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Wenn Frauen schnarchen

Eine Sache ist für viele Frauen noch schlimmer, als der schnarchende Kerl, der neben ihnen liegt und ihnen den Schlaf raubt: Selbst zu schnarchen!
Wenn Frauen schnarchen spricht man nicht gerne darüber.
Schnarchende Frauen „existieren“ oft nicht. Frauen schnarchen halt einfach nicht! Weil schnarchende Frauen unerotisch sind. Weil nur Männer schnarchen. Und weil es unangenehm ist. Tatsächlich ist das aber totaler Quatsch! Frauen schnarchen. In jüngeren Jahren schnarchen bis zu 10% , ab 60 Jahren sogar über 40% der Frauen. Damit sind schnarchende Frauen also alles andere als ein Einzelfall.

Während wir schlafen entspannt sich unsere Atemmuskulatur, teilweise erschlafft sie regelrecht und kann dann, durch das ein- und ausatmen, in Schwung geraten. Durch den Luftzug an den Muskeln vibrieren diese (auch z.B. das Gaumensegel oder Zäpfchen) und bei dieser Vibration entstehen Geräusche, die wir als Schnarchen bezeichnen. Am häufigsten entsteht das Schnarchen auf Grund einer Verengung der oberen Atemwege. Für eine solche Verengung gibt es ganz unterschiedliche Ursachen. Fettansammlungen im Halsbereich (durch z.B. Übergewicht), Verkrümmung der Nasenscheidewand, Vergrößerung der Mandeln, störende Nasenpolypen, ein einfacher Schnupfen, eine Entzündung der Nebenhöhlen und so weiter und so fort. Dabei ist das normale Schnarchen nicht gefährlich. Kritisch wird es erst dann, wenn in der Nacht Atemaussetzer hinzu kommen und eine Schlafapnoe vorliegt. Letzeres kann sich auch über einen langen Zeitraum hin entwickeln und durch das „normale Schnarchen“ entstehen. Atemaussetzer von mehreren Minuten sind dabei besonders bedenklich und kritisch, da in dieser Zeit beispielsweise das Gehirn nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt wird.

Deshalb ist es wichtig, dass die Ursache für das Schnarchen heraus gefunden und behandelt wird. Hierzu gibt es in Deutschland spezielle Ärzte und Einrichtungen. Oft bekommt man ein Gerät mit nach Hause, das den Schlaf, die Atmung und die Geräusche aufzeichnet. Manchmal wird auch eine Nacht in einem Schlaflabor notwendig. Auf eigene Faust das Schnarchen bekämpfen zu wollen, ist auf Grund der zahlreichen Hilfs- und Wundermittel, die es im Internet zu kaufen gibt, durchaus verlockend aber nicht ratsam. Zum einen helfen unterschiedliche medizinische Produkte nur bei ganz speziellen Problemen (wie beispielsweise bei verkrümmten Nasenscheidewänden), zum anderen gibt es unter den Anbietern aber auch extrem viele schwarze Schafe. Bewertungen werden gefaked, Richtlinien nicht eingehalten und oft zahlt man für etwas, das medizinisch absolut keine Wirkung aufweist. Die richtige Beratung ist hier extrem wichtig, um überhaupt Erfolge erzielen zu können.

Ich selbst habe mich vor einigen Jahren im Schlaflabor untersuchen lassen weil ich schnarche, ständig müde bin und bei meinem Vater bereits eine Schlafapnoe vorlag. Nach einer Nacht im Schlaflabor war dann aber klar, dass ich diese Krankheit (noch) nicht habe, aber verengte Nasenscheidenwände, die in der Nacht die Atmung behindern. Hinzu kommt natürlich mein Übergewicht und meine verdammte Nikotinsucht. Durch die eingeschränkte Atmung dreht man sich häufig automatisch auf den Rücken, atmet durch den Mund und damit wird das alles noch mehr verstärkt.

Meine Schnarcherei ist mittlerweile offenbar ziemlich extrem geworden. Mein Freund schläft ohnehin sehr schlecht und wird dann in der Nacht mehrfach von meinem Geschnarche geweckt. Da wir beide um 5 Uhr aufstehen, kann man sich vorstellen, dass wir morgens häufig total gerädert sind. Er, weil ich ihn wach mache und ich, weil er mich weckt, damit ich mich umdrehe. Verdammter Teufelskreis.

