I do it (with) myWay

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit cyclotest. Die authentische Meinung in diesem Artikel bleibt davon unberührt.

Als ich Ende Oktober 2015 meine Pille abgesetzt habe, hatte ich noch keinen blassen Schimmer davon, wie ich von nun an eigentlich verhüten will. Für mich war nur klar, dass ich nie wieder Hormone nehmen möchte und dass ich auf keinen Fall schwanger werden will. So weit, so schlecht. Es gibt, meiner Meinung nach, nur wenig zuverlässige hormon- und stressfreie Alternativen.

NFP – kann man das essen?

Klingt erst mal nicht so obersexy und eher nach Hokuspokus als nach Sicherheit!
Nach endlos langer Recherche, habe ich mich dann dazu entschlossen, es mit „NFP“ und dem Verhütungscomputer Cyclotest* auszuprobieren. NFP steht für natürliche Familienplanung. Klingt erst mal nicht so obersexy, ich weiß. Tatsächlich wird diese Art der Verhütung immer wieder belächelt. Und das, obwohl tausende Frauen seit über 30 Jahren erfolgreich damit verhüten. Natürlich gibt es, wie auch bei den Trotz-Pille Kindern, immer wieder Fälle, in denen irgendetwas schief gelaufen ist aber das sind eben Ausnahmen, die eigentlich immer auf Anwendungsfehler zurück zu führen sind.

Sicherheit erreicht man durch Gewissenhaftigkeit

NFP erfordert nämlich eine gewisse Disziplin und man muss seinen Körper sehr genau kennen und verstehen, um wirklich sicher verhüten zu können. Durch die Kombination unterschiedlicher Techniken, wird ein Pearl Index zwischen 0,4 (bei gewissenhafter Anwendung) und 6 (bei falscher Anwendung) erreicht.

Wie so oft gilt: am besten selbst informieren und sich mit dem Thema vertraut machen!
Die größte Sicherheit erreicht man mit der symptothermalen Methode. Dabei wird z.B. das Messen der Basaltemperatur und die Beobachtung des Zervixschleims miteinander kombiniert. Zusätzliche Sicherheit kann durch die Beobachtung des Muttermunds, des Mittelschmerzes, der Brustschmerzen oder eventuell auch durch Ovulationstests erreicht werden. Anhand der Symptome wird der Eisprung ermittelt und damit die unfruchtbaren/fruchtbaren Tage bestimmt.

Da das Thema unfassbar komplex ist, bietet es sich wie so oft an, sich selbst mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich würde mit einer ausführlichen Beschreibung hier definitiv den Rahmen sprengen. Man muss diese Art der Verhütung ein wenig „erlernen“. Ebenso wie man sich mit den Funktionen des cyclotest myWay am aller besten selbst beschäftigt. Nur so kann man sich letzten Endes nicht nur auf sich selbst, sondern eben auch auf den Computer verlassen. Deshalb gibt es von meiner Seite aus keine „Anleitung“ für irgendwas, sondern einen reinen Erfahrungsbericht.

cyclotest myWay unterstützt und hilft

Die Dokumentation und Auswertung der gesammelten Symptome ist aus meiner Sicht das „komplizierteste“ an NFP. Man muss sich intensiv mit seinem Körper beschäftigen, um die Symptome richtig auswerten und deuten zu können und diszipliniert jeden Morgen die Basaltemperatur messen, sowie den Zervixschleim untersuchen. Der cyclotest myWay steht einem hier zur Seite.

Cyclotest myWay ist ein Verhütungscomputer, der bei der Verhütung mit der symptothermalen Methode aber auch bei einem Kinderwunsch unterstützt. Der myWay weckt mich morgens zu einer von mir bestimmten Zeit, zusätzlich leuchtet auf Wunsch das Fühlerlicht am Thermometer.

cyclotest-myWay-Fühlerlicht

Das integrierte Thermometer misst danach zuverlässig die Temperatur und speichert sie ab. Wichtig zu wissen ist, dass sich die Temperatur nur im vorher selbst ausgewählten Messzeitfenster messen lässt. Das Messzeitfenster beträgt vier Stunden und sollte möglichst so gewählt werden, dass der frühste und der späteste Zeitpunkt, an dem Ihr aufwacht, inbegriffen ist. Bei mir ist das z.B. mit 07:45 Uhr gegeben. So habe ich zwischen 5:45 Uhr und 9:45 Uhr Zeit zu messen.

