Coffee Break & Stories

Immer wieder Sonntags (28)

In fünf Monaten und ein paar zerquetschten Tagen ist Weihnachten. Wie schnell verfliegt die Zeit bitte? Durch das seltsame Wetter habe ich noch weniger das Gefühl, dass wir gerade schon Juli haben. Man, man, man. Diese Woche war auf jeden Fall voller doofer Erkenntnisse und Begebenheiten, die eigentlich alle darauf basieren, dass unser Auto offenbar nicht über den TÜV kommt. Es sind zwar fast alles Kleinigkeiten, aber Kleinigkeiten die sich zu was großem entwickelt haben.

Der TÜV-Prüfer war ein kleiner Korinthen-Kacker. Das Auto fährt z.B. seit 16 Jahren mit LED-Scheinwerfern. 16 Jahre und 8 TÜV-Prüfer später ist das plötzlich ein Problem weil die Scheinwerfer nicht zugelassen sind. Und so zieht sich das durch den gesamten Wagen. Während uns vor zwei Jahren noch gesagt wurde, dass die Korrosionsschäden gar nicht so dramatisch sind und der Wagen für sein Alter echt toll aussieht, soll jetzt einfach mal der gesamte Unterboden durchrostet und kurz vorm Zerfall sein. Bisher wurde uns nur gesagt, dass es „eine große Baustelle“ ist und wir mit ca. 2000€ rechnen sollen. 2000€ finden wir aber für ein sparsames Auto, dass auch jetzt noch zuverlässig fährt, voll ok. Die Werksatt sagt aber: Neee! Viel zu viel Arbeit. 2000€ da rein stecken, neee! Wir machen das eigentlich lieber nicht.

Wir konnten jetzt zumindest dafür sorgen, dass uns die genauen Kosten mitgeteilt werden. Aktuell warten wir darauf noch. Wir sind fest davon überzeugt, dass es sich mehr lohnt, in dieses Auto 2000€ zu stecken, als 2000€ in einen anderen Gebrauchtwagen-Kauf. Haben schon auf den einschlägigen Portalen geschaut und für 2000€, selbst für bis zu 4000€ ist da im Grunde nichts wirklich Brauchbares dabei. Zumindest nichts, was besser wäre, als unser Mercedes. Aber wenn die Werkstatt den Wagen nicht reparieren will, haben wir sowieso keine Wahl mehr. Wir haben hier in den letzten Jahren so ziemlich alle Werkstätten ausprobiert und sind bei fast allen verarscht worden. Die Jetzige und eine andere, die unser Auto erst gar nicht anschauen wollte, aber uns früher zuverlässig „betreut“ hat, sind definitiv die Zuverlässigsten.

Einhergehend mit diesem großen Geldposten ist automatisch auch unser geplanter, erster, richtiger Urlaub. Das ganze Jahr über freuen wir uns schon darauf, dass wir endlich mal in die Sonne fliegen können. Wir haben uns drei Wochen Urlaub im September genommen und wollten nach Fuerte, Lanzarote oder Teneriffa. Wenn wir jetzt echt ein neues Auto brauchen oder die Reparatur entsprechend teuer wird, können wir das definitiv knicken. Auch weil ich ne saftige Steuernachzahlung vom Finanzamt bekam und in Folge dessen dieses und nächstes Jahr entsprechende Vorauszahlungen leisten muss -.-

Das nervt mich schon enorm. Viele sagen jetzt: ja egal, fliegt trotzdem! Aber so unvernünftig sind wir nicht 😀 Schließlich möchten wir in spätestens fünf Jahren ein Haus kaufen, unser Erspartes ist auch dafür gedacht. Aktuell sieht es also so aus, als würden wir eine Woche unseres Urlaubs wieder „zurück nehmen“ und einfach hier bleiben. Statt dessen dann evtl. ein Wochenende irgendwo in Deutschland verreisen oder so. Machse nix!

Viel mehr gab es in dieser Woche auch nicht. Tatsächlich hat sich alles ums Auto gedreht und darum, wie wir z.B. nächste Woche gleich zweimal nach Werne, auf den 90. Geburtstag von Marius Oma, kommen sollen. Es nervt alles echt gewaltig! Vor allem weil son Mist immer dann kommt, wenn man ihn gerade so gar nicht gebrauchen kann. Zwei Wochen später wäre toll gewesen. Dann wär ein „ohne Auto sein“ zwar immer noch scheiße, aber nicht mehr so problematisch wie jetzt. Aber da musse durch!

Aphorismus der Woche: 

Ein Gebrauchtwagen ist deutlich zu alt, wenn sich an der Wagendecke Höhlenmalereien befinden.

|Gesehen|im TV glaube ich gar nichts. auf Youtube aber „Zwei küssende Männer – so reagieren Passanten“ und mich gewundert, wie viele Menschen mit Homosexualität immer noch ein großes Problem haben
|Gehört| In Dictum – Wallis Bird 

|Getan| gearbeitet, gärgert, gegangen, geschlafen
|Gegessen|One Pot Quinoa, Süßkartoffeln Pommes mit Veggie-Burger
|Gedacht| warum zur Hölle werden Autos in Deutschland eigentlich so schnell „aussortiert“, dann aber nach Afrika exportiert, um da noch 25 Jahre zu fahren.
|Gefreut|
über die neue VitAir Turbo von Klarstein*, das überaus gelungene Gigaset SL450HX* und die neuen dm Lieblinge
|Gelesen| „Die vergessene Generation„* sehr, sehr, sehr empfehlenswert!
|Geärgert| über Werkstätten, die keinen Bock auf aufwendigere Reparaturen haben 🙁 und über meine BonPrix Bestellung, bei der einfach mal NICHTS gepasst hat
|Gewünscht| nen 6er im Lotto (again and again and again 😀 )
|Gekauft|einen Sport BH
|Geliebt| die Dipponnaise Paprika* von Münchner Kindl! So oberlecker zu Süßkartoffeln
|Geträumt| das Einzige, woran ich mich noch erinnern kann: ich stand vor dem Spiegel und habe mir meine gesamten Augenlider mit Bordeauxfarbenem Lidschatten zu gekleistert. Irgendwer hat mich gefragt was das soll und ich habe mit „Das gehört so“ geantwortet.

|Geklickt| „Woher kommen plötzlich all diese Influencer?“ Knaller gut!
|Geschrieben|Danke Mamma! und #cardetox

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! – Freak! – Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

1 Kommentar

  • Ach menno, das mit den Prioritäten setzen rund um Finanzen kann ich gut nachvollziehen. Da wir erst das Haus gekauft haben und noch so viele andere Ausgaben anstehen (z.B. Zaun), überlegen wir auch, nicht in den Urlaub zu fahren. Eigentlich ist mir das wegfahren total wichtig… hmm. Wenn nicht tauschen wir eben die Orte: Ihr kommt nach Berlin und wir nach Wuppertal im Urlaub höhö 😉 haben nämlich im September auch 3 Wochen angedacht.

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