Immer wieder Sonntags


Immer wieder Sonntags 123

Zum Anhören quasi der exklusive „Immer wieder Sonntags“ – Podcast!

Montag oder „Es ist Prime Day, was können wir kaufen?!“:

Montag war Prime Day. Das heißt für uns eigentlich immer: Einkaufslisten bei Amazon überprüfen und schauen, wo die Preise gesunken sind. War dieses Mal allerdings nicht so viel. Die Sachen, die uns wirklich interessiert hätten (z.B. ein weiterer hochwertiger Kratzbaum ohne Sisal für’s Büro, ein guter Trockenfutter-Automat mit Kamera* oder der Dyson V10 o.ä.) waren leider nicht reduziert, so dass wir entsprechend auch nicht zugeschlagen haben.

Ansonsten fehlte es mir Montag an Motivation. Erst gegen Mittag konnte ich mich aufraffen, meine eigentlichen Pläne in die Tat umzusetzen. Montag ist nämlich einer von zwei Putztagen und es gab darüber hinaus noch einiges zu arbeiten. Abends gab es dann ne leckere Chinakohl-Pfanne und danach war ich noch mit ner Freundin und ihrem Hund ne Stunde draußen.


Dienstag oder „Tag der Überraschungsboxen“:

Dienstag war definitiv Tag der Überraschungsboxen. Denn es kam nicht nur die „Lootbox“ von getdigital an (im Artikel „Warum ich meine Sommerferien alleine verbrachte und was das mit der Lootbox zu tun hat“ erzähle ich Euch, warum ich in den Sommerferien oft allein war und was das eben mit dieser Box zu tun hat, den Inhalt der Juli Box findet ihr bei Instagram (in meinem Unboxing) und zusätzlich kam meine momentane Lieblings-Überraschungsbox, die Whole Food Box an. Für beide Überraschungsboxen hab ich Videos erstellt, das Unboxing zur Whole Food Box findet Ihr übrigens HIER.

Außerdem haben Marius und ich unsere obligatorische Waldrunde gedreht und relativ lange in der Sonne gesessen. Die Spaziergänge tun gut, gerade wenn man den ganzen Tag vor dem PC verbringen muss. Zwar haben wir ja jetzt immerhin die Steh-Schreibtische, aber wir haben uns angewöhnt zum Mittag hin ne größere Runde zu drehen, damit man den Kopf frei kriegt und sich wenigstens etwas bewegt.  Den restlichen Tag haben wir mit weiterer Arbeit verbracht.


Mittwoch oder „Wenn Du ganz Du selbst wärst…“:

Mittwoch habe ich, aus einer Laune heraus, diese Frage gestellt. Eine Frage, deren Antwort man auch durch die Bearbeitung meines Buchs finden kann. Mir war klar, dass der Großteil von uns Antworten gibt, die  traurig sind. Dass die Antworten aber so einschlagen, hätte ich nicht gedacht.

Insgesamt haben mir rund 300 Personen geantwortet und eigentlich ging es bei allen in eine sehr ähnliche Richtung. Neben Antworten wie „Ich wäre glücklicher/dicker/dünner/ungeschminkt/angekommen/frei…“, waren es vor allem Sätze wie „dann würde mich niemand mögen.“ oder „dann wäre ich wahrscheinlich in der Klappse“ oder „dann hätte ich keine Freunde“, die mich besonders berührt haben. Wie viele Menschen da draußen sich limitieren, aus Angst vor Ablehnung.

Meine zweite Frage dazu lautete: „Was hält Dich davon ab, zu sein wer Du bist?“ und der Großteil der Antworten bezog andere Menschen oder Dinge als Grund ein. „Meine Schwiegereltern/die Gesellschaft/mein Partner/meine Lebensumstände/mein Job/mein …“. Maßstäbe, gesellschaftliche Normen & Werte, Be- und Verurteilungen. Die sind da, ich streite es nicht ab. Aber es sind Gefängnisse, die wir selbst bauen und aufrecht erhalten.

Natürlich haben wir manchmal keine direkte Wahl (z.B. wenn Verbrechen geschehen, unsere Kindheit mies war oder wir schwer krank werden). Natürlich be- oder verurteilen uns andere Menschen, stecken uns in Schubladen, erwarten etwas von uns oder tun uns weh. Aber das hat nichts mit uns und unserem JETZT zu tun.

Ich kann es persönlich nehmen, dass ich beleidigt werde, dass mir etwas nicht zugetraut wird, dass ich nicht die Liebe/Anerkennung bekomme, die ich mir wünsche, dass ich meine Krankheit alleine durchstehen muss, dass gerade mir so etwas passiert, dass alle erfolgreicher/hübscher/intelligenter/… sind. Aber es hat nichts mit mir zu tun. Wir sind nicht die Geschichte im Kopf des Anderen. Wir haben die Wahl. Auch ob wir diesen Fakt akzeptieren und annehmen oder lieber abwehren damit, dass andere mit verantwortlich sind.

