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Street Food Festival Köln

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Deutschland hat nicht nur einen neuen Trend, sondern gar eine komplett neue Leidenschaft für Sich entdeckt: Street Food!
Langweiliger Imbiss- oder Fast Food Fraß, mit wabbeligen Pommes und kalter Wurst, waren gestern. Street Food besticht durch phantasievolle, ausgefallene, hochwertige und oft sogar sehr gesunde Gerichte to go, die nicht nur echten Gourmets das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Neben den ausgefallenen Gerichten ist Street Food vor allem deshalb so besonders, weil man den KöchINNen nicht nur live bei der Zubereitung zusehen kann und mit ihnen über das Essen quatschen kann, sondern auch weil hinter vielen der Street Food Ständen Menschen mit großer Leidenschaft stehen, die ihren Traum leben, ohne dabei gelernte Fachkräfte zu sein.

Genau das ist es, was diesen „Trend“ für mich so besonders macht. Dass dort Menschen mit Visionen stehen, die für gutes Essen brennen und unglaublichen Spaß daran haben, ihre Passion mit anderen zu teilen. Und ich kann direkt an dieser Freude und den köstlichen Kreationen teilhaben. Mich austauschen, Geschichten hören, neues Entdecken und einfach nur dabei zusehen, wie die Menschen mit Spaß kochen und essen. Grandios!

Wer bereits auf einem Street Food Festival war, der weiß: Wer zuerst kommt, der futtert auch zuerst! Zu Beginn der Veranstaltung sind die wenigsten Leute dort und vermutlich ist auch das Essen einfach noch etwas cooler, weil die Jungs & Mädels noch ganz frisch und munter sind. Und so haben wir uns schon gegen 10 Uhr auf den Weg gemacht, um uns auf dem Street Food Festival Köln so richtig den Magen voll zu hauen. Da für das Pfingstwochenende mega Staus angesagt waren, sind wir extra früh los und waren dementsprechend auch extra früh da. Für uns war das aber auch genau richtig weil wir genügend Zeit hatten, einen kostenfreien Parkplatz zu finden. Zwar gab es direkt auf dem Gelände Parkplätze, aber um späteres Abreise-Chaos zu vermeiden, haben wir dann doch zwei Straßen weiter geparkt.

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STREET FOOD FESTIVAL KÖLN (23.05.2015)

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Gemeinsam mit zwei Dutzend weiteren Besuchern haben wir um Punkt 12:00 Uhr das Gelände gestürmt. Der Eintritt lag bei mickrigen 2€. Wie sich über diesen Preis so viele Menschen aufregen konnten, dass die Veranstalter sich offenbar gezwungen sahen, diesem Thema einen ganzen Artikel zu widmen, ist mir echt ein Rätsel. Aber das nur am Rande 😉
Da wir ja mit die Ersten waren, war es auf dem Gelände dementsprechend leer, so dass wir genügend Zeit hatten, um uns vom gesamten Angebot erst einmal berieseln zu lassen. Rund 30 Essenstände, quasi von Antiochia bis Zuzumi ;-), mit absolut ausgefallenen und ganz unterschiedlichen regionalen und internationalen Leckereien, waren an diesem Samstag vor Ort.
Beim Betreten des Geländes bekamen übrigens alle Besucher einen total sympathischen „How to Street Food like a Pro“ – Flyer.

Street-Food-Anleitung

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Tatsächlich solltet Ihr, beim Besuch eines solchen Events, möglichst viele Leute im Schlepptau haben. Das Angebot ist SO groß und SO lecker, dass Ihr nahezu alles ausprobieren wollen werdet und ich verspreche Euch: So viel schafft Ihr nicht! Wer keine große Gruppe zusammen bekommt, der kann sein Essen aber auch mit Fremden teilen. Überall an den Ständen stehen kleine Glocken rum, die ihr einfach läuten  könnt, wenn Ihr Eure Portion mit Jemandem teilen möchtet. Auch wenn ich irgendwie noch nicht so 100% warm mit dem Gedanken geworden bin, mit Fremden „aus einem Pott zu futtern“, finde ich diese Idee unglaublich sympathisch.

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Unser „Frühstück“

Buns & Sons Co.

Gestartet haben wir unsere Mini-Fressorgie mit dem obergeilen Pulled Pork von Buns & Sons Co.. Wir hatten die sympathische Truppe schon bei „Restaurant StartUp“ im TV gesehen und wären wohl auch bis ans andere Ende der Welt gefahren, um ein Mal in den Genuss des Pulled Porks zu kommen. Für uns gab es heute „The Intern“ mit Pulled Pork, Coleslaw und speziellem Onion Chutney (mit Whiskey – Yay!) im Bun. Alleine wegen dem Whiskey musste es natürlich genau DIESE Kreation für uns sein. Ein gefüllter Bun kostet 6,50€ (zumindest bei der Wahl, die wir getroffen haben).  Alles bei Buns & Sons Co. wird selbstgemacht. Und ich kann Euch sagen: Das ist Foodporn vom Feinsten. Liebe auf den ersten Blick. Der absolute Hochgenuss. Ein Gedicht! Und unser persönlicher Ober-Favorit. Mein dämliches Smartphone-Foto ist eigentlich eine Beleidigung für den „The Intern“ 😀

