Regenbogenhaus Twietfort

Ihr Lieben, einige von Euch haben es bereits bemerkt:

Während die Anna Lyse sich noch ne schöne Zeit macht, bin ich bereits wieder anwesend.

Da mein Urlaub gewissermaßen ohne die Existenz dieser Seite nicht statt gefunden hätte, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, Euch einen kleinen Einblick in meinen Urlaub zu geben. Erfahrungsgemäß wird dieser „kleine Einblick“ eher ein großer Einblick werden und Ihr solltet Euch im Klaren sein, dass Ihr hier unter 10 Minuten wohl nicht raus kommt 🙂
Wie immer könnt Ihr die Fotos anklicken und sie in Ihrer „vollen Pracht“ begutachten.

Wie Ihr wisst, hatte ich vor einigen Monaten mit meinem „Ich packe meinen Koffer“ Beitrag den Kreativ-Wettbewerb von fewo-direkt.de gewonnen und damit den Hauptpreis in Form eines 500€ Gutscheins für eine Unterkunft meiner Wahl.

Eigentlich wollten wir ja nach Österreich an den Wörthersee oder nach Bayern, letztlich hätte uns auch Holland gut gefallen. Leider gab es keine Ferienwohnungen mehr zu unserem gewünschten Zeitraum oder dem zur Verfügung stehenden Budget. So mussten wir uns umorientieren. Da meine Eltern vor einigen Jahren Urlaub in Plau am See gemacht haben und völlig begeistert wiederkehrten haben wir uns dort mal umgesehen und das „Regenbogenhaus“ in Twietfort ausfindig gemacht.

Die Abwicklung über fewo-direkt

Fewo-direkt ist lediglich der Vermittler zwischen Mieter und Vermieter.Somit wird nach der Anfrage alles Weitere mit dem Vermieter geregelt. Die Homepage von fewo-direkt ist gut aufgebaut und die Suche nach der passenden Unterkunft selbsterklärend. Man hat genügend Auswahlmöglichkeiten um die Suche genau einzugrenzen. So kann man neben dem gewünschten Reiseziel einen bestimmten Zeitraum sowie das Budget festlegen und z.B. die Art des Urlaubs (Urlaub am Meer/Strand/in den Bergen/in der Stadt usw.) festlegen.
Anschließend werden einem alle zur Verfügung stehenden Objekte in einem Kontinten/einem Land/einer Region/einer Stadt aufgelistet.
Bei der Präsentation des jeweiligen Objektes ist man immer auf die Professionalität des Vermieters angewiesen. Letzten Endes kann bei fewo-direkt wohl jeder inserieren und somit gibt es Unterkünfte bei denen gar keine Fotos/schlechte Fotos/Werbefotos o.ä. vorhanden sind. Ebenso verhält es sich mit den Objektbeschreibungen.
Viele Inserate sind sehr ausführlich und haben eine persönliche Note, andere sind absolut nichtssagend. Da muss man sich ein wenig durch klicken und das passende für sich finden.

Kommen wir zurück zu unserem Regenbogenhaus in Twietfort.
Nachdem ich mitten in der Nacht meine Buchungsanfrage abschickte war ich umso überraschter, als ich wenige Minuten später gleich die Bestätigung der Vermieterin im Postfach hatte. Perfektes Timing 😉
So was erfüllt mein ungeduldiges Herz !
Der E-Mail Kontakt war super nett und einige Tage später flatterten neben dem Vertrag auch einige Flyer für die passenden Freizeitaktivitäten ins Haus, die uns neugierig machten.

Die Odyssee vor unserer Abreise:

