Blutbad auf der Toilette: Sind Menstruationstassen eklig?

„Oh einen Moment, ich muss ma eben meine Tasse leeren!“. Zack. Blutbad auf der Toilette! 
Vor einem Jahr bin ich noch in schallendes Gelächter ausgebrochen, als ich das erste Mal von der Menstruationstasse hörte. Ich stellte mir vor, wie ich diese voll geblutete Tasse, begleitet von den angewiderten Blicken meiner Mitmenschen, mit blutüberströmten Händen im Waschbecken der öffentlichen Toilette säubere. Drei Liter Blut ins Klo gekippt, 2 weitere beim Säubern ins Waschbecken. „Oh einen Moment, ich muss ma eben meine Tasse leeren!“. Ein regelrechtes Blutbad auf der Toilette. Aber sicher nicht mit mir!

Blutbad auf der Toilette Menstruationstassen eklig

Frauen, die Menstruationstassen toll finden, haben auch Angst vor Chemtrails!?
Ich war der festen Überzeugung, dass die Frauenwelt sowas nicht braucht. Vor allem aber, dass ich sowas nicht brauche. Und das Menstruationstassen nur was für Freaks sind. Für Menschen, die auch die freie Menstruation regelrecht zelebrieren und Angst vor Chemtrails haben. Wie sonst sollte es möglich sein, dass man eine mit Blut gefüllte, schwappende Tasse, einem „verpackten“ Tampon vorzieht?

Machen wir uns nichts vor: die Menstruation ist im Gesamten etwas, auf das wir Frauen verzichten wollen würden. Es ist unangenehm und gewissermaßen eklig. So oder so. Darüber sprechen und schreiben sollte man möglichst nicht, deshalb sollten alle empfindlichen Menschen und die, die mich privat kennen aber denken „das sind zu viele private Informationen für mich“, auch spätestens jetzt wegklicken. Weitere Warnungen dieser Art folgen ab jetzt nicht mehr. Et wird Tacheles geredet.

Im Zuge meiner Auseinandersetzung mit der Pille habe ich mich nochmal eingehender mit Tampons und Binden beschäftigt. Mir war zwar vorher schon klar, dass Tampons irgendwie nicht so toll sind wie gedacht, aber die Fakten dazu habe ich verdrängt. Wer mehr zu dem Thema lesen will, der möge sich bitte ausnahmsweise die Infos „ergooglen“. Zum einen, weil das Thema viel zu umfassend ist, zum anderen aber auch, weil ich finde, dass sich da jeder selbst einlesen und dann für sich persönlich entscheiden sollte. Das könnt Ihr nur, wenn Ihr Euch selbst informiert. Ihr müsst für Euch eure Schwerpunkte und Präferenzen finden und setzen.

Von „Geh  mir weg mit dem Scheiß“ zu „Nie mehr ohne meine Tasse!“
Für mich war nach der Auseinandersetzung mit dem Thema jedenfalls klar, dass ich keinen Bock mehr darauf habe, mir monatlich irgendwas in meinen Körper zu stecken, das letzten Endes voller Chemikalien (wie z.B. Formaldehyd und Glyphosat) sein kann und wo im Gesamten nicht mal klar ist, was eigentlich drin steckt. Da ich (aus meiner Sicht) das beste Beispiel dafür liefere, wie aus einem „Geh mir weg mit dem Scheiß“ ein „Nie mehr ohne meine Menstruationstasse“ werden konnte, gibt’s heute einen Artikel zu diesem Thema. Übrigens habe ich mittlerweile eine kleine Menstruationstassen FAQ Seite erstellt, auf der Ihr Antworten auf häufige Fragen, Ängste und Probleme findet aber auch Empfehlungen für Menstruationstassen.


