Aus dem Leben


Immer wieder Sonntags 124

Immer wieder Sonntags zum Anhören

 

Montag:

Gestartet hat die Woche mit Marius Geburtstag, einem Stück „Blaubeer-Cheesecake“ zum Frühstück und einem Freund, der fröhlich flötend durch die Wohnung lief, weil er sich so über seine Geschenke gefreut hat. Der Tag konnte quasi kaum besser werden.

Wir sind schon früh morgens nach Lottum in den Niederlanden gefahren, um dort ne Runde zu wandern. Bei 38 Grad in der prallen Sonne war das ne Idee, die vielleicht nicht ganz so hundertprozentig gut von uns durchdacht war. Dabei hatten wir unseren eigentlichen Plan, zur 20 Kilometer Wanderung nach Belgien in den Hohe Venn Naturschutzpark zu fahren, wegen des heißen Wetters schon abgesagt und uns für eine deutlich kürzere Route (nämlich 9,9 Kilometer) in Lottum entschieden.

Die angesetzten knapp 10 Kilometer haben wir bzw. habe ich nicht geschafft. Mir wird bei dieser Hitze sowas von kotzübel und schummrig, dass ich froh war, nach rund 6 Kilometern wieder im klimatisierten Auto zu sitzen. Das Wetter, mag es auch noch so schön sein, ist temperaturtechnisch echt so gar nicht meins. Sobald die Luft, die ich einatme, zu warm ist, ist es mir irgendwie suspekt :-D

Aber auch die sechs Kilometer haben sich gelohnt und waren toll. Lottum ist ne zuckersüße Stadt, in der einfach ÜBERALL Blumen wachsen. Jeder Anwohner hat nen Garten voller außergewöhnlicher Blumen. Ich hab sie nur nicht fotografiert, weil es dort keinen Schatten gab :-D

Außerdem haben wir einen Baum gesehen, der von Innen komplett ausgebrannt war (siehe Foto rechts oben), dem man den Brandschaden von außen aber kaum angesehen hat. Er blühte noch in voller, grüner Pracht (siehe Foto unten links). Echt beeindruckend. Zum frühen Abend hin waren wir wieder zu Hause und haben den Tag mit nem Bierchen ausklingen lassen.

 


Dienstag: 

Nachdem wir Montag ja unterwegs waren, war Dienstag mein „Putz- und doofe Arbeiten erledigen-Tag“. Zwischendurch hab ich zum Arbeiten auf’m Balkon gesessen und dabei eine Schlupfwespe beobachtet, wie sie ihre Eier (verpackt in einem toten Insekt) in unseren Blumenkasten ablegt. MEGA interessant.

Mal eine ganz andere Form der #achtsamkeit @ahnungslosewissende hat mich vor anderthalb oder zwei Jahren sehr inspiriert. „Damals“ erzählte sie, dass sie keiner Fliege was zu Leide tut (naja gut, wahllos stechende Insekten, wie z.B. Mücken ausgenommen). Alle #Lebewesen werden am Leben gelassen. Mich hat das gleichermaßen erstaunt und inspiriert. Zuerst dachte ich: völlig übertrieben! Kann ich nicht. Will ich nicht. Was ist mit den ganzen Viechern, die nerven wie sau. Aber mit der Zeit fand ich es nur noch Nachahmenswert. Es ist sicher auch eine Frage der Erziehung und der eigenen Einstellung. @frau_durcheinander hat z.B. immer panisch reagiert, wenn Schnaken, Spinnen, Motten o.ä in der Wohnung waren und mein Papa musste uns dann retten 😂 Ich habe mir das ein Stück weit abgeguckt. Teilweise haben Marius und ich uns vor Ekel und Schreck beinah die Köpfe eingerannt, wenn hier wieder Mal ein #Insekt durch die Wohnung flog. Seit einem Jahr versuchen wir unser Bestes, nicht mehr wahllos Insekten platt zu machen. Momentan haben wir zwei Hausspinnen bzw. jetzt nur noch eine, da die andere von der jetzigen aufgefressen wurde 🤷🏼‍♀️😂 Wir reagieren immer noch panisch, je nach dem was hier so rein flattert, aber alle gehen lebendig raus (naja außer die verdammten Mücken halt 🙄). Irgendwie fühlt sich das gut an und ich merke, wie sich mein #Ekel langsam abbaut. Gestern habe ich z.B. sicher 15 Minuten damit verbracht, eine Schlupfwespe zu beobachten, die ein Insekt (gespickt mit einem Ei) bei uns in der Blumenerde verbuddelt hat. Irre interessant und direkt was dazu gelernt (z.b. eben wie die Eiablage bei Schlupfwespen funktioniert) Danke fürs Inspirieren @ahnungslosewissende 💜

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Mittwoch:

Mittwoch war ich mit firlemaedchen bzw. Julia in Köln verabredet. Um zehn vor zehn stand ich an der Domplatte, um viertel nach elf leider immer noch. Julia hatte sich irgendwie in Köln Ehrenfeld verfahren und so musste ich ausharren. Bei weiterhin 38 Grad. Wir erinnern uns an Montag. Dementsprechend war mir kotzübel. Der Weg bis zum Rhein (läppische 500 Meter vielleicht) durch die Sonne war der Horror für mich. Ich krieg sofort Kreislauf und nääää. Bei dem Wetter fühle ich mich nicht wohl.

