Mind & Soul

Wie Weihnachten sich verändert

Ob es uns passt oder nicht, in weniger als einem Monat steht Weihnachten vor der Tür. Früher wäre ich jetzt schon in einer aufgeregt-besinnlichen Stimmung gewesen. Ich hätte um mich herum weihnachtliche Deko gehabt und schon Wochen vorher das erste Mal „Last Christmas“ gehört. Es ist erstaunlich, wie sich Weihnachten in den letzten Jahre für mich verändert hat.

Das erste Weihnachten gab es für mich am 24. Dezember 1985. Da war ich gerade 6 Wochen alt. An er „Entwicklung“ von Weihnachten (für mich) möchte ich Euch jedenfalls teilhaben lassen. Meine Erinnerungen (die Daten hab ich übrigens zum Teil frei erfunden und nur so „gefühlt“ dem Jahr zugeordnet :-D) in 3…2…1…

08. November 1990
Mama, Papa und ich sitzen an meinem 5. Geburtstag gemeinsam am Fenster und singen Schnee Flöckchen Weißröckchen. Sie sagen, wenn ich nur oft genug singe, dann schneit es auch wirklich. Ich singe den ganzen Tag. Und dann fängt es plötzlich an zu schneien. Richtig dicke große Flocken fallen am Fenster herab. Ich freue mich wie eine  Schneekönigin.

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10. Dezember 1990
Heute hatten wir das Krippenspiel vom Kindergarten in der Kirche. Ich hab Joseph gespielt und habe Wochenlang mit meinen Eltern meine Texte auswendig gelernt. „Wer klopft denn da, wer klopft denn da, wer klopft an unsre Tür?“ oder „So tretet ein, doch seid nur leise, das Kind schläft schon, die Mutter auch – ist müde von der Reise.“ Erst habe ich mich etwas geschämt, vor so vielen Leuten und dann auch noch als Joseph. Dann auf einmal war ich voll glücklich. Mama und Papa haben mich so oft in den Arm genommen und gedrückt und geküsst. Glaub sie haben sich gefreut oder so was.

06. Dezember 1992
Der Nikolaus hat heute Abend kleine Schokokugeln durch das Fenster geworfen. Irgendwie ist mir das etwas unheimlich. Wie macht er das nur? Und warum gehen die Fenster dabei eigentlich nicht kaputt? Selbst Papa hat sich erschrocken. Mama meinte „Jetzt glaubt er wieder an den Nikolaus.“. Versteh nicht, was sie damit meint.

18. Dezember 1992
Mama und ich hören schon den ganzen Tag Weihnachtsmusik und tanzen zu Last Christmas. Mit Mama zu tanzen ist das Größte! Plätzchen gebacken haben wir auch schon. Heute schreibe ich noch einen Brief an das Christkind. Den leg ich auf die Fensterbank. Mama und Papa sagen, dass das Christkind ihn so am besten finden kann. Es soll wohl in der Nacht auf der Durchreise sein. Ich überlege, ob ich am Fenster auf seine Ankunft warten soll.

24. Dezember 1992

Ich kann es kaum glauben! Vor wenigen Tagen habe ich meinen Brief an das Christkind geschrieben und jetzt, nachdem Papa, mein Bruder und ich vom Spaziergang nach Hause kommen, hängt tatsächlich ein echter Brief vom Christkind an der Tür. So richtig echt! Die Schrift ist ganz krickelig und eine Strähnne Engelshaar hat sich im Tesafilm verheddert. Mama sagt, dass das Christkind ganz klein ist und dass man im Himmel ganz anders schreibt als hier auf der Erde. Ich bin ja so aufgeregt. Ob das Christkind und der Weihnachtsmann schon hier waren? Wann können wir denn endlich hoch gehen?

Hör ich da das Glöckchen vom Weihnachtsmann? War das der Weihnachtsmann Papa? Ich soll in den Himmel schauen, ob ich noch den Schweif vom Schlitten sehen kann. Psssst. Ganz leise. Man ist das aufregend!

