Coffee Break & Stories

Immer wieder Sonntags (49)

Hallo neues Jahr! Hallo erstes „Immer wieder Sonntags“.

Wie dämlich sind im letzten Jahr eigentlich Weihnachten und Silvester gefallen? Alles stur auf das Wochenende. Weihnachten. Hallo Arbeit. Silvester. Hallo Arbeit. Fand ich irgendwie ganz gruselig.

Meine Woche war noch zur Hälfte halb krank, ab Mittwoch ging es mir dann aber endgültig wieder gut. Anderthalb Wochen mit Magen/Darm Probleme zu haben und dann ausgerechnet über die Völlerei-Weihnachtstage war fies. Ansonsten war diese Woche wieder relativ ruhig.

Montag waren wir noch zu Weihnachten in Werne bei Marius Familie. Das ist jedes Mal anstrengend aber auch schön. Marius Oma hat uns eine riesige Patchwork-Decke gestrickt. Ich hab ihre gestrickte Decke immer bewundert und beneidet, dass mir die Geduld und das Können für eine solche Decke fehlen und da hat sie uns in den letzten Monaten tatsächlich eine gestrickt. Da steckt soooo viel Arbeit drin. Für eine einzige Ecke benötigt sie drei Tage. Himmel! So selbstgemachte Geschenke liebe ich ja so sehr.

Den Rest der Woche habe ich mit Marius und zwei Kollegen auf der Arbeit verbracht. Mittwoch war ich außerdem bei einem Jahreswenderitual, auf das ich mich schon länger freute. Irgendwie hielt es letzten Endes aber nicht das für mich bereit, was ich mir vorgestellt habe. Dafür hat es mich aber zu neuen Ideen inspiriert und mir gezeigt, wo ich selbst noch an mir arbeiten kann. Ist ja auch viel wert!

Ansonsten ist wirklich nichts passiert. Freitag haben wir früher Feierabend machen dürfen und den Tag auf der Couch verbracht. Gestern lief erst mal alles nach Plan. Wir sind mit einem ausgiebigem Sekt-Frühstück in den Tag gestartet, haben die Wohnung sauber gemacht und danach das Essen vorbereitet. Wir haben Essen hier für mindestens vier Personen 😀 Gegen 16:00 Uhr haben wir dann begonnen, das Esse zu verspeisen und lagen bereits gegen 17:00 Uhr voll gefressen auf der Couch.

Unser Plan sah es vor, einfach Serien zu gucken, zwischen durch weiter Essen in uns zu stopfen und die gemeinsame Zeit endlich mal zu genießen. Um 19:00 Uhr riefen dann aber unsere Freunde von nebenan an. Denen war langweilig und meine Freundin schlecht drauf. Was soll man da machen, ne?! 😀 Also kamen die beiden zwei Stunden später rüber. Und irgendwie war das doof. Fanden wir alle. Es kam nämlich nicht so richtig Stimmung auf. Ich war müde, hatte heftigstes Sodbrennen, Marius war müde und vollgefressen und eigentlich wollten wir wirklich zu zweit sein. Hach!

Um 0 Uhr sind wir dann raus und haben die Aussicht hier bei uns versucht zu genießen. Nachdem aber ne riesige Gruppe halbstarker Jugendlicher ankam, die drauf und dran waren, sich gegenseitig ihre Extremitäten weg zu ballern und uns mit ihrem Kack Feuerwerk zu verletzen, sind wir wieder nach Hause. Jeder zu sich nach Hause mit dem Fazit, dass auch unsere Freunde im nächsten Jahr einfach auf der Couch bleiben 😀

Zu Hause haben wir uns dann um unsere verschreckten Tiere gekümmert bzw. vor allem um Bongo. Für den ist jedes Geräusch außerhalb der Norm immer ein echtes Problem und ich hab den zitternden sieben Kilo Brocken dann versucht, auf dem Arm haltend zu beruhigen. Obwohl direkt bei uns in der Straße nur zwei Personen standen, hat sich die Knallerei echt extrem angehört. Durch die Häuser gegenüber schallt das einfach sooo sehr, dass man das Gefühl hat, es fliegen im Sekundentakt Raketen gegen unser Fenster. So schön das Feuerwerk auch jedes Mal von Weitem aussieht, so schwer ist es für die Tiere. Vor allem eben für Sensibelchen wie Bongo. Wobei ich sagen muss, dass auch ich bei jedem Knall zusammen schrecke und die Knallerei eigentlich gar nicht so gern mag. Nur das Leuchten in der Ferne ist schön andächtig.

