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Geocaching nur was für Ökos?

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Regiondo.de

Als ich vor 5 Jahren das erste Mal vom „Geocaching“ hörte und die Bilder sah, war ich der festen Überzeugung: das kann doch nur für Freaks sein. Solche die mit Jack Wolfskin Klamotten und Kompass durch den Wald stapfen, Tierstimmen imitieren und irgendwie seltsam riechen. Hätte mir damals jemand erzählt, dass Geocaching für Menschen wie mich perfekt ist, wäre ich in schallendes Gelächter ausgebrochen.

Nachdem meine Eltern Anfang 2011 ständig von ihren Caching-Touren und den Erfolgen schwärmten, fing ich an neugierig zu werden. Als ich dann hörte, dass es sogar Schätze zu finden gab und ich den ersten Geocoin in der Hand hielt, war es um mich geschehen. Vielleicht kann ich den ein oder anderen von Euch ja auch für die etwas andere Schnitzeljagd begeistern 😉

Was ist Geocaching?

Vereinfacht ausgedrückt ist Geocaching eine moderne Schnitzeljagd. Am meisten Spaß macht das Ganze mit mehreren Personen. Auf Portalen wie z.B. Geocaching.com werden geographische Koordinaten veröffentlicht, die z.B. als einzelne Versteck (meist an besonderes sehenswerten Orten) oder als ganze Tour angelegt werden. Mit Hilfe eines GPS-Empfängers (z.B. Smartphone oder GPS-Gerät) trägt man die Koordinaten ein und begiebt sich auf die Suche nach dem Versteck ( „Geocache“ oder kurz „Cache“ genannt). Bei den Touren gilt es meist Rätselaufgaben zu lösen, mit deren Hilfe man sich die Zielkoordinaten erarbeiten kann.

Der „Schatz“ befindet sich meist in wasserdichten Behältern. Enthalten ist, neben einem Logbuch in das man das Datum und seinen (Nick-)Namen einträgt (als „Beweis“ dafür, dass man die Suche erfolgreich absolviert hat), meist auch eine Auswahl kleinerer Tauschgegenstände und „Trackables“.

Wichtig ist, während der Suche möglichst unentdeckt zu bleiben und sämtliche Verstecke wieder so zu verlassen und zu tarnen, dass sie von „Unwissenden“ (auch „Muggels“) nicht gefunden werden können.

Was sind Trackables?

Trackables sind beliebige Gegenstände, die von Cachern mit einer individuellen Kennnummer ausgestattet werden und danach von Cache zu Cache wandern. Auf entsprechenden Geocaching-Seiten können die gefundenen Trackables dann geloggt werden und anschließend auf der nächsten Cache-Tour wieder an einem neuen Ort platziert werden. Trackables finde ich besonders spannend, weil sie oft durch viele Länder und unterschiedliche Orte reisen. Ich selbst habe eine „Travel Bee“ auf den Weg geschickt. Sie hat es immerhin durch halb Deutschland geschafft (hier könnt ihr Euch ansehen wo sie war https://www.geocaching.com/track/details.aspx?tracker=4KHMME), bis sie von irgendjemandem eingesteckt und behalten wurde. Ein weiterer Trackables befindet sich an unserer Heckscheibe im Auto. Auch hier können „Eingeweihte“ den Code notieren und anschließend online festhalten, wo sie das Auto gesehen haben 😉 Ich find so was total spannend.

Was ist das Besondere am Geocachen?

Neue Orte entdecken & Natur genießen
Mit dem Geocachen kommt man, sofern man das möchte, viel rum und hat die Möglichkeit neue Orte zu entdecken. Schöne Landschaften, alte Bunker oder so genannte „Lost Places“ machen das Cachen zu einem echten Erlebnis. Sogar in der eigenen Stadt entdeckt man Plätze, die man vorher nicht kannte. Zusätzlich ist man natürlich die ganze Zeit an der frischen Luft. Man erlebt die Natur, aber auch generell das typische „Spazieren gehen“ von einer ganz anderen Seite.

Wissen sammeln & Action erleben
Viele Geocaching-Runden verbinden die Suche mit einer kleinen Tour, bei der man z.B. Rätsel lösen, Puzzlen, Rechnen, Googlen, Lesen oder Wissen aus der Schulzeit abrufen muss. An vielen Orten erfährt man durch die unterschiedlichen Aufgaben viel über die Geschichte, man lernt Neues dazu und frischt Altes wieder auf. Alleine das macht schon viel Spaß aber besonders Actionreich wird es, wenn die Caches dementsprechend kreativ aufgemacht sind. Neben besonders coolen Verstecken (z.B. kleine Filmdosen im Wasser, große Kisten direkt im Boden, kleine Zettel in Tannenzapfen o.ä.) gibt es auch richtige „Spiel-Caches“ bei denen man in Gruppen gegeineinander antritt und sich gegenseitig „jagt“. Ganz besonders toll finden wir Nachtcaches. Die sind aufregend, gruselig und auch für Kinder echt toll.

Gemeinsam sein
Spaß macht das Geocachen auch, weil man es mit so vielen Personen gemeinsam machen kann. Am Sonntag, statt im Bett zu liegen, einfach mal gemeinsam los zu ziehen macht so viel Spaß. Wir haben oft gemeinsam mit der gesamten Familie gecacht. Gerade die Nachtcaches, für die wir uns warmes Essen, Tee und Glühwein eingepackt haben und dann mit den Taschenlampen los gezogen sind, machen einfach besonders viel Spaß und stärken den Zusammenhalt.

Ich will loslegen, weiß aber nicht wie!

Wenn Du ein Smartphone hast und Internetempfang, dann kann es theoretisch los gehen. Am liebsten nutze ich die Seite Geocaching.com. Nachdem du einen kostenlosen Account erstellt hast, kannst Du unter „Spielen“ Geocaches direkt in deiner Nähe suchen und los legen. Empfehlenswert sind für den Anfang (oder um neue Leute kennen zu lernen) auch geführte Geocaching-Touren. Anbieter wie z.B. Regiondo bieten online geführte Geocaching-Erlebnis Touren* an, bei denen man alle Grundlagen erlernt und direkt auch ein Erfolgserlebnis hat. Denn Geocaches zu finden, ist nicht immer so einfach wie man glaubt. Hier einen „Profi“ an der Seite zu haben, kann für den Anfang wirklich hilfreich sein. Wir selbst sind anfänglich völlig planlos durch die Wälder geirrt, weil man gar nicht so recht wusste, wonach man eigentlich sucht und wie man bei der Suche am  besten vorgeht. Erfahrene Geocacher können hier wertvolle Tipps & Kniffe vermitteln.

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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