Natürliche Zahnpflege mit Ratanhia

Noch vor wenigen Jahren war es mir pupsegal, was ich mir auf die Haut und in den Mund klatschte. Mit der Zeit fing ich an, mich über die Inhaltsstoffe der Kosmetik-/Hygiene- und Pflegeprodukte zu informieren und in Folge dessen darüber nachzudenken, ob „chemische Inhaltsstoffe“ überhaupt noch einen Platz in meinem Leben haben sollten.

Je mehr man sich mit den teilweise hochgiftigen Stoffen und ihren möglichen Ursachen beschäftigt, desto häufiger sucht man nach Alternativen, die ganz ohne all diese seltsamen Zusatzstoffe auskommen. Auch wenn die Inhaltsstoffe häufig erst in unglaublich hohen Mengen schädlich auf den Organismus wirken können, verzichte ich mittlerweile bei dem Großteil meiner Kosmetik- und Pflegeprodukte auf den Mainstream-Kram. So auch bei der Zahnpflege.

Warum ich auf Mainstream-Zahnpasta verzichte

Zwar wird Zahnpasta im Normalfall nicht geschluckt, aber die Inhaltsstoffe kommen unweigerlich mit unseren Schleimhäuten in Verbindung und ein kleiner Rest des Produkts verbleibt, auch nach gründlichem Ausspülen, immer in unserem Mund. Natürlich gelangen Inhaltsstoffe so automatisch in unseren Blutkreislauf, egal ob wir das wollen oder nicht. Einige Inhaltsstoffe würden wir niemals freiwillig in den Mund nehmen. Wenn sie aber unsichtbar in einem Produkt zusammengepanscht werden, denken wir nicht mehr darüber nach.

Kann grauen Star verursachen und bei Kindern dazu führen, dass sich die Augen nicht richtig entwickeln.
Ein kleines Beispiel:  Sodium-Lauryl-Sulfat ist ein Stoff, der besonders häufig in herkömmlichen Zahnpflegeprodukten zu finden ist, aber auch in Bodenreinigern oder Produkten zur Autowäsche benutzt wird. Dieser Stoff wirkt in höheren Dosen Zellgift, haut- und schleimhautreizend und ist bei Verschlucken sogar gesundheitsschädlich. Manchmal können Reste von Formaldehyd und Dioxin enthalten sein und der Stoff gilt als häufiges Hautallergen. Sodium-Lauryl-Sulfat wird besonders schnell von Augen, Gehirn, Herz und Leber absorbiert und dort angelagert, was zu Langzeitschäden führen kann. Allgemein kann Sodium-Lauryl-Sulfat Heilungsprozesse verzögern, bei Erwachsenen grauen Star verursachen und bei Kindern dazu führen, dass sich die Augen nicht richtig entwickeln. Und das alles nur, damit wir beim Zähneputzen Schaum haben. Läuft!

Natürlich sind das alles nur Nebenwirkungen, die theoretisch auftreten können (und meist sogar nur dann möglich sind, wenn wir zu viel des Stoffes aufnehmen) aber wir schmieren uns ja auch nicht freiwillig Benzin auf die Haut oder lutschen ein Stückchen Teer. Manchmal finde ich es wirklich erstaunlich, wie der Großteil der Gesellschaft über die Inhaltsstoffe solcher Produkte billigend hinweg sieht. Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass ich mir sowas nicht mehr geben will. Aber: welche Alternativen gibt es?

Alternative: Natürliche Zahnpflege

Man hat gleich einen muffig-riechenden Steinzeitmensch vor Augen. Was für ein Quatsch!
Vielen läuft es bei dem Wort „natürlich“ irrsinniger Weise kalt den Rücken runter. Man hat gleich einen muffig-riechenden Steinzeitmensch vor Augen. Was für ein Quatsch! Tatsächlich ist es so, dass wir all diesen Schnick-Schnack nicht brauchen. In meiner Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten haben wir schon damals gelernt, dass es theoretisch ausreichen würde, wenn wir unsere Zähne täglich einfach nur gründlich mit Wasser reinigen. Natürlich wollen wir aber das frische Gefühl im Mund nicht missen. Das ist aber auch gar nicht notwendig! Natürliche Zahnpflegeprodukte enthalten z.B. Menthol und andere Kräuter, die uns den frischen Geschmack ganz ohne Chemiekeule liefern und auch ohne Gefahr, muffig zu riechen 😉