Grundlegende Informationen

Was ist eine Menstruationstasse?
Eine Menstruationstasse (oder weniger uncool: Mooncup) ist ein kelchähnliches, wabbeliges Etwas (meist aus Silikon), das während der Menstruation zum Auffangen des Bluts in die Scheide eingeführt wird. Dabei wird das Blut nicht, wie bei Tampons oder Binden üblich, aufgesaugt, sondern innerhalb der Tasse gespeichert. Die Mooncups können bis zu 50ml Flüssigkeit aufnehmen. Ganz so neu sind Menstruationstassen übrigens gar nicht! Bereits 1937 wurde das erste Patent für eine solche Tasse angemeldet. (vgl.: Wikipedia: Menstruationstasse)
Wo kann ich mich informieren?
Da es hier hauptsächlich um meine Meinung und meine Erfahrungen geht, gehe ich auf die Nutzung der Tassen, deren Vor- und Nachteile usw. nicht großartig ein. Ich persönlich kann die Facebook Gruppe „Menstruationstasse“ empfehlen. Ich dachte erst „Warum zur Hölle schreiben alle „Mumu“ anstatt Scheide? Was für Freaks!“ aber nachdem ich gecheckt habe, dass mit „Mumu“ nicht das weibliche Geschlechtsorgan sondern der Muttermund gemeint war, war alles ok 😉 Unter den Dateien findet Ihr umfassende Informationen rund um die Menstruationstassen, Anlaufstellen, Vor- und Nachteile, Anwendungshinweise usw. aber auch Infos zu Tampons, Binden und vielen anderen Themen. Ihr könnt Euch wirklich über einfach alles informieren.

Auch Fragen z.B. zur Desinfektion der Tassen, der richtigen Größe, worauf man beim Kauf achten muss usw. werden dort geklärt.

Zusätzlich hilft es, ein wenig in der Gruppe zu lesen, was die anderen so über Erfahrungen/Probleme schreiben und welche Fragen sie haben bzw. wie diese Fragen beantwortet werden. Wer sich schämt, die benötigten Infos bzgl. der Länge des Muttermunds o.ä. anzugeben, dem sei gesagt: aus meiner persönlichen Erfahrung heraus brauch man keinen „Berater“, der einem anhand der Muttermundlänge & Co. eine Tasse empfiehlt. Es hat bei mir ausgereicht, sich selbst zu informieren und zu schauen, welche Tassen besonders empfohlen werden. Am Ende dieses Artikels bekommt Ihr da auch nochmal ein paar Anlaufstellen genannt.


Die Menstruationstasse und Ich

Der Weg von schallendem Gelächter gepaart mit Unverständnis, hin zu echtem Interesse hat bei mir insgesamt über zwei Jahre gebraucht. Ich war eine von denen, über die ich jetzt den Kopf schüttel. Völlig unwissend, aber „das Ding“ verurteilend. Mein Gehirn sagte: Menstruationstassen eklig. Blut. Sammeln. Auffangen. Auskippen. Eklig. Eklig. Widerlich. Was für ein Kack! Ende.

Einen vollgesogenen, vollgesifften und stinkenden Tampon ernsthaft hygienischer und weniger eklig zu finden, als eine Menstruationstasse ist wirklich wahnwitzig.
Ich habe mich zu dieser Zeit keine einzige Sekunde genauer mit der „Materie“ beschäftigt und im Grunde liegt genau da das Problem. Denn von der Sekunde an, in der ich begann, mich mit dem Thema genauer auseinander zu setzen, wuchs das Interesse. Vor allem aber erkannte ich mein hirnrissiges Verhalten. Einen vollgesogenen, vollgesifften und stinkenden Tampon ernsthaft hygienischer und weniger eklig zu finden, als eine Menstruationstasse, ist wirklich wahnwitzig.

Es ist nämlich einfach nichts eklig. Zwar gehöre ich ohnehin zu den nicht gerade zimperlichen und empfindlichen Menschen (außer bei Gerüchen, da fang ich sofort das Würgen an :-D), aber im Gesamten finde ich nichts Ekelerregendes. Das aufgefangene Blut hängt sonst im Tampon oder klebt in der Binde und (wenns mies läuft) an den Beinen und überall sonst wo. Mit einer Menstruationstasse bleibt das Blut sicher am Boden der Tasse und wird einfach ins Klo gekippt. Dabei reden wir auch nicht von 3 Litern sondern innerhalb des Gesamten Zyklus durchschnittlich maximal 65 ml.

Der (für mich) ausschlaggebende Punkt „Pro Menstruationstasse“ war aber tatsächlich die Tatsache, dass sich weniger Chemikalien in dem Material befinden und die Tatsache, dass ich deutlich weniger Müll produziere. Im Gesamten ist das „Konzept“ hinter der Menstruationstasse für mich absolut schlüssig. Weniger Müll, weniger Dreck, weniger Kosten, weniger Chemiekalien, weniger Infektionen, weniger Schmerzen und dafür mehr Schutz, mehr Gesundheit und mehr Geld in der Tasche.


