Naturkosmetik & DIY Kosmetik

Kosmetik selber machen mit Magnesiumöl

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Dieser Artikel enthält Werbung für Zechmarinus Magnoleum.

Am Himmel der DIY-Kosmetik-Multitalente leuchtet schon lange ein Sternchen, das (aus meiner Sicht) viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte und durchaus mit der Vielfältigkeit des Kokosöl mithalten kann. Ich möchte Euch heute mit dem Magnesiumöl bzw. insbesondere dessen Möglichkeiten und Talenten vertraut machen und präsentiere Euch ein paar pflegende Rezepte, mit denen Ihr es Euch bei Eurem nächsten Beauty-Wellness-Abend so richtig gut gehen lassen könnt!

Was ist Magnesiumöl?
Magnesiumöl ist kein „echtes Öl“. Es besteht aus Magnesiumchlorid, das in Wasser aufgelöst wurde und hierdurch eine ölige Konsistenz erhält. Einzig durch die Konsistenz erhält das Magnesiumöl seinen Namen. Das enthaltene Magnesiumchlorid ist ein zusammengesetzter Mineralstoff, der beim Verdunsten von Meerwasser gewonnen wird oder aus dem Zechstein Urmeer. Dieses hat sich vor Jahrmillionen über einen großen Teil Europas gestreckt und wurde unter der Erde eingeschlossen. Dadurch sind die Mineralien vor Schadstoffen und Abgasen geschützt worden. Seit einigen Jahren wird das Öl in den Niederlanden zu Tage gefördert. Öl, welches auf diese Art gewonnen wird, ist noch nicht bearbeitet oder erhitzt worden. Solch ein Magnesiumöl erkennt man an dem „Zechtsein inside“ Logo. Diese Art der Herstellung ist noch deutlich schonender und natürlicher.

Anwendungsgebiete

Das hochkonzentrierte Magnesium wird vor allem zu kosmetischen Zwecken angewendet. Tiefenwirksame, transdermale Fähigkeiten auf den gesamten Organismus werden zwar nachgesagt, sind aber bis heute nicht wissenschaftlich fundiert bewiesen, so dass auch ich mich hier heute rein auf die kosmetischen Aspekte beziehe. Magnesiumchlorid kann beispielsweise zur gezielten Massage gestresster Muskeln oder zur Hautpflege bindegewebsschwacher Haut eingesetzt werden. Gleichzeitig können reife, anspruchsvolle und trockene Problemhaut natürlich gepflegt werden. Im Gesamten eignet sich das Öl insbesondere zur Herstellung eigener natürlicher Pflegeprodukte wie z.B. Peelings, Badesalze, Wärmepackungen zur Straffung des Bindegewebes, Massageöle aber auch zur Herstellung eigener Deodorants.

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Worauf muss ich achten?

Magnesiumöl ist im Grunde vergleichbar mit einer Salzlauge und hat entsprechende Auswirkungen auf die Haut. Gerade bei besonders empfindlicher Haut kann es bei Überdosierung leichtes kribbeln oder brennen verursachen und so zu leichten Hautreizungen führen (z.B. unter frisch rasierten Achseln bei Verwendung als Deodorant). Man sollte deshalb gerade zu Beginn sparsam in der Verwendung sein, damit sich die Haut an das Magnesiumchlorid gewöhnen kann. Zudem gibt es das Magnoleum Spray sensitiv*, das mit einer entsprechend geringeren Magnesiumchlorid Konzentration hergestellt wurde und so für empfindliche Haut besser geeignet ist.

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Rezepte mit Magnesiumöl

Magnesiumöl gibt es als Spray, in Gelform, als Massageroller, im Pumpspender aber auch z.B. als Magnesiumflakes von verschiedenen Anbietern. Ich selbst probiere aktuell die Zechmarinus Magnoleum* Pflegeprodukte von Sarenius* aus. Die letzten Wochen habe ich die Magnoleum Produkte in meine Pflegeroutine mit eingebaut und für Euch ein paar Rezepte zusammengebastelt, mit deren Hilfe Ihr Euch z.B. als Ergänzung mit Kokosöl ein paar schöne Pflegeprodukte selbst herstellen könnt.

Limetten Badesalz mit Magnoleum

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Für das Limetten-Badesalz mit Magnesiumöl habe ich die Magnoleum Flakes* im Mörser zerkleinert, ungefähr die gleiche Menge Totes Meer Salz* hinzugegeben und die Schale einer frischen Limette drüber gerieben. Abgerundet werden kann das Ganze, für einen besonders angenehmen Duft, mit einem ätherischen Öl eurer Wahl. Wasser einlassen, selbstgemachtes Badesalz rein und genießen! Sorgt für eine angenehm weiche Haut und je nach Duftrichtung für eine anregende/vitalisierende oder z.B. beruhigende Wirkung. Einen Teil des Badesalzes könnt Ihr übrigens zusätzlich als Peeling nutzen 🙂

Wärmewickel zur Straffung des Bindegewebes

An dieser Stelle muss ich mich mal selbst loben! Die Erfindung der Wärmewickel-Magnesiuimölpackung war eine meiner besten Ideen 😉 Für einen Wellnessabend ist das echt die perfekte Geschichte, gerade jetzt wo es draußen so ungemütlich nass-kalt ist. Ich stelle aus Kokosöl und Magnesiumöl eine Art Paste her, die ich anschließend im Wasserbad leicht erhitze. Danach trage ich die Paste großzügig z.B. auf meine Oberschenkel auf, umwickel das Ganze mit (vorher in warmes Wasser getränkte) Handtücher und anschließend mit Frischhaltefolie. Lege mich auf die Couch, Wolldecke drüber, vielleicht noch zum krönenden Abschluss eine Wärmflasche und dann: ENTSPANNEN!