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Dieser Artikel entstand in bezahlter Zusammenarbeit mit Bärbel Drexel

Ratanhia Zahnpflegeprodukte von Bärbel Drexel

Eine von vielen Alternativen bietet das Unternehmen Bärbel Drexel mit seinen Ratanhia Zahnpflegeprodukten*. Bereits seit 1996 konzentriert sich Bärbel Drexel auf 100% natürliche und tierversuchsfreie Kosmetik. Neben unterschiedlichen Pflegeprodukten von Kopf bis Fuß gibt es seit einiger Zeit auch Mund- und Zahnpflegeprodukte auf der Basis von Ratanhia.

Was ist Ratanhia?
Ratanhia ist eine Pflanzenart, die vorwiegend in den Anden Boliviens und Peru vorkommt. Ein zierlicher Strauch, der maximal 1m hoch wächst und vereinzelt kleine, pink-rote Blüten trägt. Bereits die Ureinwohner Perus nutzen Ratanhia auf vielfältige Art und Weise. Unter anderem, um Entzündungen des Zahnfleisches oder des Mund- und Rachenraums zu behandeln. 

Baerbel-Drexel-Ratanhia

Ratanhia Zahngel Bärbel Drexel (6,90€)

Das Ratanhia Zahnpflegegel von Bärbel Drexel pflegt und reinigt die Zähne auf natürliche Art und Weise. Es besteht ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen, wie z.B. Kieselerde und Ratanhia-Extrakt, die als besonders zahnschonend gelten, die Zähne sanft reinigen und das Zahnfleisch stärken können.

Wasser, Sorbit, Glyzerin, Kieselsäure, Birkenzucker, Menthol, Kieselerde, Ratanhiawurzel Extrakt, Schwarznesselsamen Extrakt, Vitamin C, Weingeist, Kokosfettsäuren, Kokosbetain, Cellulosederivat, Kochsalz, Trehalose

Anwendung:
Das Ratanhia Zahnpflegegel wird wie herkömmliche Zahnpasta, am besten morgens, mittags und abends nach den Mahlzeiten, angewendet.

Zahnpulver-Ratanhia-Putzen

Aussehen & Geschmack
Naturkosmetik Verfechter werden jetzt die Augen verdrehen: Ja, das Zahngel ist braun 😉 Mich persönlich stört das allerdings nicht. Der Verzicht auf Tenside und andere Schaumbildner sorgt dafür, dass das Gel während der Anwendung nicht schäumt. Neulinge müssen sich daran sicher erst einmal gewöhnen, man stellt sich allerdings relativ schnell um. Geschmacklich finde ich das Zahngel gut. Es schmeckt ganz minimal salzig und sanft minzig bzw. mentholig.

Ratanhia-Zahnpflegegel

Pflegewirkung & „Saubergefühl“
Die Zähne sind nach der Reinigung schön glatt und fühlen sich sauber an. Auch im Mund selbst hat man einen angenehm frischen und langanhaltenden Geschmack. Zusätzlich wirkt sich die regelmäßige Anwendung spürbar positiv auf das Zahnfleisch aus. Erwähnenswert ist zudem, dass sich das leicht flüssige Gel sparsam und gut dosieren lässt, so dass man mit den 75ml relativ lange auskommt.

Ratanhia-Baerbel-Drexel

Ratanhia Zahnpflegepulver Bärbel Drexel (12,90€)

Das Ratanhia Zahnpflegepulver von Bärbel Drexel besitzt im Grunde die selben Eigenschaften wie das Zahngel, wird aber als ergänzende Mundpflege verstanden. Durch den sanften Rubbeleffekt (ganz ohne Mikroplastik!) werden die Zähne zusätzlich gereinigt und vor/von leichten Verfärbungen z.B. durch Teein, Nikotin oder Koffeein geschützt/befreit. Besonders geeignet für Raucher, Kaffee- und Teetrinker, die ihren Zähnen zusätzliche Pflege gönnen wollen.

