Gaumenfreuden


Veganer Apfelkuchen wie bei Oma

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Meine Oma hat den weltbesten Apfelkuchen gemacht (eure Omas vermutlich auch ;-)). Dieser vollmundig-cremige Apfelgeschmack und die leckeren Streusel – ich hab’ das geliebt!

Meine ersten Versuche an diesen Geschmack heran zu kommen scheiterten kläglich. Zwar waren die ausprobierten Apfelkuchen alle lecker, aber eben nicht vergleichbar mit Omas Version.

Zu meinem Abschied in der Frauengruppe (in der auch die ein oder andere Oma dabei ist ;-) ), die ich seit 2017 regelmäßig besucht habe, hatte ich seit Monaten die Idee, Omas Apfelkuchen in veganer Form nach zu backen. Die “Mind Blowing” Version davon, nicht die “Ja, ist ganz lecker”-Variante.

Ich bin keine erfahrene Hobby-Bäckerin. In meinem bisherigen Leben habe ich, mit gutem Willen, vielleicht 8 Kuchen gebacken. Noch nie zuvor habe ich mir einen Kuchen selbst ausgedacht. Noch nie zuvor habe ich etwas für mehrere Personen gebacken, von dem ich nicht wusste, ob es WIRKLICH ankommt. Ein mutiges Experiment.

Gestern Abend durfte sich das experimentelle Ergebnis dann bei rund 25 Frauen, die sich allesamt nicht rein pflanzlich ernähren, bewähren. Mir war klar: wenn der Apfelkuchen es DA schafft, dann ist er perfekt.

Das Lob war überwältigend! Viele konnten kaum glauben, dass dieser Apfelkuchen ohne Eier & Butter auskommt. Am aller schönsten aber ist die Tatsache, dass sich einige vorstellen konnten, künftig nur noch diese vegane Version zu backen. Damit habe ich alles erreicht, was ich wollte.

Natürlich lasse ich euch daran teilhaben und präsentiere euch mein Rezept für den veganen Apfelkuchen wie bei Oma in der Angeberversion ;-)

Lasst es Euch schmecken und berichtet mir gerne, wie der Kuchen bei euch ankam.

Rezept für einen veganen Apfelkuchen wie bei Oma
Zutaten - Für eine 26 cm Springform
WICHTIGER HINWEIS ZUR VORBEREITUNG!
Der Kuchen sollte am besten mehrere Stunden, am besten aber über Nacht in den Kühlschrank, sonst wird die Füllung möglicherweise nicht ausreichend fest.
Für den Boden
– 45 Gramm Puderzucker (plus ein wenig zum Bestreuen)
– 230 Gramm Mehl (ich habe 450er Weizenmehl genutzt)
– 150 Gramm Pflanzenmargarine (z.B. die Vitareform Margarine von Aldi Nord)
– 1 Prise Salz
Für die Füllung
– 800 Gramm Äpfel (geschält und gewürfelt, ich habe die Bio Äpfel von Aldi Nord genutzt)
– 2 Packungen Vanille-Puddingpulver (die meisten sind vegan)
– 750 Mililiter naturtrüber Apfelsaft (z.B. der von Aldi Nord ist vegan)
– 6 Esslöffel Zucker (ich habe Kokosblütenzucker* genutzt)
Für die Streusel
– 130 Gramm Pflanzenmargarine
– 130 Gramm Zucker
– ca. 200 Gramm 450er Weizenmehl (ggf. etwas mehr, wenn der Teig zu cremig ist und sich nicht gut krümeln lässt)
– 2 TL Ceylon Zimt* gemahlen
  • Für den Boden vermengt ihr alle Zutaten und knetet sie mit der Hand oder einem Knethaken zu einem homogenen Teig.
  • Fettet eine 26 cm Springform gut ein und drückt den Teig auf dem Boden und hoch zum Rand hin aus. Ich habe eine Kugel für den Boden und zwei Würste für den Rand geformt, so ist es etwas leichter, den Teig zu verteilen.
  • Nun bereitet ihr die Füllung vor. Bringt die 750 ml Apfelsaft mit den 6 Esslöffeln Zucker auf mittlerer Stufe in einem Kochtopf zum Kochen. Stellt nun die Temperatur runter. Rührt beide Packungen Vanille-Puddingpulver unter und köchelt das Ganze nochmal kurz auf (Vorsicht, damit nichts anbrennt!). Nehmt den Topf vom Herd und gebt die Apfel-Würfel hinzu. Lasst das Ganze kurz abkühlen.
  • Während die Füllung abkühlt, stellt die Streusel her. Vermengt hierfür alle Zutaten für die Streusel und knetet sie (am besten mit der Hand) zu einem Streuselteig.
  • Wenn die Füllung etwas abgekühlt ist: kippt sie vorsichtig in die Springform auf den vorbereiteten Boden und verteilt die Masse gleichmäßig. Nicht wundern: noch ist die Füllung relativ flüssig – das bleibt auch nach dem Backen noch ein wenig so, ist aber ganz normal. Sie härtet erst im Kühlschrank schnittfest richtig aus.
  • Gebt nun die Streusel über die Apfel-Pudding-Füllung. Hierzu zupft ihr kleine Stücke vom Streuselteig ab und krümelt sie großzügig über die Füllung in der Springform.
  • Jetzt geht der Kuchen samt Springform für ca. 50 – 60 Minuten bei 175°C Umluft in den Backofen (die notwendige Backzeit & Temperatur können je nach Backofen variieren). Die Streusel sollten goldgelb sein und der Pudding außen an den Springform-Rändern eine bräunliche Haut gebildet haben.
  • Wenn ihr den Kuchen aus dem Backofen holt, lasst ihn für ca. 2 Stunden in der Küche an einem sicheren Ort auskühlen. Wenn er abgekühlt ist, stellt ihn nochmal für einige Stunden, am besten aber über Nacht, in den Kühlschrank.
  • Nun könnt ihr die Springform vorsichtig entfernen, den Kuchen mit Puderzucker bestreuen und z.B. mit fertiger, veganer Sprühsahne* oder Schlagcreme* servieren. Beides gibt es für gewöhnlich z.B. bei Edeka, Rewe oder Kaufland zu kaufen.

