Aus dem Leben

Immer wieder Sonntags 104

Letzte Woche wurde der absolute „Immer wieder Sonntags“ Rekord geknackt. Knapp 4000 von Euch haben den Artikel gelesen. Den gesamten Sonntag über wurde der Blog regelrecht gestürmt, weil scheinbar halb Instagram wissen wollte, was die freakige Sandra sich wieder ausgedacht hat. Ein Großteil der Kritiker hat dann bemerkt, dass ich vielleicht gar nicht so freakig, anstrengend, aufmerksamkeitsgeil und abgehoben bin, wie manch einer glaubt, sondern dass ich im Kern vielleicht sogar Recht habe.

Die ein oder andere fühlt sich zwischendurch dazu berufen, Ihr Halbwissen und Unverständnis mir gegenüber kund zu tun, aber die Meisten haben verstanden worum es mir geht und eben auch, dass es hauptsächlich um meine Ansichten geht. Die in der Praxis aber sicher mehr Menschen betreffen, als dem ein oder anderen lieb ist.

Diese Woche habe ich mich thematisch auf dem Blog vor allem mit meiner Überverantwortlichkeit beschäftigt. Das Thema selbst ist aber schon seit ein paar Monaten bei mir präsent und mit eines meiner größten Probleme. Letzten Endes spielt da eben auch das „sich selbst nicht (genug) ernst nehmen“ „sich selbst nicht (genug) wertschätzen“ usw. mit. Alles hängt miteinander zusammen und dieser so perfekt „funktionierende“ Reißverschluss ist echt schwer zu zerstören.

Am Donnerstag war ich, wie eigentlich jede Woche, bei Lexa auf dem Begegnungshof und es gab eine wirklich tolle Situation, aus der ich viel gelernt habe. Ich bin jede Woche da, um die Pferde bzw. insbesondere das Pferd „Shadow“ ein wenig zu bespaßen, Lexa etwas unter die Arme zu greifen aber natürlich auch, um mir selbst etwas Gutes zu tun. Ich liebe die (Aus)Zeit auf dem Hof und Shadow und ich ergänzen uns perfekt. Er lernt viel von mir, ich viel von ihm.

Donnerstag war nun eine weitere Helferin da, die Lexa beim Füttern hilft, mit den Pferden selbst aber noch nicht so richtig vertraut ist. Sie freute sich total zu hören, dass ich mit den Pferden raus gehe. Ich hatte gleich das Gefühl, sie fragen „zu müssen“, ob sie mit mir gehen will. Habe mich dann aber, den an diesem Tag erst veröffentlichten Artikel im Hinterkopf habend, dagegen entschieden und war richtig stolz auf mich.

Gleichzeitig spürte ich aber auch den Zwiespalt, denn sie wollte wirklich super gerne mit und war ganz euphorisch. Kurze Zeit später fragte sie mich dann, ob sie mit darf. Ich habe gesagt „Ja, aber klar. Natürlich gerne!“. Und sie sagte: „Wirklich? Nicht dass ich Dich störe?“ und ich sagte „Neiiin. Nein, wirklich!“. Ein Teil von mir meinte das auch absolut ernst, der andere Teil in mir hat es aber gleich bereut. Es war so schönes Wetter, ich hatte mich schon seit dem Wochenende auf Donnerstag gefreut und mir überlegt, was ich mit Shadow so tun kann und wie ich die Zeit mit ihm genießen kann.

Wir sind dann zusammen los. Es war toll. Weil ich ein bisschen „Frau Achtsamkeit“ sein konnte. Weil ich ihr die Angst vor Shadow nehmen konnte. Weil ich ihr so viel gegeben habe und sie wirklich überglücklich und unfassbar dankbar war. Es tut gut, etwas Gutes zu tun und das war es wert. ABER die Tatsache, dass ich dennoch nicht so richtig zu mir gestanden habe, mich wieder verantwortlich gefühlt habe und trotz des Wissens, mich damit nun ein Stück weit zu „verraten“, Ja gesagt habe, die nagt an mir.