Ich gebe zu, man kommt sich etwas dämlich vor und der Aufwand ist relativ hoch aber diese wohlig warmen Wickel (komme mir mit dieser grandiosen Alliteration fast vor wie bei Schwiegertochter gesucht) sind sooo angenehm auf der Haut. Und ich habe nach mittlerweile vier Anwendungen tatsächlich das Gefühl, dass meine Oberschenkel straffer geworden sind. Belegen lässt sich das natürlich nicht wissenschaftlich, ist schließlich meine eigene Erfindung 😀

Magnesium – Kokosöl Peeling

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Das ganz typische Zucker-Kokosöl Peeling könnt Ihr erweitern, in dem Ihr einfach ein wenig Magnesiumöl hinzugebt. Wie viel ist Euch überlassen. Ich nutze für ein Gesichtspeeling aktuell folgende Mengen: ca. 3 TL Kokosöl, ca .2 TL Zucker und 1 TL Magnesiumöl. Das Peeling vitalisiert, reinigt und pflegt die Haut zugleich. Für einen größeren Pflegeeffekt könnt Ihr das Peeling auch für ca. 10 Minuten einwirken lassen.

Vitalisierendes Fußbad mit Magnesiumöl

Hierzu einfach nach Belieben (auf 5 Liter 100g für 1% Lösung, 200g für 2% usw.) Magnesiumchlorid Flakes in warmem Wasser auflösen und die Füße für ca. 20 Minuten darin baden. Das Fußbad lässt sich noch aufpimpen, in dem man ätherische Öle als Duftkomponente, Teebaumöl zum Ablösen von Hornhaut, schwarzen Tee (ca. 12 Teebeutel auf 2 Liter :-O ) gegen Fußpilz oder ein paar EL Honig zur Pflege hinzugibt. Im Sommer ist ein kühles Wasserbad mit 2 halben Zitronen + Magnoleum Flakes übrigens sehr, sehr vitalisierend!

Massageöl mit Magnesium

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Massagen sind immer toll! Aber gerade jetzt zur kälteren Jahreszeit, wo wir alle etwas träge werden, sind Massagen besonders entspannend. Deshalb habe ich mir zusätzlich zum Limetten-Badesalz Gläschen und zwei kleine Sprühflaschen mit unterschiedlichen Duftrichtungen angemixt. Man kann das Magnesiumöl aber auch pur oder in Kombination mit Kokosöl/Mandelöl o.ä. zur Massage nutzen und so gleichzeitig die Haut pflegen. Besonders angenehm wird die Massage übrigens, wenn Ihr das Öl vorher z.B. im Wasserbad erwärmt.

Große Magnesiumöl-Liebe

Magnesiumöl lässt sich ähnlich vielfältig anwenden wie Kokosöl und ich will es mittlerweile nicht mehr in meinem „DIY Kosmetik“-Schrank missen. Auch für meine geplagte Kopfhaut scheint es in Kombination mit dem Meer Salz wirklich sehr beruhigend zu wirken. Ich bin mit meinen Experimenten noch nicht am Ende angelangt und werde Euch bei Gelegenheit sicher noch weitere Rezepte präsentieren, mit deren Hilfe Ihr Eure Kosmetik und Pflegeprodukte selber machen könnt. Bis hier her gibt es aber auf jeden Fall schon ne dicke Empfehlung und ich hoffe, dass ich hier ähnlich viele von meiner Liebe begeistern kann, wie damals mit dem Kokosöl 😀

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! – Freak! – Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

5 Kommentare

  • huhu,

    ich lese ja in letzter Zeit wieder ganz interessiert Deine Beiträge. Vor allem natürlich, wenn man sich selbst die Kosmetik zusammen stellen kann.
    Nun eine Frage, wenn Du das Peeling gemacht hast, wie nimmst Du den Rest ab.
    Gehst Du einfach nur mit Wasser drüber und tupfst dann die Haut ab?
    Ich mag es eben nicht, wenn das Öl meine Arme verklebt … ich brauch das Peeling hauptsächlich für meine Unterarme, da ich dort seit Monaten starke Probleme hab.

    lieben Gruß
    Tammi

    • Huhu Tammi,

      ja ich habs schon bemerkt, dass da bei Dir und mir wieder was geht 😀
      Ja genau, ich bin was das angeht relativ unempfindlich und das Magnesiumöl ist alleine auch echt nur ähnlich wie Öl aber bei weitem nicht so „schmierig. Wenn man es also ganz ohne Kokosöl macht da,, reicht abtupfen auf jeden Fall. Ansonsten in Kombi mit dem Kokosöl rubbel und wasche ich dann manchmal doch etwas mehr, damit nachher nix mehr klebt.

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