cyclotest-myway-messzeitfenster

der cyclotest myWay nimmt mir die Arbeit ab und verhindert Fehler bei der Dokumentation.
Auch während der Messzeit einzuschlafen ist gar kein Problem, da die Werte, wie gesagt, automatisch abgespeichert werden. Wir selbst können weitere Symptome wie den Mittelschmerz, positive/negative Ovulationstests, die Beschaffenheit des Zervixschleims, die Lage des Muttermunds und Blutungen, aber auch eventuelle Störfaktoren (z.B. Alkohol, wenig Schlaf oder Krankheit) bis zu drei Tage später eintragen/nachtragen. Anhand der zur Verfügung gestellten Daten errechnet der cyclotest myWay vollautomatisch die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage und gibt den Zeitpunkt des Eisprungs aus. Fehler z.B. durch das Eintragen falscher Messwerte oder eine falsche Berechnung meinerseits werden ausgeschlossen.

Hormonfrei sicher fühlen? Es funktioniert!

Auch wenn ich zugeben muss, dass mir die ersten Tage etwas mulmig zumute war: mittlerweile habe ich mich so intensiv mit dem Thema beschäftigt und alle Eventualitäten durchgespielt, dass ich ganz genau weiß, wann ich sicher ungeschützten Geschlechtsverkehr haben kann. Und das ist deutlich häufiger der Fall, als man meint. Je mehr Symptome man festhält, desto sicherer kann der cyclotest myWay die fruchtbaren/unfruchtbaren Tage bestimmen und desto mehr Tage werden frei gegeben. Im besten Fall kann ich an mehr als 50% der Tage eines Zyklus ganz sicher ungeschützten Geschlechtsverkehr haben. Und das trotz unregelmäßigem Zyklus! Der schwarze Balken verdeckt übrigens nur meine sexuelle Aktivität, die ich nicht mit Euch teilen wollte 😛

cyclotest-myway-zykluskurve

Tatsächlich fühle ich mich so gut und sicher, wie schon lange nicht mehr. Die Verhütung mit der Pille war für mich von Anfang an ein Graus. Einerseits, weil ich unglaubliche Angst vor schwerwiegenden Nebenwirkungen hatte, andererseits aber auch weil sie viel in meinem Leben verändert hat. Starke Schmerzen, geschwollene Brüste, starke depressive Verstimmungen, Libidoverlust und so weiter und so fort. Sich auf seinen Körper und die innere Uhr zu verlassen macht frei und glücklich!

In den letzten sechs Monaten habe ich so viel über meinen Körper und mich gelernt, wie in 30 Jahren nicht.
Wer anfängt, sich mit dem eigenen Zyklus auseinander zu setzen, der wird schnell merken, wie wenig wir eigentlich über unseren Körper wissen. Mir war diese Erkenntnis fast ein wenig peinlich. Wann hat man noch mal den Eisprung? Wie lange danach ist man fruchtbar? Oder war die fruchtbare Zeit doch vor dem Eisprung? Wie lange dauert eigentlich mein Zyklus? Wie verändert sich die Temperatur während dessen? Und wie mein Körper? Kann ich während meiner Periode eigentlich schwanger werden? In den letzten sechs Monaten habe ich so viel über meinen Körper und mich gelernt, wie in 30 Jahren nicht.

cyclotest-myway-verhütungscomputer

Hat der cyclotest myWay auch Nachteile?

Es gibt zwei Punkte, für die ich mir Verbesserung wünschen würde. Punkt 1 ist der Touch-Screen. Ich muss tatsächlich mit meinen Nägeln „tippen“, weil ein einfacher Fingerdruck nur selten korrekt erkannt wird. Das nervt teilweise. Der zweite Punkt wäre mir aber noch wichtiger: das Nachtragen von Symptomen ist nur eingeschränkt möglich. Der cyclotest myWay hätte meine Zyklen z.B. besser auswerten können, wenn ich die voran gegangenen 6 Monate Temperatur-Messungen, Symptome und Blutungen hätte nachtragen können. Das ist aber nicht komplett möglich. Gleiches gilt für Werte, die ich nach mehr als drei Tagen nachtragen möchte. Die ersten Male habe ich z.B. nicht bemerkt, dass ich meine Blutung jeden Tag eintragen muss. Ich dachte, dass ich Anfang und Ende markiere. Das habe ich erst recht spät gemerkt und in weiteren Zyklen schlicht vergessen. Dadurch wird die Berechnung natürlich beeinflusst. Das Nachtragen, auch zu einem späteren Zeitpunkt, wäre wirklich toll und ich würde mir wünschen, dass diese Funktion mit einem der nächsten Updates (die man übrigens problemlos über die Software aufspielen kann) mit aufgenommen wird.