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Pelican Jamaica

Weiter ging es dann mit karibischen Spezialitäten von Pelican Jamaica. Zur Auswahl standen Ackee & Saltfish, Curry Goat und Jerk Chicken. Ackee & Saltfish ist ein traditionell jamaikanisches Gericht. Die Ackee Pflanze ist die Nationalfrucht Jamaikas und soll geschmacklich an Rührei erinnern. Wir haben uns hier nicht ran getraut, weil wir Fisch nicht mögen. Statt dessen gab es Jerk Chicken mit Reis (Preis pro Portion 3,50€). Ein extrem leckeres Gericht, bei dem ich mir durchaus vorstellen kann, dass ich das mal nachkoche. Super lecker gewürzt, aber leider auch extrem mächtig, so dass ich bereits nach dieser Leckerei halb-voll war 😉

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Sir Otto Risotto

Auch Sir Otto Risotto kannten wir bereits aus „Restaurant StartUp“. Hier bekommt man Risottobällchen, wahlweise gefüllt  mit Safran & Ragout, Bärlauch & Mozarella oder Gouda & Spargel. Eine grandiose Idee – ich liebe Risotto! Wir haben uns zwei Risotto Balls mit Arabiata Sauce für 5,50€ gegönnt. Die Bällchen werden unterschiedlich gefüllt, zu Kugeln gerollt und anschließend ins heiße Fett geworfen. Das Ganze hat ca. 6 Minuten gedauert und kam dann frisch auf den Tisch. Die Risotto Balls waren auch sehr lecker, allerdings war die Kruste außen rum für unseren Geschmack zu hart, während das Risotto innen drin etwas mehr Bissfestigkeit hätte vertragen können.

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Zuzumi

Zuzumi steht für die Kunst des Faltens und hat sich auf Mix-Food spezialisiert. „Zuzu“ nennen sich die kleinen Köstlichkeiten. Angeboten wurden ZuzuClassic (Italien trifft Japan, gefüllt mit Putenfleisch, asiatischen Kräutern, Bio-Gemüse, gekrönt von Basilikum, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Röstzwiebeln an SourCream) und ZuzuVeggie (Deutschland, Vietnam und Japan vereinen sich, gefüllt mit Schafskäse, Erdnüssen, asiatischen Kräutern und Bio-Gemüse, gekrönt von Basilikum, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Röstzwiebeln an Cocktail Sauce). Hier hat uns nicht etwa ein köstlicher Duft angelockt, sondern ein Teller, der an uns „vorbei lief“ und wunderhübsche, kleine „Häufchen“ beherbergte 😀 Eine Portion ZuzuClassic kostet 5€ und schmeckt irgendwie einzigartig neu. Tatsächlich etwas, das man einfach ausprobiert haben muss, um heraus zu finden, ob man es mag. Ich fand die kleinen Zuzus in Ordnung, es ist aber kein Gericht, das ich regelmäßig essen muss.

zuzumi-zuzuclassic

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Die Checkerin macht schlapp

Neben einem Mai Thai Shot ist es das dann tatsächlich gewesen. Ich konnt nicht mehr. Das recht warme Wetter hat mich, in meinem doch eher herbstlichen Outfit, so was von fertig gemacht und ich war so voll gefressen, dass mir ne ganze Weile richtig schlecht war. Wir hätten so gerne noch so viel ausprobiert, aber es ging einfach nichts mehr rein. Eine Schande! Zum Glück findet am 04. Juli aber schon das nächste Street Food Festival in Düsseldorf statt und wir hoffen, dass einige der Essensstände sich auch dort wieder finden lassen, so dass wir unsere „To-Fress-Liste“ noch weiter abhaken können.

Denn es warten noch mindestens die Bacon Bomb Burger, Hot Dogs von die Wurstküche, das Cidre Steak von Comptoir du Cidre, leckere Pasten von Antiochia, die komplett neuen Kreationen von Schnell Veg und totaaal lecker gefülllte Kartoffeln von Don Patata auf uns. Für Düsseldorf werden wir dann hoffentlich mit einem ganzen Bus an Freunden anreisen, so dass wir auch A-L-L-E-S ausprobieren können.

Wer übrigens in der Nähe von Köln wohnt und sich vielleicht gerade ärgert, das Festival verpasst zu haben: auch Morgen hat das Street Food Festival in Köln von 12:00 – 20:00 Uhr für Euch geöffnet! Weitere Infos zu den Street Food Festivals findet Ihr auf der dazugehörigen Homepage.

 

 

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

14 Kommentare

  • Hi Sanny,
    ich hatte schon mal bei Andrea von einem Street Food Festival gelesen bzw. Fotos gesehen.
    Ich wüsste nicht, dass es so etwas hier gibt. Ist mir zumindest noch nicht aufgefallen. Und da ich gern (auch ausgefallen) esse, wäre mir das garantiert bekannt 😉
    Mich macht am meisten das Zuzumi an – das schaut toll aus.

