Immer wieder Sonntags

Immer wieder Sonntags 189 – meine Woche im persönlichen Rückblick

|Gesehen|Sorry for your loss“und “Humans*”
|Gehört| meine Playlist*
|Getan| gekocht, gelernt, gearbeitet, gelesen, gelacht, geredet, sortiert, organisiert, geplant, geholfen
|Gegessen| siehe Was essen wir heute
|Gefreut| über wunderschöne Keramik-Entdeckungen und die Möglichkeit, diese Freude mit anderen zu teilen & über eine coole VeggieWorld
|Gelesen|Das geheime Band zwischen Mensch und Natur*” (sehr lehrreich!) und “Drachenzeit*”
|Gekauft| einige Sachen auf der VeggieWorld Messe ( u.a. Leckeieren von “Das Bernsteinzimmer” aus Wuppertal, Happy Cashew, die ein oder andere Spezialität von MAKÜ, eine Probierbox mit Kuchen von SHARP SHARP, Haarseife von Reinland Seifen), eine Karte für das Rudelsingen in Wuppertal
|Geliebt| voran zu kommen
|Geklickt| nix :-)
|Geschrieben| Was bringt Ashwagandha
|Geplant| Morgen geh ich das erste Mal mit Marius ins Kino (vom Autokino mal abgesehen und überhaupt war ich das letzte Mal vor 15 Jahren im Kino :-D), außerdem gehen wir diese Woche im Café Medusa essen, sind zum Kegeln verabredet und ich bin endlich mal wieder bei “meinen Königinnen


Aphorismus der Woche:


Angefangen hat meine Woche mit meiner Teilnahme an einer Lebensmittelstudie. Online mache ich das öfter mal, offline war es nun erst das zweite Mal. Es ging um unser Kaufverhalten und unsere Essgewohnheiten. Eine spannende Erfahrung.

Ich fand es vor allem deshalb so spannend, weil sich so gut gezeigt hat, wie unfassbar krass Marketingstrategien auf die meisten Menschen wirken. Es ging konkret z.B. um tierische & pflanzliche Milch.

Aufschriften wie “frische Milch”, “faire Preise” oder “Landmilch” und von den Herstellern selbst kreierte “Phantasie-Label” wie “traditionelle Fütterung ohne Gentechnik” oder “wir unterstützen den Tierschutz”, sorgten dafür, dass die Teilnehmer positive Rückschlüsse auf die Herstellung der Milch zogen (ohne dass dies tatsächlich der Fall war). Sie gingen davon aus, dass die Bauern mehr Geld kriegen, dass die Kälber trotz industrieller Herstellung bei ihren Müttern bleiben dürfen und die Milch besonders frisch ist.

Ein “Ich gehe mal davon aus, dass es den Kühen bei hochwertiger Landmilch einfach besser geht” hat mich dann irgendwie auch schockiert. Dass es SO einfach ist, die Leute zu manipulieren, hätte ich schlichtweg nicht für möglich gehalten. Und auch, den weit verbreiteten Glauben daran, dass die Tiere vom Metzger ein besseres Leben haben und das Fleisch dort besser ist (rund 70% der Metzger beziehen ihr Fleisch mittlerweile extern, aus den selben Betrieben wie Discounter & Supermärkte vgl. z.B. HIER), fand ich erstaunlich.

Gleichzeitig hat mich aber auch überrascht, dass einige Teilnehmer von sich aus auf Pflanzenmilch umgestiegen sind und den eigenen Fleischkonsum immer mehr hinterfragen (und runterschrauben). Insgesamt ist das Thema Tier-& Umweltschutz momentan überall sehr präsent. Das find ich gut.

Solche Diskussionsrunden sind für mich aber immer ein Mix aus “Super interessant” und “Super anstrengend”. Letzteres vor allem, weil es mir manchmal schwer fällt, so manchen Stumpfsinn zu ertragen.


Den Großteil der Woche waren wir ansonsten damit beschäftigt, die Keramiken meines Schwiegervaters (siehe unten) weiter zu sichten und zu sortieren. Einige Sachen haben über die Instagramstory auch schon Abnehmer gefunden und wurden in die Welt verschickt.

Wir sind nach zwei Wochen immer noch nicht ganz durch, aber es ist ein Ende in Sicht. Danach wollen wir die Wohnung ein wenig umstellen. Büro und Schlafzimmer werden neu gestrichen und danach tauschen wir die Räume. Außerdem kaufen wir uns neue Schlafzimmer Möbel (unser Kleiderschrank wird halbiert :-) ). Ich bin mal gespannt, ob wir das alles noch in diesem Jahr fertig bekommen.


Gestern waren wir auf der VeggieWorld in Düsseldorf. Wir sind, wie auch die letzten Jahre schon, gleich zur Eröffnung da gewesen und um viertel vor zwölf, vor dem riesen Ansturm, wieder abgehauen. So macht der Besuch einer solchen Messe auch Spaß.

