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Kolumne

Immer wieder Sonntags 290

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|Gesehen|1 Woche positive Affirmation“ (einfach nur JA!!!! Großartig ehrlich), „Das letzte Tagebuch – wie wollen wir sterben?“ (sehr ergreifend und zum Nachdenken anregend), „Meine Mutter wollte nicht mehr leben“ (eine ungeschönte Doku mit schwerer Kost), „Trennung nach 37 Jahren“ (sehr tolle Doku), „7 vs. Wild“ (finde ich bisher echt interessant), „Impfpflicht ist OK“ (ein sehr schwieriges Thema bei dem ich definitiv anderer Meinung bin) sowie „Alte Gangster im Knast: So leben verurteilte Verbrecher im Seniorengefängnis(eine amüsant-unterhaltsame und zugleich irritierende Doku) und den Film „Army of Thieves“ (der mir ganz gut gefallen hat)
|Gehört| KUMMER –Der letzte Song*“ (liebe ich!), Avi Kaplan – „First Place I Go*“, mehro – „green felt*“, the Bridge City Sinners – „Devil Like You*“
|Getan| Seelenworte gemalt, geschwommen, gewandert, gelesen, gefreut, gespielt, gekocht, gearbeitet, geredet, gezweifelt
|Gefreut| über eine Geburtstags-Wanderung, wunderschöne Geburtstagsgeschenke, zwei gute Ergotherapie-Stunden, die Ankunft des neuen Katers und einen Bussard direkt bei uns in der Straße auf einer Straßenlaterne
|Gelesen| „Unruhe im Kopf: Über die Entstehung und Heilung der Aufmerksamkeitsdefizitstörung ADHS*“
|Gekauft|
Nix
|Geschrieben| Mehr Ausgefallene Adventskalender und eine eigene Liste für vegane Adventskalender
|Geplant| Ergotherapie, Schwimmen, Arbeiten, Backen, kreativ sein


Geburtstag(s Geschenke & Wanderung)

Letzte Woche Montag hatte ich Geburtstag und riesiges Wetter-Glück. Denn meine Pläne für eine Geburtstags-Wanderung in Belgien drohten laut des Wetterberichts ins Wasser zu fallen. Sonntagabend änderten sich die Vorhersagen dann relativ unerwartet von 60% Regenwahrscheinlichkeit auf 2%. YAY!

So entschieden wir spontan doch zum Wandern nach Belgien ins Hohe Venn zu fahren. Nach einem ausgiebigen Frühstück und ein paar ausgepackten Geschenken ging es also Richtung Belgien.

Geplant waren ursprünglich knapp 15 Kilometer. Unsere Vorliebe für Barfußschuhe gepaart mit der Tatsache, dass wir in einem matschig-nassen Moorgebiet unterwegs waren und ich zudem vergessen hatte, meine wasserfesten Socken* anzuziehen, sorgte dafür, dass wir statt unserer üblichen 4,5 km/h dieses Mal deutlich langsamer vorankamen und nach 3 Minuten Gehweg klitschnasse Füße hatten 😬

Nach der Hälfte des Weges ging die Sonne langsam unter, so dass wir die Wanderung um fünf Kilometer kürzten. Das hat allerdings nichts daran geändert, dass es ein wunderschöner Tag, mit wunderherrlichem Lieblingswetter (kühle 6 Grad, leichter Wind und hin und wieder etwas Sonne zum aufwärmen – liebs!) in einer zauberhaft schönen Umgebung war.

Abends bestellten wir was zu Essen und genehmigten uns ein Stück der Manner-Torte, die Marius für mich gebacken hatte.

Geschenke technisch wurde ich in diesem Jahr echt mal wieder verwöhnt, obwohl mein letzter Stand eigentlich ein „Wir schenken uns nix“ war 😂💜 Es gab Sachen um Duftmelts selber zu machen (Sojawachs, ätherische Öle und Pralinenformen), die Gesellschaftsspiele 5 Minute Marvel* und Istanbul*, Kreidestifte* zum Bemalen der Fenster, Pukka Tee, Vego Riegel, Hello Lindt Schoki, Trek und nakd Riegel aus Holland, Kombucha von Voelkel, Freddie’s Flowers, den Primavera Adventskalender*, einen Amazon Gutschein und ein selbstgemachtes Inspirationskarten-Set.


Hallo, neuer Kater!

Nachdem wir letzte Woche Sonntag zum Kennenlernen in seinem alten Zuhause in Essen waren, zog Donnerstagabend der ca. 14-jährige Kater „Sunny“ (der voraussichtlich noch einen anderen Namen von uns bekommt) bei uns ein. Die meisten werden das bereits über die Storys bei Instagram und Facebook mitverfolgt haben.

Alle anderen bringe ich kurz auf den Stand der Dinge: Die Umstände in Sunnys altem Zuhause waren problematisch, weshalb er und seine deutlich jüngere Katzen-Mitbewohnerin dort raus mussten. Sunny gehört zu einer seltenen Rasse die sich „Khao Manee“ nennt. Er ist wie ca. 60 – 80% der weißen Katzen taub (Schuld ist wie so oft der Mensch, der bei der Zucht weißer Katzen die Defektmutation „Leuzismus“ in Kauf nimmt).

Seit Donnerstag ist er nun also bei uns und die Situation insgesamt aufregend, angespannt, berührend und unsicher zugleich. In den letzten Tagen hat sich gezeigt, dass Sunny auf Grund der Umstände in seinem alten Zuhause und womöglich auch auf Grund seiner Taubheit verhaltensauffällig ist.

