Coffee Break & Stories

Immer wieder Sonntags (69)

Boah manchmal ist Immer wieder Sonntags echt ein Krampf. Man könnte meinen, das schreibt sich hier immer so locker flockig runter, geht ja schließlich nur um Erlebnisse der letzten Woche, aber tatsächlich brauchen diese Artikel hier beinah die meiste Zeit. Weil ich einfach nach ner Woche nicht mehr weiß was ich getan habe und jedes Mal erst meine Gedanken ordnen muss. Und dann noch alles so verpacken, dass es sich für Euch gut lesen lässt. Ende. Tschö.

Also Montag. Montag war ein Montag. War ein Montag. War ein Montag. Ich glaube, dass ich nur arbeiten war. Das Schöne dabei war, dass meine Kollegin zurück kommt UND ich Unterstützung fürs Büro bekomme. Ich hätte vor Freude heulen können. Ehrlich. Weils mir über den Kopf wächst und ich jeden Tag mehr merke, wie wenig Spaß mir das unter den aktuellen Begebenheiten macht. Da wieder Hilfe zu kriegen ist ne schöne Aussicht.

Dienstag war ich arbeiten, danach beim Sport und hab zum Feierabend auf dem Balkon in der Sonne gechillt. Was will man mehr. Mittwoch hab ich den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein im Büro gesessen, was will man mehr 😀 Donnerstaaag war ich wieder bei Lexa auf dem Begegnungshof In der Espe. Was ich, neben einem Sonnenbrand (ORRR! Wie unnötig, über Sonnenbrand rege ich mich echt immer so auf!), mitnehmen konnte, könnt Ihr HIER nachlesen. Der Tag war wie immer richtig toll, entspannend und wegweisend. Danach haben wir hier zu Hause nochn bisschen aufm Balkon rumgesessen, geredet und für unseren Urlaub in Tirol ein paar Sachen geplant.

Denn tatsächlich haben wir letzten Sonntag Tirol gebucht. Es wird fünf Tage nach Walchsee gehen. Eigentlich wollten wir vorher noch zu Marius Familie an den Starnberger See aber die sind dummer Weise in der Zeit selbst im Urlaub, so dass es eben „nur“ die fünf Tage werden. Reicht für uns aber auch aus. Natürlich habe ich wieder tausend tolle Ratschläge bekommen. „Fünf Tage Tirol sind zu kurz.“ (WAAAS? NEIIIN?!) „Ihr müsst Euch warm anziehen, auf den Bergen ist es kalt“ (WAAAS? NEIIIN?!) „Walchsee ist aber nur so ein kleines Wanderdorf, ne?!“ (WAAAS? NEIIIN?!). Falls Ihr noch ungefragt Tipps los werden wollt, die keine Sau braucht, immer her damit. Ich bin für alles offen … 😀

Beschäftigt hat mich in dieser Woche der Beitrag von blickgewinkelt, in Kombination mit dem Artikel „Sommersprossenalbino“ auf haessy.de.

Wir müssen uns nicht lieben. Wir müssen nicht perfekt sein. Und sicher schämt sich nicht gleich jede Frau für das was sie ausmacht. Aber es geht sehr, sehr vielen Frauen so. Im Internet aber auch im realen Leben sehe ich das täglich. Der Großteil der Frauen in meinem Umfeld zieht ungern kurze Sachen an. Weil sie sich für Ihre Beine, oder ihre Brüste, oder ihre Adern, oder ihren Bauch, oder ihren Hintern oder ihre Haut schämen. Viele schauen sogar nur ungern in den Spiegel. Ich kenne keine einzige Frau die sich komplett und ohne Ausnahme so liebt wie sie ist. Keine. Das ist zumindest meine verfluchte Realität. Und genau aus diesem Grund finde ich es gut, dass Body Shaming im Allgemeinen momentan so ein großes Thema ist. Weil man sich so wenigstens mit dem Thema auseinandersetzt.