Dennoch haben wir den ganzen Vormittag bis 14:30 Uhr am Rheinufer gesessen und gequatscht. Quasi über Gott und die Welt. Ich habe alle 30 Sekunden gesagt „Boah scheiße, ist das heiß. Boah ne, das ist nicht mein Wetter.“ und 500 Liter Wasser getrunken.  Aber es war ein netter Tag!

Die Rückfahrt nach Wuppertal hat dann rund zwei Stunden gebraucht. In der „wilden Hilde“, bei der die Klimaanlage offensichtlich kaputt ist, eine erneute Qual. Alles war unendlich heiß und ich war soooo froh, als ich zu Hause war. Ehrlich, ich kanns gar nicht sagen :-D


Donnerstag: 

Wir hatten die glorreiche Idee (man, diese Woche war voller glorreicher Ideen!) einkaufen zu gehen. Bei 500 Grad. AAARGH! Furchtbar. Aber es musste halt irgendwie auch sein. Danach haben wir gearbeitet, später gekocht und ansonsten nur versucht, uns so wenig wie irgendwie möglich zu bewegen.


Freitag:

Haben wir beide „nur“ gearbeitet und Abends lecker gegessen. Es gab Patatas Bravas mit Sour Cream und Salsa. Die meisten Food-Fotos gibt es übrigens weiterhin auf Instagram. Wer mir dort nicht folgt, der kann alternativ auch über den Desktop PC oder den Browser auf dem Smartphone Fotos gucken: Klick!


Samstag:

Wir haben den Tag mit einem Frühstück auf dem Balkon im strömenden Regen begonnen. Das tat gut, weil wenigstens mal ein kleines Lüftchen ging. Danach waren wir ne Runde spazieren, haben gearbeitet und ab Nachmittags stand ich in der Küche, um zu kochen und zu backen.

Abends haben wir dann, wie die Hälfte der Welt, auf den Mond gewartet. Es war toll! Ich hab meine Kamera inkl. Stativ aufgestellt, um mich mal in Sachen Mondfotografie auszuprobieren und für die ersten Versuche sind die Fotos echt mega, mega gut geworden. Ich bin ganz stolz :-)


Sonntag:

Heute kommt meine Familie, um mit uns zu Kaffee & Kuchen Marius Geburtstag ein bisschen nachzufeiern. Wir werden gleich noch ne Runde spazieren gehen und ansonsten alles ruhig angehen lassen. Und die aktuellen 20 Grad genießen. Es weht eine kühle Brise! Ich hab das Gefühl, ich bin im Himmel!


Aphorismus der Woche:

Hitze

Der Sommer brennt heiß
die Felder versengt
der Wind steht still
schon seit Wochen
in meinen Augen
schmerzt die Sonne
bin nur noch Durst
vor Glut
gebrochen
© Hans-Christoph Neuert

|Gesehen| wie Bäume leben, obwohl sie tot sein müssten
|Gelesen| gelesen nix, aber gehört!
|Gehört| Gute Nacht Reise (ich find sie irgendwie nicht zur Verlinkung, dabei ist sie so gut!)
|Getan| gearbeitet, gebacken, gekocht, geredet, gegangen, gelaufen, gehört, geschwitzt
|Gegessen| siehe Was essen wir heute KW 30
|Gedacht| BIIIIITTTEEEE ABKÜHLUNG
|Gefreut| über etwas Regen & Abkühlung heute
|Geärgert| über Rücksichtslosigkeit & Unehrlichkeit
|Gewünscht| ein Haus in den Bergen
|Gekauft| nada! (außer die normalen Einkäufe)
|Geliebt| Lottum, unsere Ausflüge, die Mondfinsternis
|Geschrieben| welches Deo ohne Aluminium ich empfehlen kann und was wir essen
|Geplant| es steht mir eine Woche ohne konkrete Pläne bevor, das werde ich genießen

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

2 Kommentare

    • Wir haben echt Glück gehabt. Sonst ist Wuppertal ja eher so Wolken-Regen Stadt aber hier isses seit Monaten nahezu trocken und sonnig. Voll gut (von der Hitze mal abgesehen ;-) )

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