Coffee Break & Stories

Immer wieder Sonntags (59)

Was für eine bescheuerte Woche voller Hochs und Tiefs. Dienstag habe ich mich mit meiner besten Freundin aus Kindheitstagen getroffen. Über 18 Jahre haben wir uns nicht gesehen und doch war es irgendwie so, als läge kaum Zeit dazwischen. Ein unglaublich tolles, emotionales, aufregendes und interessantes Treffen.

Mittwoch ging es dann weiter mit einem Wutanfall inkl. heulen auf der Arbeit. Läuuuuft bei mir! Ich flipp sehr, sehr selten aus. Ok. Zu Hause natürlich schneller, aber in der „Öffentlichkeit“ nie. Schon gar nicht mit Wutheulen 😀 Ich erinnere mich nicht daran, jemals auf der Arbeit so die Fassung verloren zu haben. In diesem Fall hatte ich die Schnauze aber so randvoll, dass mein Chef alles abbekommen hat. Der kann das aber zum Glück ab.

Donnerstag bin ich um vier Uhr aufgestanden und im Verlauf des Tages in den Genuss öffentlicher Verkehrsmittel gekommen. Anfänglich fand ich das noch ausgesprochen gemütlich und dann ist mir eingefallen, warum ich die öffentlichen Verkehrsmittel hasse und deshalb seit Jahren meide: Menschen und Unpünktlichkeit. Mein Chef und ich sind für ein Meeting kurzer Hand nach Hamburg gefahren.

Um sechs Uhr war ich am Wuppertaler Hauptbahnhof. Um sieben Uhr in Hamm, um acht Uhr in Bielefeld und um neun Uhr in Hannover zum Umsteigen. Mein Bus hatte Morgens 15 Minuten Verspätung (ich sollte um 5:51 am Bahnhof sein, weil der Zug um 6:15Uhr kam, Bus kam aber erst um 6:46 Uhr 😀 ), dann hatte unser Zug insgesamt 16 Minuten Verspätung, so dass wir den Anschluss in Hannover verpassten. Also ne Stunde warten. Auf dem Rückweg hatte unser Zug 6 Minuten Verspätung. Wieder den Anschlusszug verpasst (dieses Mal aber nur weil er von nem anderen Gleis fuhr und wir das zu spät mitbekommen haben) und wieder ne Stunde gewartet. Sowas macht mich wirklich so wütend.

Hinzu kommen Menschen. Einer, der stundenlang hinter dir sitzt und schmatzt. Ein anderer vor dir, der unentwegt „Ja. Ja. Jajaja. Ja. Jaja. Ahja. Jap. Jajaja. Ja.“ sagt, einer der seine Nase hochzieht. Manche stinken nach Schweiß, andere nach Alkohol, wieder andere nach Kippen oder irgendeinem widerlichen Parfum. Oah. Da kann ich mich noch so sehr auf die schönen Dinge konzentrieren (wie z.B. riesige Reh-Herden, Nebel der in den Wäldern hängt, ein toller Sonnenaufgang und so), es verursacht Stress!

In Hamburg selbst haben wir dann nach einem anderthalb Stunden Meeting versucht die Zeit tot zu schlagen. Erst haben wir uns total überfressen und sind dann vom Schanzenviertel aus wieder zum Hauptbahnhof gelatscht. Dass ich Hamburg hässlich finde, durfte ich im Internet allerdings nicht laut sagen. Wie man eigentlich besser niemals seine Meinung öffentlich ins Netz schreiben sollte mittlerweile 😀 Ich bekam sicher 5 Nachrichten auf Instagram, wie toll Hamburg ist. Hafenstadt und Fisch und so tolle Naturschutzgebiete und ey es gibt grüne Flecken da und Du hast ja gar keine Ahnung.

Das ist wie mit den Wuppertalern. Denen darfste auch nicht sagen, dass Du Wuppertal hässlich und asozial findest weil sich mindestens einer persönlich auf den Schlips getreten fühlt und dann sowas sagt wie „Ja, dann hau doch hier ab, wenns Dir nicht gefällt“ 😀 Find das immer so witzig (und nervig zu gleich!). Als ob es nur eine einzige Meinung über Städte geben dürfte. Anstatt zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die eine Stadt toll finden und andere, die sie eben nicht toll finden und Punkt. Ich mag nun mal keine Großstädte, schon gar kein „Großstadt-Flair“. Ich find überfüllte Bahnhöfe widerlich und Betonklötze hässlich (auch wenn sie nett verziert sind). Häfen und das Meer lassen mein Herz nicht höher schlagen. So ist das halt. Ich fang dann eben an zu heulen, wenn ich in den Bergen stehe. Vor irgendeinem Bergsee oder mitten im Wald.

