Aus dem Leben

Von der Klowand zum Internetstar – Blogparade

Ach, das ist mal wieder eine Blogparade ganz nach meinem Geschmack.

Die Spaziergängerin (die ich bis vor wenigen Minuten noch gar nicht kannte und auf Grund Ihres Textes nun doch mal genauer unter die Lupe nehmen werde 😉 ), hat auf Ihrem Blog zu einer tollen Parade aufgerufen:

Von der Klowand zum Internetstar!

Schreibt einen Text darüber, wie Ihr die Sache mit den Blogs seht. Warum und wofür lohnt es sich zu bloggen? Was ist so großartig daran? Was nervt? Was versprecht Ihr Euch davon? Was gefällt Euch an anderen Blogs? Wie haben Blogs oder das Bloggen Euer Leben verändert?

Das, liebe Spaziergängerin, mache ich liebend gerne!
Bevor ich Euch meine Meinung dazu präsentiere, möchte ich Euch das Lesen des oben verlinkten Artikels empfehlen, in dem Jeanette über Ihre persönliche Meinung zum Thema Blogs & Bloggen schreibt und erklärt, was der Spruch „Von der Klowand zum Internetstar“ eigentlich soll.

                                                                                                                                                                  

Meine Meinung:

Auch wenn kaum jemand von Euch meinen alten Blog kennt, so wisst Ihr doch, dass ich mittlerweile seit rund 12 Jahren blogge. Bis vor fast exakt einem Jahr war ich eine recht typische „Alltags-Bloggerin“ und mein Blog diente mir persönlich vor allem zum Luft ablassen, Kreativität ausleben und einfach „drauf los schreiben“.  Ich muss ehrlich gestehen, dass mir dieses „einfach mal schreiben und mitteilen“ hier als „Checkerin“ etwas fehlt.

Oft sitze ich hier und denke „Komm, schreib doch einfach über die Vollhonks in der Erwachsenenbildung, über deine Sorgen, über deinen Morgenschiss“.
So sehr mir das, was ich hier mittlerweile mache auch Spaß macht – mir fehlt manchmal Etwas.
Das liegt wohl vor allem daran, dass es mittlerweile Millionen Produkttestblogger gibt und ich weder Lust habe mit den „Nur -Haben-Wollern“ über einen Kamm geschert zu werden, noch auf das reine Testen reduziert zu werden weil ich einfach mehr kann und auch mehr bin als eine schnöde Testerin, die grad nichts Besseres zu tun hat.

Nun ist es aber gleichzeitig auch so, dass ich mit voranschreitendem Alter der Meinung bin, dass gewisse Dinge privat sind und im Netz nichts zu suchen haben. Aus diesem Grund habe ich mich vor einem Jahr dann eben auch dazu entschlossen, meinen alten Blog zu löschen.

Klingt etwas gegensätzlich, ist es eigentlich aber gar nicht.
Denn wie Ihr wisst, sind viele meiner Berichte anders. Böse Zungen behaupten: „Vor allem lang!“;-)
Zwischen den Zeilen liest man mal etwas privatere Dinge von mir, in einigen Präsentationen kann ich meine Kreativität ausleben und Blogparaden wie heute bringen dann ab und zu etwas Abwechslung.
Künftig werde ich, um das „mir fehlt etwas“ – Gefühl befriedigen zu können, vielleicht auch noch ein wenig was ändern.

Wofür lohnt sich das bloggen?

Für mich lohnt sich das Bloggen schon alleine des Spaßes und der Erholung wegen. Ich persönlich habe irrsinnigen Spaß und das Bloggen ist für mich die pure Entspannung. Kaum woanders kann ich so wunderbar abschalten.

Weiträumiger gesehen lohnt sich das Bloggen und das lesen von Blogs aus meiner Sicht für die gesamte Menschheit.
Auf den zahlreichen Blogs kann man sich informieren (über Krankheiten, Produkte, Weltgeschehnisse, Ansichten usw.), sich inspirieren lassen von Bastelideen, Outfits, Wohnungseinrichtungen, Gedichten, Texten uvm. .
Man kann Erfahrungen austauschen, Meinungen lesen und kundtun, sich amüsieren, ärgern, mitfühlen oder freuen und sogar nette Menschen kennen lernen.

