Immer wieder Sonntags


Immer wieder Sonntags 136

Vorweg: MÄDELS! Es gibt den Edelstein-Adventskalender* wieder. Einige von Euch warten ja schon lange darauf :-)


Beginnen möchte ich dieses „Immer wieder Sonntags“ mit meinen Erkenntnissen zu meinem Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, in Kombination mit dem „Selbstwert-Workshop„, der am Donnerstag seine Premiere bei Magdalena feierte. In den letzten Wochen ist mir aufgefallen, wie unglaublich viel sich getan hat. Das hat mich fast ein wenig erschrocken. Denn wenn wir uns zurück erinnern an März 2018, da schrieb ich Folgendes bei Instagram:

 

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Dieser Satz hallt seit gestern Abend durch meinen Kopf und hat mich wahnsinnig getroffen. Obwohl er von jemandem kommt, der mich kaum kennt, der kein Verständnis für all das hat, was ich bisher gemacht habe. Es ärgert mich so sehr, weil genau das eins meiner Themen ist. Mir bedeutet die Anerkennung anderer mehr, als mein Wissen und mein Stolz darüber, was ich leiste und geleistet habe. Ich mache meinen Stolz sogar davon abhängig 🤦🏼‍♀️ Dass ich weiß, dass es unfassbar schwer ist, neben der „normalen“ Arbeit, mit einem Blog fast nochmal dasselbe zu verdienen wie mit eben diesem „normalen Job“, oder einfach so eine Überraschungsbox auf den Markt zu bringen und diese anderthalb Jahre erfolgreich zu verkaufen, einfach so ein „Buch“ im Selbstverlag raus zu bringen, dass dann nach 5 Stunden auch noch komplett ausverkauft ist. Ich weiß es und doch ist all der Stolz verflogen. „Aus Scheiße Geld machen.“ Das tut mir wirklich richtig weh. Auch weil einige andere ähnlich denken. „Die Sandra, die probiert da mal ein bisschen rum, aber richtig arbeiten tut die gar nicht! Schon immer ne Träumerin gewesen. Die macht meist nur ihr Internetding da.“ Klar resultiert das aus Unwissenheit, manchmal auch aus Neid oder Unverständnis aber es ist schwer für mich. Seit ich denken kann, bin ich mit solchen Aussagen konfrontiert und leider gehöre ich nicht zu den Menschen, die einfach drauf scheißen können. Im Gegenteil wiegt dieser Satz von einem, für mich nur entfernt Bekannten, deutlich schwerer, als die lobenden Anrufe und Worte von z.B. der Familie meines Freundes oder meinen Freunden. Schwerer, als all die positiven Kommentare und als der sichtbare Erfolg. Ich denke mich sofort klein und würde am liebsten alles aufgeben, damit niemand mehr sowas von mir denkt und auch, damit ich mich für meine Projekte nicht länger schämen oder rechtfertigen muss. Weil ich genau dieses Verhalten von mir und die damit verbundene Limitierung meines Lebens satt bin, hab ich mich gestern dazu entschlossen, doch nochmal zur Therapeutin zu gehen, um all das aufzulösen oder zumindest zu minimieren. Ich brauche da definitiv nochmal Hilfe und intensive Arbeit von außen, weil ich’s alleine nicht schaffe 💜

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Mir ist heute einmal mehr schmerzlich bewusst geworden, wie sehr ich mich selbst niedermache und auch wie sehr ich mir (damit) selbst im Weg stehe. Momentan bin ich wirklich hin und her gerissen zwischen dem #Stolz, den ich oft verspüre, wenn ich zurück blicke auf das, was ich eigentlich gut gemeistert habe und der #Enttäuschung, die ich verspüre, wenn ich sehe, was ich noch alles meistern muss/will. Genau dann bekomme ich das Gefühl vor einem riesigen Berg zu stehen, der nicht zu erklimmen ist. Genau dann rede ich mir ein, dass ich es nie schaffe, nie ändern werde, nie lernen werde, nie erfahren werde (…) und überhaupt eigentlich auch gar nix geschafft habe. Ich bin wirklich froh, dass ich diesen Donnerstag den ersten Workshop zum Thema #Selbstliebe bei Magdalena Salvato habe. Der Zeitpunkt könnte perfekter nicht sein weil’s im Hinblick auf #Selbstvertrauen und #Selbstsicherheit gerade wirklich mies läuft. Ich will so viel, sofort! Traue es mir gar nicht zu, oder glaube nicht daran und meist ist es eben auch echt SO viel, dass es realistisch betrachtet ohnehin alles auf einmal gar nicht stemmbar ist. Ich weiß das eigentlich ganz genau. Und das macht mich noch wütender und trauriger. So vieles an meinen Verhalten verstehe ich noch nicht, so viele Muster will ich auflösen und ach! Es gibt doofe Tage mit viel mimimi wie heute aber auch mit viel #Erkenntnis! Solche Tage sind für mich wie „Schübe“, weil danach wieder Steine vom #Herz fallen und Groschen, die Neues in Gang setzen, #Klarheit und #Veränderung bringen. Und! Einmal mehr will ich hiermit sagen: weint, wenn Ihr #weinen müsst! Meine #Achtsamkeitsübung für den #mindfulmonday quasi ☺️ Weinen und spüren und #Tränen zulassen. Hab ich heute Mal wieder gemacht und fühle mich deutlich besser. 💜 Irgendwie schwemmt man damit viel raus und kann anders #durchatmen als ohne zu weinen Außerdem war mir auch wichtig, mich selbst nochmal daran zu erinnern, was ich vor einem halben Jahr unter mein „Weinbild“ schon schrieb. Ihr könnt es unter #fürmehrtränenaufinstagram nachlesen 🙌

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Als ich das vor ein paar Tagen nochmal las, fiel mir auf, wie sehr sich das verändert hat. Wie sehr ICH mich wieder verändert habe. Dass ich mittlerweile Stolz empfinden kann, dass ich deutlich (!) selbstbewusster bin, mir wert bin, zu mir und meinem Weg, meinem Leben zu stehen. Dass ich das Belächeln meiner Arbeit, meiner Philosophie und meines Lebensstils meistens mit einem müden Lächeln quittiere. Blöde Sprüche nicht mehr so oft in mich aufsauge, um sie zu meiner Wahrheit werden zu lassen.

Mir ist aufgefallen, dass ich mich liebe. So richtig und das eigentlich sogar schon immer (ich wollte diesem Gefühl nur nicht vertrauen). Ich muss mich nicht erst „schick machen“ und zig mal fragen „Seh ich gut aus? Seh ich gut aus?“. Wenn ich Fotos oder Videos von mir sehe, dann suche ich nicht nach Fehlern oder schaue gezielt auf meine „Schwachstellen“. Ich find mich toll und liebe es, mich anzusehen. Wie ich strahle, auf Fotos und in Videos. Wie witzig ich bin. Wie tiefsinnig und schön und authentisch und wunderherrlich :-) Ich liebe mich!

Und das auch im Außen zu fühlen UND zu zu lassen, gelingt mir immer mehr und immer besser. Ich verstecke nicht mehr ständig meinen Bauch. Ich denke nicht mehr ständig darüber nach, was andere denken (könnten). Ich lasse mir nicht mehr jeden dummen Spruch gefallen.

Man ist natürlich nie wertfrei, gedankenfrei, lastenfrei. Aber das ist auch nicht mein Ziel. Mir ist nicht wichtig, perfekt zu sein, sondern ICH zu sein. Mit all meinen Facetten. Und genau das gelingt mir immer besser.

Der Selbstwert-Workshop schien mir vor ein paar Monaten noch DAS wichtigste Ding überhaupt zu sein. Als ich dann da war, hab ich gemerkt: „Sandra, Du bist dir schon so viel wert, man! So so so viel.“. Die Leute können labern, was sie wollen. Ich hab mein Leben voll im Griff, stehe mit beiden Beinen mittendrin und das sogar beinah felsenfest. Ich verkaufe seit acht Monaten täglich mein eigenes Buch, verdiene mein eigenes Geld, von dem sich leben lässt. Ich lebe meine Träume.

Es war für mich einer der glücklichsten (und witzigsten) Abende überhaupt! Zu Beginn des Workshop durften wir uns wieder in unser Gegenüber einfühlen. Ich LIEBE es, welche Reaktionen ich da bei den Menschen, die mir gegenüber stehen, auslöse. Viele sind nicht nur berührt, sondern auch völlig erstaunt, dass ich so gut „ihre Seele lesen kann“. Für mich waren die Gefühle und manchmal sogar die Geschichte anderer immer schon wie offene Bücher. Früher dachte ich aber, dass ich mir das einbilde oder es irgendwie einfach Zufall ist, wenn ich z.B. schon wusste, was ein Mensch grob durchgemacht hat (z.B. in der Kindheit) und wie er sich fühlt, bevor er mir selbst davon erzählte.

Mittlerweile weiß ich, dass ich halt sehr empathisch bin und die Menschen und ihre Geschichte/Gefühle oft fühlen kann. Und natürlich auch, dass es absolut kein Zufall ist, sondern eine schöne Begabung, die ich sehr liebe :-)

Im späteren Verlauf des Workshops ging es darum, unsere Träume zu benennen und einen zu visionieren und dafür den ersten Schritt zu gehen. Etwas, das mir sehr leicht fällt, weil ich das beinah jeden Tag mache :-) Meine Träume sind mir sehr bewusst. Ich schreibe sie auf, ich male sie, oft visualisiere ich sie auch mit einem Visionboard. Und beinah täglich gehe ich einen weiteren Schritt hin zu meinem nächsten Ziel. Wenn ich von meinem Regenbogenhaus in Bayern spreche, klingt das oft wie ein „Mädchentraum“, aber es wird genau so sein. Ich weiß das UND ich werde dafür sorgen.


Die vielen Kraniche, die über Wuppertal flogen, haben mich diese Woche ganz glücklich gemacht. Ich habe den riesen Schwarm zwar leider verpasst, aber ein paar Nachzügler gesehen. Schon letzte Woche kreisten einige über unsere Köpfe, als wir im Park saßen. Ich liebe es! Mich berührt und fasziniert das jedes Jahr aufs Neue so sehr. Wo immer ich sie sehe, bleib ich mit Pipi inne Augen stehen.

Freuenswert war außerdem der Rauhnacht-Kalender*, der gestern ankam. Er ist noch viel wunderschöner, als ich dachte. Die Liebe zum Detail, mit der alles gestaltet wurde, find ich unfassbar toll. Ich liebe es, Produkte zu kaufen, von denen ich weiß, wie viel Herzblut darin steckt. Dieser Kalender ist definitiv einer dieser Sorte. Alle Karten sind von Hand geschrieben (wenn auch später kopiert), die Kräuter Handverlesen aus dem Garten oder von Wiesen gesammelt, es gibt ein kleines Notizbuch, zwei Kerzen, ein Teelicht mit Kräutern, tolle Inspiration und Anregungen für jede Rauhnacht und zusätzliche Ideen für Rituale. Ich freu mich schon jetzt total, total, total auf die erste Nacht im Dezember.


Außerdem habe ich mich über einen wunderschönen Samstag gefreut. Marius und ich sind früh aufgestanden, um nach Düsseldorf zur VeggieWorld zu fahren. Wir wollten unbedingt den Käse von Serotonina ausprobieren und natürlich auch andere neue Produkte kennen lernen.

Verwundert hat uns, dass die Aussteller so schlecht vorbereitet waren und vielen die Freundlichkeit fehlte. Wir waren mit die ersten Besucher, die in die Halle kamen und ein Großteil der Stände war zur Eröffnung um 10:00 Uhr noch nicht fertig. So viele hatten kein Wechselgeld an den Ständen, bei den meisten waren die Probierstände noch nicht fertig, einige waren sogar noch gar nicht offen. Hinzu kamen Mitarbeiter die ganz oft nicht mal in der Lage waren, Hallo zu sagen. Kaum jemand erklärte uns etwas zu seinen Produkten oder bot uns an zu probieren. Wir waren diejenigen, die nachfragen mussten. Gestern Abend haben wir dann außerdem festgestellt, dass viele der Produkte doch tatsächlich auf der Messe teurer waren, als online. Das verstehe ich alles echt NULL.