Geplant war unsere Abfahrt ursprünglich für den 10. August um 2 Uhr nachts, da wir um 10 Uhr ins Haus konnten und die Fahrt ca. 5 – 6 Stunden dauert …
Wie Ihr wisst bin ich unglaublich verpeilt (und bei Urlaubsreisen außerdem schon Tage vorher so aufgeregt, dass ich am liebsten SOFORT los fahren möchte) und als ich am 09. August zur Anna Lyse zum Geburtstag fuhr, rief mich die Vermieterin an, um noch einmal die Daten abzuchecken.
Während dem Gespräch sagte Sie “ Sie können ja ab 15 Uhr ins Haus, dann rufen Sie mich doch bitte so 20 Minuten vor Ihrer Ankunft an, dann warte ich dort auf Sie.“ Mwahaha.
DINGELINGELING!
Natürlich können wir erst ab 15 Uhr ins Haus, denn die Vormieter mussten das Haus um 10 Uhr verlassen. Ist ja eher selten, dass man sich bei der An- und Abreise mit den Vormietern die Klinke in die Hand gibt. Schließlich muss da ja anschließend auch noch alles auf Vordermann gebracht werden. Nun gut.
So waren wir unsere Pläne also kurzer Hand um und einigten uns darauf, dass wir gegen 6 Uhr Morgens los fahren.
Nach Anna Lyses Geburtstag mussten wir noch „eben“ zu meinen Eltern, um die Fahrräder abzuholen.
Mittlerweile war es 18 Uhr. Ich ungeduldig wie Sau. Mein Freund und ich außerdem völlig abgespannt und schlaflos. Spätestens um 21 Uhr wollten wir uns noch was hinlegen.
Ja Pustekuchen. Bis 20:30 Uhr haben wir gebraucht, um die kaputte Rückbank auf zu klappen und die Fahrräder in den Kofferraum zu kriegen.
Wir haben einen fetten Gastank im Kofferraum der Urlaubsreisen mit Fahrrädern ziemlich kompliziert macht. Zumindest wenn man sich weigert einen Fahrradständer aufs Dach zu montieren 😀
Also haben wir die Vorderräder, die Sattel und Lenker abmontiert und die Fahrräder irgendwie ins Auto geklöngelt. Kein Platz mehr für Hartschalenkoffer.
Ha! Also haben wir zwei Reisetaschen genommen.
Lange Rede kurzer Sinn: Es lief von Anfang an alles irgendwie seltsam.
Endlich zu Hause angekommen waren wir unsagbar froh pennen zu können. Vier Stunden.
Falls Ihr glaubt, dass unsere vorurlaubliche Odyssee damit Ihr Ende hatte – weit gefehlt!
Morgens um vier klingelte der Wecker. Ich sprang auf, riss alle Fenster auf, machte den Backofen für die Brötchen an und packte den letzten Kram zusammen.
In der Küche befanden sich plötzlich drei Wespen. Wie immer, wenn solche Viecher sich in unserer Wohnung befinden, schloss ich die Tür des „betroffenen Zimmers“ und sagte meinem Freund: „Du in der Küche sind drei Wespen!“ und obwohl wir uns wunderten, fiel uns erst einmal nichts weiter auf.
Ca. drei Minuten später bemerkte mein Freund im Bad ein ständiges „Pock Pock Pock Pock“ und während wir beide uns unterhielten sagte er „OH SHIIIIT!“.
Leute, meine lieben Leute! Was dann passierte erlebt man normalerweise nur in schlechten Filmen.
Offenbar gab es in Wuppertal eine Wespenplage und die Viecher scheinen früh Morgens besonders aktiv zu sein und hechelten nach unserem Licht.
Sämtliche Fenster in der Wohnung waren komplett übersäht mit Wespen.
Die Küche, in der immer noch das Fenster offen war, war komplett voll.
Ich meine so richtig voll. So unfassbar voll, dass man es sich kaum vorstellen kann.
Fenster noch offen, Ofen noch an und wir beide panische Angst vor Insekten.
Perfekt!
Die Wespen krochen mittlerweile unter dem Türrahmen her und kamen aus dem Schlüsselloch.
Wir haben uns ins Büro gerettet und erst mal ne Stunde völlig verzweifelt abgewartet.
Im Netz findet man zu so was natürlich rein gar nichts außer „Imker anrufen!“.
Ja sicher. Morgens um vier den Imker anrufen. Wie witzig!
Letzten Endes sind wir der Situation irgendwie Herr geworden. Wie mag ich nicht verraten hahahaha.
Und wer nun denkt, dass das wirklich alles war… Ihr Lieben! Ihr kennt mich doch. Verpeilt!
Als wir unsere Sachen dann drei geschlagene Stunden später endlich fertig hatten fragte mein Freund nach seinem Portemonnaie. Weit und breit war es nicht in Sicht.
Ratter.Ratter.Ratter.
Ding! Jackpot!
Das verdammte Teil liegt bei Mama und Papa auf dem Esstisch.
Vier Stunden später als geplant konnten wir uns dann eeeeendlich auf den Weg machen.

