Immer wieder Sonntags


Immer wieder Sonntags 165

|Aphorismus der Woche|

Die Grenzen deiner Phantasie sind die Grenzen deiner Welt
© Birgit Käsler

|Gesehen| Königreich Tonga“” eine Dokumentation über Land, Kultur & Menschen eines eher unbekannten Inselstaats im Südpazifik. Mich hat vor allem beeindruckt, wie Beerdigungen dort ablaufen. Außerdem irgendwie ne Doku über Japan und da speziell über Hokkaido (die Insel, nicht der Kürbis ;-) ).
|Gehört| zufällig gefunden: “Jai Mata Kali Jai Mata Durge” von Nina Hagen und zum ersten Mal Nina Hagens Art (und Stimme!) genießen können
|Getan| gearbeitet, gelernt, geguckt, gegessen, gegangen, gekocht, gelesen, gewachsen, gequatscht
|Gegessen| siehe “Was essen wir heute
|Gefreut| über Wachstum und Ehrlichkeit
|Gelesen| nachdem mich Sarah Kuttners “Kurt*” nur mittelmäßig mitreißen konnte, hab ich’s erst mal beiseite gelegt und angefangen mit “Ich bin viele. Eine ungewöhnliche Heilungsgeschichte*” – ein älteres Buch, das es mittlerweile offenbar nur noch gebraucht zu kaufen gibt. Es handelt von einer Frau mit multiplen Persönlichkeiten und ihrem Weg. Bisher finde ich es grandios gut!
|Geärgert| über mich
|Gekauft| nix
|Geliebt| die 180° Wende beim Workshop am Donnerstag
|Geträumt| unter anderem, dass mein Zahnfleisch auf der linken Seite immer dicker wurde, die Schwellung auf meine Zunge übergriff, die ihrerseits ganz dick wurde. Sie wurde so dick, dass die Haut hinten am Gaumen, wo die Zunge im Traum quasi “dran hing”, durch das Gewicht, so lang gezogen wurde, dass ich meine Zunge letzten Endes abreißen könnte. Läuft bei mir :-D (damit ihr nach der Traumdeutung der “Zunge” nicht googlen müsst: KLICK!=
|Geklickt| die Traumdeutungsseite :-P Ansonsten vor allem Arbeitskram
|Geschrieben| über meine veganen Lieblings-Ersatzprodukte und was ich generell davon halte


Gedanklich beschäftigt haben mich noch die Dokus (siehe oben unter “Gesehen”) die ich gesehen habe. Allen voran die “Königreich Tonga” Doku, in der es u.a. um Beerdigungs-Zeremonien in Tonga geht (gucken, lohnt sich! Ist aber nur noch zwei Tage online verfügbar). 500 Besucher sind da für Beerdigungen völlig normal. Jeder kann an dieser Beerdigung teilnehmen und Abschied nehmen. Nicht selten dauert ein solches Begräbnis mehrere Tage, damit sich alle Anwesenden verabschieden können.

Einerseits beeindrucken mich die vielen Rituale der Tongaer, andererseits schreckt mich das Ausmaß der Beerdigung ab. Ich musste an die Beerdigungen von meinem Opa und meinem Vater denken, auf denen (geschätzt) zwischen 100 und 300 Personen waren. Neben Familienangehörigen und Freunden, eben auch Bekannte, Arbeitskollegen, Kunden und etliche Leute, mit denen beide lange Zeit gar keinen Kontakt mehr oder sogar “Streit” hatten.

Und ich dachte daran, wie ich mich erst kürzlich auf Instagram noch darüber unterhielt, dass man ggf. Angst davor hat, das niemand/nur wenige zur eigenen Beerdigung kommen und dass sich mein Gefühl/meine Angst dahingehend verändert hat.

Da die Beerdigungen bis dahin die einzigen in meinem Leben waren, dachte ich es sei normal, dass so viele Menschen da sind. Dass es auch andere Vorgehensweisen gibt, bei denen es eine öffentliche Trauerfeier zur Verabschiedung gibt und ein privates Begräbnis, wusste ich nicht. Die Anzahl der Anwesenden hatte aus meiner Sicht keinerlei Bedeutung. Für mich war es furchtbar, so viele Menschen zu sehen, mit denen ich meinen Trauer gezwungenermaßen in diesem Moment teilen musste. Auf der Beerdigung meines Vaters, kannte ich den Großteil der Menschen nur flüchtig oder sogar gar nicht, weil ich nicht im Betrieb meiner Eltern arbeitete, viele Gäste aber beruflich mit meinem Vater in Verbindung standen.