Nachtrag: 

Nach Rücksprache mit dem Team von Cyclotest kann ich Euch zur Nachtragung der Daten folgende Info übermitteln: „Es ist nur möglich, Eingaben für den aktuellen und vorherigen Tag zu machen. Der Grund dafür ist der, dass man nicht nachträglich beliebig alles ändern und nachtragen kann, wodurch die Zyklusdaten wieder verfälscht würden und durcheinander geraten könnten. Deshalb haben wir diese Funktion aus Sicherheitsgründen nicht eingebaut. Einzig der Zervixschleimhöhepunkt kann beliebig nachträglich eingegeben werden während der fruchtbaren Zeit. Was die Eingabe der Blutung angeht, so verändert sich die Auswertung nicht, wenn man vergessen hat, für bestimmte Tage die Blutung einzugeben. Nur der Zyklusstart ist ausschlaggebend, die Eingabe der Blutung hingegen ist rein dokumentarisch und wirkt sich nicht auf die Auswertung aus.“

Was kostet der Spaß?

Der Zykluscomputer ist nicht günstig. Und ich kann durchaus nachvollziehen, wenn jemand sagt: das ist alles SchnickSchnack. Ich bleibe bei Stift und Papier. Im Gesamten sollte man aber bedenken, dass das System einem enorm viel Arbeit abnimmt und viele Fehler automatisch ausschließen kann. Fehler bei der Hochlagenberechnung, Fehler beim Eintragen der Temperatur aber auch beim Freigeben der unfruchtbaren Tage. Diese Fehler werden mit einem solchen Computer nahezu ausgeschlossen. Man bekommt zum Preis von 309€ (zzgl. Versand) ein zertifiziertes Medizinprodukt mit 3 Jahren Garantie, kostenfreiem Fernwartungsservice und einer Lebensdauer von ca. 10 Jahren.

Gerade für Pillen-Umsteigerinnen lohnt sich die Anschaffung, insbesondere wenn man die Kosten für die Pille in den direkten Vergleich mit den Kosten des myWay stellt. Ich z.B. habe für meine Pille alle 6 Monate knapp 60€ gezahlt, so dass sich die Anschaffungskosten für den myWay nach ca. zweieinhalb Jahren amortisieren.

Beim Kauf sparen!

Ich habe für Euch aber einen Gutscheincode organisiert, mit dem Ihr auf den regulären Preis (ausgenommen Ratenfinanzierung) immerhin 25€ Rabatt bekommt. Der Gutscheincode lautet: diecheckerin und kann direkt im Warenkorb eingelöst werden.

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cyclotest-mywayI do it myWay

Für mich steht, nach anfänglicher NFP- und Zykluscomputer-Skepsis fest: ich bereue nichts! Das Absetzen der Pille und der Umstieg auf die natürliche Verhütung war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich fühle mich besser, sicherer (auch was z.B. das Risiko einer Thrombose anbelangt), habe endlich wieder Lust und im Gesamten deutlich weniger Zyklus bedingte Probleme.

Sollte der myWay irgendwann das Zeitliche segnen, steht für mich fest, dass ich mir ein neues Gerät anschaffen werde. Ich kann mich zu wenig auf mich selbst verlassen, was z.B. das richtige eintragen der Temperatur oder die Auswertung der Symptome angeht. Ein solcher Computer bietet mir zusätzliche Sicherheit bei der Verhütung mittels NFP und ist für mein persönliches Empfinden deshalb jeden Cent wert.

Wie sieht es mit Euch aus? Haltet Ihr NFP für den größten Humbuk oder durchaus für eine Alternative? Setzt Ihr weiterhin auf die Pille oder habt Ihr für Euch eine andere Möglichkeit der Verhütung gefunden?Interessiert Euch eventuell sogar ein extra Artikel zu NFP? Lasst es nich wissen!

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

10 Kommentare

  • Ich finde das es für viele eine gute, wenn nicht die beste Alternative zu Hormonen ist!
    Finanziell gesehen, wäre es für mich nicht die Lösung gewesen. Ich habe „nur“ meinen Körper über die Jahre ‚kennengelernt‘ und meinen Zyklus festgehalten. Ohne Temperatur und zervixschleim Kontrolle. Temperatur würde ich vergessen, da ich zu unterschiedlich aufstehe.. Zervixschleim Kontrolle genauso, aber ich hatte mich damit auseinander gesetzt und wusste auf was ich da achten musste, deshalb wusste ich wenn ich mal dran dachte, was es nun bedeutet.. So wusste ich, in welchem Zeitraum ich meine fruchtbaren Tage habe. Habe die Pille vor dem ersten Kind ein paar Monate genommen, dann nicht mehr. Zwischen den beiden Jungs liegen 4 Jahre. In der Zeit habe ich mit Zyklus und körperliche Signale verhütet.
    Nach der jetzigen Schwangerschaft lässt sich mein Mann sterilisieren, sollte es uns in ein paar Jahren doch noch mal überkommen, könnte man es dann wieder rückgängig machen. Aber ein viertes Kind ist definitiv nicht geplant!
    Egal wie man verhütet, wenn man keine Hormone nehmen möchte, man muss seinen Körper kennen und Veränderungen bemerken. Frauen sollten sich mehr informieren und auch ihre Ärzte befragen