Das Regenbogenhaus

Das Bungalow bestand aus einem Wohnzimmer, einem Schlafzimmer für max. vier Personen, einer kleinen Küche und einem Badezimmer mit WC.

Was mir bis heute noch nicht ganz klar ist: Woher kommt dieser Name? 😉
Ich persönlich hätte mich irre gefreut, wenn wenigstens ein klitze kleiner Regenbogen im Haus zu finden gewesen wäre. Bin aber eben auch ein Fan von solchen „Themen – Brücken“.
Die wilde 13 hätte es meiner Meinung nach jeden falls cooler getroffen.
Die Hausnummer 13 fiel mir sofort ins Auge.
Die 13 ist „unsere“ Glückszahl. Wir sind an nem Freitag den 13. zusammen gekommen und die Zahl verfolgt uns schon lange.
Das Regenbogenhaus ist aus unserer Sicht jedenfalls ein einfaches Bungalow, das alles Notwendige parat hält aber eben auch nicht mehr.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir anhand der durchweg positiven Bewertungen von vierköpfigen Familien + Hund irgendwie ein wenig mehr versprochen habe.
Die Ausstattung des Bungalows ist, wie erwähnt, recht einfach gehalten.
Das größte Manko war für uns persönlich die Warmwasser-Versorgung. Im Bungalow steht nur ein 30 l Warmwassersserspeicher zur Verfügung.
Ich gehöre wirklich nicht zu den Personen, die endlos lange Duschorgien feiern und 100 l Wasser verprassen aber 30 l Wasser haben für eine Person gerade eben so ausgereicht.
Die meiste Zeit wurde das Wasser nach ein paar Minütchen, trotz ausschalten während dem einseifen, bereits kalt.
Die Person die danach warmes Wasser benötigt muss zwei Stunden warten, bis das Wasser wieder aufgeheizt wird.
An dieser Stelle frage ich mich: Wie zum Teufel machen das vier Personen, wenn wir zu zweit schon nicht mit dem warmen Wasser auskamen?
Wir haben uns mit diesem Umstand natürlich arrangieren können aber so richtig angenehm war das nicht.
Besonders wenn man nach einer langen Fahrradtour völlig verschwitzt nach Hause kommt und einfach nur noch duschen möchte, ist das für zwei Personen ein schwieriges Unterfangen 😉
Ansonsten gab es hier und da ein paar Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck des Bungalows ein wenig schmälerten.
Letztendlich kommt es natürlich auch auf die individuelle Erwartungshaltung an den Komfort und die Ausstattung der Unterkunft an.
Punkten konnte das Bungalow mit seiner Abgeschiedenheit und der einladenden Terrasse auf der neben einer gemütlichen Sonnenliege, ein Holzkohlegrill und ein kleiner Ofen für ein Lagerfeuer zur Verfügung standen.
Das Holz für das Lagerfeuer konnte man sich im Wald hinter dem Haus beschaffen.
Viele Radwege zweigen unmittelbar vor dem Haus ab und der Plauer See befindet sich in knapp 800 m Entfernung.

Die Umgebung

Die Umgebung rund um Plau am See ist sehr malerisch.
Durch die geringe Besiedlung ist man umringt von Feldern und Wäldern und natürlich von den für die mecklenburgische Seenplatte typischen Seen.

Die Erkundung der Gegend bietet sich hauptsächlich mit dem Fahrrad oder zu Fuß an, da man so die Natur erst richtig genießen kann.
Allerdings muss man an dieser Stelle auch erwähnen, dass durch die Weitläufigkeit der Region, einige interessante Ziele mit einer Fahrradtour (für blutige Anfänger) nur schwer zu erreichen sind, da man hier große Strecken mit dem Fahrrad überwinden muss.
Unser bzw. vor allem mein Maximum lag bei rund 40 km und danach konnte ich auch zwei Tage lang nicht mehr sitzen hahaha

In der gesamten Region befinden sich unzählige Fahrradwege.
Viele führen über Stock, Sand und Stein durch den Wald oder die Felder, andere entlang der Landstraßen.
Mir persönlich haben die Fahrradwege durch den Wald nicht gefallen.
Zum einen wegen der Unebenheit des Bodens. Hier konnte man nicht einfach so kopflos radeln sondern musste ewig (zumindest meinem Schisser-Empfinden nach) auf der Hut sein. Um diese Erfahrung ausreichend zu untermalen, hab ich mich bei unserer letzten Fahrradtour dann schön aufs Mäulchen gelegt 😉
Zum anderen sind besonders die Waldwege oft ein absoluter Umweg im Vergleich zum direkten Weg über die Landstraßen.
Ich als faule Emma bin da natürlich besonders empfindlich und fahre lieber 2 km über die Landstraße, als mich 5 km durch den Wald zu quälen.