Im ganzen Tannenbaum hängt Engelshaar vom Christkind. Der Baum leuchtet so schön. Alles ist geschmückt und auf dem Boden stehen soooo viele Geschenke. Sind die alle für mich? Und wo ist das Christkind hin? Mama sagt, dass das Christkind und der Weihnachtsmann viel zu tun hatten mit dem Baum und all den Geschenken und das sie schnell weg mussten. Ich hätt sie so gerne gesehen. Heute Abend werd ich die ganze Zeit am Fenster sitzen und auf sie warten.
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19. Dezember 1993

Wir waren heute alle zusammen einen Baum schlagen. Wie jedes Jahr zum 4. Advent. Das ist immer sooo schön. Und in eine Baum hingen sogar wieder Engelshaare! Hab zwischen den Bäumen mit meinem Bruder das Christkind gesucht aber wir konnten es leider wieder nicht finden.

24. Dezember 1995
Ach. Die Fenster sind glitzrig-weihnachtlich geschmückt, es duftet nach Zimt und Orangen und ich bin immer noch genauso aufgeregt. Opa sagt, dass das größte Geschenk mir gehört. Ein riiiiiesen großer Karton. Ich soll aber erst ein Gedicht aufsagen. Was soll da bitte drin sein? 

Im Karton ist noch ein kleinerer Karton. Und noch einer. Und noch einer. Die Kartons werden immer kleiner. Opa hat mich wie immer verkackeiert. Langsam find ich das echt doof. ACH DU GRÜNE NEUNE!!!! Es ist die rosa Flick Flack Uhr mit den Steinchen drauf, die ich mir so sehr gewünscht habe.

06. Dezember 1995
Eigentlich glaube ich ja nicht mehr an den Nikolaus aber ich bin mir 100% sicher, dass ich ihn gerade doch gesehen habe. Der Schlitten ist über die Dächer gehuscht. Ich hab den Schweif gesehen und die kleinen Glocken bimmeln hören.

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12.Dezember 1997
Heute beim malen hab ich meinem kleinen Bruder erst mal gesteckt, dass es diesen dämlichen Weihnachtsmann, den er da malt, überhaupt nicht gibt. Was glaubst Du denn, wer das da ist den du malst? Und bist Du wirklich so doof zu glauben, dass es den wirklich gibt? Ich kann dir sagen: da liegste falsch. Wie kann man nur so naiv sein! Er glaubt mir nicht, dass ich die Wahrheit sage. Wird er schon noch selbst merken. Mama und Papa haben mich dafür ziemlich ausgeschmipft. Von wegen, man soll niemals lügen!

24.Dezember 2000
Ich freu mich immer noch wie ein kleines Kind auf Weihnachten aber irgendwie nervt diese ewige Rumfahrerei. Zu den einen Großeltern, zu den anderen, zu Tante und Onkel blablabla. Mama is auch total genervt davon. Und so langsam geht die Besinnlichkeit auch flöten. Wir haben zwar immer noch den schönsten Baum und die schönsten geschmückten Fenster (die Nachbarn machen ständig Mamas Designs nach 😀 ) aber der Zauber geht durch den Stress etwas verloren. Wir wollen nächstes Jahr aber endlich mal alleine feiern. Ohne Stress und Rumgurkerei. Die einen Großeltern finden das voll ok, die anderen sind beleidigt. War ja klar.

14.Dezember 2005
Mama und ich haben Weihnachtslikör selbst gemacht. Und den trinken wir heute. Während wir den Weihnachtsbaum schmücken. Wir hören uralte Musik. Schwelgen in Erinnerungen und tanzen um den Tisch. Ein riesen Spaß und sooo schön.

24.Dezember 2005
Bisher haben wir die letzten Jahre tatsächlich nur mit Mama und Papa Heilig Abend verbracht. Das ist mir auch Recht so. Wobei wir immer noch genauso viel rum fahren wie früher. Weihnachtszeit bedeutet eben auch Stress! So langsam versteh ich das.