Du hast mein Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über deinen Kommentar! Gern kannst Du mich auch bei Instagram / Facebook auf deinem Foto mit @diecheckerin.de markieren, damit ich deinen Beitrag finden, kommentieren und teilen kann. 

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Über den Autor

Sandra Stüber

Ü30, seit 1998 Bloggerin, alberne Öko-Frohnatur und
naturverbundene Pflanzenfresserin. Versucht hier seit 2013 die Menschen zu inspirieren.

4 Kommentare

  • Liebe Sandra, ich habe Deinen Apfelstreuselkuchen nachgebacken und Du hast nicht zu viel versprochen – er war super lecker! Wir waren alle begeistert. Ich habe mich genau an Dein Rezept gehalten, ihn auch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen und mein Kuchen sah auch genau so aus wie Deiner. Die Apfel-Puddingfüllung ist sehr lecker fruchtig, aber das beste sind die knusprigen Streusel, die so toll nach Zimt schmecken. Dass nur wenige Zutaten so einen tollen Kuchen ergeben fanden wir alle erstaunlich. Da sieht man mal wieder, das weniger oft mehr ist… Ganz herzlichen Dank für das leckere Rezept! Der Kuchen wird bald wieder gebacken ;)

  • Hallo Sandra,

    ich habe es zwar schon auf FB (mit Bild :-)) geschrieben, aber gerne auch hier nochmal. Habe den Kuchen gestern nachgebacken und heute Morgen aus dem Kühlschrank geholt. Ich bin zwar keine Veganerin – aber meine Tochter. Damit sie auch was vom Sonntagskuchen essen kann, habe ich diesen Kuchen einfach mal ausprobiert. Wenn ich ganz ehrlich bin, mag ich auch keinen Apfelkuchen… Aber diesen schon! Der ist echt sowas von lecker. Kann ich wirklich nur empfehlen. Auch wenn man keinen Apfelkuchen mag ;-). Wünsche allen noch einen schönen Sonntag :-)

    • Ich mag lustigerweise eiiigentlich auch keinen Apfelkuchen. Außer eben diesen einen (plus die “Mischköstler-Version” meiner Oma damals :-))
      Dir auch einen schönen Sonntag Isabel und auch hier nochmal danke für deine lieben Kommentare!

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