So viele Menschen dort zu haben, war auch furchtbar, weil meine Mutter über anderthalb Stunden zitternd am Grab meines Vaters stand und jede einzelne Beileidsbekundung persönlich entgegen nahm, während ich betete, dass die Massen endlich aufhören und wir Zeit für uns haben können.

Gerade im Nachgang macht mich das traurig weil ich weiß, dass es persönlicher, intensiver und für uns als Familie auch, bezogen auf den Zustand meiner Mutter, weniger belastend hätte sein können. Ich weiß, dass ich beide Male anders Abschied genommen hätte, wenn wir im kleinen Rahmen unter uns gewesen wären. Ich wollte z.B. singen und entschied mich dagegen, weil ich mich schämte, vor den anderen zu weinen. Überhaupt weinte ich auf beiden Beerdigungen aus eben diesem Grund fast gar nicht.

Klar zeigt ein großes Begräbnis nach außen, dass mein Vater und mein Opa irgendwie viele Menschen kannten und in deren Leben Spuren hinterließen. Und natürlich hat jeder das Recht, sich auf seine Art zu verabschieden. Aber das muss nicht zur gleichen Zeit mit den engsten Weggefährten passieren.

So schön die Rede des freien Pastors auch war, so blöd fand ich die Beisetzung. Für mich war die Anwesenheit und/oder Beileidsbekundung vieler “Trauergäste” geheuchelt. Der neugierige Vermieter (der meine Eltern und mich abzocken wollte/abgezockt hat), der den Pastor sogar fragte “Was hat der denn gehabt?”. Die ehemalige Kollegin, die mir eine lange Zeit meines Lebens zur Hölle gemacht hat und mich heulend in den Arm nehmen wollte. Menschen, die sich Jahrzehnte nicht mehr gemeldet haben. Kunden, die immer unzufrieden waren. Alle standen sie betroffen am Grab und sagen “Wir sind für Euch da, wenn ihr was braucht.”

Nach der Beerdigung war mit der großen Anteilnahme Ende. Statt “Wir sind für Euch da” haben sich die Leute beschwert, meine Mutter mit dem Betrieb zeitweise böse auflaufen lassen und über uns geredet. Weil wir auf Fotos lachen, weil man sich nicht gemeldet hat, weil wir komisch sind, weil es einem mies oder gerade mal kurzfristig gut geht, weil man sein Leben neu ausrichtet, weil mein Bruder den Betrieb verlassen hat, weil das Haus meiner Großeltern verkauft werden musste, weil meine Oma in eine Pflege-WG gezogen ist oder jemand online zu viel Trauer teilt. Erzählen meiner Mutter, wie mein Vater angeblich wirklich war, stellen unsere Liebe in Frage. Für mich sind das alles nichts weiter als Arschlöcher. Und mit Arschlöchern möchte ich den letzten Weg meiner Liebsten nicht teilen. Nie wieder.

Um zurück zu dem zu kommen, was ich damit sagen wollte und was mir damit auch nochmal klar wurde: Ich habe seit diesen Erfahrungen nicht mehr darüber nachgedacht oder gehofft, dass viele Menschen auf meiner Beerdigung sein werden. Im Gegenteil habe ich schriftlich festgehalten, wen ich auf meiner Trauerfeier dabei haben möchte und dass ich kein riesen TamTam mit Hinz und Kunz will. Andernfalls drehe ich mich im Grab um.

Wie sieht das bei Euch aus? Waren die Beerdigungen, auf denen ihr wart, eher privat oder öffentlich? Was davon findet ihr warum gut? Helfen Euch viele (fremde) Menschen beim Trauern und Abschied nehmen? Ist es Euch wichtig, dass jeder zur Beerdigung kommt, auch Menschen zu denen Jahre lang kein Kontakt herrschte? Findet Ihr, dass man auf eine Beerdigung gehen MUSS, um Abschied zu nehmen und nehmt ihr es den Menschen übel, wenn sie für sich alleine Abschied nehmen wollen und deshalb nicht auf die offizielle Beerdigung gehen? Ich würde mich freuen, auf Instagram/Facebook oder hier im Blog Eure Meinung dazu zu lesen.


Bezogen auf die zweite Doku (und es gab auch noch eine Dritte, bei der ich aber nicht genau weiß, wie sie hieß und wo sie lief), hat mich beschäftigt, wie sehr wir Europäer den Bezug zum Ursprung verloren haben. Viele andere Kulturen sind sehr naturverbunden, nutzen Rituale, Meditationen & Co. um sich zu heilen und im hier und jetzt zu bleiben. In einer Doku wurde u.a. ein Apnoetaucher gezeigt, der sich eine Stunde vor dem Tauchgang durch Atemübungen und Meditation ins Jetzt holt, so die Herzfrequenz runter schraubt und als erster Japaner (ich glaube) 110 Meter mit einem Atemzug tauchte.

