HOOVER Synthesis ST71 ST10 Staubsauger – der Zyklon mit Schwächen

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Hoover. Meine Meinung basiert ausschließlich auf persönlichen Erfahrungen und war nicht Teil der Zusammenarbeit.

Liebe Männer, Ihr müsst jetzt stark sein. Für den Fall, dass Ihr diesen Artikel vor Euren Frauen in die Hände bekommt, dann sorgt vielleicht dafür, dass sie ihn niemals lesen können. Das was ich jetzt erzähle, wird bei Euch zu Hause nämlich vermutlich für Zündstoff sorgen 😉

Bei uns im Haushalt erledigt Marius den meisten Kram. Er wäscht die Wäsche, er saugt, er räumt auf, er legt die Wäsche wieder zusammen, er fegt, räumt die Spülmaschine ein und aus. Freiwillig. Ich will damit nicht angeben – diese Information ist einfach nur wichtig, um zu verstehen, weshalb dieser Artikel heute vielleicht etwas holpriger wird als sonst.

Ich habe mit Staubsaugern nämlich wenig am Hut und den Hoover Synthesis alias „Zyklon“ hat Marius unter seine Fittiche genommen. Und das ziemlich emotionslos 😀 Bei Männer gibt es ja meist nur „Passt“ oder „Passt nicht“. So in etwa waren auch die Informationen gestrickt, die ich zu seinem Test des Synthesis erhalten habe und daraus etwas zu machen das lesenswert und interessant ist, ist nicht ganz so einfach.

Wie dem auch sei. Messen lassen musste sich der nagelneue Hoover Synthesis mit einem ca. 10 Jahre alten Dyson. Wir dachten, dass das ein fairer Gegner sein sollte, der sicher leicht zu schlagen sein würde. Wer sich mit wem, wann und wie gut geschlagen hat, erfahrt Ihr jetzt.

Hoover Synthesis ST71 ST10

Kurzinfo Hoover Synthesistechnische Details
Der Hoover Synthesis ist ein Multizyklon-Bodenstaubsauger ohne Staubbeutel, der sich dank seines Aktionsradius von zehn Metern besonders gut für große Räume eignet. Mit seinem antibakteriellen SilberIonen Staubbehälter und dem eingebauten, waschbaren HEPA-Filter wird eine größtmögliche Hygiene ermöglicht.  Besonders ist außerdem die von Hoover patentierte Airvolution-Multizyklontechnologie die dafür sorgt, dass die Saugkraft des Gerätes, auch bei vollem Staubbehälter, nicht nachlässt. Die UVP des Gerätes liegt bei 379€, über Amazon* ist er momentan aber bereits für knapp 279€ erhältlich.
Energieeffizienzklasse (EU) A
Durchschn. Stromverbrauch in kWh/a 28
Teppichreinigungsklasse C
Hartbodenreinigungsklasse A
Staubemissionsklasse A
Schallleistungspegel in dB 75
Maximale Leistung in W 700
Weitere Produktdetails
Generelle Merkmale
Geräte-Typ Bodenstaubsauger
Bauform Schlitten
Staubbehälter beutellos
Beutellose Technik Zyklon-Filter
Maximales Staubbehälter-Volumen in l 10
Aktionsradius in m 10
Kabellänge in m 7
Multifunktionaler Sauger nein
Verbrauchsangaben
Stromversorgung Netz
Ausstattung
Zyklon-Technologie ja
(H)EPA- / ULPA-Filter ja
Automatische Kabelaufwicklung ja

Lieferumfang

Umfangreicher Zubehör lässt keine Wünsche offen
Wenn der Hoover Synthesis in einer Sache massiv punkten kann, dann definitiv bei dem enormen Lieferumfang. Geliefert wird er mit insgesamt drei unterschiedlichen Bodendüsen (Hartbodendüse, Teppichdüse, Universaldüse), einer Fugendüse, einer Polsterdüse und einer Leistendüse. Einen so umfangreichen Zubehör muss man bei der Konkurrenz zumeist teuer nachkaufen. Großer Pluspunkt!