Ich arbeite mittlerweile verstärkt daran abzunehmen und schränke das Rauchen, dank der E-Zigarette, immer weiter ein, aber das Problem mit den Nasenwänden bleibt natürlich. Theoretisch könnte ich mich operieren lassen aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich das Ganze deutlich verbessert, sobald ich meine Laster los geworden bin. Trotzdem wollte ich ein Hilfsmittel haben, das eine bessere Atmung unterstützt. Nachdem ich in meinem Umfeld Gutes von dem Nasivent Dilator gehört habe, habe ich einen Versuch gewagt.

Nasivent Tube Plus Starter Set* (26,95€)

 

Nasivent Tube Plus ist eines der beliebtesten „Anti-Schnarch-Hilfsmittel“ auf dem deutschen Markt. Dabei steht allerdings weniger die Reduzierung des Schnarchens, als vielmehr die Erleichterung der Nasenatmung im Vordergrund. Deshalb ist der Nasivent Tube Plus auch bei Sportlern sehr beliebt. Zwei miteinander verbundene Silikon-Röhrchen werden in die Nasenlöcher eingeführt und weiten sanft die Nasenwände. Die Erweiterung der Nasenwände sorgt dafür, dass die Nasenatmung deutlich vereinfacht und verbessert wird. Der hochqualitative,zertifizierte und medizinische Silikon entspricht den US und EU Richtlinien für Biokompatibilität, wodurch eine sehr gute Verträglichkeit und individuelle Anpassung an die Nase gewährleistet werden kann. 

Anwendung:

Nasivent DieCheckerin.de
Wer mit dem Nasivent Tube Plus startet, sollte sich ein Starter Set bestellen. In diesem Set sind vier unterschiedliche Größen + Aufbewahrungsbox enthalten, so dass man die für sich passende Größe heraus finden kann. Da jede Nase unterschiedlich gebaut ist und es zudem auch auf das persönliche Empfinden ankommt, ist das vorherige Ausmessen, zur Feststellung der richtigen Größe, nicht angezeigt.

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Zugegeben, die richtige Größe zu finden, ist zu Beginn nicht einfach, weil man ein Fremdkörpergefühl in der Nase hat und eigentlich alle Größen erst mal komisch sitzen. Man merkt aber dennoch relativ zügig, welche Größe die Passende ist. Jeder Nasivent besitzt mehrere kleine Ringe am oberen Ende, mit deren Hilfe sich die Länge der Röhrchen individuell auf die Nase anpassen lässt. Dazu schneidet man einfach ein oder mehrere Ringe ab, bis die gewünschte und angenehme Länge erreicht wird. Danach wird der Nasivent beginnend mit der dünnen Seite nach oben und dem Haken zur oberen Seite (also Richtung Nasenbein) gerichtet, in die Nasenlöcher eingeführt. Genaueres hierzu findet sich auf der Verpackung des Nasivent Tube Plus.
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Meine Erfahrung:
Nach einigen Versuchen habe ich für mich entschieden, dass die Größe M am angenehmsten sitzt. Sofort nach dem Einsetzen merkt man eine verbesserte Nasenatmung. Gerade das linke Nasenloch sitzt bei mir relativ dicht, so dass mehr Luft durch das rechte Loch strömt. Mit dem Nasivent wird der Luftstrom sehr gleichmäßig und angenehm. Mir ist ernsthaft in den ersten Minuten schwindelig geworden weil so viel Sauerstoff durch meinen Körper floss. Auch wenn das Gefühl anfänglich unangenehm war, habe ich „das Ding“ freiwillig den Tag über in der Wohnung getragen, weil das neue Atemgefühl einfach so toll war.

Seit rund zwei Wochen nutze ich den Nasivent Tube Plus nun jeden Abend beim Schlafen. Man gewöhnt sich an das Gefühl in der Nase. Beim Schlafen selbst spüre ich gar nichts. Lediglich wenn ich den Nasivent schon vor dem Schlafen in die Nase stecke, ist das Gefühl etwas unangenehm. Hier helfe ich mir aber ein bisschen mit Nasensalbe aus, so dass es besser „flutscht“. Man muss übrigens keine Angst haben, dass man das Hilfsmittel einatmet, da sich ein „Sicherheitssteg“ am Ende des Nasivent befindet, der das versehentliche Einatmen unmöglich macht.