Der Plauer See ist ein recht großer See.
Hier gibt es unzählige Naturschutzgebiete, Aussichtstürme, kleine Badestrände, Häfen, einige Restaurants mit Seeblick und frischen Fisch.

Die schönsten Unternehmungen

  • Die Fahrradtouren oder Odyssee Teil II

Wir haben uns in Wuppertal dazu entschlossen die Fahrräder von meinen Großeltern mit zu nehmen, da wir beide keine eigenen Fahrräder besitzen. Dass das Fahrrad meiner Oma eigentlich zu groß für mich ist, habe ich einige Monate vorher schmerzlich erfahren, als ich mich damit flach gelegt habe. Trotzdem war ich wild entschlossen mit dem Teil fahren zu wollen und zu können. Nach den ersten zwei Mini-Touren in Twietfort musste ich schmerzlich feststellen, dass ich mit diesem Fahrrad nicht weit komme. Es war einfach viel, viel, viel zu groß für mich.
So liehen wir uns einen Tag später also ein Kinderfahrrad für mich aus. Allen ernstes! Die Fahrrad-Frau wollte es mir nicht glauben und sagte „Na, mit 162 cm passen sie aber auf 28 “ !“ aber bei der „Anprobe“ war dann relativ zügig klar, dass 28″ mehr als zu groß für mich sind 😉
Mit dem neuen Fahrrad im Gepäck sind wir dann gleich los gedüst und haben am ersten Tag die eine und am zweiten Tag die andere Seite des Plauer Sees erkundet.
Wie bereits erwähnt gab es, neben wunderschönen Ausblicken, viele Aussichtstürme, viel Natur und viele Tiere zu beobachten.
Besonders gefallen hat uns hier der Ort „Glashütte“ und der Aussichtsturm „Moorochse„.
Unter dem Dach des „Moorochse“ hatten es sich etliche Schwalben mit Nestern gemütlich gemacht und aus jeder Ecke piepte es, während die Schwalbenneltern unaufhörlich im Sekundentakt über unsere Köpfe flogen.
Der Ausblick vom Moorochsen war außerdem echt sagenhaft schön.
So weit das Auge reicht eine wunderschöne Seelandschaft mit etlichen Vögeln.
Wunderherrlich!
Außerdem saßen wir auf einem Feld am See in Mitten von locker 300 schnatternden Graugänsen.
Solche Momente machen mich unendlich glücklich.
Das gibt mir viel mehr als das schnöde rum lungern an irgendeinem überfüllten Strand bei 40 Grad.
Entlang des Sees gab es viele, kleine, verlassene Stege auf denen man eine herrlichen Blick über den See hatte und die zur Rast einluden.
Auf unserer letzten Tour gab das Fahrrad meines Opas dann leider seinen Geist auf.
Die Reparatur war uns einfach zu teuer und so verbrachten wir den Rest unseres Urlaubs (nachdem wir das Fahrrad nach Hause geschoben hatten) dann ohne Fahrräder.

fahrrad

 