Heute wird jedenfalls nur gechillt. Wir haben lange geschlafen und werde uns gleich auf der Couch einmuckeln und weiter „Vikings“ schauen. Damit haben wir am Freitag angefangen und wir sind ganz angetan. Gegen 14:00 Uhr werden wir uns dann nochmal ans Raclette wagen und versuchen, so viel wie möglich aufzufuttern. Das war es für diesen Neujahrstag dann auch.

Viele fragen, ob ich Vorsätze habe und ich kann Euch sagen: Nein. Ich mach mir da nichts draus. Wenn ich was ändern will, mache ich das sofort. Typische Vorsätze wie „Mit dem Rauchen aufhören“ „Mehr Sport machen“ „Abnehmen“ „Mehr Zeit“ „Das machen, was man für richtig hält“ o.ä. habe ich für mich bereits vor einiger Zeit umgesetzt. Ich bin ein Freund davon, die Dinge dann anzupacken, wann sie reif sind und nicht erst zu einem bestimmten Datum. Ich finde immer, dass das Selbstbetrug ist. Für mich persönlich. Andere brauchen eine bestimmte „Deadline“ und denen wünsche ich viel Erfolg beim umsetzen 🙂

|Aphorismus der Woche|

Silvester: Schon zu Beginn des Jahres dominieren Schall und Rauch!

©Gerhard Uhlenbruck

|Gesehen| Staffel 1 von Vikings (Partnerlink)
|Gehört| Durch den Sturm“ von Matthias Schweighöfer und instand angefangen zu heulen. Das Lied hat mich sofort „gekriegt“ 
|Getan| gearbeitet, gelesen, Hörbücher gehört, gekocht, die tollsten Dips gemacht (Feigendip + Dattel-Harissa Dip + feuriger Käse-Dip), Zeit genossen, Rituale für das neue Jahr ausprobiert 🙂
|Gegessen| Linsen-Bolognese, Gemüsesuppe, Raclette-Allerlei
|Gedacht|die Zeit rennt. So langsam musst Du mal in die Puschen kommen, Sandra!
|Gefreut| über das Wochenende
|Gelesen| „Club der Traumtänzer„(Partnerlink) das Buch klingt an manchen Stellen dämlich, ist aber wirklich sehr lehrreich und lesens- bzw. vor allem hörenswert.
|Geärgert|dieses Mal nur über mich selbst
|Gekauft| NICHTS! 🙂
|Geliebt| Zweisamkeit, neues Lernen, Erkenntnisse aus 2016, Perspektiven für 2017 und Marius, der immer hinter mir steht, mir den Rücken stärkt und die Pläne mit mir gemeinsam schmiedet
|Geträumt|nur scheiße. Ich hab schon lange nicht mehr so unruhig und schlecht geschlafen. Momentan beschäftigt mich eine Situation, die mich in dieser Woche fast täglich mit doofem Gefühl hat aufstehen lassen. Entsprechend seltsam waren auch meine Träume. Einer unserer Hasen (Hasen stehen für die Intuition und spirituelle Einsicht, das passt :-D) wurde von einem Auto überfahren, wir wurden von wild gewordenen Hamstern (Hamster weisen Wohlstand) angegriffen, wir haben einen Überfall (unbewusste Wünsche und Gefühle treten ins Bewusstsein) gesehen und niemand konnte etwas unternehmen und zig andere seltsame Träume, die ich mir nicht merken konnte.
|Geklickt| Wer sich verbiegt zahlt drauf
|Geschrieben|über mein eigenes und spontan entstandenes Neujahrsritual das ich aber eigentlich so ähnlich schon im letzten Jahr gemacht habe.

Anzeige

Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! – Freak! – Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar