5 Tage Kurzurlaub in Walchsee in Tirol

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Dieser Artikel brennt mir die ganze Zeit unter den Fingernägeln! Weil es in Walchsee soooo schön war, aber auch weil ich Euch zeigen möchte, dass Urlaub bezahlbar sein kann. Über JUST AWAY haben wir nämlich das Ankommen und Aufatmen in Kaiserwinkl* Angebot gebucht und pro Person, für 4 Nächte 59€ gezahlt. All Inklusive (also mit Fahrtkosten, jeden Abend Essen gehen, Morgens frühstücken und allen Unternehmungen) hat uns der Urlaub nur 500€ gekostet. Für uns sind solche Kurzurlaube genau richtig. Bei täglich mindestens 15 Kilometer Wanderung hätten wir das länger vermutlich ohnehin nicht durchgehalten :-))

Günstiges Apartment in Walchsee

Das Apartment Tirolerhaus*(100% Weiterempfehlung, 5,2 von 6 Sternen) liegt umringt von Bergen mitten im Grünen und doch sehr zentral zu sämtlichen Ausflugszielen und der „Innenstadt“ von Walchsee. Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, der Walchsee, Sparkasse & Co. sind in weniger als 10 Minuten zu Fuß erreichbar. Die Unterkunft erinnert ein wenig an eine Jugendherberge, ist allerdings (vor allem gemessen am Preis und verglichen z.B. mit dem Haus am Waldesrand) sehr sauber und absolut ausreichend. Jedes Apartment hat eine kleine Küche, ein mittleres Bad und ein Schlaf-Wohnzimmer + Balkon.

Alles, was man für den Alltag an wichtigen Sachen benötigt, findet man im Apartment. Auch, um sich während des Aufenthaltes mit den eigenen Kochkünsten zu verwöhnen. Uns hat es während unseres Aufenthaltes an nichts gefehlt. Selbst WLAN ist im gesamten Haus vorhanden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Frühstück oder Halbpension im Hotel Bernhard dazu zu buchen.

Unternehmungen in Walchsee

Walchsee ist ein relativ kleiner Ort, der dennoch einiges zu bieten hat. Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Kaisergebirge, das sämtliche Gipfel des Wilden und des Zahmen Kaisers umfasst, gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Touri-typisch sind wir zum Zahmen Kaiser. Eigentlich wollten wir hochwandern und mit der Sommerrodelbahn runter rodeln, allerdings kann man das Angebot nur in Kombination mit einem Ticket für die Seilbahn kaufen und auf der Mittelstation gibt es keine Möglichkeit ein Einzelticket nur für die Abfahrt zu kaufen. Marius hat wahnsinnige Höhenangst und wenig vertrauen in die Elektronik und Haltbarkeit von Seilbahnen, so dass wir zu Fuß hoch und wieder runter sind.

Den Walchsee haben wir natürlich auch umrundet, waren hier aber eher enttäuscht als entzückt weil der gesamte See an den begehbaren Abschnitten in privater Hand ist und der Aufenthalt deshalb bezahlt werden muss. Dass so dafür gesorgt werden soll, dass die Strände sauber bleiben, können wir nachvollziehen. Geld dafür zu bezahlen, einen einfachen See begehen zu dürfen, haben wir aber in diesem Fall nicht eingesehen. Nicht zuletzt, weil das Angebot direkt am See nichts wirklich Besonderes bereit hielt. Es war ein schöner See mit Bergblick. Nicht mehr und nicht weniger.

Umso besser gefallen hat uns aber z.B. das Naturschutzgebiet Schwemm mit dem Moor. Hier waren wir ganze zwei Stunden und haben Libellen, Frösche, Wasserkäfer und Wasserschlangen beobachtet. Und das beinah alleine, da sich für dieses Gebiet kaum jemand interessiert hat. Für uns in Walchsee aber wirklich einer der spannendsten Orte. Ausflüge dieser Art sind aber immer Geschmackssache. Viele andere lieben den Walchsee 🙂

Restaurants in und um Walchsee

Wir waren jeden Tag essen und können deshalb ein paar Restaurants guten Gewissens weiter empfehlen, während wir von anderen eher abraten. Unser absolutes Highlight war das Essen im Cafe Restaurant Zacherl. Man fährt wirklich quer durch kleine Dörfer mitten in die Berge, so weit hoch und so versteckt ins „Innere“, dass man niemals mit einem so guten Restaurant rechnen würde. Oben angekommen hat man einen fantastischen Blick auf das Inntal. Die Preise sind angemessen, der Service wirklich gut und das Essen unwahrscheinlich lecker. Gutbürgerlich geht es dann im Postgasthof Fischerwirt zu. Hier habe ich das weltbeste Wieners Schnitzel gegessen und köstliche Käsespätzle. Auch dort haben wir uns sehr wohl und gut bewirtet gefühlt.

Weniger empfehlenswert sind unseren Geschmacksknospen nach der Hotel Gasthof Kirchenwirt und die Pizzeria La Strada. Beide Restaurants sind rein optisch bereits um Klassen „schlechter“, bieten aber auch kulinarisch, zumindest aus unseren Erfahrungen, leider keine Besonderheit.

Im Kirchenwirt war das „Medium“ bestellte Entrecôte fürchterlich trocken und angerichtet an kaltem TK-Gemüse. Mein Grillteller war okay, aber nicht umwerfend. Das La Strada war für uns das enttäuschendste Restaurant. Aus unserer Sicht maximal ein mittelmäßiger Imbiss. Zwar war das La Strada bei unserer Ankunft am Montag proppenvoll, das lag aber vermutlich nicht zuletzt daran, dass es beinah das einzige Restaurant war, das Dienstags keinen Ruhetag hat. Bereits der Anblick des Restaurants aber auch der Anblick der Pizza lässt relativ gut erahnen, wie wenig es uns hier gefallen hat. Für einen schnellen Snack absolut okay, für mehr aber (unserem Geschmack nach) eher nicht.

Wandern in Tirol

Das Wandern war für uns natürlich DAS Thema überhaupt. Wir waren jeden Tag von Morgens um 10:00 Uhr bis Nachmittags gegen 16:00 oder 17:00 Uhr unterwegs. Es gibt so viel in der Umgebung zu entdecken und so wunderschöne Wanderwege, dass ich hier gar nicht auf alles eingehen kann. Besonders gut gefallen hat uns die Grießbachklamm Almenrunde, die Wanderung zum Stripsenjochhaus und zum Stripsenkopf, die wir aber nach zwei Stunden und 35 Grad im Schatten abgebrochen haben.

Wir haben so viel entdeckt, so viel erlebt und all die Strapazen auf dem Weg nach oben werden durch den Ausblick und das Glücksgefühl entschädigt. Wir werden das definitiv nochmal wiederholen und unser erklärtes Ziel ist dann die große Wanderung zum Stripsenkopf zu schaffen.

Wart Ihr schon mal in Tirol? Kennt Ihr vielleicht sogar Walchsee? Was hat Euch dort am besten gefallen? 

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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