Vegetarischer Döner begeistert fleischfressendes Monster (+ Rezept)

Ohne Fleisch ist für mich alles doof.
Bisher gab es Fleisch bei mir wirklich in rauen Mengen. Morgens, Mittags, Abends und gerne auch Zwischendurch. Ich bin ein fleischfressendes Monster.

Im letzten Jahr stoß mir mein eigenes Konsumverhalten aber immer wieder ganz Übel auf. Ebenso wie die Produktionsbedingungen von billigem Fleisch und die unwürdigen Lebensbedingungen der Tiere. Grundsätzlich verabscheue ich das Essen von Tieren nicht aber eben die Bedingungen, unter denen ein Großteil unserer Nutztiere sein Dasein fristet. Gepaart mit der Tatsache, dass „normales Fleisch“ hier von widerlicher Qualität ist und uns, im Hinblick auf z.B. Huhn oder Pute, vollgestopft mit Antibiotika, nur schaden kann.

So kam es zu einem Umdenken. Statt billigem Discounterfleisch, gibt es Biofleisch in Maßen und es wird deutlich mehr vegetarisch gekocht. Ist ja auch die logische Konsequenz 😉
Ich habe keinerlei Intentionen, eine echte Vegetarierin zu werden aber ich merke, dass deutlich weniger Fleisch echt gut tut und mir Fleisch gar nicht so sehr fehlt, wie ich anfänglich befürchtet habe.

Und weil so viele von Euch auf Instagram, Twitter und Facebook um ein Rezept, für den vegetarischen Döner mit Falafel, gebeten haben, gibt es das heute hier 😉 Ich habe Falafel zuvor nie gegessen oder zubereitet und konnte mir auch überhaupt nicht vorstellen, dass mich ein vegetarischer Döner ernsthaft begeistern soll. Tatsächlich ist dieser Döner aber der absolut geilste Döner, den ich je gegessen habe. 

Vorweg sei noch gesagt: die Originalrezepte stammen aus dem Buch „Oriental Basics“ von Corneila Schinharl (Klick zum Buch*). Ich hab die Rezepte aber etwas abgewandelt.

Zutatenliste für Falafel
125 g getrocknete Kichererbsen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Bund Petersilie
1/2 TL Kümmel
Paprikapulver edelsüß
1TL Salz
1/2 TL Backpulver oder Natron
etwas Pfeffer
wer mag: 1/2 TL Koriander ODER 1/2 TL ras el Hanout
Zutatenliste für Döner
1 Fladenbrot
1 rote Zwiebel
2 Tomaten
1 Gurke
250g Joghurt
1-2 Knoblauchzehen
ein paar Salatblätter
etwas Salz
n.B. Krautsalat
am Abend BEVOR Ihr den Döner zubereiten wollt, müssen die Erbsen in einer Schale mit reichlich Wasser bedeckt und über Nacht stehen gelassen werden.
  • zu Beginn die Erbsen auf einem Küchentuch abtropfen lassen
  • Für die Zubereitung der Falafel schält Ihr Knoblauch + Zwiebel und hackt alles grob vor. Die Petersilie waschen, Blätter abzupfen und ebenfalls grob hacken.
  • Kichererbsen + Kräuter + Zwiebel + Knoblauch mit Küchenmaschine/Pürierstab o.ä. fein pürieren (sieht dann so aus: KLICK!)
  • alle Gewürze mit dem Backpulver vermischen und in den Brei geben. Dabei ruhig ordentlich mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • reichlich Öl in einem Topf oder einer hohen Pfanne (oder in der Fritteuse) erhitzen. Aus dem Kichererbsenbrei mit der Hand kleine Fladen pressen (ca. 2cm Durchmesser). Sobald das Öl heiß genug ist, die Fladen hinein geben und für ca. 5 Minuten von beiden Seiten gold-braun frittieren. Anschließend auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Wer gern kleine Falafelstücke im Döner haben möchte, viertelt die Fladen im Anschluss.

Während Ihr die Falafel frittiert, könnt Ihr Euch um das Gemüse und den Joghurt für die Füllung kümmern:

  • Backofen auf höchster Stufe vorheizen!
  • Gurke waschen und in der Länge durchschneiden. Kerne aus der Mitte auskratzen und ca. ein Drittel der Gurke in ein Gefäß raspeln. Knoblauchzehe(n) schälen und klein hacken. Gemeinsam mit dem Joghurt in das Gefäß mit den Gurkenstreifen geben. Umrühren und nach Belieben salzen/pfeffern.
  • Fladenbrot ab in den Ofen (für ca. 5 Minuten)
  • Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Tomaten waschen und in Ringe oder kleine Stücke schneiden. Gurke ebenfalls in Ringe oder Stücke schneiden (Tomaten und Gurken leicht salzen). Salatblätter waschen und gut abtrocknen.
  • Fladenbrot aus dem Ofen holen, vierteln und quer (also vertikal durch die Mitte) anschneiden. Danach einfach (inkl. Falafelstücke) so belegen, wie Ihr das mögt und für richtig haltet!

Guten Appetit!
10347492_389946131179079_4572342508441353602_n

Anzeige

Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

6 Kommentare

  • Ich bin auch nicht der „muss-immer-Fleisch-haben-Typ“, aber spätestens meinem Verlobten zuliebe muss ab und zu welches auf den Tisch. Mal sehen, ob ich ihn mit diesem Rezept davon überzeugen kann, dass es auch ordentliche leckere Gerichte ohne Fleisch gibt 😉 Wird definitiv ausprobiert – vielen Dank für das Rezept, liest sich großartig!

  • Manno ey,

    jetzt hab ich doofe Kuh das hier echt gelesen. Danke Checkerin! Danke, dass ich jetzt Hunger habe! Und super, dass sich in meinem Kühlschrank quasi nur noch Licht befindet. Und super, dass ich auch keine Lust habe die ganze Arbeit zu haben. Und Klasse, dass du so weit weg wohnst. Hmmmpf

    Hört sich sooo lecker an dein Rezept. Willst du nicht öfter mal sowas posten? Find ich gut! Bitte inspiriere mich. 🙂

    Ich habe auch schon mal Fladenbrot verarbeitet. Was ich daran als schwierig empfinde, ist wirklich es aufzuschneiden, damit ich es befüllen kann. Bei mir reißt es eher. Ich hatte es allerdings auch nicht im Ofen. Meinst es könnte daran liegen?

    Grüße

    Alice

    • Hach, weißte, meine liebe Alice,

      ich bin einfach soooo eine Kochnulpe aber vor allem total ungeschickt, was das schöne herrichten von Essen angeht, dass ich die meiste Zeit alle geplanten Food-Artikel gar nicht erst online bringe. Ich koch mittlerweile zwar öfter leckere Sachen aber es sieht einfach immer SO scheiße aus, dass ichs niemandem zeigen will.

      Aber mich freuts natürlich auch immer mega, wenn so was so gut ankommt und Menschen wie Du plötzlich ein Loch im Magen haben hahaha Könnt ein eigener Foodblog werden „Vom Kochopfer zum Sternekoch“ oder so 😀

      Zum schneiden des Fladenbrots kann ich Dir fast nix sagen. Marius schneidet immer alles weil ich das a) nicht kann und b) die Gefahr zu groß ist, dass ich dabei drauf geheh 😀 😀 ABER: Da unser Ofen immer noch kaputt ist, hatten wir das Fladenbrot auch nicht im Ofen. Es ließ sich aber relativ gut schneiden. Daran kanns also nicht liegen 😉

Schreibe einen Kommentar