  • Wow, krass, dass du das so durchgezogen hast. Ich möchte eigentlich auch die Pille absetzen (wegen der Hormone und der ganzen Nebenwirkungen. Was man da im TV immer sieht, macht das Gefühl auch nicht besser). Aber ich habe auch die Angst, dass solche Geräte nicht so verlässlich sind. Dein Beitrag erhellt das Ganze wieder etwas… ich glaube ich muss mich damit auch einfach näher beschäftigen.

  • Mein Problem mit NFP war, dass 1. die nicht freigegebenen Tage die mit der mit Abstand größten Libido sind und 2. NFP letztendlich auch vom Partner die Disziplin verlangt an den fruchtbaren Tagen ein Präservatif zu verwenden. Ich verwende mittlerweile eine Kupferspirale. Die ist auch ohne Hormone, und entgegen meinen Befürchtungen habe ich auch nicht mehr Krämpfe als vorher.

    • Die Sache mit der Disziplin verstehe ich immer nicht 😀 Entweder beide wollen keine Kinder und dann ist man irgendwie auch in der Lage die 30 Sekunden für ein Kondom aufzuwenden oder einer/beide fänden es eigentlich gar nicht sooo schlimm und gehen entsprechend undiszipliniert an die Sache ran. Hab nicht das Gefühl, dass wir mit NFP jetzt voll die Disziplin an den Tag legen müssen. Morgens wird im Halbschlaf gemessen, aufm Klo ein bisschen kontrolliert was der Schleim so sagt und feddich. Wenn ich fruchtbar bin, nimmt man Kondome und wenn nicht freut man sich, dass es auch ohne geht 😀
      Ich wollte mich wegen der Kupferspirale o.ä. nicht „operieren“ lassen, deshalb ist das nix für mich. Aber so simmer halt alle verschieden 🙂

    • Die Kupferspirale war auch für mich DIE Lösung, leider wurde ich nach einem Jahr trotzdem schwanger! Man sagt ja, nur Abstinenz ist 100%ig sicher, trotzdem war ich extrem geschockt.
      Bin dann danach auch auf NFP umgestiegen, funktioniert seitdem einwandfrei.

  • Ich finde den Cyclotest my Way gut. Zwar schreckt der Preis, allerdings wenn man es mit den Kosten für die Pille gegenrechnet, dann geht es wieder.
    Allerdings denke ich, dass es primär wichtig ist, seinen eigenen Körper kennenzulernen.
    Zervixschleim beobachten, Temperatur messen und vielleicht ergänzend einen Fertilitätsmonitor dafür einsetzen. Sicherlich geht es aber auch ohne.
    Insgesamt bin ich für natürliche Verhütung und kann immer weniger verstehen, wie viele Frauen nach wie vor über Jahre und Jahrzehnte die Pille nehmen.

    • Stimme ich dir voll und ganz zu! Es ist ein nützliches Teil, desse Anschaffungskosten sich quasi amortisieren aber ZWINGEND brauch man ihn nicht 🙂

  • Das ist eine echt tolle Alternative zur Pille . Das würden wir sehr gerne ausprobieren da ich die Pille aus verschiedenen grüden nicht Vertrage. Da versuche ich doch einfach mal mein Glück . Liebe grüße

  • Hallöchen in die Runde!
    Ich verhüte auch schon seit Jahren mit dem cyclotest myway und bin so froh, dass ich auf diese Methode gekommen bin. Davor hatte ich Pille, Nuvaring, Pflaster – alles war schlimm, vor allem psychisch habe ich stark gelitten.

    Danach habe ich dann erst NFP probiert, es war mir auf Dauer aber ehrlich gesagt zu aufwändig, und dann bin ich eher zufällig auf den myway gestoßen (damals hieß er noch cyclotest 2 plus). Bin echt happy mit dem Gerät und glaube, wenn die Vorausseztungen stimmen, ist das wirklich eine einfache und vor allem sichere Verhütungsmethode!

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