Auf Instagram gab es unter dem Hashtag #lassinstamafürwassinnvollesnutzen eine kleine Welle an Postings über das, wofür man sich am eigenen Körper schämt oder womit man Probleme hat. Es ging darum, dazu zu stehen, Mut zu fassen und auch darum zu wissen, dass man eben nicht alleine ist mit diesem Problem. Mich hat das glücklich und traurig zugleich gemacht. Weil so viele Frauen so große Probleme damit haben den Fokus eben nicht auf Ihre Makel zu legen, sondern auf sich als Ganzes. Das tut mir in der Seele weh. Gleichzeitig war es schön zu sehen, dass Instagram mehr kann als geschönte Kackbilder und viele der Kommentare unter den einzelnen Bildern haben mich glücklich gemacht weil sie so wahr, so mutmachend und wegweisend sind.

Es geht wirklich nicht darum, dass wir alles an uns lieben. Es geht darum, dass wir stark genug sind, zu uns zu stehen und unsere Fehler vielleicht wenigstens zu akzeptieren. Auch wenn Arschgeigen uns erzählen, wie wir zu sein haben und uns (manchmal sogar täglich) vor Augen halten, was an uns nicht perfekt ist. Es geht um das, was (eben leider auch) die Gesellschaft uns an kritischem Gedankengut ins Hirn gepflanzt hat. Darum, dass wir Frauen keine braunen, langen, makellosen Beine, keinen wohlgeformten Hintern und perfekte Brüste, keine aalglatte Haut und keinen durchtrainierten Bauch brauchen um schön zu sein. Darum, dass auch vermeintlich perfekte Frauen sich hässlich fühlen können und dürfen.  Dass Größe XXS nicht immer real ist und dass das auch gut und okay so ist. (Es geht übrigens oft auch um Männer, die lasse ich aber außen vor weil ich ne Frau bin, sorry Jungs, schreibt nen eigenen Blog 😀 ) Im Grunde ist der Gedanke dahinter also derselbe. Zumindest interpretiere ich das so. Schönheitsideale sind einfach immer gesellschaftlich geprägt und für viele unerreichbar. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt der perfekt ist.  Das zu erkennen und weniger perfekt sein zu wollen ist sicher hilfreich auf welchem Weg auch immer.

Kleiner gedanklicher Ausflug am Rande. Weiter geht’s mit dem Freitag: ein typischer Arbeitstag, nach Feierabend gab es wieder reichlich Sonne. Am Samstag stand das Bloggertreffen in der Kunstküche in Krefeld an. Sandra die „Kunstküchenfee“ hat einige Blogger zum Essen eingeladen. Das Wetter war perfekt dafür!

Die Kunstküche am Stadtmarkt erinnert an einen etwas größeren Streetfood Stand. Hier gibt es ausschließlich vegane oder vegetarische Köstlichkeiten. Die wechselnde Speisekarte hält von typischen Imbissklassikern wie Döner, Gyros, Currywurst oder Pommes, über Falafel, Burger, Fladen, Wraps und Salate, bis hin zu leckeren Desserts, für jeden Geschmack etwas bereit. Wir haben uns gut unterhalten und ich durfte meinen Horizont als „Nicht-Veganerin“ wieder ein Stück erweitern. Mit dabei waren übrigens Alice von denkefair.de, Insa von Squirrel of Nom, Jan von Umsturzvegan, Natallie von greenhumanveggie, Anja von The vegan Foodnerd, Steffi von Leben is(s)t, Karina von froileinfux.de und Sylvi von Sylvis Lifestyle.