Wie soll das passen? Wie soll das sicher sein? Der blanke Horror!
Um aber nochmal auf das zurück zu kommen, was die meisten von den Tassen abhält: man stellt sich vor, man würde sich diese riesig anmutende Tasse bis zum Anschlag (und natürlich voll entfaltet) rein schieben. Wie soll das passen? Man stellt sich vor, dass das Ding zwischendurch raus rutscht, sich aus Versehen entleert, beim Wechseln ins Klo fällt, das Teil Blut überströmt ist oder sonst irgendwas seltsames passiert. Der blanke Horror! Man stellt sich vor, wie man unterwegs merkt, dass das Ding voll ist und dann steht man da am blutverschmierten Waschbecken der öffentlichen Toilette und wäscht seine Tasse aus. Bis auf die Tatsache, dass ich es geschafft habe, die Tasse 1 x ins Klo zu werfen, ist nichts von all dem real.

Die Tasse wird gefaltet, wie ein Tampon eingeführt (zugegeben: es ist gerade zu Beginn etwas komplizierter aber wenn man den Dreh einmal raus hat dann doch easy), kurz gedreht und danach „ploppt“ sie auf und kann dort bleiben. Ich wechsel nur Morgens und Abends, man kann sie bis zu 12 Stunden tragen. Zwei Mal am Tag Wechseln reicht mir persönlich total aus. Die Tasse war nie „randvoll“ und sie war zu jeder Zeit und in jeder Situation absolut dicht. Egal ob ich schlafe, laufe, Sport mache, sitze oder schwimmen gehe. Es hält komplett dicht und es riecht nicht unangenehm. Nachtrag: nach einem Jahr Dauereinsatz ist die Menstruationstasse bisher 2 x nachts ausgelaufen. Allerdings nur weil sie dann länger als 12 Stunden drin war weil ich zu früh Abends gewechselt habe.

Es gibt keinen Grund, die Tasse unterwegs zu wechseln und im Waschbecken zu reinigen. Und selbst WENN dieser Fall doch eintreten sollte, ist es nicht zwingend notwendig, die Tasse auszuspülen. Man kann das Ganze unterwegs einfach mit Toilettenpapier auswischen. Und das sieht wirklich nicht schlimmer aus, als wenn wir uns mit Klopapier durch die blanke, nackte Wahrheit wischen oder uns ne weiße Hose voll sauen.

Informieren. Entscheiden. Ausprobieren. JEDER!
Die Menstruationstasse ist das Beste, das mir in Bezug auf meine Monatshygiene je passiert ist! Ernsthaft. Selbst meine Beschwerden bzgl. typischer Menstruationsschmerzen sind, zumindest in den letzten drei Monaten mit der Tasse, im Unterbauch deutlich zurück gegangen. Ich ärgere mich mittlerweile ungemein, dass ich die Dinger nicht schon viel früher ausprobiert habe. Auch z.B. im Bezug auf ausgetrocknete Schleimhäute und Pilzerkrankungen erscheinen mir die Tassen deutlich besser. Bisher habe ich da keine Probleme und gerade was die völlig ausgetrocknete Scheidenflora während der Periode anbelangt, bemerkt man sofort eine Besserung


Welche Tasse für mich?

Ich habe keine Ahnung, welche Tasse für Euch speziell passend sein kann und möchte Euch auch keine spezielle Tasse empfehlen, weil das von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Ihr müsst da für Euch selbst entscheiden, heraus finden und ausprobieren. Nur so könnt Ihr letzten Endes das Modell finden, das zu Euch passt. Wo Ihr Euch informieren könnt, habe ich Euch oben unter „Wo kann ich mich informieren“ ja bereits verraten 😉

Einige Modelle, von denen ich weiß, dass sie (neben der Lunette, die ich nutze) gut und für Anfänger geeignet sein sollen:

Me Luna® (ab 15,90€)
Menstruationstasse aus deutscher Produktion mit (gefühlt) größter Cup-Vielfalt.

Me Luna® kaufen*
Lunette (ab 23,00€)
Menstruationstasse aus Finnland mit extra langem Stiel (kann wie bei allen anderen gekürzt werden)

Lunette kaufen*
RubyCup (ab 28,95€)
Die „soziale“ Menstruationstasse. Pro Verkauf geht eine Tasse an bedürftige Schulmädchen in Afrika

RubyCup kaufen*
MoonCup (ab 24,75€)
Das Unternehmen setzt sich vor allem für den Tier-Umweltschutz und die Menschenrechte ein. Die Tasse selbst ist eine „normale“ Menstruationstasse.