Heute waren wir in der Kirche. Wenn der Pastor da steht, seine Hände hebt und sagt „Ich segne Sie alle im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“ dann frag ich mich, ob er noch alle Tassen im Schrank hat. Kirche ist heute echt nix mehr für mich. Mir fehlt die Besinnlichkeit, die Liebe, das Weihnachtliche und Persönliche in diesen Gottesdiensten. Sich da vorne hinzustellen und davon zu sprechen, dass man als Sohn Gottes dazu berufen wurde, Menschen zu segnen is mir echt too much.

24.Dezember 2007
Weil ich Fotos von diesem Weihnachtsfest habe, kann ich mich gut daran erinnern.
Mit Wein, leckerem Essen und schöner Musik haben wir es uns zu viert gemütlich gemacht. Mama, Papa, mein Bruder und ich. Kein Stress. Keine Sorgen. Einfach nur die Familie und ein schöner Abend. Dieses Gefühl vermisse ich unendlich. Eine Freundin kommt noch vorbei und schenkt mir eine selbst gebastelte „Himbärin“.

16. Dezember 2012
Das erste Mal seit vielen Jahren gehen wir wieder alle gemeinsam einen Baum schlagen. So richtig! Mit Glühwein und heißem Kakao, den üblichen Witzen „Welchen Baum sollen wir nehmen?“ – „Den Grünen da hinten“ und sich dann aus Spaß den hässlichsten Baum aller Bäume aussuchen. Danach gibt es Weihnachtsmusik zu Hause. Fast so, als würde man schon jetzt ahnen, dass es das letzte Mal sein könnte. Rückblickend betrachtet echt seltsam.

24. Dezember 2012
Auch Weihnachten feiern wir zum ersten Mal seit langem mal wieder so richtig gemeinsam. Oma und Opa haben wir eingeladen. Einfach weil uns danach war. Wohnungen sind geschmückt, Plätzchen gebacken und Schnee gab es auch schon.

Es ist so schön, alte Zeiten aufleben zu lassen. Wie wir alle erwachsen geworden sind und trotzdem vor dem Baum stehen, um unsere Gedichte aufzusagen, damit wir die Geschenke bekommen 😀 Wie wir gemeinsam einen Trinken, schöne Musik hören und in der Vergangenheit schwelgen. Das gefällt mir total. Wir feiern Weihnachten fast so, als hätten wir gewusst, dass es das letzte gemeinsame Fest sein werden würde.

15. Dezember 2013
Mein Freund und ich schlagen ganz alleine einen Baum. Ich erinner mich an diesen Tag so genau. Es war traurig und seltsam. Ich hab krampfhaft versucht, die selben Witze zu machen, die „Tradition“ aufrecht zu erhalten und doch war es nicht dasselbe. Stundenlang haben wir keinen Baum finden können und dann sag ich in den Wald hinein „Opa ey, ernsthaft. Das kannste nicht mit uns machen. Ich hab da keine Lust mehr drauf. Geb uns mal ein Zeichen, in welche Richtung wir sollen.“. Als wir uns umdrehen um die Schonung zu verlassen, liegt mitten auf dem Weg der perfekte Tannenbaum.

24. Dezember 2013
Ein anderes Weihnachtsfest. Die letzten Monate mit Opas verdammtem Krebs hängen uns noch in den Knochen. Er fehlt. Oma weint. Wir versuchen das Beste draus zu machen aber die Stimmung bleibt betrübt.

19. Dezember 2014
Papa ist tot. Sein Grab ist weihnachtlich geschmückt aber in diesem Jahr hat niemand von uns mehr Lust auf Weihnachten. Eigentlich wollten wir es komplett ausfallen lassen. Aber dann besinnen wir uns darauf, dass Papa niemals gewollt hätte, dass wir Weihnachten ausfallen lassen. Spontan treffen wir uns mit Mama und schmücken den Weihnachtsbaum. Erst ist es seltsam-traurig, aber dann haben wir doch noch Spaß und können lachen. Weihnachten ist ab jetzt trotzdem anders. Das wissen und spüren wir. Alle.

24. Dezember 2014
Man sollte meinen, dass dieser heilige Abend der beschissenste meines ganzes Lebens war. Auf eine ganz seltsame Art und Weise war es aber einer der schönsten. Alles war wunderschön geschmückt. Wir haben leckeres Essen gemacht, jeder hat etwas mitgebracht.

