Coffee Shop Qualität mit der Dolce Gusto® OBLO™ ?

NESCAFÉ® Dolce Gusto® KRUPS OBLO™

Die NESCAFÉ® Dolce Gusto® Oblo™ ist eines der eher günstigen Modelle auf dem Markt. Der Einstieg in die Dolce Gusto® Welt soll mit Ihr besonders einfach sein. Im Vergleich zu anderen Kaffeemaschinen ist die Krups Oblo™ etwas breiter, dafür aber auch im gesamten schmaler, so dass sie problemlos, bei nicht Gebrauch, in einer Ecke verschwinden kann. Neben normalem Kaffee, können mit der Krups Oblo™, ebenso wie mit allen anderen Dolce Gusto® Maschinen, auch Milchkaffee Klassiker, wie Cappuccino oder Latte Macchiato, aber auch Kakaos oder Tees aufgebrüht werden. Zur Auswahl stehen insgesamt über 30 unterschiedliche Kapsel-Kreationen.

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Meine Erfahrungen

„Ein Knopfdruck auf unsere NESCAFÉ® Dolce Gusto® Oblo™ genügt, schon halten Sie eine Tasse Ihres Lieblingskaffees in der Hand.“

So wird die Oblo auf der Homepage von Dolce Gusto unter anderem beworben. Liest man weiter, so wird von einfachem Coffee-Shop Genuss für zu Hause gesprochen. Für uns war die Dolce Gusto Oblo leider ein Fehlkauf. Wir konnten keine Freunde werden und ich habe sie nach nur zwei Tagen in Benutzung für 10€ weiter verkauft. Warum wir einfach nicht zusammen passen, erzähle ich Euch im Folgenden.

Das Dosieren der Getränke

Die Zubereitung und Dosierung der Getränke ist, aus meiner Sicht, relativ umständlich. Bisher war mein Ablauf: Wassertank auffüllen, Pad rein, Knopf drücken, fertig.
Mit der Oblo sieht das Ganze deutlich komplizierter aus. Für jede Kapsel gibt es unterschiedliche Angaben zur richtigen Wassermenge. Mal sind es 180ml, bei einer anderen Sorte 200ml und wer z.B. einen Milchkaffee oder Kakao wählt, der muss gleich für zwei Kapseln unterschiedliche Mengen dosieren. Das Prinzip war mir bereits bekannt, allerdings war mir nicht bewusst, dass das Dosieren mich vor eine große Herausforderung stellen würde.

Auf den Kapseln gibt es kleine Abbildungen, die anzeigen sollen, wann das Glas die jeweilige Menge an Produkt erreicht hat. Wer nun aber ein solches Glas nicht nutzt, weiß nicht genau, wann 180ml in der Tasse sind. Mit dem Schieberegler dosiert man also „auf gut Glück.“. Nach nun rund einem Monat und etlichen Versuchen kann ich sagen: locker 70% unserer Kaffees wurden falsch dosiert. Ständig ist zu viel oder zu wenig Wasser drin und deshalb hat uns das Endergebnis sehr oft nicht geschmeckt, auch wenn es immer köstlich aussah. Nun kann man mir natürlich vorwerfen, dass ich dafür einfach zu dämlich bin. Da aber auch alle anderen beim Kaffee machen dasselbe Problem ereilte, weise ich diesen Vorwurf vehement zurück 😉

Der Wassertank

Ein weiterer Minus-Punkt auf meiner Liste ist der Wassertank. Zum einen ist er deutlich kleiner, als ich es gewohnt bin, so dass der Inhalt für ca. zwei bis maximal drei Kaffee reicht. Und zum anderen ist das Einsetzen und Herausnehmen des Tanks irgendwie frickelig.

Die Kapseln

Zu guter Letzt wären da noch die Kapseln. Aus meiner Sicht verursachen die Kapseln unnötigen Müll. Sie sind in einem Umkarton verpackt und bestehen selbst aus kleinen Plastikbechern. Diese Becherchen wandern nach der Zubereitung in den Müll. Natürlich ist auch das Prinzip mit den Kapseln bekannt aber ich bin weiterhin der Meinung, dass man hier noch nachbessern könnte und sollte. Auch die Handhabung der Kapseln ist, nach der Zubereitung, recht umständlich.

Dadurch, dass das Wasser nicht sofort aus den Kapseln gepresst wird, sind sie bis oben hin gefüllt. Das macht einfach immer unnötigen Aufwand und zeitweise sogar Dreck, wenn das restliche Wasser raus schwappt. Ebenfalls nicht zu verachten ist, dass die Kapseln recht kostspielig sind, vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Kaffee oder der Pad-Maschinen Konkurrenz. Ich habe früher pro Tasse Kaffee ca. 0,08 € bezahlt. Bei Dolce Gusto zahlt man rund 0,63 € pro Kaffee (8 Kapseln kosten ca. 4,99€).

Mein Fazit

Trotz der positiven Aspekte, im Bezug auf die platzsparende Größe und das schöne Design der Maschine, sowie grundsätzlich leckerer Getränke, ist die Anschaffung der Oblo für mich eine Fehlentscheidung gewesen. Ich glaube aber, dass mich auch ein anderes Modell nicht glücklicher gemacht hätte weil ich wohl mit dem Prinzip der Dolce Gusto Maschinen nicht so viel anfangen kann. Rein optisch ist die Maschine wirklich toll (das war auch der Grund des Kaufs – Verpackungsopfer und so 😉 ). Ansonsten kann ich sie für große Haushalte, echte Kaffeegenießer und umweltbewusste Menschen absolut nicht empfehlen. Wir kaufen uns bei Zeiten einen richtigen Vollautomaten.

Für verwöhnte Single-Haushalte oder Leute, die sich einfach nur mal zwischendurch eine andere Kaffeeart gönnen wollen, könnte die Oblo aber dennoch die richtige Wahl sein.

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

4 Kommentare

  • Ich muss sagen, dass ich seit Jahren absoluter Dolce Gusto Fan bin – auch wenn der Kaffeepreis natürlich recht hoch und der entstehende Müll umweltfeindlich ist :-/
    Für meinen Kaffeekonsum (max. 1-2 Latte am Tag) ist es jedoch genau das richtige. Nun haben wir – mittlerweile 3 (haben ja auch 3 Etagen hahaha) – Automatikmaschinen daheim. Da hast Du dann immer gleichbleibend dosierten Kaffee.
    Bei der Arbeit habe ich eine manuelle Piccolo, mit der ich allerdings ganz gut zurecht komme und mit Augenmaß auch da leckeren Latte zaubern kann.

    Das eigentliche Feature (im Vergleich zu anderen Kapselmaschinen, z.B. Tassimo) finde ich jedoch, dass die Dolce Gusto auch ohne Kapsel als Wasserbereiter funktioniert. So ist sie bei uns ständig im Einsatz für Tee, Brühe oder den löslichen Kaffee meines Freundes.

    Ja schade, dass sie Dich nicht überzeugen konnte.

    LG Häsin

  • Hey, ich bin da ganz auf deiner Seite. Ich habe eine Padmaschine mit verschiedenen Funktionen- wenig Müll, keine Sauerei…, aber wenn ich mal ganz viel Geld übrig habe gibts einen Vollautomaten. Also eher nie :P.
    Hab einen schönen Sonntag!

  • Hi,
    danke für den Test. Ich lebe quasi von Kaffee und bin immer auf der Suche nach neuen Kaffeemaschinen. Da teilen wir wohl eine Eigenschaft.

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