Moon Cup kaufen*

Fazit:

Menstruationstassen sind definitiv nicht eklig. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass man sich mit dem Thema wirklich erst auseinander setzen muss, bevor man sich dafür öffnen kann. Letzten Endes ist es kein großes Ding. Es ist nichts unnatürliches, nichts abnormales, nichts seltsames. Im Gegenteil sogar deutlich angenehmer (zumindest aus meiner Sicht) als Tampons und Binden. Ich bin davon überzeugt, dass 95% der Mädels, die eine Tasse mal ausprobieren und ihr eine Chance geben, letzten Endes dabei bleiben werden 😀 Top die Wette gilt!

Wie sieht es mit Euch aus? Seit Ihr dem Tassen-Hype mittlerweile auch verfallen oder lehnt Ihr diese Art der Monatshygiene grundsätzlich ab? Macht Ihr Euch manchmal Gedanken über die Inhaltsstoffe in Tampons und Binden oder ist Euch das total egal? Ich freue mich auf Eure Meinung!

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

50 Kommentare

  • Immer wieder spannend zu lesen… irgendwie kann ich mich persönlich aber einfach nicht dazu durchringen, sie zu probieren.

  • Ich würde auch gerne eine Menstruationstasse benutzen aber wie du schon geschrieben hast gibt es da diese kleinen Zweifel. Ich befürchte auch da ich immer sehr starke Blutungen habe das es schief gehen könnte. Aber praktisch und gesund finde ich dieses kleine Helferlein schon. Na ja vielleicht werde ich mir ja doch irgendwann so ein Teil kaufen. Der Bericht gibt mir zumindest schon mal Mut. Danke schön 😊

    • Was die starke Blutung angeht, kann ich nicht so wirklich mit reden weil ich nur so mittelstark blute aber ich hab in der Gruppe von vielen gelesen, die früher Super Plus genutzt haben und mit den Cups keine Probleme haben. Würde in der Gruppe einfach mal heimlich mit lesen. Die Gruppe steht auf privat, sieht also auch niemand außerhalb der Gruppe, was geschrieben wird

    • Hallo!

      In Sachen starker Blutung kann ich Dir helfen: ich habe auch sehr starke Blutungen, und so ein Super-Tampon nach 2-3 Stunden „durch“ war, hält eine Tasse in Größe M mal locker 8-10 Stunden. Es ist gar nicht so viel Flüssigkeit, der Tampon kann nur bei der Geschwindigkeit nicht mithalten, da läuft zu viel durch.

      Guck mal bei MeLuna nach, da gibt es auch Tassen mit größerem Fassungsvermögen bei relativ kleinem Durchmesser (für kinderlose Frauen mit straffer Muskulatur) und eine Riesenauswahl samt Größenrechner. Auch günstige Angebote mit zwei Tassen, falls man nicht sicher ist.

      Man muss echt nur drauf achten, dass sie sich richtig entfaltet, dann ist das super Dicht. Und das hat man schnell raus.

    • Ich gehöre selbst zu diesen Blutmonstern und musste prä Tasse mein ob super plus am stärksten Tag alle 1,5-2 Stunden wechseln.

      Ich verwende Menstruationstassen seit mittlerweile über 10 Jahren und für mich war das DIE Erlösung, weil in so ein XL-Teil ca dreimal so viel reinpasst wie in so einen super plus. Die erste „starke“ Nacht, in der ich morgens aufgewacht bin und mein (zugegebener Weise randvolles) Tässchen entleert habe war ich seelig: DURCHGESCHLAFEN!!

      In der Zwischenzeit hatte ich zwei Geburten und verhüte mit der Kupferspirale, beides Dinge, die den Blutfluss ja nicht unbedingt drosseln, gleichzeitig sind größere Tassen auf den Markt gekommen, die ich mir besorgt habe, ich kann also nicht sagen, wieviele ob super plus ich jetzt brauchen würde. Aber meine Tasse geb ich nimmer her.

      Mit der Zeit spürt man auch bei der Tasse, wie bei den Tampons, wann sie voll ist und man sich die nächste Toilette suchen sollte. Man muss also auch nicht vorsichtshalber ständig „nachschauen“ gehen.

      An den stärksten Tagen kann es sein, dass sich während dem Ausleeren, Waschen/Putzen etc. Blut an der Scheidenwand ansammelt und später dann die Unterwäsche versaut – allerdings reicht es da völlig, eine normale dünne Slipeinlage oder schwarze Unterwäsche zu verwenden, das sind wirklich nur kleine Spuren.