Mein persönliches Highlight!
Ich will seit ich denken kann ein verdammtes Äffchen auf dem Arm haben und dieser Wunsch hat sich in Malchow endlich erfüllt.
Für unfassbare 3,50 € Eintritt kann man durch den 1,8 Hektar großen Affenwald stapfen und den Berberaffen Stundenlang dabei zu sehen, wie sie sich kloppen, durch den Wald tollen, kuscheln, sich lausen und ihre Babys behüten.
Mit etwas Glück landet einer der Affen auch mal auf dem Arm.
Man kann sein Glück allerdings auch heraus fordern und die Äffchen bestechen.
Das füttern der Affen ist eigentlich untersagt. Ich alte, ungeduldige und widerspenstige Checkerin konnte allerdings nicht widerstehen, als ich die vielen Affen dabei beobachtete, wie sie Brombeeren von den Bäumen pflückten.
Kurzer Hand habe ich also sämtliche Brombeeren auf 1,8 Hektar Wald abgeerntet und die Affen angelockt (zum Entsetzen der Eltern, die verzweifelt versuchten ihre Kinder zu belehren : „Nein, mein Kind…DAS ist eigentlich verboten…die Frau macht das verbotener Weise“ Sorry! 😀 ).
Es dauerte nur wenige Sekunden und da hatte ich den ersten Affen an der Angel.
Unglaubliches Gefühl!
Die verdammten Berberaffen sind tierisch wählerisch und haben sich in meiner Hand die besten Beeren raus gesucht und die unreifen nur widerwillig gegessen.
Nach zwei Stunden Affen verführen waren sie dann auch endlich so weit und kletterten auf mich drauf.
WAAAAH! Ich könnte bei dem Gedanken jetzt noch ausflippen wie ein kleines Kind.
Ich hätte den gesamten Tag im Park verbringen können, wenn mir die Brombeeren nicht ausgegangen wären.
Wunder,wundertoll!
Trotzdem muss ich ehrlich gestehen, dass ich schon ordentlichen Respekt vor den Affen hatte.
Besonders der „Riesenaffen“ der auf meinen Rucksack sprang und sofort sämtliche Reißverschlüsse öffnete, machte mir Angst.
Denn als ich ihn von meinem Rücken befördern wollte, machte er Terz und biss mir sogar völlig entnervt in die Hand.
War allerdings nicht so wild und ich bins ja ohnehin selbst Schuld 😀
Neben dem Affenwald befindet sich übrigens eine coole Sommerrodelbahn, die man für 2,50€ benutzen kann. Das war auch tierisch lustig, auch wenn die Fahrt echt ziemlich schnell vorbei ist 😉

affen generellaffen füttern affenarm

 

Im Bärenwald finden Bären aus schlechter Haltung endlich Ihr wohlverdientes Zuhause, in einer artgerechten Umgebung. Bären die bereits in den Händen von „Menschen“ waren, können nicht mehr ausgewildert werden und für eben diese Tiere ist der Bärenwald gedacht.
Die Bären haben oft furchtbar grausame Dinge erlebt und können auf dem 16 Hektar großen Gelände endlich mal Bär sein und sich austoben.
Über das, für mein Empfinden, absolut natürliche Verhalten der Bären war ich sehr erstaunt.
Wir konnten die Bären in „alltäglichen“ Situationen beobachten.
Beim Beeren pflücken, durch die Gräser streifen, am Baumstamm jucken, sich mit Bärenkumpels prügeln, beim Gehege umgraben, beim flirten mit der hübschen Bärendame usw.
Man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Bären sich in irgendeiner Art und Weise unnatürlich Verhalten oder sich von den Besuchern gestört oder eingeengt fühlen würden.
Das war eine absolute schöne und interessante Erfahrung.
Neben den echten Bären gab es an allen Ecken viele Informationen zu den „Insassen“ aber auch zur schlechten Haltung, über Bären im Allgemeinen usw.
Ein wirklich gelungenes Projekt und eine absolute Besuchs-Empfehlung!

b#renwald

 

Und sonst so?

Es gibt noch zig weitere Dinge die empfehlenswert sind.

Zum Beispiel konnte man in Plau am See Motorboote für den gesamten Tag leihen und das ab 35€ (je nach Motorboot).
Das hat irre viel Spaß gemacht!

Die kleinen Städte haben alle ihren eigenen Charme und sind durchweg sehenswert.
Besonders schön ist die Altstadt von Müritz, die eine kleine Insel ist.
Abklappern sollte man auf jeden Fall auch sämtliche Nationalparks, die kleinen Dörfer mit den vielen verlassenen Häusern & Werkstätten und die anderen Seen der Mecklenburgischen Seenplatte.