WIR selbst halten uns davon ab, zu sein wer wir sind. Wenn wir uns auf uns konzentrieren, wenn wir unsere Lebensumstände nach uns ausrichten, kann es uns völlig egal sein, was die Menschen um uns herum (mit uns) machen und was sie erwarten. Vielleicht bedeutet es, dass wir aus dem ein oder anderen Kreis ausgeschlossen werden, dafür werden sich andere Türen mit Menschen öffnen, die besser zu unserem Leben passen. Und ja, wir können auch den Job verlassen, der super bezahlt und angesehen und eigentlich toll ist, der uns aber vielleicht davon abhält, zu sein wer wir sind.

Wir entscheiden. Jeden Tag aufs Neue. Und einige haben entschieden, mein „Du bist selbst schuld an deiner Situation.“ persönlich zu nehmen. Auch das ist okay. Es ist nicht meine Geschichte :-) Und umgekehrt ist meine Geschichte auch nicht Eure. Es sprach: die erleuchtete Sandra :-D

Außerdem waren wir Mittwoch mit Marius Tante aus Berlin und einer Freundin aus Münster bei Marius Mama und anschließend bei Vapiano in Wuppertal essen. Wir hatten uns auf ne richtig geile, vegane Pizza gefreut aber leider gab es dort keine (außer ohne Käse – aber das wäre ja total langweilig). Wohl oder übel haben wir uns dann bei den Pastagerichten umgesehen und uns für die „Crema di Avocado mit Campanelle“ entschieden.
Unser Gefühl war so, wie man sich eben fühlt, wenn man Pizza will, aber nur Nudeln bekommt :-D

Und doch! Die Campanelle mit Avocadocreme & Rucola haben uns so vom Hocker gehauen, dass ich Freitag direkt Campanelle bestellt habe und das Gericht nächste Woche mit meiner eigenen Rezeptur nachmachen werde :-)


Donnerstag oder „Ich will nach Bayern!“:

Donnerstag war ein doofer Tag, der aber wichtig war und letzten Endes einen schönen (und friedlichen) Abschluss fand. Marius und ich hatten Streit und haben ihn genutzt, um viele Dinge nochmal zu klären. Um unsere Pläne abzuchecken, zu schauen, wie wir schnell und gut an unsere Ziele kommen. Aber auch um Lösungen für vorhandene Probleme zu finden.

Weshalb ich unseren Streit erwähne hat allerdings einen anderen Hintergrund: unsere Freunde und teilweise auch unsere Familie reagiert immer ganz entsetzt, wenn wir sagen, dass wir uns gestritten haben. „WIE IHR STREITET EUCH?? NIEMALS!“ – zwar spaßig gemeint, aber dennoch. Ich find das immer etwas seltsam, weil ich eine Beziehung ohne Streit für absolut nicht erstrebenswert halte. Man kann sich nicht immer grün sein. Auch nicht, wenn man eine, im Großen und Ganzen, harmonische Beziehung führt, wie Marius und Ich.

Ich werde ganz häufig gefragt, wie wir das machen – so harmonisch miteinander leben – aber ich hab darauf keine Antwort. Wir akzeptieren und respektieren uns. Wir geben uns Freiräume, vertrauen uns, nehmen uns viel Zeit für uns. Wir blicken in dieselbe Richtung, haben dieselben Ziele. An anderer Stelle sind wir aber auch wie Feuer & Wasser. Ich z.B. ja völlig chaotisch, Marius ordentlich & durchgeplant. Ich sehr optimistisch mit Hang zur Naivität, Marius eher ein, manchmal pessimistischer, Realist. Ich eher der kreativ-philosophische Kopf, Marius der praktische Macher. Ich schmeiß das Geld zum Fenster raus, Marius zweiter Name ist quasi „Sparschwein“. Da ergänzen wir uns super, hier ist aber eben auch Platz für Reibereien :-D

Sicherlich trägt zur Harmonie unserer Beziehung mit bei, dass wir uns seit 15 Jahren kennen und in den 8 Jahren Beziehung fürchterlich viele Schicksalsschläge und schwere Zeiten zu meistern hatten. Das schweißt unendlich zusammen. Definitiv! Aber wir gehen uns manchmal auf den Sack. Auch wir haben unsere Probleme und Differenzen und ich find das genau richtig so.