Hier, wohl insbesondere in Deutschland (?) gelten Rituale und Meditationen immer noch viel zu oft als spiritueller Humbuk. Wenn ich von den Workshops erzähle und davon, was sie in mir bewirken, erntet man viel zu oft irritierte Blicke. Ebenso wenn man von den spürbaren Energien und Kräften z.B. der Natur spricht. In den Dokumentationen lebten die Menschen im Einklang mit der Natur, das hat in mir ein tiefes Gefühl von Frieden und Sehnsucht ausgelöst.

Mir ist eingefallen, dass wir es oft viel seltsamer (oft ja sogar ein bisschen “ekelhaft” weil welche Tiere haben da wohl Pipi drauf gemacht??) finden, Kräuter in der Natur zu sammeln, als sie im Supermarkt zu kaufen. Wie unfassbar bekloppt das einfach ist, wenn man sich da mal länger mit beschäftigt. Marius und ich hatten vor einiger Zeit das grandiose Video “Essbare Bäume” gesehen und uns, trotz aller Faszination und der Tatsache, dass wir am nächsten Tag SOFORT in den Wald sind, um die Bäume auszuprobieren, auch dabei erwischt das irgendwie seltsam-amüsant zu finden. Man erwischt sich viel zu oft bei Gedanken wie “Irgendwie ist der schon ein Freak.” oder “Ja naja, man muss es ja nicht gleich übertreiben.” oder so. Dabei haben wir im Laufe der Zeit schlicht und ergreifend den Bezug zur Natur verloren.

Das Einzige, das wirklich seltsam ist: wir gehen in den Supermarkt und kaufen abgepackte Kräuter, Gemüse oder Obst die um uns herum in der freien Natur wachsen. Wir SEHEN es nur nicht. Mir fielen sofort die Menschen ein, die ich täglich auf unseren Waldspaziergängen beobachten kann. Kaum jemand sieht die Bussarde in der Luft, die Rotkehlchen, Meisen, Spatzen, Eichelhäher und Spechte in den Bäumen. Die vielen Kaulquappen, Kröten, Molche, Käfer im Tümpel. Die drei Erpel, die seit Monaten nicht von der Seite der Ente weichen. Die Schnecken und Regenwürmer, die in der aktuell nassen Zeit die Wege säumen. Die vielen Feldmäuse, die geschäftig durchs Laub huschen und neugierig stehen bleiben, wenn sie einen entdecken. Das Eichhörnchen, das Minutenlang ihre gefundene Nuss auf dem Baum genießt.

Die Natur, wie sie sich immer und immer wieder gegen das wöchentliche Rasenmähen und Hecken schneiden aufbäumt. Die vielen bekannten Wildkräuter, Wildbeeren und Obstsorten wie z.B. Bärlauch, wilder Majoran, Waldmeister, Baldrian, Johanniskraut, Wiesensalbei, wilde Möhre, Holunder, Hagebutte, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Brombeeren, Himbeeren, unfassbar köstliche Erdbeeren, Walnüsse, Haselnüsse (…).

Die meisten Menschen sind so achtlos geworden. Huschen mit ihrem Hund genervt über die asphaltieren Straßen durch die Siedlung, obwohl nur fünf Meter weiter der Wald beginnt. Oder spazieren mit Scheuklappen gestresst, unzufrieden und ausgelaugt durch den Park, in der Hoffnung einen kurzen Moment abschalten zu können. Wer aus diesem Kreislauf ausbricht, ist suspekt.

Warum stehen die Minutenlang an diesem zugeschütteten Tümpel und freuen sich? Was glotzen sie die ganze Zeit in die Luft? Und müssen sie eigentlich nicht mal langsam arbeiten? ICH könnt das nicht, jeden Tag ne Stunde durch den Wald. Dafür habe ich gar keine Zeit.

Womit sich dann eigentlich ja schon das nächste Thema anschließen würde: Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich. Zum Glück hab ich darüber ja schon mal hier und hier und hier geschrieben :-)


Auf Instagram kam noch das Thema zu meiner “Morgenroutine” auf. Hier auch die Frage, was genau ich mache, wie und womit ich Sport mache und welche Apps ich nutze. Die Antworten liefert mein Artikel aus Januar HIER!. Da ist alles detailliert aufgelistet und die Apps sind verlinkt.

Mir ist dabei noch aufgefallen, dass ich mich in der Story auf Instagram erst dafür rechtfertigen und meinen täglichen Sport selbst “herab schwächen” wollte, weil ich daran dachte, wie viele es wohl unglaubwürdig finden, dass ich jeden Tag Sport mache und trotzdem “so dick” bin. Ich hab gemerkt, dass ich in Sachen eigener Meinung und mir selbst glauben, hier und da noch zu üben und kämpfen habe, denn in meinen Gedanken ploppte sofort sowas auf wie “Ja naja, so RICHTIG RICHTIG Sport wie im Fitnessstudio oder Marathonläufer oder so machst du ja auch nicht.”.