2014 haben wir versucht, alles anders zu machen und doch genauso wie früher. Wir standen wie jedes Jahr vor dem Tannenbaum und haben unsere Gedichte aufgesagt. Es läuft weihnachtliche Musik. Der Tannenbaum leuchtet.

Es ist anders. Es ist traurig. Es ist ruhig. Opa und Papa fehlen. Aber wir haben uns. Wir halten uns. Wir trinken Wein. Viel Wein. Eigentlich sogar viel zu viel Wein. Wir reden. Erinnern. Weinen. Lachen. Liegen uns in den Armen. Es ist seltsam schön!

Dieses Jahr
Ich vermisse den Zauber von früher. Ich vermisse die Leichtigkeit. Und natürlich vermisse ich Opa und Papa. Wunden heilen aber langsam und fehlen wird von nun an immer etwas.

Weihnachten hat sich über all die Jahre verändert. Das ist okay so. Es geht schon alleine durch das Erwachsen werden vieles verloren. Wenn kleine Kinder im Haus sind, ist es einfach anders. Die bringen den besonderen Zauber ins Haus. Weil sie noch an etwas glauben. Weil sie aufgeregt sind und meist frei von großen Sorgen.

Natürlich genießen auch wir unser Weihnachtsfest und wir freuen uns darauf. In diesem Jahr haben wir beschlossen, uns nicht zu beschenken. Statt dessen wollen wir Heiligabend gemeinsam sein und uns auf das Wesentliche konzentrieren. Darauf, dass wir uns haben. Wir wollen schön essen, vorher (wenn es das Wetter zu lässt) gemeinsam geocachen gehen, Spiele spielen und ein bisschen was trinken.

Im Grunde muss man sich nur von dem Gedanken eines besonderen Tages lösen. Weihnachten ist Weihnachten. Ein 24. Tag, wie an allen anderen 11 Monaten im Jahr auch. Nur gemütlicher. Und familiärer. Vielleicht auch etwas besinnlicher. Wenn wir uns auf das Wesentliche besinnen und versuchen, wenigstens ein Mal im Jahr dem Stress den Rücken zu kehren.

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

7 Kommentare

  • Kleine Tränchen kullern. Es ist sehr schön geschrieben,wenn auch stellenweise sehr traurig und ergreifend!

    Mein Gefühl zu all dem ist ein anderes. Als Kind hatte ich äußerst selten Weihnachten wie andere Kinder es hatten.
    Ich wurde in mein Zimmer geschickt wenn meine Geschwister Geschenke bekamen. Ich hab nichts bekommen. Falls es doch mal etwas gab wurde es mir spätestens zwei tage später wieder weg genommen und meinen Geschwistern geschenkt. Das erste richtige Weihnachten habe ich 1999? Erlebt. Ich War zwei tage vorher zu Pflegeeltern gekommen und es war alles anders. Ich hatte dennoch angst das meine Geschenke nicht lange bei mir bleiben und traute mich kaum etwas davon anzufassen.
    Die schönsten feste habe ich allerdings im Heim erlebt. Es War alles lockerer, cooler. Wie ne große Party eigentlich. Und was will man mit 16Jahren mehr?

    Na ja, als Erwachsene Frau von fast 30hasse ich es. Es macht mich sentimental, traurig und überfordert mich. Aber seit 6jahren muss ich zumindest klein feiern, der Kinder wegen. Es gibt Geschenke, süßes ohne ende und Kekse und Kuchen und viele tolle Filme.
    Ich nehme mir den Stress raus und mach es ziemlich entspannt.
    Hätte ich keine Kinder würd ich wohl nicht feiern bzw mich sinnlos betrinken 😂

    Ich wünsche dir und deinen liebsten trotz allem eine ruhige Adventszeit und später Schöne Festtage!