Zudem scheint er gleich mehrere gesundheitliche Probleme zu haben von denen wir nichts wussten (u.a. massive Probleme mit den Zähnen sowie Ohrmilben und/oder eine Ohrentzündung, die Blutergebnisse stehen leider noch aus) und die ihm das Leben gerade zusätzlich erschweren.

99% seiner Zeit verbringt er bisher unter der Couch oder in einem der Katzenklos. Er hat große Angst davor sich ungeschützt zu bewegen, faucht und schreit wie am Spieß sobald er sich am Ohr juckt, knirscht beim und nach dem Essen auffällig mit den Zähnen und ist immer wieder irritiert, wenn ihn Hände streicheln da er offenbar anderes (Schlechtes) erwartet.

Sein unvermitteltes schreien und fauchen sorgt dafür, dass Kimba fürchterliche Angst vor ihm hat und sich seit Donnerstag nur wenig in der Wohnung bewegt. Nachdem er gestern Nacht plötzlich aus dem Wohnzimmer wollte, um die Wohnung zu erkunden, sind die beiden sich erstmals begegnet. Durch seine Taubheit nimmt er Kimbas verbale Drohgebärden nicht wahr, was zu weiteren Missverständnissen zwischen den beiden bzw. regelrechtem Entsetzen bei Kimba führt.

Insgesamt sind die Tage mit ihm bisher vor allem psychisch herausfordernd gewesen. Es gibt gerade noch so viele Unsicherheiten und Unwägbarkeiten. Werden die beiden sich aneinander gewöhnen, so dass es für Kimba und ihn eine Bereicherung, statt eine Belastung ist? Wie krank ist er wirklich? Welcher Pflege-und Therapieaufwand erwartet uns und können wir das leisten? Wir sind ehrlicherweise skeptisch und verunsichert. Auch weil bei der Vermittlung einiges schief lief.

Gleichzeitig sind die kleinen Schritte, die er auf uns zu macht, wirklich herzerwärmend. Vorgestern Abend ließ er sich zum ersten Mal unter lautem Schnurren für einige Sekunden streicheln. Gestern spielte er einige Male mit uns, kam 2 x von sich aus angelaufen als er Marius sah und erkundete mutig die Wohnung. Seine Fortschritte sind berührend.

Wie es weiter geht werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Ich hoffe sehr, dass sich alles einpendelt, die Blutergebnisse keine bösen Überraschungen bringen und die beiden gut miteinander auskommen.


„Die Pandemie der Ungeimpften“

Irgendwie steigt in den letzten Monaten mein Entsetzen über das, was hier in Bezug auf die Pandemie abgeht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie überschwänglich ich in den letzten sechs Monaten zu Festivals, Partys und anderen Veranstaltungen eingeladen wurde und wie die häufigste Reaktion auf meine stetigen Absagen waren: „Ja, aber du bist doch geimpft?! „. Ja, und?

Ich habe das Gefühl, dass wir in bald zwei Jahren Pandemie irgendwie nix gelernt haben. Ich habe über diesen „Ich bin geimpft und deshalb safe“-Irrglauben Anfang des Jahres schon mal hier ausführlich geschrieben.

Mittlerweile bestätigen nicht nur Studien wie die aus Großbritannien, dass Geimpfte das Virus ähnlich häufig verbreiten wie Ungeimpfte (25 Prozent der Geimpften und 23 Prozent der Ungeimpften sollen das Virus laut dieser Studie weiter gegeben haben).

Das und die Tatsache, dass mittlerweile allen klar sein sollte, dass wir uns trotz einer Impfung anstecken können, scheint dennoch nicht auszureichen, um sich von dieser Haltung zu lösen. Im Gegenteil sprechen viele weiterhin von der „Pandemie der Ungeimpften“. Es wird so getan, als seien „die Ungeimpften“ die Monster, wegen der die Infektionszahlen aus dem Ruder laufen.

Umso großartiger fand ich das Interview mit Christian Drosten auf ZEIT ONLINE, in dem er unter anderem verdeutlicht, dass er diese Ansicht für falsch hält: „Wir haben eine Pandemie, zu der alle beitragen – auch die Geimpften, wenn auch etwas weniger“.

Ich finde die teils herrschende Sorglosigkeit irgendwie total befremdlich. Natürlich bin ich umgekehrt auch nicht für Panikmache. Mir fehlt es an (für mein Empfinden) realistischem Verantwortungsbewusstsein. Es fängt mit eigentlich doch völlig banalen und schon vor der Pandemie (im besten Fall) selbstverständlichen Dingen wie „Nach der Toilette die Hände waschen“ oder „Wenn ich krank bin, gehe ich nicht arbeiten / andere Menschen besuchen“ an.

Es ist legitim wenn Menschen (aus welchen Gründen auch immer) keine Angst davor haben sich zu infizieren. Das Bewusstsein, dass wir alle andere Menschen (mit egal was!) infizieren können und die damit einhergehende Sorgfalt sollte jedoch nicht verloren gehen.


Und sonst so?

Ich hatte zwei Ergotherapie-Stunden bei einer neuen Therapeutin, die echt gut waren. Ich habe viel über das Neurofeedback gelernt und während der Sitzung einige Fortschritte gemacht. Das hat mir echt Spaß bereitet.

Ansonsten lag der Fokus in den letzten Tagen vorrangig auf den Katzen und wird dort voraussichtlich auch noch eine Weile bleiben.

Heute wollte ich die Kreidestifte mal ausprobieren, sofern ich mich für ein Motiv entscheiden kann 😅

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

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