      Ich hoffe, ich konnte helfen!

  • Hallo du Liebe,

    ich danke dir für diesen schönen und aufklärenden Artikel. Vor etwa 9 Monaten war ich am gleichen Punkt, wie du und habe mich mit dem RubyCup auseinander gesetzt. Bzw hatte ich meine Tasse erstmal 8 Wochen im Schrank liegen, bevor ich mich wirklich ran traute.

    Inzwischen bin ich überglücklich damit. Wie du schon schriebst, leere auch ich nur alle 12 Stunden und fühle mich so gut wie noch nie während meiner Periode.

    Ich kann jeder Frau nur empfehlen, sich mit einer Menstruationstasse mal auseinander zu setzen.

    Liebste Grüße Andrea

  • Danke für den tollen Bericht, ich werde die letzten Ob’s verbrauchen und dann umsteigen.
    Jetzt sind wirklich alle Zweifel weg!

  • Vielen Dank für deinen tollen Bericht.
    Ich mache mir oft Gedanken über die Inhaltsstoffe von Tampons und Co.
    Soweit es möglich ist, versuche ich auf solche Stoffe zu verzichten.
    Auch einer der Gründe weswegen ich die Pille nicht mehr nehme.
    Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich mit der Menstruationstasse erstmal auseinander setzten, bevor ich mir eine Meinung bilden kann.

    LG Susanne

    • Liebe Susanne,
      ich hab auch ewig gelesen und Videos geschaut. Glaub das ist auch notwendig, um über den eigenen Schatten springen zu können und zu wissen, ob das was sein könnte oder eher nicht 🙂

  • Ich habe von der Tasse zum ersten Mal erfahren durch eine Testaktion. Ich habe mich zwar beworben, jedoch ohne Erfolg. Kurz nach dem Abschicken der Bewerbung, kamen bei mir doch sehr große Zweifel auf, dass eine solche Tasse überhaupt dicht hält. Geschweige denn dass das Entleeren in einem einzigen Blutbad endet. Nicht zu vergessen – der Ekelfaktor.

    Dank Deines aufschlussreichen Berichts, werde ich mich doch dazu verleiten lassen die Tasse selber zu versuchen. Nur bei den bestellbaren Größen bin ich völlig überfragt…

    • Wegen der Größen findest Du in der verlinkten Facebookgruppe Antworten. Die Größe ist weniger wegen des Füllvolumens entscheidend, als viel mehr für den Sitz der Tasse. Die kleinen Größen sind meist nicht nur kleiner sondern auch weicher, so dass die Tasse bei starker Muskulatur zu stark zusammen gedrückt wird und so nicht aufploppen kann. Ich habe, entgegen der Hersteller Empfehlung (keine Kinder, mittelstarke Blutung etc.) direkt die größere Tasse genommen weil ich ne starke Muskulatur habe. War die richtige Entscheidung. Letzten Monat hab ich noch die kleinere Version bestellt und die ploppt tatsächlich nur schwer auf.

      • Das Volumen ist egal, wenn man keine starke Blutung hat. Selbst Jungfrauen hilft es wenig, wenn man die fingerhutgroße Mini-Tasse ständig entleeren muss. Aber wenn man mit Tampons in Normalgrößen gut kann, dann geht es wahrscheinlich wirklich mehr um den Sitz.

        • die größeren Tassen sind meist dicker und damit für ne stärkere Beckenbodenmuskulatur auch besser geeignet. Das meinte ich mit „ich hab direkt ne große geholt“ 😀 Hab früher fast ausschließlich Mini-Tampons genutzt. Wenn es danach ginge, würde ne Mini-Tasse schon ausreichen. Tut sie nur leider nicht weil sie zu weich ist und nicht aufploppt.

  • Ach ja! Eine Frage brennt mir doch noch auf der Seele: reicht denn das kleine Zipfelchen am Boden der Tasse aus, um sie wieder rauszuholen? Zumindest sieht diese Rückholvorichtung ziemlich kurz aus.

