Immer wieder Sonntags

Immer wieder Sonntags 192 – meine Woche im persönlichen Rückblick

|Gesehen| “Sorry for your loss“ und “Humans*”
|Gehört| meine Playlist*
|Getan| gekocht, gearbeitet, gemalt, gelesen, gesungen, gespielt, gebastelt
|Gegessen| siehe Was essen wir heute
|Gefreut| über viel Arbeit, zufriedene Großeltern & viel Lob
|Gelesen| “Das geheime Band zwischen Mensch und Natur*” und “Zeit für Weiblichkeit“*
|Gekauft| das Xiaomi Mi Band 4*, den Neato Botvac Connected D7* (nachdem unser alter Botvac* nach einer Reklamation der Reifen nicht mehr repariert wurde)
|Geliebt| viel kreative Arbeitszeit & gemütliche Abende
|Geschrieben| über Heimische Superfood Alternativen, Deutschland braucht mehr Pflege-Kraft und über nachhaltige Geschenkideen zu Weihnachten
|Geplant| Dienstag bin ich zum Thema “Sexualmagie” bei den “Königinnen*”, Mittwoch sind wir bei Freunden in Dortmund und bringen im selben Atemzug einige Keramikteile zu einer Instagram-Followerin, Donnerstag bin ich morgens zur Therapie und abends beim Rudelsingen und Freitag bin ich morgens mit einer meiner “Königinnen” zum Schwimmen verabredet und abends steht der FreiTalk auf Instagram an.


Thematisch in Bezug auf meine Woche gibt es direkt eigentlich gar nichts wirklich Interessantes zu erzählen. Dafür hat mich aber das ein oder andere Thema beschäftigt und da hab ich einiges zu zu sagen :-)

Thema 1: Support Your Local Dealer / Support Small Business

Immer häufiger werde ich mit Sätzen wie “Also ich kauf lieber offline und unterstütze den Handel vor Ort” oder “Ich kauf lieber bei kleinen Händlern” konfrontiert, wenn ich davon erzähle, dass ich das meiste (Lebensmittel ausgenommen) online kaufe.

Ich finde es in zweierlei Hinsicht, naja, sagen wir: “interessant”. Zum einen ist es so, dass das Internet VOLL von kleinen Händlern ist. Auf Etsy, ebay & auch Amazon oder Amazon Handmade verkaufen sehr viele kleinere Händler und Einzelpersonen ihre Waren und Dienstleistungen ( ich zum Beispiel ja auch* ).

Nirgendwo sonst kann ich z.B. “Hausfrauen” so gut unterstützen, wie wenn ich in ihren Onlineshops auf der jeweiligen Plattform einkaufe. Nirgendwo sonst gibt es so vielseitige Möglichkeiten, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und sich selbst zu verwirklichen.

Die Online Marktplätze bzw. das Internet bieten eine Vielzahl von Produkten (oft sogar handgemachte), die man offline mitunter gar nicht bekommt. Service, Auswahl & Kundenfreundlichkeit hat der Onlinehandel nahezu perfektioniert, während der Offlinehandel / lokale Handel gefühlt in der Zeit stehen geblieben ist und keine oder kaum Entwicklung empfindbar ist.

Wann immer ich dem “guten Fachhandel vor Ort” die Chance gegeben habe (und ich tue es immer noch manchmal), mich eines Besseren zu belehren, wurde ich enttäuscht. Produkte sind nicht vorrätig oder gar nicht erst erhältlich, auf individuelle Wünsche kann nicht eingegangen werden, die Preise sind deutlich höher als im Internet (und ich bin schon bereit etwas mehr dafür zu bezahlen, dass ich es direkt vor Ort bekomme), an der Kasse stehe ich dann oft ewig in der Schlange und werde zu guter Letzt auch noch unfreundlich behandelt.

Dass es viele Händler vor Ort schwieriger haben, liegt aus meiner Sicht auch nicht generell am “bösen Internet” (und AMAZON 11elf!!!) sondern daran, dass viele den Fortschritt der Zeit verschlafen haben. Heutzutage kann JEDER online verkaufen, für eine Vielzahl der Händler vor Ort ist das Internet allerdings immer noch Neuland und wird ausschließlich als Bedrohung angesehen.

Ich habe es “offline” noch nie erlebt, dass sich jemand herzlich für meinen Einkauf oder meine Empfehlung bedankt hat. Im Gegenteil wird einem als Kunde oft ohne Umschweife gezeigt, wie sehr man es hasst, von morgens bis abends im Geschäft zu stehen und noch keinen Feierabend zu haben.

Wenn ich hingegen Listen wie die für nachhaltige Geschenkideen zu Weihnachten oder auch meine ausgefallene Adventskalender Liste teile, schreiben mich die kleinen HändlerInnen persönlich an, um sich dafür zu bedanken, dass ich Menschen auf ihre Shops/Produkte aufmerksam gemacht habe. Ich LIEBE es, ganz besonders kleine Händler zu unterstützen, aber offline bereitet es mir nur noch in wenigen Ausnahmefällen Spaß.

Wenn ich also höre, dass man die kleinen Shops unterstützen soll, dann stimme ich dem zu. Wer aber den Fortschritt verpennt, die Fehler nur bei anderen sucht und das Internet weiterhin als Gegner betrachtet, der hat einfach noch nicht begriffen, wie wichtig es sein kann, sich auch als lokaler Händler mit dem Onlinehandel auseinander zu setzen.


Thema 2: Nirgendwo dazu gehören

Ein Thema, über das ich schon oft schreiben wollte, das ich für mich aber erst jetzt abgeschlossen habe. Ich hatte mein Leben lang das Gefühl, nirgendwo dazu zu gehören und nicht richtig zu sein.