    Liebe Grüße

  • Servus,

    ich finde solche Festivals auch total spannend und freue mich immer, neue Food Trucks kennenzulernen. Inzwischen gibt es ja viele Crews, die vegetarisches oder sogar veganes Essen anbieten, sodass ich nicht mehr mit knurrendem Magen an ihnen vorbeischleichen muss. 😉

    Herzliche Grüße

    Sissi

    • Jaaaa! Also ich bin jetzt regelrecht im Food Truck Fieber und jage den einzelnen Events hier in NRW hinterher, um möglichst noch häufiger in den Genuss zu kommen 🙂
      Bald steht auch der Vegan Street Day in Dortmund an. Da freu ich mich auch total drauf!

      Viele Grüße 🙂

  • Ohhh die Risotto-Bällchen sehen so lecker aus! Die hätte ich auf jeden Fall auch probiert. Diese Street Food Festivals kenn ich noch aus meiner Zeit in Berlin, da gab es sowas ständig in der Markthalle IV. Echt super, dass der Trend sich endlich auf ganz Deutschland ausbreitet, Zeit wirds! Die Pommes-, Grillhähnchen- und Döner-Wagen können dann endlich einpacken 😉
    Liebe Grüße,
    Ela

  • Ich habs dieses Jahr leider nicht aufs Festival geschafft, aber was ihr da gefuttert habt, sieht super lecker aus. Für nächstes Jahr muss ich mir das DRINGEND vormerken und besser planen.

  • Hmmm das sieht ja alles lecker aus! Ich konnt leider nicht nach Köln kommen und freu mich umso mehr, dass du uns mit deinem tollen Bericht daran teilhaben lässt.
    In Stuttgart war kürzlich auch der erste StreetFood Market und ich hab es mir nicht nehmen lassen, dort vorbei zu schauen. Es war zwar gestopft voll und irgendwann hat der Veranstalter schon gar keine Leute mehr aufs Gelände gelassen, aber das Essen war einfach traumhaft. Auch wenn mal teilweise bis zu 45 Minuten anstehen musste.
    Ich würd mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn sich der Streedfood Trend noch weiter durchsetzt.
    Liebe Grüße
    Dila

    • HEy Dila, danke <3

      Ich hab die Fotos bei dir auf (ich glaube) Facebook gesehen und dacht nur so: Nääääää! Geht gar nicht.
      Wenns in Köln so voll gewesen wäre, hätt ichs echt nicht genießen können. Bin so gar kein Freund von so echt überfüllten Events. Aber die Hauptsache ist trotzdem, dass es geschmeckt hat und ihr Spaß hattet 🙂

  • Wir waren vor kurzem auf unserem 1. StreetFoodFestival, was auch noch die erste Veranstaltung dieser Art bei uns in der Stadt war. Dank meiner Erfahrung und dank meiner unendlichen Empathie konnte ich bereits im Vorfeld erfühlen, dass gegen mittag sicherlich sehr viele hungrige Menschen da sein würden. Deswegen haben wir uns auch gesputet, so früh wie möglich dort zu sein, was sich echt gelohnt hat. Auch wenn wir nur zu zweit waren und nicht so viel futtern konnten, so hielten sich die Warteschlangen doch sehr in Grenzen. Ganz im Gegensatz zu dem, was man in Facebookstatements von Besuchern zur Veranstaltung gegen später lesen konnte. Da muss dann wohl zeitweise nur noch rationiert Publikum aufs Gelände gelassen worden sein (stimmt der Satz?)… also, der frühe Vogel fängt den Pulled Pork Bun oder so ähnlich 😉
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

    • Hey Salvia,

      das hab ich auch gehört und gesehen. Deshalb war für mich/für uns auch klar: Wenns (zu) voll wird, dann hauen wir ab. In Stuttgart wars glaub ich wirklich extremst voll später. Hab ein paar Postings über verärgerte Besucher gelesen, die nicht mehr rein kamen. Den Ärger kann ich einerseits nachvollziehen, gerade wenn man von weit her kommt, andererseits muss man eben auch einfach damit rechnen, wenn man erst spät da eintrudelt 😀 (und ich wär dann bei den Massen wohl auch froh gewesen, nicht rein gelassen zu werden).
      Der Frühe Vogel fängt auf jeden Fall den Pulled Pork Bun (schon beim Schreiben bekomm ich wieder endlosen Hunger 😀 )

      Liebe Grüße!

  • Ich hab schon öfters überlegt mal hinzugehen. Aber mich doch dagegen entschieden. Ich finde es einfach sehr teuer. Man zahlt ja teilweise für eine Miniportion 4€. Wen ich überlege das ich für 6-7 Euro eine ganze Mahlzeit kriege und auch noch nett sitzen kann, entscheide ich mich leider gegen das Street Food Festival.

  • Wow, da sind aber echt tolle Sachen dabei. In Berlin gibt es auch immer wieder mal solche Foodfestivals, aber bis jetzt hab ich es nie geschafft hin zu gehen. Das ändert sich aber jetzt 🙂
    Danke für die Inspirationen!
    Liebe Grüße
    Sylvia

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