Beim nächsten Mal wird es also meine Hauptaufgabe sein, „Nein“ zu sagen und zu merken, dass „Nein“ auch in solchen Situationen voll ok ist. Und, dass sie mir deshalb nicht böse sein wird. Mit dem „Nein“ habe ich wohl vor allem ein Problem, weil mir selbst „Nein“ voll weh tut (weil ich es zu persönlich nehme). Teufelskreis. So viel Arbeit, die noch vor mir liegt. Mannoman :-)

In dieser Woche habe ich auch eines meiner Projekte beinah zu 100% fertig gestellt und ein zweites so weit angestoßen, dass wir damit weiter machen können. Es ist schön, so produktiv zu sein. Auch auf der Arbeit, wo das Handy komplett weg ist, gelingen mir viel mehr Dinge wirklich gut bzw. bin ich vor allem deutlich konzentriert. Ich habe auch gemerkt, dass ich deutlich wütender bin, wenn ich dann doch länger als fünf Minuten am Smartphone hänge. Dumme Kommentare o.ä. bringen mich jedes Mal so zur Weißglut. Also Handy lieber auch zu Hause weitestgehend weg packen.

Die leere Timeline gefällt mir auf jeden Fall richtig, richtig gut. Ich muss aber erst wieder lernen, meine Zeit außerhalb von PC und Handy zu nutzen. Das hab ich unter anderem gemacht, in dem ich zwei eigene Malas gemacht habe und mir viel Zeit zum Kochen genommen habe, zwischendurch merke ich aber, wie beim Zigaretten-Entzug damals, wie es mich sauer macht, nicht im Internet rumzusurfen. Total bekloppt, weil mich die Nutzung ja deutlich mehr stresst. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass das in wenigen Tagen bis Wochen vorbei ist.

Die Malas müssen übrigens leider noch mal gefädelt werden. Zum einen, weil das genutzte Band total doof ist und wieder aufgeht bzw. ausfranst, zum anderen habe ich aber bei der einen Mala leider eine Perle zu viel drauf gefädelt.

Ich hätte an dieser Stelle noch ein bisschen was zu erzählen, aber leider liege ich seit heute flach und habe den Rest gestern und vorgestern vorgeschrieben. Deshalb hört’s hier so abrupt auf. Scheiß dämliche Bakterien/Viren haben mich dann jetzt doch erwischt. Das Video kommt jetzt etwas zusammenhangslos, ihr sollt es Euch aber schon mal anschauen, ich komm darauf an anderer Stelle dann nochmal zu sprechen :-)

|Gehört| Deva Premal* und weiterhin das Album „Darshan*“ von Ajeet Kaur
|Gesehen| wundertollstes Wetter UND Schnee dazu
|Getan| gearbeitet, gelesen, fertig gestellt, gelernt
|Gegessen| siehe Essensplan KW 6
|Gedacht| auch das war absehbar, nimm’s nicht persönlich und zieh endlich deine Konsequenzen
|Gefreut| über die vorläufige Fertigstellung meines Projekts (und alle so: SAG DOCH ENDLICH! Und ich so: :-) )
|Gelesen|über den Rand der Welt* Immer noch Kaufempfehlung!
|Geärgert|über unfaire Scheiße
|Gekauft|OMG OMG OMG! Endlich, nachdem wir seit über fünf Jahren überlegen, hab ich spontan den Neato Botvac Connected* Staubsaugerroboter gekauft, außerdem vegane Fake-Ente* die Marius sich gewünscht hat und nen Squatty Potty* (wirklich die GANZ GROßE LIEBE #niemehrohne)
|Geliebt| das tolle Wetter, Fortschritte und Eingeständnisse
|Geklickt|nix
|Geschrieben| Was essen wir heute“ und über meine Überverantwortlichkeit
|Geplant| möglichst zacki gesund werden, eigentlich steht diese Woche nämlich ziemlich viel an (u.a. mit Anna Lyse kochen, Pferdis kuscheln usw.)

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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