Egal wo. Bei der Arbeit, bei Freunden, in der Familie, beim Sport, in der Schule. Immer hatte ich das Gefühl anders zu sein, zu stören, nicht rein zu passen, komisch zu sein usw. Ich war immer dabei, aber nie WIRKLICH drin. Erst in diesem Jahr habe ich verstanden, woran das liegt.

Es lag daran, dass ich nicht ich war. Ich habe immer versucht, es anderen recht zu machen. Möglichst nicht aufzufallen, zu machen was man von mir erwartet, alles richtig machen und dadurch gemocht zu werden, dass ich anderen nach dem Mund rede.

Was ich wirklich dachte/fühlte/wollte spielte für mich und somit auch für die anderen kaum eine Rolle. Ich war selten ehrlich, wenn es darum ging und verleugnete mich selbst, weil ich wahlweise meine Ansichten & Überzeugungen für nicht relevant hielt, oder sie schlichtweg nicht zu denen der Gruppe passten. Häufig überspielte ich meine Unsicherheit mit einem flotten Spruch oder mit Alkohol (mit Alkohol fühlte ich mich übrigens IMMER dazugehörig).

In alten Verbindungen laufe ich bis heute oft nur so mit – wir kennen es ja alle nicht anders. Mich in solchen Verbindungen aus meiner alten & überholten Rolle zu befreien fällt mir tatsächlich schwer.

Mit neuen Menschen ist es dafür umso leichter. Dort gehöre ich dazu. Habe einen festen Platz. Ich bin authentisch! Alleine dadurch, dass ich mich nicht mehr verstelle und zu mir stehe, auch wenn das bedeutet, dass ich aus der Reihe tanze, hat sich so viel verändert.

Ich werde gesehen, angehört, gefragt, nehme nicht selten sogar eine Position ein, in der man mich z.B. um Rat/meine Meinung bittet. Früher wäre das für mich kaum denkbar gewesen.

Heute bin ich stolz darauf, nicht so zu ticken wie alle anderen. Ich liebe es, anders zu denken & anders zu handeln. Ich bin stolz darauf, meiner Spiritualität (z.B. eben auch in Form der Seelenwort Aquarelle*) Raum zu geben, statt mein Interesse daran, aus Angst vor Ablehnung, zu verbergen. Auf Sachen, für die ich mich vor zwei Jahren noch geschämt habe, bin ich unsagbar stolz. Zum Beispiel darauf, dass mein Beruf in keine Schublade zu pressen ist, dass ich vegan esse oder gerne Müßiggängerin bin.

Ich merke, dass mit dieser neuen Authentizität Menschen in mein bzw. unser Leben treten, mit denen es besser funktioniert. In deren Mitte ich mich nicht fehl am Platz, sondern pudelwohl fühle.

Damit habe ich auch die Gewissheit, dass meine hier beschriebene Sehnsucht, in Bezug auf eine “echte Verbündete”, auf eine Seelenverwandte, nur noch eine Frage der Zeit ist.

Ich habe verstanden, dass ich mich nicht verändern muss um akzeptiert zu werden, sondern Menschen finden oder einen Kreis aus Menschen kreieren muss, wo ich genau so akzeptiert bin. Dass ich nicht die Teile, die mich anders machen, auf Teufel komm raus verstecken muss, sondern mich im Ganzen zumuten darf, um bedeutungsvolle Beziehungen zu erschaffen. Ich muss nicht “Ja und Amen” sagen, anderen nach dem Mund reden und ihren Lifestyle verfolgen, sondern kann meine Kreativität fließen lassen und so neue Möglichkeiten und Verbindung schaffen.


Sehr genossen habe ich in dieser Woche, meine Kreativität sowohl beruflich als auch privat fließen zu lassen. Im Privaten hat es meinen ersten “Väntljusstaken” hervor gebracht. Wieder eine Sache, für die ich mich früher sicher geschämt hätte und die ich heute sehr gerne präsentiere.

Ein solcher “Licht-Erwartungs-Leuchter” ist ein wenig mit dem Adventskranz-Ritual zu vergleichen, nur dass sein Ziel nicht Weihnachten, sondern die Wintersonnenwende ist (hier nochmal meine Idee für ein Ritual zur Wintersonnenwende).

“Ehrlich ich” ist: mir bedeutet die Wintersonnenwende mehr und ich freue mich mehr darauf, als auf Weihnachten. Für mich ist die Bedeutung von Weihnachten, je mehr ich Sinn, Zweck & Ausgestaltung für mich hinterfragt habe, geringer geworden.

Jedenfalls werde ich zur Wintersonnenwende, also wenige Tage vor Weihnachten, nochmal auf einem drei tägigen Blind Dance Event “Tanze deine Ahnen und Krafttiere*” sei ( zu meinem Artikel “Was ist Trance Tanz” mit den tollen Vorher-Nachher Fotos samt sprachlosem “Live-Video” HIER KLICKEN) Eine weitere “dafür schäme ich mich nicht mehr”-Sache. Auch wenn ich mir hin und wieder dumme Sprüche wie “Tanzt ihr dann auch eure Namen?” dazu anhören muss. Da ich früher selbst so reagiert habe, weiß ich dass es nur aus Unwissenheit & Unverständnis heraus geschieht und kann darüber entsprechend hinweg sehen.


Das war es dann auch von meiner Woche und dem, was ich mit euch teilen wollte. Ich werde jetzt noch was die kuschelige Jahreszeit genießen, mich mit einem Tee und ner Wolldecke gemütlich hinfläzen und was malen oder lesen.

Ich wünsche Euch einen schönen Rest-Sonntag und einen schönen Abend!

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Über den Autor

Die Checkerin

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

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