Weniger lohnenswert ist übrigens ein Besuch der Therme in Müritz, die eigentlich nicht einmal als „Thermchen“ durch geht.
Angepriesen als Wellness-Oase findet man dort irgendwie wenig erholsames.
Es gibt ein Schwimmbecken, ein Babybecken und ein viel zu kleines „Spaßbecken“ mit einem Mini-Strudelkanal und ein paar Sprudelliegen. Außerdem einen kleinen Whirlpool und eine langweilige Rutsche.
Da bin ich selbst aus den Wuppertaler Hallenbädern fast mehr gewohnt.
Spaß hatten wir da trotzdem. Schon alleine weil hier die Ossi Witze so herrlich angebracht waren…von wegen „Die hamm ja sonst nix…“ 😉

Nein wirklich, es gibt unendlich viel zu entdecken und ich habe bei weitem nicht all unsere Unternehmungen aufgezählt.
Trotzdem muss man sagen, dass sich die 10 Tage zum Ende hin gezogen haben.
Wenn man im Umkreis von 50 km um Plau am See das Meiste abgeklappert hat, dann gibt es nicht mehr viel zu entdecken, wo man mit dem Auto nicht Stunden lang hin fahren müsste.
Da wir zum Schluss nicht nur keine Fahrräder mehr hatten sondern zusätzlich auch noch richtiges „Schietwetter“, haben wir die letzten zwei Tage eher abgesessen.
Außerdem haben wir uns, 2.0 wie wir sind, total auf die Kraft des Internets verlassen und wollten unsere Unternehmungen am ersten Abend via Internet planen.
Diese Rechnung ging allerdings in Twietfort nicht auf, da man dort im Grunde keinerlei Empfang hat.
Selbst ein normales Telefonat über das Handy war dort nicht möglich .
Zum entspannen natürlich perfekt und genau das Richtige aber wenn man so total planlos in einen unbekannten Ort fährt eben etwas schwierig.
Teilweise habe ich meine Eltern via whatsapp dazu angehalten, uns Informationen zu beschaffen haha
Da merkt man mal, wie abhängig man im Laufe der Zeit von diesem Zeug geworden ist.
Früher hätte man sich ne Karte besorgt und nachgeschaut oder wäre zu irgendeiner Touristeninfo gelatscht 😉

Roman Ende!

 

sonstiges

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

10 Kommentare

  • Mensch da sitz ich hier freudig wartend mit Müsli zum Frühstück am PC, klick den Bericht an um dich wieder quasseln zu hören (mein Radioprogramm morgens) und dann muss ich lesen…tze!

    😉 Das hört sich doch aber (nach den anfänglichen Schwierigkeiten) doch noch nach einem sehr schönen Urlaub an. Der Affenpark wäre mir etwas zu unheimlich…ich mag Affen so schon nicht und wenn die dann noch frei herumhüpfen *gruselfaktor*…

    Sind die Fotos von deiner neuen Kamera? Wie ist sie?

    Grüßchen

    Katja

    • Hach Katja, ich hab echt an ein Video gedacht aber das hätte echt den Upload Rahmen gesprengt haha 😀
      Die Kamera ist wundervoll aber ich hab noch keine Zeit gehabt mich wirklich richtig intensiv mit den Funktionen zu beschäftigen.
      Muss mir unbedingt Bücher holen und mich da mal „fortbilden“ 😀

      • Es gibt so Handhabungsbücher die sind wohl ganz super 🙂 Ich überleg auch mir eine neue zu holen…hab mir schon was ausgesucht aber werd wohl noch bisschen warten bis ich sie mir hol

        Ja das Video wäre sicher über 30 Minuten lang gewesen 😀

  • Das mit den Wespen is mein persönlicher Albtraum wenn die sogar Schlüsselloch und Türschlitze genutzt haben war das ja auch nicht wirklich sicher, sich in einem Zimmer zu verschanzen. Du glaubst gar nicht wie ich schon Panik hab wenn ich nur eine sehe.. urrrrgs

    Der Urlaub an sich klingt doch aber gut.. =) Fahrradfahren ist irgendwie nicht meins, ich bin zu unsportlich, auch wenns manchmal echt besser wäre nicht immer das Auto zu nehmen..

    Und die AFFEN.. ich hätts auch gemacht du hast ja kein mtigebrachtes Futter genommen sondern das was sie eh gerade selbst gefressen hatten von daher…. hach wie süß ♥

  • Wow,
    bissu schnell mit einem Reisebericht. Meiner dauert vermutlich noch 4 Wochen!
    Hört sich alles ein wenig durchwachsen bis schön an bei dir. Aber hauptsache, ihr habt die Zeit genossen und euch so richtig erholt.
    Die Fotos sind toll – Affen mag ich auch sehr. Wenn ihr dann doch mal im Allgäu bzw. Bodenseenähe seid, dann unbedingt mal nach Salem fahren. Da ist es auch so toll.

    Viele liebe Grüße
    Sandy

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