Nach unserer Himmelsfahrt war ich jedenfalls fertig wie ein Salat. Ich hatte den halben Tag schon tierische Kopfschmerzen und bäääh. Wir waren dann um 20 Uhr zu Hause und ich bin instant eingepennt. Freitag war dann etwas entspannter. Ich konnt auf der Arbeit was früher nach Hause, hab dann angefangen Zelda zu zocken und Abends waren wir bei meiner Ma zum Spieleabend. Zwei Spiele, die ich Euch echt wärmstens empfehlen kann: Wo ist bitte Umtata?* und das Kartenspiel Die fiesen 7*. Das Kartenspiel ist sehr witzig und Umtata ein schönes Ratespiel, bei dem man einiges lernt. Wird vielleicht mal wieder Zeit, neue Spiele vorzustellen wa? Das Activity 18+ gehört bis heute zu einem der am meisten geklickten Artikel auf meinem Blog 😀

Gestern habe ich dann den ganzen Tag gearbeitet und Abends mit Zelda ausklingen lassen und auch heute wird es ähnlich aussehen. Der Blog bzw. beide Blogs und ein paar Aufträge kommen momentan einfach viel zu kurz, so dass die Wochenenden eigentlich dafür drauf gehen.  Ich hoffe aber, dass wir heute vielleicht noch ein wenig das schöne Wetter genießen können, damit ich im Kopf auch mal was abschalten kann, statt nur gestresst zu sein. Ist momentan irgendwie nervig.

Nervig ist auch, dass ich den Sport komplett ausfallen lassen musste. Dafür hab ich heute aber Laufschuhe gewonnen und meine Motivation für das Lauftraining ist noch 3 x so groß wie vorher. Achja, Sonnentor Gewürze hab ich auch gewonnen UND 3 Richtige im Lotto. Läuft!

Aphorismus der Woche|

Wir alle leben geistig von dem, was uns Menschen in bedeutungsvollen Stunden unseres Lebens gegeben haben.

© Albert Schweitzer

|Gesehen| neue Folge von The Walking Dead, jap! 😀
|Gehört| irgendwie gar nichts in dieser Woche
|Getan| gearbeitet, gereist, gelacht, geheult, geredet, gespielt, gezockt
|Gegessen| irgendwie kaum was weil ich ewig nicht zu Hause war und unser Kühlschrank leer war
|Gedacht| muss sich was ändern 
|Gefreut| über Verständnis, neue Ideen, Quality Time, drei Paar neue Schuhe, Gewinne und Zelda zocken
|Gelesen| Und nebenan warten die Sterne* am Donnerstag fast komplett durch gelesen, sehr empfehlenswert für alle, die diese Art der Bücher mögen
|Geärgert|viel zu viel
|Gekauft| Nada!
|Geliebt| schönes Sonnenwetter, Zelda, Marius weil er der tollste Kerl auf diesem Planeten ist
|Geträumt|leider vergessen. Weiß nur Bruchstückhaft von heute morgen, dass ich vor dem Trabbi von irgendeinem Mann stand. Der wollte Marius und mich mitnehmen. Von innen war der Trabbi total fancy hässlich neumodisch gestaltet mit so Sitzschalen die aussahen wie Pipi-Töpfe 😀
|Geklickt|FroileinFux tolle (vegane) Rezepte!
|Geschrieben|echt nur den #mindfulmonday 
|Geplant|Mamas Geburtstag, Artikel schreiben und möglichst ein paar vorschreiben, wieder zum Sport hoffe ich. Sonst aber nix geplant.

Anzeige

Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! – Freak! – Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

2 Kommentare

  • Ich hab mal wieder deinen Beitrag gelesen und hundertmal (gefühlt) genickt. Ich kann das soooo nachvollziehen! Öffentliche Verkehrsmittel ertrage ich nur mit äußerstem Widerwillen, es sitzt IMMER irgendein Volldepp neben/vor/hinter mir, der mir das Leben zur Hölle macht (noch besser find ich Leute, die dir ne Unterhaltung aufdrücken wollen!), allein die körperliche Nähe zu fremden Leuten lässt mich erschaudern (da kommen wohl meine imaginären finnischen Wurzeln zu Tage!), ich liebe es, alle eine Armlänge Abstand von mir zu haben, mindestens. Besser noch 100 Meter. 😀 Und auch See und Meer lässt bei mir kein Hochgefühl aufkommen, sondern natürlich Berge. 😀 Was bin ich froh, in einem Kaff nahe dem Schwarzwald zu wohnen (ich kann zu Fuß in den Schwarzwald gehen, 2 km, bin ich da!), was bin ich froh, ein kleines Auto zu haben, wo niemand neben mir stinkt oder Komisches murmelt, wahrscheinlich bin ich ein furchtbarer Einsiedler, aber damit sehr glücklich. Ich grüße dich vom Fuße des schönen Schwarzwaldes (im Bärenpark war ich immer noch nicht, ist aber für Osterferien angedacht! :D)

Schreibe einen Kommentar