    • Es ist nicht wie bei Tampons. Man zieht nicht nur an dem Zipfel, da sich ja im Inneren ein Vakuum bildet. Man muss also unten an der Spitze erst das Vakuum lösen, um so die Tasse raus ziehen zu können. Manchmal rutscht die Tasse über den Tag auch weiter nach oben, so dass der Zipfel gar nicht direkt greifbar ist. Dann muss man ein bisschen runter pressen 😉 ABER ja: der Zipfel reicht problemlos. Ich nutze ihn eigentlich sogar nie zum raus ziehen, sondern zieh am gesamten Cup.

  • Sehr toll geschrieben.
    Mit dem Thema die Pille nicht mehr zu nehemen habe ich mich vor kurzem ausienander gesetzt.
    Ich selbst war und bin noch nie Tamponträger gewesen da es für mich unanegnehm war, deshalb besteht auch der Bammel ob diese Tasse wirklich etwas für mich wäre.
    Liebe Grüße Marie

  • Ich hab meine Cup schon lange und bin auch voll von ihr überzeugt. Ich bin damit flexibler und muss nicht ab einer gewissen Zeit Angst haben, ich könne „auslaufen“. Und genau, den Punkt mit dem Müll fand ich zu Anfang und auch jetzt noch wichtig. Außerdem ist die Mooncup insgesamt auch so unaufdringlich, sie trocknet die Schleimhaut nicht aus, riecht nicht unangenehm, und mit ihr durch das Damenklo laufen muss man natürlich auch nicht^^ Meiner Meinung nach ist die Tasse noch die angenehmste Alternative während der Blutung.
    Und um dir mal einen Floh ins Ohr zu setzen: Eine Freundin, die mir damals die Mooncup empfohlen hat, meinte zu mir „Einmal geploppt, nie mehr gestoppt“ 😀 Wie wahr, wie wahr.
    LG Biene
    http://lettersandbeads.de

  • Ich benutze jetzt schon 3 Jahre eine Meluna – einmal ca. 15 Euro statt in der Zeit über 50 Euro für Tampons auszugeben. Ich hatte seitdem keine Pilzinfektion mehr nach der Regelblutung, mit Tampons war das schon fast normal. Ich habe eine sehr starke Blutung, aber die Tasse hält trotzdem dicht, auch einen langen Arbeitstag lang – am schlimmsten Tag nehme ich eine dünne Slipeinlage zusätzlich, aber die wäre eigentlich gar nicht nötig.

    Es ist wirklich viel hygienischer und mein Verbrauch an Ibuprofen an den Tagen geht auch stark gegen Null – vielleicht noch alle 3 Monate mal eine.

    Ich glaube, Tampons haben sich nur deswegen durchgesetzt, weil man so oft welche nachkaufen muss und dadurch ein Budget für Werbung bleibt. Die Tasse kauft man einmal und verwendet sie danach locker 10 Jahre.

    • Oh da bin ich ganz deiner Meinung. Dahinter steckt definitiv ne Menge Kohle zur Vermarktung. Wie bei so vielen Dingen :-/

  • Das hast du so mega genial erklärt, auch die Sache mit dem Klo-Reinfall 😀

    Bin so stolz auf dich, dass du einfach so bist wie du bist und so ein „krasses“ Thema ansprichst. <3

  • Hallo echt ein Klasse Bericht! Ich muss sagen das ich die „Tasse“ schon länger benutze und ich bin sehr dankbar das es Sie gibt, da ich nicht ständig ans wechseln denken muss. Sie hält echt super Dicht nicht wie die Tampons bei mir, die ich sehr oft wechseln musste, weil Sie nie lange hielten. LG

  • Hab nun schon öfters davon dahört oder gelesen und werde echt neugierig. 😀 ich werde mir nun auch eine Tasse zulegen und das ausprobieren! Du hast mich endgültig überzeugt. 😉

  • Was soll ich sagen…super Bericht,Danke. Bekomme zur zeit wegen Spirale keine Periode aber wenn es soweit ist werde ich die Tasse auf jedenfall testen. Was ich ohne den Bericht sicher nicht getan hötte

  • Hey hey, wie immer top geschrieben, ehrlich, offen und unverblümt. Danke dafür…werde es wohl einfach mal ausprobieren… probieren geht über studieren, googeln usw.
    Dachte nur, dass im Silikon auch Weichmacher drin sind und die sind im Körper ja auch mehr als schädlich.

  • Toll geschrieben 👍🏻👍🏻👍🏻 . Meine Tasse(n😉) begleitet/n mich mit 1 Jahr Unterbrechung 💙👶🏼👍🏻 Nun auch schon seid fast 5 Jahren. Ich hab damals meine Meluna im Internet bestellt auf gut Glück und es hat ab dem 2 Zyklus dann perfekt mit ihr geklappt . Einfach eine tolle Erfindung 👍🏻👍🏻👍🏻.