Oft wird gesagt, dass Blogger oberflächlich sind, kein Leben und keine Freunde haben aber ich hab da völlig andere Erfahrungen gemacht. Viele Blogger sind sehr tiefgründig, vielseitig, kreativ und alles andere als „einsame Opfer“.

Was nervt?

Natürlich gibt es da auch die andere Seite.
Die Seite die mich nervt und wohl vor allem in der „Produktblogger-Welt“ sehr ausgeprägt ist.
Überall werden Ideen, Fotos und Texte geklaut.
Die eigenen Kooperationspartner werden systematisch von anderen abgegrast und angeschrieben.
Viele Produkttester-Blogs sind unverkennbar so angelegt, dass es lediglich darum geht einen Blog zum schreiben zu haben, damit man kostenlose Produkte erhält.
Keine Individualität, keine Kreativität – nix!
Man sieht es auf den ersten Blick:
Ein völlig laienhaftes, nichtssagendes Layout und Mini-Artikel in denen die Meinung (meist voller Rechtschreibfehler) in zwei Sätzen ala „Riecht gut, tut gut, ist gut“ kundgetan wird.

Mich persönlich nerven generell die, in meinen Augen, schlechten Blogs.
Nicht jeder Blogger muss ein HTML-Crack sein (bin ich auch nicht!) aber wenigstens lesbar und anschaubar sollte es sein.
Ich krieg die Krise bei Blogs die mit Bling-Bling Animationen, kleinen Hündchen die auf die Seite aufpassen (WTF!?), Schmetterlingen, Blümchen, fallenden Schneeflocken und Co. zugemüllt sind oder mit heftigen Rechtschreib- und Grammatikfehlern in jedem Satz übersäht sind (außer es geht um Rechtschreibschwächen o.ä.).
Auf solchen Blogs findet man allerdings in 99,99% ohnehin nichts, das für einen selbst besonders lesenswert wäre und so klickt man dann eben einfach wieder weg.

Was ändert das Bloggen an meinem Leben?

Für mich ist das alles mehr als nur irgendein Hobby. Ich kann mich hier ausleben, kreativ sein und vor allem anderen Menschen ein Stück meiner Meinung mit auf dem Weg geben und ihnen vielleicht bei Ihrer Entscheidungsfindung helfen. Das alleine ist für mich schon eine echte Bereicherung.

Durch das Bloggen habe ich viele nette Menschen kennen gelernt, meinen Horizont erweitert, neue Kraft geschöpft, neue Ideen gesammelt, Projekte gestartet und umgesetzt, neues Wissen erlangt und Wertschätzung erlebt.

Für mich ist das Bloggen genau das Richtige, um mein Entertainer-Herz, mein Mitteilungsbedürfnis, meinen Schreibdrang, meine kreative Ader und mein Helfersyndrom unter einen Hut zu kriegen.

Und Ihr so?

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

5 Kommentare

  • Danke für eure Meinung! Mich nervt es am meisten wenn man alles gibt und sich total die Mühen macht und trotzdem kaum mehr Besucher kommen. Da kann man so aktiv sein wie man will, wenn es nicht vorwärts geht nervt es am meisten ! 🙁

    LG Anja

    • Huhu Anja,

      das kann ich in gewisser Hinsicht nachvollziehen allerdings bin ich persönllich der Meinung, dass ich lieber ein paar wenige Besucher habe, die sich dann aber dafür besonders für das interessiere was ich tue, anstatt eine große Masse an Besuchern, die einfach nur vorbei schauen und wieder abhauen.

  • Danke, Du bringst es super auf den Punkt. In meinem Kopf schwirrt schon lange ein Beitrag über Produkttester rum (ich bin ja selber eine 😉 ) – über diese vielen, langweiligen, alles super duper Testblogger, aber noch habe ich es nicht abgetippselt. Und ich weiß auch nicht, ob ich es jemals tun werde. Aber an manchen Tage juckt es mir schon ziemlich in den Fingern 🙂
    Grüßle
    Stephanie

  • Puh da hab ich ja nochmal Glück gehabt das mein Block keine der „Nervkriterien“ erfüllt hehe
    Danke ffür deine immerzu erfrischenden Beiträge 🙂
    Lg Sabrina

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