Jedenfalls bin ich Donnerstag Abend noch mit einigen Frauen aus meiner Workshop-Gruppe in nem Café in Wuppertal gewesen. Der Abend war nett, wenngleich mir die, vom Baum im Sekundentakt herab fallenden Blattläuse, echt tierisch auf den Sack gingen. Insgesamt konnte ich an dem Abend aber auch genau das nochmal fühlen, was ich schon seit vielen Jahren weiß: Wuppertal ist nicht meine Stadt. Nicht wegen der Blattläuse, der Frauen oder Cafés. Sondern so generell nicht. Ich will nach Bayern :-)


Freitag oder „Endlich wieder auf dem Begegnungshof“:

Freitag habe ich mir endlich mal wieder Zeit für ein paar Stündchen auf dem Begegungshof genommen. Das kam die letzten Monate viel zu kurz. Mein „Liebling-Shadow-Pony“ hat sich ganze 10 Minuten genüsslich von mir kraulen lassen – das gab’s noch nie und wir haben das beide volle Kanone genossen! Ich war schon morgens um neun da und hab dann rund zwei Stunden mit den Tieren gechillt. Immer und immer und immer und immer wieder ein absoluter Segen.

Habt Ihr mal Hühner beobachtet? So richtig lange? Wie sie aufgeregt boaken, wenn ne andere auf ihrem Lieblingsplatz brütet? Wenn der #Hahn aufgeregt gackert, um seinen Mädels zu zeigen, dass er was Essbares gefunden hat? Wenn die Henne ihren Küken gluckend den Boden hin und her scharrt, um ihnen ein paar Würmer zu servieren? Ich find #Hühner faszinierend. Weil sie so unterschätzt werden, von uns „mächtigen Menschen“. Weil sie so beruhigend und lustig und zart und stark sind (die #Henne hat heut gleich 2 x die Katze verscheucht und zwar so laut, dass selbst ich kurz zusammen gezuckt bin 😂). Hach. Und Schafe. Leuuuute, diese #Schafe. Ich hab mich zu ihnen in den Stall gelegt und bin, bei locker 35 Grad, so wollig-eingekuschelt worden. Von allen Seiten. Zwischendurch haben mir die #Pferde noch die Frisur gerade gerückt. Zwei Stunden Alltags-Auszeit bei @lexa_voss und @equisound auf dem #Begegnungshof (Werbung 🤷🏼‍♀️). Die letzten Monate hatte ich keine Zeit, aber heute hab ich sie mir genommen. Ich rieche von oben bis unten nach 🐑 und bin glücklich 😂💜 #naturmädchen

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Diesen Segen brauchte ich dann auch für den Rest des Tages. Ich musste dringend einkaufen und war locker drei Stunden unterwegs. Füüüürchterlich. Nach dem Einkaufen hab ich Pläne für Marius anstehenden Geburtstag am Montag geschmiedet, gearbeitet und gekocht. Mehr war Freitag, glaube ich, nicht los. Reicht aber auch.


Samstag oder „Selbst und ständig“:

Der Samstag stand, nach unserem heiligen Frühstück auf dem Balkon, im Zeichen der Arbeit. Außerdem waren wir noch ne Runde im Wald, dieses Mal bei etwas Sommerregen Es war wunderherrlich. Mit niemandem kann man so schön den Regen genießen, wie mit Marius <3


Sonntag oder „Selbst und ständig Teil 2“:

Auch heute steht im Zeichen der Arbeit. Außerdem muss ich noch Brot backen und für Marius Geburtstag morgen was vorbereiten. Wir werden den Geburtstag wandernd verbringen, darauf freuen wir uns schon sehr.


Aphorismus der Woche:

Neid ist gekränkte Eigenliebe.

|Gesehen| wie der Regen den gesamten Boden in Bewegung versetzt
|Gelesen| gelesen nix, aber gehört!
|Gehört| das Buch „Menschen lesen„*
|Getan| gearbeitet, gebacken, gekocht, geredet, gestritten, gequatscht, gegangen, gelaufen, gehört
|Gegessen| unterschiedliches (z.B. Langos (Rezept siehe „Freitag“) – es gab für die letzte Woche keinen Essensplan
|Gedacht| krass, wie viele Leute meine Erfahrungen, meine Meinung und meine Ansichten persönlich nehmen
|Gefreut| über etwas Regen & die gelungene Whole Food Box 
|Geärgert| über mich selbst
|Gewünscht| ein Haus in den Bergen
|Gekauft| eine 24er Palette Desperados*, den Echo Plus*, ein 4er Pack Campanelle*, leckerste, butterweiche Medjool Datteln* und 1 KG Maulbeeren*
|Geliebt| uns!
|Geschrieben| über Bücher zur Entschleunigung im Alltag und was wir nächste Woche essen
|Geplant| Marius Geburtstag-bewandern, Mittwoch bin ich zum „Blinddate“ mit firlemädchen in Köln, viel arbeiten, viel organisieren und Sonntag leckeren Geburtstagskuchen mit der Familie futtern

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

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