Immer wieder Sonntags

Immer wieder Sonntags 186 – meine Woche im persönlichen Rückblick

|Gesehen| eine tolle Raupe zum Beispiel! Und die grandiose Facebook-Serie “Sorry for your loss”
|Gehört| meine Playlist*
|Getan| gearbeitet, gekocht, gegangen, geredet, gekauft, gefreut, gespielt, gelacht, gelernt, geschrieben
|Gegessen| siehe Was essen wir heute
|Gefreut| über wieder mal schöne Erkenntnisse & Erlebnisse und darüber, dass meine gekauften Sachen angekommen sind :-)) (die Barfußschuhe sind toll, meine Mala liiiebe ich und hach!)
|Gelesen|Starkes weiches Herz*” und ein weiteres Stück von “Drachenzeit*”
|Gekauft| eine neue Yoga Matte*
|Geliebt| meine Mala, meine neuen Barfußschuhe, in der Natur sein, lernen
|Geklickt| diese Genusstour Hohes Venn in Belgien
|Geschrieben| darüber Welche Mala zu mir passt, Fünf Fragen am Fünften und den neuen Essensplan


Der Sonntag ist schon fast vorbei, aber heute war so viel los, dass ich morgens gar nicht dazu gekommen bin, was zu schreiben. Da ich nur seeehr selten eigentlich nie einen Artikel vorschreibe oder mir Notizen mache, musste das heute also warten.

Bis 14:00 Uhr war ich bei Sibylle im Raum für Entfaltung zum Workshop “Die Kunst der angemessenen Zurückweisung”. Ein schöner und für mich in diesem Fall vor allem entspannender Workshop, bei dem ich mich unverhofft wohl in meiner Haut gefühlt habe und für mich einfach nur die Bestätigung holen konnte, dass alles gut ist, wie es ist. Auch mal schön ;-)


Am Freitag war ich mit meiner Mum in unserem Lieblingswald spazieren. Ich nenn ihn immer Zauberwald weil er was Magisches hat UND weil dort jemand offenbar Rituale in der Natur hält. Seit etlichen Jahren sind an verschiedenen Bäumen immer wieder Natur-Opfergaben, Steine mit Runen oder Worten beschrieben und auch hin und wieder andere Gegenstände zu finden. Außerdem gibt es eine riiiesengroße Steinspirale (siehe die vier unteren Fotos in der Collage)

Ich find das wahnsinnig spannend. Vermutlich werden dort u.a. Jahreskreisfeste mit schamanischen Ritualen gefeiert, ich würd einfach so gern mehr über die Menschen erfahren, möchte aber auch nicht in ihre Privatsphäre eindringen. Mal schauen, ob ich vielleicht irgendwann mal eine Nachricht hinterlasse :-)

Meine Mutter und ich haben jedenfalls, neben Steintürmen die meine Mutter dort immer mal wieder im Wald baut, ein kleines Natur-Mandala aus Fichtenzapfen, Farn, Ilex und Blättern gelegt. Im Regen. Das fand ich schön und genau richtig. Statt schnell durch den Regen zu rennen, um nach Hause zu kommen einfach mal inne zu halten. Sich die Zeit nehmen und den Moment genießen.

Außerdem ist mal wieder was Verrücktes passiert:
Ich habe vor ein paar Tagen vom “Einhorn der Buchenwälder” gelesen und war ganz begeistert. Zu Marius hab ich gesagt: “Das ist sooo verrückt, sowas gibt’s hier im Wald auch. Ich will unbedingt mal eins sehen, seh immer nur so langweilige Dinger.”. Und direkt am Waldeingang hing ein Rotschwanz aka Buchen-Streckfuß aka Calliteara Pudibunda am Baum (siehe Foto links oben). Wie schön können Raupen bitte sein? Ich find es so faszinierend und hab mich total gefreut, eine so schöne Entdeckung gemacht zu haben, wo ich das Tier erst vor ein paar Tagen kennen gelernt habe.