Veganer haben meinen größten Respekt. Mir fehlt es definitiv an Motivation regelmäßig frisch und „aufwendiger“ zu kochen.  Ich bin ja so schon beinah täglich überfordert, was ich als Nächstes kochen soll, weil kochen einfach so gar, gar nicht mein Ding ist. Essen ja! Gerne. Aber kochen uah. Und vegan sein bedeutet aus meiner Sicht auch automatisch, dass man kreativer sein muss, was die Essensgestaltung anbelangt. Es ist sicher nichts, was das Leben einschränkt (sondern im Gegenteil sogar eher bereichert), aber man muss bewusst essen und bewusst kochen. Dafür bin ich zu faul. Ja, ich bin tatsächlich einfach zu faul. Kleinigkeiten wie z.B. die rohen Eier in typischen Gerichten durch Ei-Ersatz zu ersetzen oder auf Milch zu verzichten sind kein Ding für mich. Das machen wir seit über einem Jahr. Und ich nutze mittlerweile, nicht zuletzt dank der Love Beauty Box, fast ausschließlich vegane Kosmetik. Aber für den Rest bin ich schlichtweg zu faul. Furchtbar, wenn ich hier so sitze und darüber nachdenke. Aber Ihr wisst ja, wenn ich eins bin, dann ehrlich zu mir selbst und zu Euch 😀

Die Kunstküche ist auf jeden Fall einen bzw. durchaus auch mehrere Besuche wert. Auf dem Stadtmarkt hat Sandra ein wirklich gemütliches Plätzchen gefunden, das Gäste zum Verweilen, futtern und klönen einlädt. Sowas mag ich sehr, sehr gerne und ich hoffe, dass wir einen solchen Platz (und einen verfluchten unverpackt Laden!) auch irgendwann in Wuppertal haben. Das geplante Café Medusa scheint ja genau in die richtige Richtung zu gehen. Für das bald startende Crowdfunding werden da übrigens natürlich auch Unterstützer gesucht.

Gestern war sonst nicht mehr viel los. Die Rückfahrt war anderthalb Stunden lang und mit vollem Magen bei 30 Grad echt fies. Ich bin danach nur noch ins Bett gefallen. Um neun Uhr. Und heute Morgen erst um 10:00 Uhr wieder aufgestanden. 13 Stunden gepennt. Was zur Hölle?! Wir hatten eigentlich für heute geplant ein bisschen raus zu gehen, Gewitter und Regen haben uns diesen Plan aber schnell verwerfen lassen. Stattdessen werde ich also heute einfach nur Artikel schreiben und ein paar Wanderungen für Tirol planen. Ihr könnt Euch ja sicher vorstellen, wie unfassbar sehr ich mich auf Tirol freue.

|Gesehen| Bei dem schönen Wetter blieben Fernseher und Pc aus
|Gehört| Radio
|Getan| gearbeitet, gekocht, gemalt, lecker gegessen,  entspannt, gelernt, gesonnt
|Gegessen| Falafel Döner, Linsen-Bolognese, Smoothies, die Leckereien aus der Kunstküche
|Gedacht| ich hab viel über Bodyshaming nachgedacht (siehe oben)
|Gefreut| über das unfassbar gute Wetter, gute Gespräche und über die Aussicht auf Entspannung und Entlastung auf der Arbeit
|Gelesen|Born to run*
|Geärgert| glaube über nix
|Gekauft| Zen im Alltag* und ein weißes T-Shirt
|Geliebt| die Sonne, Sylvi Wiedersehen, neue Menschen kennen lernen, bei Lexa wieder was über mich zu lernen, das Schaf „Edda“ bei Lexa 🙂
|Geträumt|bis gestern wusste ich es noch, habs aber natürlich nicht aufgeschrieben und vergessen. Mäh!
|Geklickt|Sommersprossenalbino
|Geschrieben| über das kleine Haus am Wegesrand 
|Geplant| Laufen, Training, Fotos für Artikel machen, Sperrmüll raus bringen, Montag mit Freunden Essen gehen und auf den nahenden Urlaub einstimmen

Anzeige

Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

Schreibe einen Kommentar