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Und tatsächlich schnarche ich seit dem nicht mehr so stark. Für mich ganz persönlich ist aber eine andere Sache noch viel wichtiger (schließlich höre ich mich selbst eher nicht schnarchen 😉 ): Ich bin morgens deutlich fitter und schlafe viel tiefer als vorher. Das atmen ist mit dem Nasivent Tube Plus so unfassbar angenehm, dass ich ihn theoretisch am liebsten den ganzen Tag über tragen würde.

Trotz dieser positiven Aspekte gibt es für mich auch einen Nachteil, der zu erwähnen ist:
Es kam in den letzten Wochen immer wieder vor, dass ich den Nasivent Tube Plus in der Nacht verloren habe. Das stört mich teilweise schon extrem weil ich ihn manchmal in den Haaren hängen habe aber natürlich vor allem, weil ich dann eben doch wieder schnarche 😉 Ich habe allerdings auch keine Idee, wie man den Halt wirklich verbessern könnte. 

Mein Fazit

Puh! Mal wieder ganz schön viel geschrieben aber zu dem Thema gibt es auch einfach viel zu sagen, man. Frauen dürfen jedenfalls schnarchen und es ist überhaupt kein reines „Männerding“. Sich dafür zu schämen, nur weil man eine Frau ist, ist absolut verkehrt. Ich, für meinen Teil, hoffe, dass ich das Schnarchen in einem Jahr komplett los bin. Mit dem Nasivent Tube Plus ist es auf jeden Fall schon deutlich weniger und angenehmer geworden.
Ich spreche hier allerdings keine Empfehlung für Euch ausaus, sondern ein ganz Deutliches:
Lasst Euch untersuchen und beraten, bevor Ihr auf eigene Faust ausprobiert und womöglich noch auf einen der etlichen Scharlatane im Netz reinfallt. 

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! – Freak! – Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

5 Kommentare

  • Sehr guter Artikel – das Fazit ist auch unsere Erkenntnis – bei Frauen überwiegen die die Nase-zu Probleme oder der Mund ist nachts auf – hier empfehlen wir immer das Nozo-Free für die Nase, da es zum einfachen Aufhalten der Nasenflügel auch noch die Atemluft filtert und erwärmt – für den Mund bei Frauen i.d.R. die Snoremender Zahnschiene gegen Schnarchen mit recht gutem Feedback.
    Bei Männern dagegen scheint das Schnarchen sehr oft Rückenlage bezogen zu sein. In Seitenlage schnarchen viele nicht mehr oder deutlich weniger. Hier ist nach unserer Erfahrung das SomnoCushion Comfort das am häufigsten erfolgreich eingesetzte Mittel – ein luftgefüllter (Ruck-)Sack am Rücken übernimmt das Anstupsen des Partners, wenn er sich auf den Rücken legen will. Einfach und genial.
    Sehr gute Recherchearbeit zu einem immer mehr ans Tageslicht kommendem Tabuthema. Gratulation.

  • ein absolut klasse artikel- ich habe den gerade mit dem gatten zusammen gelesen, weil auch hier das problem schnarchen von männlicher seite herrscht, und das nicht zu wenig! wir dachten uns, das wäre doch einen versuch wert, so das ich mal endlich wieder ungestört schlafen kann und er endlich mal wieder ungestört atmen kann.
    liebe gruesse!

  • Das hört sich sehr interessant an. Vielleicht wäre das ja mal eine Option für meinen Mann, er fällt nachts auch manchmal ganze Wälder mit seinem Geschnarche. 😉 Aber ich kann das wohl auch teilweise ganz gut, wurde mir gesagt. ;o) Ich weiß allerdings nicht, ob das etwas für mich wäre, denn ich trage ein Septum(Nasenscheidewand)-Piercing und weiß nicht, ob das dem Sicherheitssteg in die Quere kommen würde. Würde aber bestimmt lustig aussehen. 😀

  • Ich gehöre auch zu der Minderheit der schnarchenden weiblichen Wesen und kann dir gleich schon versichern, dass der Verzicht auf Nikotin keinen signifikanten Unterschied zum Schnarchverhalten vorher ausmacht. Ich säge schon seit Jahren munter weiter vor mich hin, auch wenn ich selbst das nur ganz selten merke. Nur dann, wenn ich mal während des Einschlafens so einen Megagrunzer von mir gebe, dass ich selbst von der Lautstärke aufwache…
    Vielleicht sollte ich auch mal diese Röhrchen ausprobieren. Lustig sehen sie ja aus, vielleicht nützen sie auch bei mir was!?
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

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