Zu guter Letzt haben wir noch todesmutig (naja, es gibt eigentlich keine echte Verwechslungsgefahr) Birkenporlinge gesammelt. Ein Vitalpilz, der u.a. bei Magenbeschwerden hilft (die Liste der positiven Eigenschaften ist seeehr lang, lohnt sich mal zu googlen) und auch “Ötzi-Pilz” genannt wird. Denn Ötzi hatte ordentlich Birkenporlinge in seiner Ledertasche, als er damals gefunden wurde. Man kann daraus z.B. einen Sud herstellen oder einen Tee zubereiten, den man bei Sodbrennen o.ä. trinkt. Hab ich noch am selben Abend gemacht und konnte mein Sodbrennen tatsächlich lindern.

Ich liebe es einfach so sehr, in der Natur auf Erkundungs- und Entdeckungsreise zu gehen.


Diese Woche stand außerdem mein wöchentliches Coaching mit Jennifer* an. Wir haben uns vor allem mit meinem “Oma & Opa Thema” beschäftigt und versucht einer für mich schlüssigen Antwort näher zu kommen. Letzten Endes “Klick” gemacht hat es bei mir, als Jennifer mir einen Auszug aus dem Buch “The Art of Happiness*” bzw. “Die Regeln des Glücks*” des Dalai Lama zeigte.

Besonders hilfreich fand ich diese Passagem, die mich letzten Endes in jeglicher Hinsicht zum Nachdenken angeregt haben (wer Englisch nicht so gut versteht, kann den Text z.B. in DeepL kopieren und übersetzen lassen):

“(…) But even if your enemy is made unhappy through your actions, what is there for you to be so joyful about? If you think about it carefully, how can there be anything more wretched than that? Carrying around the burden of such feelings of hostility and ill will. And do you really want to be that mean? If we take revenge upon one’s enemy, then it creates a kind of vicious cycle. If you retaliate, the other person is not going to accept that—he or she is going to retaliate against you, and then you will do the same, so it will go on. (…) In fact, the enemy is the necessary condition for practicing patience. Without an enemy’s action, there is no possibility for patience or tolerance to arise. Our friends do not ordinarily test us and provide the opportunity to cultivate patience; only our enemies do this. So, from this standpoint we can consider our enemy as a great teacher, and revere themfor giving us this precious opportunity to practice patience.”

The Art of Happiness, Dalai Lama

“Willst du wirklich so gemein sein?” In jeglicher Hinsicht lautet meine Antwort darauf eigentlich: Nein. Will ich nicht. Egal an wen ich denke, so gemein will ich nicht sein. Überhaupt will ich nicht gemein sein.

Ich hab, nachdem ich die Passagen gelesen habe, zum ersten Mal darüber nachgedacht, warum überhaupt manchmal Rachegefühle entstehen. Es ist immer ein Gefühl der Machtlosigkeit darüber, dass das Gegenüber mit etwas Ungerechtem durchgekommen ist, das mir geschadet hat. Ich habe das Gefühl, durch meine Rache bei mir etwas “gut machen zu können” – was natürlich totaler Quatsch ist. Letzten Endes fühle ich mich bei einer Schlägerei nicht besser, nur weil ich auch austeile.

Gleichzeitig bringt es mir keine Heilung, meine Oma zurück zu beleidigen oder sie zu ignorieren. Was aber Heilung bringt ist, wenn ich mich der Situation stelle, das Gespräch mit ihr suche, Mitgefühl etabliere. So besteht die Chance, dass die Familiengeschichte in meiner Generation zumindest ein Stück weit gelöst wird.

Ich habe durch diese Zeilen auch zum ersten Mal verstanden, dass ich durch Menschen, die mich heraus fordern (wie z.B. eben auch meine Oma) erst lerne, mit Herausforderungen umzugehen und so wachsen kann.