    • Hach Jasmin, danke für deine persönliche Geschichte. Ich find das immer ganz fürchterlich. Dass es (natürlich auch heute) Kinder gibt, für die Weihnachten der Hölle gleicht, ist so unvorstellbar traurig. Dass Du damit heute noch ein Problem hast, kann ich absolut nachvollziehen.
      Trotzdem finde ich es toll, dass Du es deinen Kindern zu Liebe trotzdem so schön wie möglich feierst. Gerade mit einer solchen Vergangenheit versucht man dann ja irgendwie alles, um es besser oder zumindest ganz anders zu machen als die eigenen Eltern es früher gemacht haben.

      Betrinken kannst Du Dich dann ja trotzdem heimlich tief in der Nacht hahaha 😉
      Ich wünsche Euch ebenfalls eine ruhig Adventszeit und tolle Weihnachten <3

  • @jasmin, das tut mir richtig weh zu lesen 🙁
    super jedoch, dass du wegen der kinder trotzdem feierst und ich hoffe, dass du das fest irgendwann einmal geniessen kannst.

    liebe sandra, danke für die bewegenden worte. ich muss gestehen, dass ich große angst davor habe, eines meiner elternteile zu verlieren. die erinnungen an weihnachten sitzen tief in mir, auch die, mit meinen großeltern, die ich alle nicht mehr um mich habe.
    ich wünsche dir einen schönen 1. advent!

  • Ach Sanny <3 Eigentlich war mir zu Beginn klar, was am Ende kommt…dennoch habe ich gespannt bis zum Ende gelesen. Das ist so schön und traurig, aber auch wieder hoffnungsvoll.

    Ganz liebe Grüße!

  • Mir fällt so vieles zu unseren vergangenen Weihnachsfesten ein, wie schön es war und wie wir es genossen haben. Das zusammen sein, zu lachen zu reden, einfach rumzuhängen, das gemeinsame Essen. Doch ich glaube, das vergangene Jahr war das intensivste. Wie ihr spontan vorbei kamt um mit mir den Weihnachtsbaum zu schmücken. Heilig Abend vor dem wir alle Angst hatten und der dann doch so schön war, wundervolle Gespräche, geweint, gelacht, voller Dankbarkeit uns zu haben und auf das was wir hatten zurückblicken zu können und wir alle wussten, es ist anders, es wird immer anders bleiben, doch wir schaffen das.

  • Hallo, ich kann mich noch erinnern, vor 17 Jahren war es, es kommt mir gar nicht so lange vor, und ich kann mich noch gut erinnern, ich war 14, da war das Weihnachtsfest für mich wie immer ganz toll, bis dann sich meine Eltern getrennt haben, war dann kurz nach Weihnachten. Danach war für mich Weihnachten nichts mehr besonderes, ich bin mehr meine eigene Wege gegangen und nicht mit meiner Mutter zu meinem Onkel gefahren, wo wir immer 5 Stunden fahren mussten. Das passierte aber nicht absichtlich, sondern wegen Freunden und irgendwann wegen meinem Freund, der jetzt mein Mann ist. Das letzte Weihnachten 2014 feierten wir mit meiner Mutter, die 500 km entfernt von uns wohnt. Erst war sie bei meiner Oma 2 Tage, die 370 km entfernt wohnt und dann bei uns. Vor zwei Jahren 2013 Weihnachten feierten wir Weihnachten bei meiner Oma, wir haben sie überrascht und sie wusste nichts von ihrem Glück. Mein opa ist in dem Jahr 2013 gestorben. Mein anderer Opa ist Ende 2014 gestorben und meine Oma dann jetzt im April 2015, zwei Wochen nach ihrem Umzug, bei dem wir auch geholfen haben, damit es für oma nicht zu stressig wird. Wie die Zeit doch vergeht, in meinen Gedanken ist es immer noch „gestern“.

    Deine Geschichte fand ich sehr sentimental und traurig und auch ich wusste schon, was bei dir schlimmes im letzten Jahr passiert ist.

    lg nancy

  • Weihnachten hat sich bei uns auch sehr verändert. Seit meine Mutter vor 5 Jahren an Krebs verstorben ist, ist eigentlich nichts mehr so, wie es einmal war. Weihnachten hat an Bedeutung verloren. Es fehlt ein wichtiger Mensch in unserer Runde und es ist irgendwie eher traurig. Gruß Katharina

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