Zahnpflegepulver-Baerbel-Drexel-Ratanhia

Calcium Carbonate, Sodium Metaphosphate, Mentha Piperita Oil, Stevia Rebaudiana Leaf/Stem Extract, Krameria Triandra Root Extract, Spirulina Platensis Powder, Limonene

Anwendung:
Das Ratanhia Zahnpflegepulver wird zusätzlich zur normalen Reinigung 2-3x wöchentlich auf die angefeuchtete Zahnbürste aufgebracht und anschließend wie eine normale Zahnpasta verwendet. Zur schonenden Reinigung sollte eine weiche Zahnbürste benutzt werden. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass die Anwendung, auf Grund der wirklich unglücklich gewählten Verpackung, sehr umständlich und verschwenderisch ist. Das Pulver wird durch eine kleine Öffnung „gepustet“ und landet so überall, nur niemals auf der Zahnbürste. Das sollte dringend geändert werden, da der Nutzen so in keinem Verhältnis zum hohen Preis steht und das Produkt, alleine durch diesen Umstand, trotz grandioser Pflege- und Reinigungsergebnisse, so für mich absolut nicht weiter zu empfehlen ist.

Ratanhia-Zahnpulver-Anwendung Ratanhia-Zahnpulver-Zahnbuerste

Aussehen & Geschmack
Das Pulver ist beige-braun und schmeckt ähnlich mentholig wie das Zahngel.

Pflegewirkung & „Saubergefühl“
Nach einigen Wochen Anwendung kann ich sagen, dass sich leichte Verfärbungen tatsächlich gelöst haben. Weißer sind meine Zähne bisher allerdings nicht geworden und die hartnäckigen Verfärbungen sind geblieben. Allerdings lassen sich hartnäckige Verfärbungen ohnehin nicht „einfach so“ lösen, insofern habe ich das auch nicht erwartet. Auch wenn viele Anwender das behaupten, ist es einfach wirklich rein technisch gesehen nicht möglich, glaubt dem alten Zahnarzthelferinnen-Hasen und lasst Euch da nix anderes erzählen. Koffein, Nikotin & Co. sind mit der Zeit als braune „Verkrustungen“ so hartnäckig, dass sie nur mit Hilfe z.B. Ultraschallgeräten „abgesprengt“ oder im günstigsten Fall mit Polier-Geräten wegpoliert aber niemals einfach weggeputzt werden können. 😉 .

Mein Fazit

Zahngel top und absolut empfehlenswert, Zahnpflegepulver, einzig und allein auf Grund der völlig umständlichen Anwendung, flop. Das Zahnpulver wäre meiner Meinung nach z.B. in einem Tiegel deutlich besser aufgehoben. Grundsätzlich lässt sich, wie gesagt, rein an der Wirkung des Produkts nichts aussetzen aber durch die undurchdachte Verpackung ist es leider nicht gut anwendbar. Das Zahngel hingegen finde ich absolut toll und empfehle ich ohne Bedenken weiter.

 

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

6 Kommentare

  • Hat jetzt nicht wirklich mit Deinem Text zu tun, aber muss ich mal feststellen: Deine Zähne sehen super aus – wo sind da Verfärbungen? 😉

    Eine nicht schäumende Zahncreme empfinde ich persönlich als sehr gewöhnungsbedürftig.

    • Verfärbungen sind völlig normal, haben nix mit der Helligkeit der Zähne zu tun 😉 Hab immer innen drin braune Flecken vom Tee und Kaffee (und sicher auch noch Nikotin ausm letzten Jahr) 😀

  • Das klingt sehr spannend…. mein Sohn hat immer wieder mit Aphten im Mund zu tun und wir testen ständig milde Zahncremes…
    Ich werde ihm mal DIESE Zahncreme kaufen… auch mir, mit meinem empfindlichen Zahnfleisch würde das sicher gut tun…
    Danke für den Tip!

  • Hallo,
    ich nutze aucg so ein Zahnpulver.
    Einfach ein bisschen in die hohle Hand geben und mit der feuchten Zahnbürste aufnehmen.

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