Zwar glaube ich, dass es ein endlos langer Weg ist, diese Gedanken so zu verinnerlichen, dass man in entsprechenden Situationen nicht wütend/traurig/verletzt/rachesüchtig reagiert, aber alleine das Prinzip zu verstehen, bringt etwas Milde rein. Mega spannend aber vor allem mal wieder eine sehr hilfreiche Coachingstunde mit Jennifer für mich.

Ich liebe ihre Arbeit und ihre Art, mir mit kleinen & größeren Anstößen neue Sichtweisen / Möglichkeiten an die Hand zu geben, mit denen ich Sachen für mich auflösen kann. Bisher hatte sie einfach für alles die richtigen Tools und hat mir dabei geholfen, Sachen anzugehen und zu verbessern, die in klassischen Therapien im Grunde keinerlei Verbesserung/Veränderung erfahren haben.

Deshalb nochmal der Hinweis: Jennifer arbeitet auf Deutsch (einige dachten es ginge nur auf Englisch) und bietet die Möglichkeit für ein kostenloses Schnuppercoaching an. Ihr könnt euch hier* informieren und hier bewerben.


Ansonsten war die Woche Unternehmungstechnisch relativ ruhig. Wir haben viel gearbeitet – gerade ist es 20:15 Uhr und ich bin immer noch dran, das beschreibt es ganz gut – sind aber auch zwischen durch ein bisschen spazieren gewesen. Unter anderem um die Herbringhauser Talsperre herum. War nicht so unser Fall. Glaub das Interessanteste dort ist die Talsperren Mauer. Der Weg selbst ist irgendwie die meiste Zeit sehr schmal, ein Teil führt direkt an der Straße entlang – nööö. Da gibt es Schöneres!


Thematisch aufgekommen ist auf Instagram noch das Thema Werbung bzw. Nicht-Werbung. Eine Followerin hat erst jetzt mitbekommen, dass ich das Buch “100 Tage Selbstfindung*” vor anderthalb Jahren veröffentlicht habe und bat mich darum, mehr Werbung zu machen.

Ich hab daraufhin in der Story ein bisschen darüber gesprochen, dass mir das Werben für eigene Produkte aus verschiedenen Gründen schwer fällt. Ich bewundere Blogger, die ne ganze Mailingliste haben, um KollegInnen um Shoutouts oder kostenlose Werbung für ihre Produkte /Kampagnen zu bitten und die für jedes neue Produkt ein fettes Crowdfunding starten oder Sponsoren suchen.

So bin ich aber nicht. Das ist aber einfach nicht mein Ding. Ich habe noch nie jemanden darum gebeten, für mich Werbung zu machen und meine Projekte/Produkte immer selbst finanziert. Außerdem bin ich keine typischen Verkäuferin. Ich möchte niemandem etwas aufschwatzen oder aufzwängen. Die Leute sollen sich für meine Sachen interessieren, weil es für sie super ist und passt.

Soweit funktioniert das auch, aber meine eigene Community, also IHR, kriegt so oft gar nix mit. Als ich heute davon erzählt habe, dass ich im letzten Jahr meine eigenen Textilmalstifte* auf den Markt gebracht habe, war das für 99% eine absolute Neuheit.

Viele haben sich gewünscht, dass ich mehr darauf aufmerksam mache, was ich alles anbiete und dem Wunsch werde ich nachkommen. Aktuell weiß ich noch nicht genau, wie ich es für mich stimmig umsetze, aber ich halte euch auf dem Laufenden. Bis dahin:

Mein Buch*, Meine Stifte*, meine Aquarelle, mein Schmuck*, mein zweiter Blog ;-)


Für diese Woche, vor allem aber für heute war es das. Ich bin echt hundemüde und muss schlafen. Morgen steht recht früh ein wichtiger Termin an, zu dem ich fit sein sollte. Ich wünsche euch einen schönen Rest-Sonntag!

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Über den Autor

Die Checkerin

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

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