  • Ein toller Bericht, ich hab mich da zu 100% wieder erkannt. Den Artikel über die Pille von dir hab ich auch gelesen, ich finde es toll dass immer mehr Frauen umdenken und keine Lust mehr auf diese Hormonsteuerung haben. Ich fühle mich seit ich aufgehört habe, endlich als richtige Frau.
    Dass ich dann auch noch die MeLuna im Netz gefunden hab, war einfach super. Ich hab mich am Anfang auch wieder wie 15 gefühlt, hab fast nen Krampf im Arm bekommen 😀 Es hat mehrere Anläufe gebraucht, zwecks Größe und Festigkeiten, aber jetzt passt alles. Und eklig ist es überhaupt nicht – im Gegenteil, endlich kein störender Geruch mehr.
    Mal schauen was als nächstes kommt, nach Pille und Tasse 😉

    • Word! Ohne Witz 🙂
      Ich kam mir am ersten Tag auch vor wie 12 und hab Abends sogar Panik gehabt, dass ich das Ding nicht raus bekomme. Aber jetzt fluppt datt! Man muss sich nur überwinden und darf nicht sofort aufgeben. Dann wird man belohnt.
      Und ich bin auch schon gespannt, was nach Pille und Tasse noch so folgt. Brauch neuen Input.
      Liebäugel ja mit „Zero Waste“ hahaha

  • Danke für die offenen Worte, ich benutze die Lunette… Anfangs war ich mir auch nicht sicher und so viel Geld ausgeben, um dann enttäuscht zu sein?! Aber eine Menstruationstasse ist ihr Geld wert. Ich habe sie ausprobiert und möchte nicht mehr zu Tampons und Binden wechseln. Ich denke mal, dass fast jede Frau, die wechselt, begeistert sein wird. Mein Rat: Einfach mal ausprobieren… was hat man schon zu verlieren… für mich hat es zumindest viele Vorteile und nichts Negatives, es ist nicht eklig oder unangenehm etc.

  • Genialer Artikel, wie immer! Du gehst so ehrlich und cool an solche Themen ran, hehe. Ich glaub JEDE Frau hat sich genau das gleiche gedacht wie du. Fällt raus, riesen Sauerei, unhygienisch etc… Ich wusste zwar schon vorher eigentlich, dass das alles nicht zutrifft, aber wenn es noch irgendeinen Zweifel gab, dann hast du ihn jetzt aus der Bahn geräumt 😉
    Liebe Grüße,
    Ela

  • Hallihallo, vielen Dank für diesen Bericht und das „Lanze brechen“. Es gibt eine tolle Facebook Gruppe dazu, wo sich nach bestimmten individuellen Werten jeder kostenfrei beraten lassen kann. Bestimmte körperliche Voraussetzungen, z.b. eine Geburt erfordern bestimmte Tassen. Damit am Ende kein Frust entsteht, wenn die Tasse doch nicht dicht ist. Herzliche Grüße Anja

    • Huhu… Ich nochmal… Wenn man meint schlaumeiern zu müssen. 😂 … Jetzt habe ich erst gesehen, wie du das mit den menstassen nochmal ausführlich erläutert hast… Super… Und sorry 🙄

  • Liebe Sandra,

    bin stöbern bin ich auf Deinen Bericht gestossen. Nach meiner Geburt habe ich bisher noch nicht meine Mens bekommen (ein Glück). Allerdings überlege ich seid der Schwangerschaft wie ich es in Zukunft mit der Hygiene mache. Bisher habe ich auch Tampons genommen wie du. Bei den Menstruationstassen habe ich auch schon überlegt, ob das für mich eine Alternative wäre, wenn meine Mens irgendwann wieder einsetzt. So ganz abgeneigt bin ich nicht. Aber wie du schon schriebst, die passende Größe zu finden ist etwas kniffelig. Werd mich mal noch mehr mit diesem Thema auseinandersetzen. Danke für Deine realen Einblicke 🙂

