Schwarzer Tee die gesunde Alternative zu Kaffee

Schwarzer Tee ist ein beliebtes Getränk in Deutschland und in vielen Teilen der restlichen Welt. Wir Deutschen bevorzugen allerdings den Kaffee, während schwarzee Tee – zusammen mit der grünen Variante – eher den Platz an der zweiten Stelle annimmt (obwohl das teilweise natürlich auch von der Region in Deutschland abhängt). Allerdings ist das nicht unbedingt berechtigt. Denn der schwarze Tee besitzt viele tolle Eigenschaften und Besonderheiten, die uns Kaffee in der Form nicht bieten kann. Hinzu kommt, dass seine Zubereitung und sein Genuss zu einem echten Ritual ausgestaltet werden können.

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Die Zubereitung von schwarzem Tee

Der schwarze Tee (wie z.B. unter schwarzer-tee.info zu finden) wird auf andere Art und Weise zubereitet, wie es beim Kaffee der Fall ist. Für Kaffee gibt es zahlreiche Varianten von Kaffeemaschinen, die unterschiedlich funktionieren, aber nicht in jedem Fall für beste Qualität sorgen. Die Zubereitung von schwarzem Tee hingegen erfordert meist mehr Handarbeit und keinerlei besondere „Maschinen“. Wie Tee aufgebrüht wird, wissen wir alle, dass aber die richtige Ziehzeit, gerade bei der Zubereitung von schwarzem Tee, besonders zu beachten ist, wissen nur die Wenigstens. Denn erst durch die Ziehzeit, kann der Tee seine unterschiedlichen „Fähigkeiten“ entfalten. Eine kurze Ziehzeit bewirkt, dass der Tee sanft wirkt und nur wenige Gerbstoffe enthält. Je länger er dann zieht, desto mehr lösen sich die genannten Stoffe aus den Teeblättern. Das wiederum führt dazu, dass das im Tee enthaltene Koffein (das mittlerweile nicht mehr wie früher als „Teein“ bezeichnet wird) vom Körper viel langsamer aufgenommen wird. So macht der Tee wach, wirkt gleichzeitig aber auch beruhigend. Bei Kaffee gibt es solche besonderen Muster nicht. Das macht die Teezubereitung zwar etwas aufwändiger und anstrengender. Gleichzeitig wird sie aber auch zu einem Ritual, das nahezu meditativen Charakter erhalten kann (wie es die japanische Teekultur zeigt) und für eine angenehme und entspannte Atmosphäre sorgen kann.

Die stimulierende Wirkung des schwarzen Tees zeigt sich übrigens nur, wenn man ihn maximal 2 bis 3 Minuten ziehen lässt. Dann entfaltet sich der Großteil des Koffeins direkt im Tee. Nach ca. 4 – 5 Minuten Ziehzeit verliert sich der stimulierende Charakter des Tees und schwenkt über zu einer eher beruhigenden Wirkung. Allerdings sollte man beachten, dass nach einer langen Ziehzeit auch die Gerbstoffe vermehrt aus den Teeblättern herausgelöst werden können, so dass der Tee einen bitteren Geschmack erhält. Nach einer Ziehzeit von über 5 Minuten ist schwarzer Tee für die meisten Menschen, auf Grund des sehr herben Geschmacks, meist ungenießbar.

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Die Wirkung von schwarzem Tee

Schwarzer Tee macht wach, da er Koffein enthält. Empfindliche Personen, die nicht an schwarzen Tee gewöhnt sind, sollten es aus diesem Grund langsam angehen lassen und mit kleineren Mengen an Tee beginnen. Milch im Tee wird von manchen Teekennern zwar als Todsünde angesehen, führt gleichzeitig aber auch bei vielen Menschen zu einer besseren Verträglichkeit, da das Koffein langsamer aufgenommen wird. Es wird häufig angegeben, dass die Wirkung von schwarzem Tee hinsichtlich des aufweckenden Effekts länger anhält als beim Kaffee. Gleichzeitig ist die Art und Weise der Wirkung auch eine andere. Tee wirkt sanfter und weniger „aufputschend“.

