein Fokus künftig auf anderen Dingen liegt. Es war an der Zeit und ich möchte Platz für Neues in meinem Leben haben. Ich bin mit einem entsprechend guten Gefühl nach Hause gefahren.


In Bezug auf den veränderten Fokus, merke ich auch, dass ich immer weniger ins Außen will. Nachdem ich die letzten zwei Jahre sehr viel mit anderen gemacht habe und generell auf der Suche nach Kontakt war, spüre ich gerade das absolut gegenteilige Bedürfnis. Ich möchte lieber alleine sein, mit Marius an unseren Ideen &  Zielen feilen und die anderen ihr Ding machen lassen.

Es schwingt natürlich auch ein „wir sind sowieso in spätestens einem Jahr weg“ mit. Aus der Erfahrung heraus bedeutet das auch einen kompletten Neuanfang in Bezug auf unser Umfeld. Aktuell rechne ich nicht damit, dass die hier bestehenden Kontakte weiterhin bestehen werden. Wenn schon „kein WhatsApp mehr“ eine so riesige Hürde darstellt, dass man kaum mehr Kontakt halten kann, dann bin ich mit einer Entfernung von mindestens 500 Kilometern für die aller meisten ja quasi tot. Alleine deshalb versuche ich meine Energie mehr in uns zu stecken und es fühlt sich für mich gerade wirklich gut an.


Ansonsten war diese Woche bestimmt von Eigentümerversammlung, Heimbesuchen, Anwaltsterminen, Tierarztbesuchen und anderen Verpflichtungen. Gleich geht es zum Pre-Opening des neuen, rein veganen Café Medusa in Wuppertal. Darauf freue ich mich schon sehr. Das war’s von mir!

Euch einen schönen Sonntag!

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Über den Autor

Die Checkerin

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

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