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Veränderungen und “Was sagt eigentlich dein Freund dazu?”

In den letzten 10 Jahren habe ich mich enorm gewandelt. Meine Veränderungen waren schon oft Thema (Hier und Hier könnt ihr mehr dazu lesen). Wenn ich selbst Revue passieren lasse, wie ich noch vor zehn Jahren getickt habe, kann ich selbst kaum glauben, dass sich ein Mensch so ändern kann.

Das Thema ist gleichzeitig auch eines eurer Lieblingsthemen. Einige von Euch lesen meine Blogs seit 2010 oder sogar noch länger und konnten an der Veränderung beinah “live” teilhaben.

Etwas, das im Zusammenhang mit meiner Veränderung (neben Bewunderung & Lob, danke an dieser Stelle <3), immer wieder aufkommt ist: “Was sagt eigentlich dein Freund Marius dazu? Wie verkraftet Eure Beziehung deine krassen Veränderungen? Wie hat sich Eure Beziehung und Euer Leben außerhalb von dir verändert?”. Heute möchte ich genau dieses Thema aufgreifen. Denn Marius war einer der Anstöße für meine Veränderungen.


Marius fragt nicht, sondern macht

Als wir uns 2010 nach acht Jahren “Internet-Freundschaft” bei mir Zuhause trafen, war ich ein Messie. Ich hatte ihm nie davon erzählt und mir bis zuletzt eingeredet, er würde es nicht merken. In Anbetracht der Tatsache, dass mein Schreibtisch im schmalen Flur stand und neben Schlafzimmer und Toilette alle weiteren Räume abgeschlossen waren, eine recht naive Vorstellung.

Marius ist ein Mensch, der nicht nachfragt, ob er helfen kann, sondern es einfach macht. Er sieht was und packt es selbstlos an. So auch meine Messie-Wohnung.

Mit seiner unterstützenden, zielgerichteten Art hat er viel zu meinen Veränderungen beigetragen. Neben meiner ehemaligen Messie-Erkrankung, sind die Themen “Finanzen” und “Verträge” weitere große Baustellen gewesen, bei denen er mir sehr geholfen hat.

Vom Pleitegeier zum Sparfuchs

Bevor wir uns kennen gelernt haben, war ich chronisch pleite. Sparen war für mich ein absolutes Fremdwort. Seit wir zusammen leben, habe ich nie wieder mein Konto überzogen und bin am Ende des Monats immer im Plus, ohne dass ich mich zu irgendwas zwinge oder verzichte.

Meine Versorgungs- & Versicherungsverträge liefen alle über Standardanbieter, deren Preise enorm hoch waren. Zuletzt landete ich bei einem Versicherungsmakler, der meine Eltern seit Jahren betreute. Ich vertraute ihm blind und schloss alles ab, was er mir empfahl. Er war wirklich sehr nett ;-)

Als Marius die Verträge durchsah, stellte sich heraus, dass keiner davon auf meine Lebensumstände & Bedürfnisse abgestimmt war, ich bei den meisten Versicherungen zu viel für zu wenig Leistung zahlte und insgesamt die monatlichen Beträge, im Vergleich zu anderen Versicherern, viel zu hoch waren. Optimiert waren die Verträge nur hinsichtlich der Provision für besagten Vertreter.

Erst durch Marius Aufklärung verstand ich, wie wichtig es ist, sich nicht blind auf einen angeblich freundlichen Versicherungsmakler zu verlassen, dessen oberstes Ziel es IMMER ist, Versicherungen zu verkaufen und hohe Provisionen zu bekommen, weil er schließlich davon lebt.

Ich lernte Verantwortung zu übernehmen

Wir haben uns damals oft gestritten, weil ich Marius viele Sachen einfach nicht glauben wollte (weil ich sie nicht sehen wollte / noch nicht verstehen konnte). Er hat mir den Raum und die Entscheidungsfreiheiten gelassen und immer gesagt: “Beschäftige dich selbst damit, dann wirst du es verstehen.”

Tatsächlich behielt er damit recht. Wann immer ich anfing, mich mit einem Thema auseinander zu setzen und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, bemerkte ich irgendwann, dass er richtig lag. Ich glaubte immer, dass ich all das nicht kann. Aber er gab mir die Sicherheit, damit ich mir selbst das Gegenteil beweisen konnte.

Im Fall der Versicherungen führte es dazu, dass ich meine bestehenden Versicherungen kündigte und bei Direktversicherern abschloss.

Eine unverschämte aber dennoch witzige Geschichte an dieser Stelle: ich verschickte ein formloses Standard Kündigungsschreiben per Post, woraufhin sich der Makler bei meinen Eltern beschwerte (ich war übrigens schon 24 – so viel zur Geheimhaltungspflicht), ob ich einen neuen Makler hätte, er hätte schon den Namen meines Freundes gegooglet, ob der wohl Makler wäre. Meine Kündigung sei ja so unverschämt gewesen, das würden nur Makler so machen, ich hätte doch wenigstens persönlich vorbei kommen können. :-) Allein daran zeigt sich: wer so perfide Strategien anwendet, der KANN es gar nicht ehrlich meinen. Heute ist mir das klar.

