Wo wandern in NRW? Wie wär’s mit: Schieder Schwalenberg Drei-Flüsse-Wanderung (7km)

„Wo wandern in NRW?“ Tatsächlich eine Frage, die ich Google schon oft gestellt habe aber nie bekam ich die Informationen, die ich gesucht habe. Bebilderte Erfahrungsberichte für unterschiedliche Routen zum Beispiel. Also beschaffe ich mir die Informationen mittlerweile selbst und teile sie mit der Nachwelt, damit wenigstens Ihr das findet, was Ihr sucht. Hoffentlich! 😉 NRW hat für Wanderfreunde nämlich wirklich erstaunlich viel zu bieten. „Wo wandern in NRW“ wird eine neue Artikelreihe, die Euch zeigt, welche (hauptsächlich) Anfängerrouten mir hier in NRW besonders gut gefallen haben.

Während unserer Auszeit in Schieder Schwalenberg sind wir jeden Tag wandern gewesen. Weil wir uns zu Beginn nicht sicher waren, wie schnell wir voran kommen und wie fit wir mittlerweile sind, haben wir mit einer kleinen und leichten Wanderung angefangen. Inspiration gab es vom „Naturwanderführer Lippe“, den wir allerdings unter keinen Umständen weiter empfehlen können bzw. nur als Anhaltspunkt. Wir haben drei Wanderungen aus der Sammlung gemacht und uns bei allen dreien mehrfach verlaufen, weil die Beschreibungen irreführend und/oder absolut veraltet und damit fehlerhaft waren. Zur Orientierung oder wenn man wirklich gar nichts anderes zur Hand hat, reicht der Naturwanderführer aber aus. Wir haben die Strecken ja auch mit dem Ding gemeistert 😉

Die Drei-Flüsse-Wanderung

Die Drei-Flüsse-Wanderung ist eine einfache und schöne Wanderung von ca. 7 Kilometern (Laufzeit rund 2 Stunden) mit nur wenigen Steigungen. Für Anfänger ist die Tour ebenso geeignet wie für Kinder. Nur Rollstuhlfahrer und Kinderwägen bekommen bei den teilweise aufgeweichten Wegen deutliche Probleme.



Während der Wanderung sehen wir die Flüsse Niese, Emmer und Diestelbach, denen die Strecke ihren Namen verdankt. Es geht auf meist befestigten Wegen in Richtung Papiermühle Plöger, wo es sich durchaus lohnt, einen Zwischenstopp einzulegen, um mehr über die Geschichte der Papiererzeugung zu erfahren. Von Mai bis Oktober ist die Papiermühle Samstags von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr und Sonntags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 2,00€ Eintritt und Kinder 1,50€. Vielleicht habt Ihr auch Glück und könnt ein paar Wasseramseln beobachten, die gleich neben der Papiermühle häufig brüten.


Wasseramsel an der Pfinz

Auf der rechten Seite hinter dem Ferienhaus führt uns eine Holzbrücke über die Niese links zu weitläufigen Feldern hinter der Papiermühle. Dem Weg folgt man bis oben auf die Spitze durch den Laubwald hindurch. Dort gibt es auf dem Feld eine schöne Bank mit toller Aussicht, um nach dem kleinen Berg eine kleine Rast einzulegen.

Nach der kurzen Rast geht es links in den Laubwald hinein. Außer dem Wind, der durch die Baumkronen huscht und dem Vogelgezwitscher hört man hier wirklich nichts. Als wir dort waren gab es bis auf einen Radfahrer auch keinerlei weitere Menschen auf der Strecke. Tatsächlich ist der Weg aber bis zur Überquerung der Emmer (zumindest aus unserer Sicht) relativ unspektakulär gewesen. Es geht durch den Laubwald vorbei an den Eisenbahnschienen und danach an der Emmer entlang bzw. später über sie drüber. In dieser Zeit habe ich nur zum Baum küssen inne gehalten 😉 War aber auch schön!

Erst mit erreichen der Bahntrasse wird der Weg (aus unserer Sicht) wieder wirklich atemberaubend schön. Gerade Nadelwälder haben es mir angetan und durch einen solchen geht es nun eine ganze Weile leicht bergauf. Links neben uns schlängelt sich immer wieder der Diestelbach vorbei. Über kleine Pfadwege geht es hin zum Waldrand und offenen Feldern. Von hier aus hat man erneut einen wunderschönen Ausblick, wobei es sich lohnt den letzten Anstieg der Route komplett hoch zu gehen, da am Ende eine Bank auf uns wartet, von der aus man den Ausblick am besten genießen kann. Insbesondere wenn der Raps so schön blüht, wie zu der Zeit, als wir dort waren. Wunderschön!

Von hier an geht es erst mal nur noch Berg ab in Richtung Schiedersee und Schloss Schieder. Zwischen Rapsfeldern und Obstbäumen führt die asphaltierte Straße am Ende zu zwei Bauernhöfen. Hier geht es vorbei durch das Industriegebiet und wenig später stehen wir schon am Schiedersee. Ein kleiner Abstecher ist durchaus erlaubt, wer mag kann hier aber auch das Schloss Schieder besichtigen, Mini Golf spielen oder in die Wassertretanlage, um die Füße zu entspannen und den Kreislauf nochmal anzukurbeln 🙂

Uns hat die kleine Wanderung sehr gefallen. Gerade auch weil man an einem Teil der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Schieder vorbei geführt wird und die Wanderung mit einem Rundgang durch Schieder, einer Schloss-Besichtigung (das Schloss Park Café ist übrigens auch sehr empfehlenswert!) und auch mit einem Besuch der Papiermühle super kombinieren lässt.

Mögt Ihr das Wandern? Habt Ihr tolle Tipps für Wanderrouten in NRW?

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Über den Autor

Die Checkerin

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Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

4 Kommentare

  • Ich muss gestehen, an Wandern denke ich bei NRW wirklich nicht 😀 Die Google Frage hätte also auch von mir sein können…
    Sieht jedenfalls nach nem schönen Ausflug aus!

    Liebe Grüße,
    Ela

    • Im Teutoburger Wald und in der Umgebung gibts sososososo tolle Wege! Habs selber irgendwie gar nicht aufm Schirm gehabt 😀

  • Hiho,
    schöner Wanderbericht! und mir ging es ähnlich, bis ich auf die Teutoschleifen eingeladen wurde. Ich würde deine Wanderung bei NRW mit aufnehmen, darf ich? Bist du öfters in NRW unterwegs?

    Thx Markus

    • Hey Markus,

      darfst Du gerne, wenns nen Backlink/Verweis gibt 🙂 Ich wohne in NRW und wir sind hier schon häufiger draußen, jawohl 🙂

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