    Lg Bea

  • Ich bin auch zufällig in der Drogerie darauf gestoßen und habe mich erst einmal online schlau gemacht, ob das etwas für mich wäre und habe mir nach vielen Erfahrungsberichten eine „Yuuki“ in L zugelegt und bin sehr zufrieden. Sie ploppt sehr schnell auf und es hat anfangs etwas Geschick erfordert, aber mittlerweile merke ich gleich, ob sie auch richtig sitzt. Bereue auch die vielen Jahre mit Binden und Tampons und fühle mich viel befreiter und kann sie jeder Frau nur empfehlen. Man muss sich zuerst schon mit dem Thema auseinander setzen und probieren, ob das etwas für einen ist, aber ich möchte sie nicht mehr missen. Gerade im Sommerurlaub war es dieses Jahr beim Baden sehr angenehm, nicht auf heraushängende Bändchen achten zu müssen oder gleich eine Toilette aufsuchen zu müssen, denn das gibt es nicht an jedem Strand. Vielen Dank für den aufschlussreichen Bericht!
    LG Bine

  • Großartig geschrieben! Schon verrückt wie sich das alles so entwickelt, in meinem Umfeld habe ich kaum noch Mädels, die mit Pille verhüten und auch zunehmend Gedanken über Monatshygiene machen. Danke für einen weiteren Artikel und Beitrag zur Aufklärung. Ich hab die Tassen mittlerweile schon im dm gesehen. Und sicher auch bald umsteigen. Tamponvorräte stelle ich wahrscheinlich einfach auf Arbeit hin.
    Viele Grüße 🐞

  • Schöner Artikel!
    Wir sind schwer begeistert von der kleinen Tasse seit wir sie einmal ausprobiert haben und die Anfangsschwierigkeiten überwunden haben 😉
    Lg, Ann

  • Gestern kam sie an, die Lunette.

    Voller Motivation bin ich dann heute morgen (Zyklustag 1) damit unter die Dusche gestiefelt. Die Vorfreude auf ein Leben ohne Binden und dem ekligen Blutgeschmiere da unten war groß.
    Also: ab dafür!

    Mit der Punch-down-Faltung war ich auch auf einem sehr guten Weg….ging ganz easy rein da unten….also so von der Dehnung her und so alles supi…allerdings konnte ich den Cup dann nicht loslassen! Es ging nicht. Ich konnte mich nicht überwinden!
    Also den Cup wieder rausgezogen, abgewaschen und noch mal von vorn.

    Diesen Vorgang hab ich dann ne halbe Stunde lang x-mal wiederholt….und dann irgendwann aufgegeben. Ich musste echt selbst über mich lachen. Ich schaff es immer nur, ihn reinzuschieben….und kurz bevor er ganz verschwindet zieh ich ihn wieder raus! Aber ich will den Cup doch uuuunbedingt ausprobieren. Aber die Angst, ihn nicht mehr rauszukriegen ist einfach zu groß. Mir kommen meine Finger viel zu kurz dafür vor. Und das Vakuum macht mir Angst!

    Wie schaffe ich es, den Cup loszulassen und was macht man, wenn das Ding WIRKLICH nicht mehr raus kommt??

    Verzweifelte Grüße

    Biggi

    • Liebe Biggi,

      ich verstehe Dich so gut! Ehrlich. Ich hab mich bei meinem „ersten Mal“ gefühlt wie bei der ersten Periode. Panische Angst davor, das Teil nicht mehr raus zu bekommen.
      Vorweg: es entsteht kein echtes Vakuum. Diesen Gedanken musst Du auf jeden Fall aus deinem Kopf bekommen. Es ist ein „leichter Unterdruck“ aber durch die Löcher an den Seiten kann nichts wirklich stecken bleiben und sich unendlich festsaugen. Insbesondere wenn die Tasse dann später voll ist, löst sich dieser Unterdruck meist schon von ganz alleine.

      Das Wichtigste ist also echt: entspannen! Auch wenn die Tasse mal nicht raus geht (ich z.B. muss eigentlich immer die Tasse raus pressen weil mein Beckenboden so stark ist, dass die Tasse festgehalten wird und oft hoch rutscht), bekommst Du sie mit Geduld raus. Das dauert maximal 2 Minuten (wenn Du eben nicht in Panik gerätst). Tatsächlich sprechen einige von der „Tassengeburt“ weil man sie eben, wie bei einer Geburt raus presst und sie erst dann zu greifen bekommt. Während dem Tragen rutscht sie wirklich weiter hoch, wandert also ein bisschen in deinem Körper. Das ist normal und voll ok 🙂

      Du bekommst die Tasse also wirklich WIRKLICH raus und wenn nicht, dann trotzdem 🙂

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