Ich gehe auf Messen, um neue Produkte zu entdecken, zu probieren und vor allem um zu kaufen. Wenn nicht mit Messe-Rabatt, dann doch wenigstens zu den Preisen, die online zu finden sind. Sonst lohnt es sich für mich doch gar nicht, 10€ Eintritt zu zahlen und von Wuppertal nach Düsseldorf zu fahren. Die Versandkosten sind ja viel günstiger. Und online sehe ich direkt alle Infos und werde IMMER freundlich behandelt ;-) Kann ich wirklich gar nicht nachvollziehen. Aber gut. Es gab ja auch ein paar positive Beispiele.

Nach der Messe kam Abends dann meine Familie. Wir wollten eigentlich einen Spieleabend machen, haben aber letzten Endes einfach nur gequatscht, gelacht und gefuttert. Es war ein richtig schöner Abend, den ich sehr genossen habe. Und es war spannend, weil es unser erster Abend mit Besuch aber ohne Couch war.  Marius, Mama und ich haben auf dem Boden bzw. auf Kissen gesessen oder gelegen und mein Bruder und seine Freundin auf unserer selbstgebauten „Kuschelmatratze“. Das hat echt gut geklappt. Mein Bruder hat mich zwar ein paar mal „Hippie“ genannt, aber das habe ich als großes Kompliment aufgefasst ;-)

Ich hab auf jeden Fall nochmal gemerkt, wie gut die Entscheidung war, sich nochmal von so vielen Dingen zu trennen. Weiterhin freue ich mich echt jeden Tag mehrmals über unsere, jetzt doch deutlich minimalistischere Wohnung. Mein Kleiderschrank, der seit Wochen einfach aufgeräumt ist, weil er nicht mehr bis oben hin voll gestopft ist. Das Wohnzimmer, das vor allem Abends soooo schön gemütlich ist, mit den vielen Lampen überall und hach! Auch unser Badezimmer gefällt mir, ohne all die Produkte die rum stehen und ohne den Schrank, viel viel besser. Vom putzen, das jetzt viel leichter ist, mal ganz abgesehen. Große Minimalismus-Liebe.

UND! Große Sauberkeits-Liebe. Ich bin so stolz, dass ich diese „Messie-Geschichte“ hinter mir habe und unsere Wohnung sauber und aufgeräumt ist. Gestern, als meine Familie da war und ich gemerkt habe, wie wohl man sich bei uns fühlen kann und wie schön sauber es ist, bin ich vor Stolz fast geplatzt (Stolz zulassen kann ich ja schließlich noch nicht so lange, das lebe ich dann jetzt nochmal durch :-) ).


Aphorismus der Woche

Innerer Friede beruht nicht auf Konfliktlosigkeit, sondern auf der Fähigkeit, mit Konflikten fertigzuwerden.

|Gesehen| Kraniche
|Gelesen| Mondschön*
|Gehört| Antenne Bayern
|Getan| gearbeitet, eingemacht, gelacht, geredet, geliebt, gegangen, geguckt, gelesen, gemalt, gehört
|Gegessen| siehe „Was essen wir heute
|Gedacht| Ach, Sandra <3
|Gefreut| über den so gelungenen Rauhnacht-Adventskalender
|Geärgert| über meine Oma
|Gewünscht| Schnee :-)
|Gekauft| Drei Käse von Happy Cheeze* (der Edle, „Chorizo“ und „Griechische Kräuter“), einen von Serotonina (Chadder Almond*), Schakaberry Schokolade*, „Fake Rippchen“ von einer polnischen Firma, deren Namen ich nicht mehr weiß, ultra leckere Datteln (weiß ich auch nicht mehr von wem :-D) und Maulbeeren von PÄX Food*. Zum Futtern direkt auf der Messe außerdem Börek mit Spinat von Makam (mit GROßEM Abstand die freundlichsten Aussteller der gesamten Messe!) und total leckere Dangos *_*
|Geliebt| mein Leben gerade, wie es überall ein Stück weiter geht, manchmal zwickt und zwackt und so reich an Erfahrung ist
|Geschrieben| über mein schönes Fotopuzzle + meine Ideen für besinnliche Weihnachten
|Geplant| Ich hab ein paar Termine bei Ärzten und mit Kunden, wir fahren, wie jedes Jahr, zu Marius Familie nach Werne zur SimJü und am Sonntag bin ich bei Lexa für einem wunderschönen Räucher-Abend.

 

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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