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Design & Verarbeitung

Futuristisches Design trifft auf klapprige Verarbeitung
Futuristisch ist der Zyklon. Fast, als würde er gleich abheben oder als könnte man ihn sich als Ghostbuster-Geister-Sauger auf den Rücken schnallen. Hübsch! Ein absolutes Leichtgewicht. Hier punktet er in jedem Fall, auch wenn man ein wirklich innovatives Design eher vermisst.

Die Verarbeitung ist spürbar einfach gehalten. Gerade im Vergleich zum Dyson merkt man an jeder Stelle Qualitätsunterschiede. Überall wackelt, klackert, klappert und „wuuuuscht“ es. Ob das ganze nun wirklich qualitativ schlechter ist, können wir als Laien nicht beurteilen aber selbst mir sind die Verarbeitungsunterschiede beim reinen „anfassen“ sofort aufgefallen.

Praxistest

Nach unserem Urlaub war hier einiges zu tun. Unsere Katzen haben es sich in den neun Tagen überall bequem gemacht und alles, wirklich alles voll gehaart. Aber auch unsere Kaninchen haben die freie Zeit auf „ihrem Balkon“ genutzt, um ihre Einrichtung wild zu verteilen. So gab es gleich zum Einstieg viel zu tun für den Synthesis. Neben endlos vielen Haaren eben auch Katzen- und Kaninchenstreu.

Super Saugkraft, schönes Gewicht und Leichtgängigkeit überzeugen
Beim ersten Saugen fällt im direkten Vergleich sofort auf, dass der Hoover Synthesis deutlich mehr Saugkraft hat. Auf unserem PVC Boden pappt er überall fest. Insbesondere, wenn man den falschen Aufsatz nimmt. Selbst Staub und Krümel die etwas weiter von der Bodendüse entfernt sind, werden gierig aufgesaugt. Das gefällt uns ziemlich gut!

Weiter bemerkt man auch das geringere Gewicht und die Leichtgängigkeit des Synthesis gleich beim ersten Anlauf. Er lässt sich ohne große Anstrengung tragen und ziehen und ist zudem, nicht zuletzt dank des geringen Gewichts, verhältnismäßig wendig. Positiv fällt auch die griffige Umhüllung der Handstange auf. Das Saugrohr und das Kabel sind zudem länger, als es bei unserem alten Dyson der Fall ist.

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Zusammengepresster Staub macht deutliche Probleme und sorgt für Chaos
Die Innovation des Synthesis ist das, was ihn für uns so interessant hätte machen können. Der aufgesaugte Schmutz soll zu einer Art „Pad“ zusammengepresst werden, wodurch das Fassungsvolumen des Behälters ungefähr den „Schmutzverbrauch“ eines ganzen Jahres fassen soll (bezogen auf einen zwei Personen Haushalt“. Von dieser Innovation sind wir im Alltag allerdings enttäuscht worden.

Natürlich fällt bei uns durch die Tiere mehr Dreck an. Dass der Zyklon aber bereits nach einem Saugdurchgang wild piept, weil der Staubbehälter voll ist, haben wir nicht erwartet. Denn das schafft unser Dyson auch und zwar ganz locker und ohne eine spezielle Technologie, die den Dreck zusammen presst. Hier würden wir allerdings „Gnade vor Recht“ ergehen lassen, weil wir wie gesagt, wirklich viel Schmutz haben. Die angegebenen 28 kwh Verbrauch, gerechnet auf eine Nutzung von 4 Stunden in 365 Kalenderjahren, haben uns allerdings dennoch in schallendes Gelächter versetzt. Selbst ohne Tierhaare saugen wir deutlich häufiger als 4 Stunden pro Jahr.