Studien haben gezeigt, dass sich der regelmäßige Konsum von schwarzem Tee positiv auf den Blutdruck auswirkt und sowohl die systolischen, als auch diastolischen Werte gesenkt werden. Da schwarzer Tee die Säuresekretion im Magen nicht anregt, ist er zudem deutlich verträglicher als Kaffee. Allerdings sollte man, wegen des Koffeingehaltes, dennoch darauf achten, schwarzen Tee nicht im Übermaß zu trinken, da sich sonst ähnliche Symptome einstellen können, wie bei übermäßgem Kaffeekonsum (Schwindel, Kopfschmerzen etc.).

Rezepte mit schwarzem Tee

Es gibt verschiedene Arten, schwarzen Tee zu trinken und zu genießen. Puristen trinken ihn, wie er ist. Viele Menschen lieben hingegen die Hinzugabe von Zucker, Sahne oder auch Milch. Der in Deutschland beliebte Ostfriesentee wird mithilfe von Kandiszucker und Sahne zubereitet. Hierzu wird der Zucker mit dem Teebeutel in ein Glas oder eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser übergossen. Während der Ziehzeit löst er sich auf (es ist aber auch möglich, bereits zubereiteten heißen Tee für die Auflösung zu verwenden). Anschließend kommt die Sahne hinzu, wobei diese nicht mit dem Tee verrührt werden, sondern als Schicht auf der Oberfläche verbleiben sollte. So erhält auch der Tee mehrere Schichten, wobei die untere durch den Zucker besonders süß ist.

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Man muss sich mit schwarzem Tee anfreunden

Ich selbst hab schwarzen Tee lange gemieden, weil man mir früher immer erzählt hat, dass er viel mehr Koffein enthält und ungesünder ist, als Kaffee. Zudem hat er mir immer viel zu bitter geschmeckt. Mittlerweile habe ich etliche Sorten (z.B. auch mit Früchten oder Kräutern) zu Hause und greife, besonders gerne im Winter, häufiger zum schwarzen Tee als zum Kaffee. Allerdings dauert es wirklich eine Weile, bis man die für sich richtige Ziehzeit und die favorisierte Zubereitung herausgefunden hat. Ich mag ihn am liebsten mit einem Schuss Milch und etwas Zucker. Mein Freund hingegen trinkt ihn ausschließlich pur und nach langer Ziehzeit.

Wie man das Tee trinken so richtig feierlich und ausgiebig zelebrieren kann, könnt Ihr Euch in dem Youtube Video mal ansehen. Einerseits finde ich das regelrecht übertrieben, andererseits entspannt das Video aber auch ungemein. Und wenn ich mir vorstelle, mal 15 Minuten nur mit meinem Tee beschäftigt zu sein, ohne an etwas anderes zu denken, find ich es fast schon wieder interessant 😉

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6 Kommentare

  • Da ich keinen Kaffee vertrage, bin ich quasi auf schwarzen Tee angewiesen und trinke ganz zufällig gerade auch welchen 😀 Zucker bzw. Agavendicksaft oder Honig brauche ich allerdings schon dazu.
    In der Türkei hatte ich mir so einen genialen Chai gekauft, den konnte man auch 10 Minuten ziehen lassen, und er wurde nicht bitter! Leider hab ich mir nur 100gr mitgenommen, und mittlerweile ist er leer ;( Was ich aber auch gerne mag, ist die englische Variante: English Breakfast mit Milch und Zucker.

    Viele Grüße
    Elisa

  • Auch ich bevorzuge eher schwarzen Tee als Kaffee, den Tee kann man wirklich besser genießen. Vor allem trinke ich ihn gerne mich Milch. Toller Beitrag und weiterhin viel Erfolg. Lieben Gruß aus meinem Urlaub in Meran

  • Hallo Sandra,

    ich habe dir eine E-Mail geschrieben, weil ich diesen Artikel wirklich sehr gut finde und mir eine Zusammenarbeit gut vorstellen kann, da ich nicht weiß ob diese angekommen ist lasse ich dir noch mal einen Kommentar da.

    • Hey Andre,
      eine E-Mail von Dir ist bisher nicht angekommen. Ich bezweifel allerdings ehrlich gesagt auch, dass eine Zusammenarbeit was werden könnte. Denke unsere Vorstellungen und Themen gehen zu weit auseinander 😉

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