ABER! Das schöne ist, ich hab es sofort bemerkt und mich gedanklich korrigiert. Ich bin genug. Was ich mache ist genug. Vielleicht nicht für andere, aber für mich und DAS zählt. <3


Die Woche selbst war insgesamt ansonsten eher unspektakulär und Arbeit-betont, so dass ich nichts weiter zu erzählen habe. Zumindest nichts, das ich nicht schon in “Immer wieder Donnerstag” auf meinem Frau-Achtsamkeit Blog erzählt hätte. Manchmal überschneiden sich solche Themen halt einfach :-) Den Deep-Talk gibt es dieses Mal also dort, wenn Ihr Euch rein klickt:

Immer wieder Donnerstags oder Stolz & Vorurteil

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Über den Autor

Die Checkerin

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

3 Kommentare

  • Trauer kann unterschiedlicher nicht sein… Es gibt Menschen, die trauern im Stillen und andere brauchen jemanden, um die Gefühle loszuwerden und immer wieder drüber zu reden. Niemand sollte einem vorschreiben sollen, wie man zu trauern hat.
    Am leichtesten haben es die Hinterbliebenen, wenn genau hinterlassen wird, wie der oder die Verstorbene gern beigesetzt werden möchte. Ich glaube jedoch, dass das eher die Ausnahme ist, weil Tod immer noch ein großes Tabuthema in unserer deutschen Kultur ist.

    Ich war glücklicherweise bisher nur bei 3 Beerdigungen, die meiner Grosseltern. Die letzte war eine zweigeteilte: zunächst im grösseren Familienkreis am Sarg, danach Urnenbeisetzung im nur engen Familienkreis (Die beiden Söhne plus Frauen und wir 4 Enkelinnen ohne Partner/Kinder). Der Redner hat auf meinen Wunsch hin ein Gedicht ihres zu dem Zeitpunkt auch schon verstorbenen Bruders vorgelesen, das toll auf die beiden passte. Das war ein sehr intimer und wunderbarer Moment.
    Im Gegenzug dazu fand ich die Trauerfeier am Sarg richtig doof, ich kannte auch viele nicht. Und echt geärgert hat mich, dass der Redner nicht mal geschafft hat, richtig die zusammengeschriebenen Erinnerungen vorzulesen (er hat z.b. meinen Namen mehrfach falsch gesagt und Daten verwechselt…arghh).

    Ich hoffe, die nächste Beerdigung lässt ganz lang auf sich warten.
    Ich persönlich würde auch nur zu welchen gehen, wo mir die Menschen wichtig waren. Um Beerdigungen von Grosstanten etc. hab ich mich bisher gedrückt. Selbst bei meinem Cousin war ich nicht, weil ich ewig keinen Kontakt mehr zu ihm hatte. Ich halte nichts davon, Gefühle vorzuheucheln…auch keine Trauer.

    • Das mit der Trauer sehe ich genau so. Find es auch wichtig, dass das einfach akzeptiert wird. Die einen weinen ihr Leben lang, andere fangen nach kurzer Zeit wieder an zu lachen. Mancher macht es mit sich selbst aus, andere brauchen professionelle Hilfe usw.
      Auch das mit dem Tabuthema sehe ich so. Bei uns hat sich dahingehend auch kaum was verändert. Marius und ich hatten ja vorher eh schon alles “safe”, festgelegt und sogar einen Platz unterm Baum im Friedwald bezahlt :-D , aber unsere Familien haben weiterhin eigentlich nichts so richtig richtig was geplant/vorgesorgt. Es ist wirklich ein schwieriges Thema, vor dem sich die meisten drücken. Eigentlich so schade, weil es für ALLE viel einfacher ist, wenn wirklich mal was ist.

      Wenn der Redner was vermasselt das kenne ich von einer anderen Beerdigung. Das war bei uns zum Glück nicht so, der war großartig aber sowas find ich auch echt RICHTIG unangenehm und ärgerlich. Also sich mal versprechen oder so ist ja voll ok, aber echt völlig daneben zu hauen schon peinlich und fast unprofessionell.

    • Achso, das mit dem vorheucheln sehe ich auch so. Ich würde keine Beerdigung besuchen, wo ich zu der Person keinen oder nur sehr schlechten Kontakt hatte. Fänd das auch einfach völlig unangebracht und insbesondere mir selbst gegenüber auch gelogen.

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