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Was soll’s. Ist der Staubfangbehälter dann voll, hält man ihn über den Mülleimer und entleert ihn per Knopfdruck. Klingt super einfach und problemlos, ist es in der Praxis aber leider nicht. Der Behälter ploppt so schnell und mit voller Wucht (weil zusammengepresster Dreck) auf, dass man, insbesondere wenn man den Behälter nicht akkurat über den Mülleimer hält, den gesamten Raum versaut. Der Staub „springt“ aus dem Behälter und wirbelt durch das gesamte Zimmer. Es ging so schnell, dass ich nicht mal ein richtiges Foto davon machen konnte. Das hat uns wirklich absolut genervt, weil man den Sauger sofort wieder einschalten konnte. Alleine deshalb kommt man mit den 4 Stunden pro Jahr vermutlich schon nicht hin 😉

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Unhandliche und unbeständige Steckverbindungen
Weitere Schwächen zeigen sich im Alltag bei der Handhabung des Hoover Synthesis. Das gesamte Rohr wird zusammen gesteckt. Sowohl oben an der Handdüse, als auch unten an der Bodenbürste. Aus unserer Sicht sehr unpraktisch, da bei unserem Test beide Düsen mehrmals die „Steckverbindungen“ verloren haben und abgefallen sind. Auch das Teleskoprohr sorgt für weitere Einbußen beim Handling.

Die Verstellmöglichkeit befindet sich nämlich am unteren Ende des Teleskoprohrs und zum Verlängern der Stange muss man mit beiden Händen von unten hoch ziehen. Das geht nur mit enormen Gegendruck und ist außerordentlich umständlich. Gerade für kleine Personen wie mich, die die Höhe der Stange ständig verstellen müssen.

Qualitative Unterschiede sind im Vergleich deutlich spürbar
Weniger überzeugend fanden wir auch die verschiedenen Aufsätze. Hier merkt man wirklich die qualitativen Unterschiede zu unserem 10 Jahre alten Dyson. Sämtliche Düsen und Bürsten zeigen im Alltag große Schwächen, die zumindest unseren Ansprüchen nicht gerecht werden konnten. Für unsere PVC Böden und Fliesen war nicht die perfekte Bürste dabei, da die Saugkraft enorm hoch ist und man sich ewig irgendwo „festsaugt“. Die Saugkraft kann einzig durch eine mini „Saugregulierung“ am Handstück verändert werden, was bei unseren Tests allerdings keinerlei Auswirkungen gezeigt hat.

Auch die Polsterdüse, die Handdüse und die Fugendüse konnten uns nicht überzeugen. Bei der Handdüse sind die Borsten so weich, dass sie keinerlei Effekt auf z.B. Haare haben. Die Polsterdüse hat eine unangenehm Form, die für eine schlechtere Gleitfähigkeit sorgt. Auch hier saugt sich die Düse ewig im Stoff fest und lässt sich so kaum richtig handhaben. Beim Absaugen der Fugen und Leisten mit der entsprechenden Düse gab es ebenfalls, auf Grund der nicht ganz ausgereiften Form der Düse, immer wieder Probleme.

Fazit

Für einen zwei Personen Haushalt ohne Tiere und Kinder, wo wirklich nur Staub anfällt, dürfte der Hoover Synthesis ST71 ST20 ein zuverlässiger Begleiter sein. Wer an einen Staubsauger allerdings größere Ansprüche, als das reine Staubfressen stellt, der wird mit dem Hoover Synthesis vermutlich nicht glücklich werden.

Im Gesamten zeigt er im Alltag zu viele unhandliche Schwächen, die ihn für uns als Alltags-Gerät absolut untauglich werden lassen. Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt unserer Meinung nach nicht. Insbesondere, wenn der 10 Jahre alte Dyson, der eigentlich technisch ja auf einem „schlechteren Stand“ sein sollte, bessere Ergebnisse liefern kann.

Auch bei Produkt-tests.com  und Testbiene.de kann der Hoover Synthesis nicht wirklich überzeugen. Dafür hat er aber im etm Testmagazin mit „sehr gut“ abgeschnitten. Es kommt also sicherlich immer auf die individuellen Ansprüche und Bedürfnisse an.

drei von fünf Check-Lights

drei von fünf Check-Lights

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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