Die meisten Aussteller kannten wir bereits, sie hatten aber das ein oder andere neue Produkt mit im Gepäck (bei Happy Cashew z.B. die ultraleckeren Buddha Drinks, die in Richtung “Buttermilch” gehen bzw. für meinen Geschmack sogar noch leckerer sind). Besonders im Kopf geblieben sind mir “Soyka Milch” aus Tschechien (die mit Kardamom war saulecker aber bis jetzt gibt es Soyka noch nicht in NRW) und die veganen Spezialitäten von MAKÜ.

Letzere werden von Martina Kühn und ihrer Familie angeboten (im Onlineshop wird 1 x pro Woche verschickt, weil alles noch von Hand hergestellt wird). Martina wurde Veganerin und ihr Mann fand nie was “richtiges” zu Essen im Kühlschrank. So entstanden die Spezialitäten, die wirklich unfassbar nahe an dem jeweiligen Original sind. Wir haben uns durch das Sortiment probiert und ein paar Sachen mit nach Hause genommen. Große Empfehlung für alle Neugierigen! :-)


Vor einigen Tagen hat Jacko Wusch mit ihrem großartigen Video (HIER KLICKEN!) dafür gesorgt, dass ich am Abend UNBEDINGT KALT DUSCHEN wollte, obwohl ich frierend (und eingemuckelt in Decken, mit Wärmflasche, Kuschelsocken und mehreren Lagen an Klamotten) vor dem PC saß.

Ich habe mich gedanklich und theoretisch schon oft mit der sogenannten “Wim Hof Methode” beschäftigt. Mich hat das gesamte Thema (und dieser Mensch!) fasziniert und gerade die gesundheitlichen Aspekte in Bezug auf das kalte Duschen reizen mich. Aber ich habe mich dennoch nur in der Theorie damit befasst und es dann auch wieder aus den Augen verloren.

Jackos Video hat mich wieder daran erinnert, dass ich zumindest das kalte Duschen mal ausprobieren wollte. Ihr Video war sooo motivierend und euphorisierend, dass ich zwar nicht mehr am selben Abend, doch aber am nächsten Morgen in die kalte Dusche gesprungen geschlichen bin.

Es ist erst mal grauenhaft. Wirklich, wirklich grauenhaft. Ich sitze beim Duschen immer, weil wir nur eine Badewanne haben (und eben auch keine Duschstange, keinen Duschvorhang etc.) und ich hatte das Gefühl, dass diese Umstände es mir noch schwerer machten. Zumindest gedanklich wäre es mir leichter gefallen, wenn ich mir nur hätte drunter stellen müssen und mich hätte schütteln und bewegen können. Den kalten Wasserstrahl aber aktiv mit einer Hand auf meinen Körper zu halten war furchtbar.

Tatsächlich dusche ich normalerweise richtig heiß. So heiß, dass meine Haut rote Flecken bekommt und man sich, wenn man von draußen ins Wasser steigt, eigentlich sogar eher verbrennt. Irgendwie habe ich mir das so angewöhnt. Die Umstellung auf kalt ist …puh…scheiße schwer! (und ich hab das Wasser bisher “nur” auf kalt und noch nicht auf eisig kalt gestellt).

ABER! Das Gefühl danach war großartig überwältigend. Es erinnerte mich einerseits an meine Urlaube in Bayern, in denen ich jeden Tag mit meinem Opa mit dem Fahrrad zum eiskalten Kneipp Becken fuhr, um 10 Minuten mit den Füßen durch das Becken zu stapfen. Das habe ich geliebt. Vor allem weil danach die Füße so schön warm waren und mein Kopf so klar.

Andererseits dachte ich an das wohlig warme Gefühl aus meiner Kindheit bzw. frühen Jugend, wenn ich nach dem Schwimmen fror und von meiner Oma/meinen Eltern in das Handtuch eingemuckelt wurde / mich mit dem Handtuch wärmte und abtrocknete.

Außerdem fühlte ich mich nach dieser Dusche wach, frisch, stark, geklärt und glücklich. Gestern habe ich wieder kalt geduscht. Es gab dieselben Gefühle & Erlebnisse wie vorgestern. Dieses Mal ist mir zusätzlich aufgefallen, wie unglaublich warm der Körper im Anschluss ist. Das Wärmegefühl hielt bis zum Mittag an.

Und obwohl ich mich echt überwinden muss, kalt zu duschen, so ist es gleichzeitig im Nachhinein eine absolute Wohltat. Ich fühle mich viel besser, frischer und glücklicher, als nach einer heißen Dusche. Deshalb werde ich es definitiv weiter machen.


Heute geht es für uns noch nach Werne zur SimJü und Marius Oma besuchen. Bei dem Wetter würde ich allerdings lieber auf unserer nicht vorhandenen Couch mümmeln und ein Buch lesen.

Euch einen schönen Sonntag!

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Über den Autor

Die Checkerin

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

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