Dieser Vorfall war eine weitere Bestätigung für meine Entscheidung und somit bleiben mir lästige & zeitraubende Anrufe, aufgedrückte Verkaufsgespräche und gebrochene Geheimhaltungspflichten erspart.

Für mich als “Digital Native” ist eine solche online Direktversicherung auch viel schlüssiger. Ich kann alles online abwickeln und muss nicht erst einen Termin bei einem Makler machen, um dann wochenlang auf Bearbeitung zu warten.

So wurde beispielsweise der Mietsachschaden in einer meiner alten Wohnungen durch die private Haftpflichtversicherung der CosmosDirekt innerhalb weniger Tage bearbeitet. Für mich bestand der Aufwand aus nur wenigen Klicks & einem Schreiben, um alles Weitere kümmerte sich dann die Versicherung. Das hat mich einerseits in meiner persönlichen Entscheidung & Einschätzung in Bezug auf andere Versicherungsanbieter, andererseits auch in Bezug auf die Sinnhaftigkeit der privaten Haftpflicht* bestätigt.

Meine Veränderungen sind für uns beide ein Segen

Ich war damals gefangen in mir selbst. Entsprechend positiv haben sich all diese Veränderungen auch auf unsere Beziehung und unser Zusammenleben ausgewirkt. Früher war das Zusammenleben, auf Grund meiner vielen Baustellen sehr schwer. Je mehr sich zum Positiven verändert, desto leichter bzw. vor allem normaler wird es.

Meine Veränderungen sind für Marius, unsere Beziehung und für mich ein Segen. Marius unterstützt mich in allem was ich mache und denke. Weder meine Fehler noch die Art und Weise, meine Probleme zu bearbeiten (z.B. auch mit den vielen Workshops für Frauen), wird von ihm belächelt. Bis heute ist ihm wichtig, dass ich das mache, was mir gut tut und mich glücklich macht.

Er findet es gut, dass ich so viel für mich mache und ist stolz auf das, was ich bereits geschafft habe. Wir sind gemeinsam gewachsen.

Wir blicken und wachsen in dieselbe Richtung.

Unsere Beziehung ist durch all die Erfahrungen & Erlebnisse noch mehr gestärkt worden. Viele Veränderungen, wie z.B. unsere vegane Ernährung, sind außerdem etwas, das wir beide gleichermaßen wollten. Wir blicken und wachsen in dieselbe Richtung. Es gibt dahingehend also kein “du oder ich”, sondern ein wir. Wir schwingen gemeinsam auf derselben Frequenz, ohne uns dabei einzuschränken.

Es gibt keinen Haken

Was meine Veränderungen angeht, gibt es keinen Haken. Wir entwickeln uns gemeinsam, respektieren, schätzen & tolerieren uns zu 100%.

Viele können das nicht glauben/nachvollziehen und die nächste Frage lautet dann meist: “Streitet ihr denn nie?”. Und doch, klar, gibt es auch bei uns Probleme oder Unstimmigkeiten. Aber das “einfachste” Mittel ist: gemeinsam darüber reden und einen Mittelweg finden, mit dem wir beide d’accord sind.

Wenn Marius real gefragt wird, wie es so für ihn war/ist, sagt er eigentlich immer: “Ich hab ja nur das gemacht, was keiner sonst gemacht hat und was getan werden musste. Ansonsten macht sie das, was für sie richtig ist und das macht mich glücklich.”. Mehr muss man dazu auch eigentlich gar nicht sagen. Ich bin sehr dankbar dafür, mein Leben mit ihm teilen zu dürfen :-)

Mich würde interessieren, wie das bei euch ist. Wir verändern uns ja schließlich alle.

Wachst ihr gemeinsam und toleriert / begrüßt ihr Veränderungen in der Partnerschaft? Fällt es euch leicht, gemeinsam zu wachsen? Welche Hürden gibt es?

Ach so : Kennt ihr diese fürchterlichen Versicherungsmakler auch? Nutzt ihr (vielleicht auch gerade deshalb) Direktversicherer oder habt ihr den perfekten Makler eures Vertrauens?

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Über den Autor

Die Checkerin

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

2 Kommentare

  • Sehr schön geschrieben. Oh je der Makler war tatsächlich nur auf Provision aus. Könntest du deine Eltern auch überzeugen? Ich schließe viel online ab aber wir haben auch einen tollen Makler. Er hat uns für unsere Autos und das Haus den besten Preis gemacht (habs natürlich gegoogelt). Ich wünsche euch noch eine lange gemeinsame Zeit.

    • Danke Monika <3
      Nein, meine Eltern sind zufrieden mit ihm. Die Erfahrungen die sie gemacht haben, scheinen da anders zu sein. Das akzeptiere ich, red meiner Mutter da nicht rein.
      Aber ist doch super, wenn ihr einen guten Makler habt.

      Viele Grüße und danke für deine Wünsche!

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