Immer wieder Sonntags

Immer wieder Sonntags 283

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|Gesehen|Die Folgen von Alkoholkonsum für Kinder” (hat mich sehr berührt), “Kinderarmut: Das große Versagen der Politik” (hochinteressant und wichtig!)”Jung, verwitwet und allein – Weiterleben ohne Partner” (ein wichtiges Thema über das gerade in jungen Jahren selten gesprochen wird) und “Kindesmissbrauch in der Familie – Inzest und seine furchtbaren Folgen(schwere Kost)
|Gehört| Schweigende Schwestern” von Sarah Lesch (ein sehr wichtiges Lied)
|Getan| gearbeitet, geschwommen, getanzt, geredet, gemalt, gelacht, gefreut, gewandert, gespielt, fotografiert, aussortiert
|Gefreut| über spontane Wanderungen, spontane Hilfe und spontane stundenlange Gespräche
|Gelesen| Nix
|Gekauft|
 die 2. Erweiterung* für das Brettspiel Cacao*, das Marius und ich aktuell fast täglich spielen
|Geschrieben| Nix
|Geplant| Klarheit bezüglich unseres Autos erhalten


Ohne Auto

Die “wilde Hilde” ist weiterhin kaputt und wird morgen Nachmittag begutachtet. So oder so werden wir die nächsten Wochen weiterhin ohne Auto sein. Für andere Menschen ist es normal, kein Auto zu haben. Das ist okay und wirklich großartig, wenn es für sie funktioniert. Ich weiß auch, dass das ein echtes “Luxusproblem” ist. Alle die das nervt, können diesen Aufrege-Jammer-Part dann jetzt einfach überlesen. Für uns ist es unter den aktuellen Bedingungen einfach nur scheiße.

Ich muss nächste Woche u.a. zur ADHS-Ambulanz nach Gevelsberg. Mit dem Auto brauche ich 30 Minuten hin und zurück + ca. 5€ Spritkosten. Mit dem ÖPNV bin ich zwei Stunden unterwegs und zahle 23€ 😅 Darauf die Woche haben wir einen Termin in Werne. Auto: 90 Minuten Hin & Rückfahrt + ca. 20€ Spritkosten. ÖPNV: ca. 7 Stunden + 100€ (und wir kämen erst nachts gegen 2 Uhr in Wuppertal an).

Aber selbst fernab solcher Termine, die nicht so häufig stattfinden, sind alltägliche Dinge (bezogen auf unseren Wohnort) ohne Auto effektiv nur schwer umsetzbar. Wir sind diese Woche beispielsweise zu Fuß Einkaufen gegangen. Ich wollte das schon immer mal ausprobieren, um auszuloten, ob es eine gute Option ist, das Auto für einen kleineren Einkauf einfach mal stehen zu lassen. Deshalb haben wir das Notwendigste also zu Fuß eingeholt.

Es ist aber einfach nur umständlich und schlecht. Den Rückweg muss man “bepackt wie ein Esel” (wie schlimm übrigens, dass man es okay findet, Esel zu bepacken, aber es für uns Menschen “unmenschlich” findet) über ca. 30 Minuten bergauf gehen. Ein normaler Wocheneinkauf wäre damit gar nicht möglich. Mit dem Bus braucht man ungefähr genauso lange, muss auf einer Strecke von 2,5 Kilometern allerdings 2 x umsteigen und zahlt pro Person und Fahrt 2,80€.

Und dann kommen noch so Sachen dazu wie: Alva ist krank 🙄 Mega Atemwegsinfekt. Zur Tierärztin ne Stunde zu Fuß zu gehen geht gar nicht klar. Mit dem Bus biste ähnlich lang unterwegs. Kannste der Ratte auch nicht antun. Meine Freundin hat mir zum Glück ausgeholfen und trotzdem:

Das alles kostet so viel mehr Geld und Lebenszeit. Beides habe ich nicht unendlich zur Verfügung 😏 Finde es wirklich frustrierend. Also nicht mal ohne Auto zu sein. Sondern zu erkennen, dass es ohne Auto für uns so gar nicht funktionieren würde.

Insofern bin ich froh, dass wir auch in Zukunft ein Auto haben werden. Hoffentlich weiterhin die “wilde Hilde”, zur Not sonst dann aber eben was anderes.

Es hat allerdings auch die ein oder andere gute Sache, dass das Auto gerade nicht funktioniert:

  1. kann ich mich darin üben, Hilfe anzunehmen (meine Mama war für uns einkaufen und heute kam meine Freundin spontan vorbei, um uns Medikamente für Alva zu bringen)
  2. sind wir Freitag spontan fast 14 Kilometer zu Fuß in und durch den “Zauberwald” gewandert. Das war richtig schön! Die Idee hatte ich zwar auch schon, als das Auto noch funktionierte, aber ich hätte sie vermutlich nicht so zeitnah umgesetzt
  3. ich fand das zu Fuß Einkaufen irgendwie trotzdem ganz “schön” (auch wenn ich es dennoch in Zukunft maximal im Notfall wiederholen werde)

Und sonst so?

Ich habe diese Woche ehrlich gesagt nicht so richtig viel zu erzählen. Ich habe sehr unsere “Draußen-Zeit” genossen, meine Mama war spontan zum Quatschen hier und eben wurden aus “nur eben das Medikament vorbeibringen” über zwei Stunden unterhalten mit meiner Freundin. Solche Momente genieße ich sehr.

Außerdem habe ich diese Woche weiter an einer Artikelreihe für Frau-Achtsamkeit.de gearbeitet und gestern spontan die Küche ausgemistet. Das war es im Kern von dieser Woche.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. In Bezug auf die Wahl sind ja (leider) keine großen Überraschungen zu erwarten 😑 Wer noch nicht wählen war, hat aber dennoch bis 18:00 Uhr Zeit. Jede Stimme zählt. Besonders die der jüngeren Generation 💜

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1 Kommentar

  • Sandra, es ist manchmal echt so unheimlich! FASD ist ein Thema, was mich schon seit ein paar Jahren immer mal wieder beschäftigt. Gerade letzte Woche hatte ich ein Video dazu gesehen und einen Artikel gelesen, in der eine Expertin meinte, dass viele FASD Betroffene mit BPS fehl diagnostiziert sind, weil es (Wie so oft bei der BPS), starke Ähnlichkeiten gibt. Meine leibliche Mutter war ja Alkoholikerin und ich bin ein “Suffunfall”. Vieles würde passen, auch wenn man sich die Kindheit nochmal anschaut, aber da würde auch AD(H)S und vieles mehr zutreffen… FASD ist insofern mies, weil es nicht die klassischen äußeren Symptome gibt, sondern sich halt vieles psychisch abspielt. Spannend, mir gleich nochmal ein anderes, für mich, neues Video dazu anzuschauen. Ich habe dieses Jahr wieder per Briefwahl gewählt :-)

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