Induktionskochplatte VariCook XL Klarstein Vor- und Nachteile

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Seit unser Einbaubackofen samt Herd vor beinah vier Jahren den Geist aufgegeben hat, kochen wir mit zwei Campingherd Platten und dem tollen Klarstein Omnichef Backofen. In den letzten Wochen hat sich ein weiteres Gerät aus dem Hause Klarstein bei uns eingenistet und unsere Küche so wieder auf den neusten Stand gebracht. Das Gerät hat viele Vorteile, bietet aber auch zwei knackige Nachteile, die dazu führen, dass man den Kauf ganz genau abwägen sollte. Was genau ich meine, könnt Ihr im Folgenden erfahren.

Induktionskochplatte VariCook XL Klarstein

Die 3100W starke 2-Feld- Induktionskochplatte VariCook XL* hat ordentlich Power und macht vor allem optisch einiges her. Das edle und zeitlose Design sorgt zum einen für einen modischen Hingucker und ist zum anderen, durch die durchgehende Glasoberfläche, unglaublich einfach zu reinigen und sehr schmutzunempfindlich. Vorteile, die keineswegs von der Hand zu weisen sind und dafür sprechen, dieses Gerät zu einem Preis von aktuell rund 155€ zu kaufen aber auch gravierende Nachteile, die dagegen halten. Alle gängigen Topf- und Pfannengrößen finden auf den Kochfeldern Platz.

Kochtimer ermöglicht minutengenaue Zubereitung der Gerichte
Die Leistung der Kochfelder kann, je nach Bedarf, in 10 Leistungsstufen abgerufen werden. Alternativ kann die Leistung auch anhand der gewünschten Zieltemperatur zwischen 60 und 240°C geregelt werden, sodass die Idealtemperatur für die unterschiedlichsten Gericht gewählt und konstant gehalten werden kann. Ein Kochtimer sorgt dafür, dass die Watt-Leistung oder Temperatur an die Betriebszeit gekoppelt werden und so Gerichte minutengenau zubereitet werden können. Nach Ablauf des Timers wird das Gerät ausgeschaltet. Ein Signalton weist auf die abgelaufene Zeit hin.

Im Vergleich zu einem normalen Herd ist ein Induktionsherd natürlich so was wie ein „Düsenjet“. Sämtliche Gerichte werden in deutlich kürzerer Zeit erhitzt. Das Kochen dauert im Allgemeinen weniger lang und ist effektiver. Ein großer Pluspunkt, den ich nicht mehr missen möchte. Wir haben uns zusätzlich zwei neue Pfannen angeschafft, da unsere Alten mit der Induktionskochplatte nicht kompatibel war und rein von der Qualität und der Power beim Erhitzen gibt es an dem Gerät nichts auszusetzen.

Intuitive Touch-Bedienfelder aber keine Kindersicherung und ständiges Piepen bei der Bedienung
Über ein großzeiliges LED Display werden unterschiedliche Temperaturen, Zeiteinstellungen & Co. dank inuitiver Touch-Bedienfelder einfach eingestellt und können problemlos abgelesen werden. Aber das Bedienfeld hat auch einen Nachteil: es gibt keine Kindersicherung und so wird jede Berührung, mit den Händen aber z.B. auch beim Abwischen mit einem lauten Piepton und ggf. mit einem eingeschalteten Herd quittiert, sofern der Stecker des Gerätes nicht gezogen ist. Letzteres ist zwar relativ unwahrscheinlich, da mindestens zwei Tasten gedrückt werden müssen und eine Pfanne oder ein Topf drauf stehen muss, aber mir ist es dennoch bereits passiert.

Bei den 2 x wöchentlichen Livestreams auf Instagram flüchten die Zuschauer auf Grund der enormen Geräuschkulisse
Ein weiterer, wirklich großer Nachteil und für mich der ausschlaggebende Punkt dafür, den Kauf des Gerätes massiv in Frage zu stellen, ist die enorme Geräuschkulisse der Belüftung unterhalb der beiden Kochfelder. Induktionskochplatten müssen stark belüftet werden, das ist mir bewusst. Die in diesem Gerät verbauten Lüfter sind allerdings unwahrscheinlich laut. Jedes Mal, wenn ich in den Livestory gekocht habe, bin ich auf die Geräuschkulisse angesprochen worden. Viele haben den Livestream verlassen, weil sie die Lautstärke kaum ertragen konnten. Auch Familie und Freunde haben sich über die Geräusche in meiner Küche gewundert und massive Kritik an der Lautstärke des Geräts geübt. Wenn beide Herdplatten an sind, übertönt das Summen sogar die Geräusche meiner Dunstabzugshaube.

Beim Einstellen der Temperatur oder des Times wird zudem jeder einzelne Touch von einem lauten Piepton begleitet. Dieser Ton lässt sich nicht ausschalten oder zumindest etwas leiser gestalten. Während man sich für den Timer einen lauteren und längeren Piepton wünschen würde, nervt das Piepen während der Bedienung massiv.

Eine so starke Geräuschkulisse sorgt dafür, dass die vielen Vorteile des Gerätes wirklich einen Knacks abbekommen.
Für mich ist das eine Sache, die unglaublich unpraktisch und nervtötend ist. Kochen soll Spaß machen und nicht zur Tortur werden. Wenn man die Geräusche der Bedienfelder und der Lüftungen außer Acht lässt, dann hat man hier aber einen leistungsstarken und modischen Herd, der größeren Geräten qualitativ und leistungstechnisch in nichts nachsteht. Kaufen würde ich die Induktionskochplatte für den Preis von 155€, auf Grund der starken Geräuschkulisse allerdings nicht.

Einen Live-Einblick in die Vor- und Nachteile des VariCook XL erhaltet Ihr im folgenden Video:

Wäre die Induktionskochplatte was für Euch? Findet Ihr die Geräuschkulisse erträglich? Habt Ihr selbst einen Induktionsherd oder einen normalen Herd?

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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