Immer wieder Sonntags

Immer wieder Sonntags 181 – meine Woche im Rückblick

|Gesehen| wie viel in uns steckt
|Gehört| einen Kuckuck :-)
|Getan| getanzt, geweint, gelacht, gelebt, gekuschelt, geliebt, geredet, gearbeitet, geschrieben, gegangen, gelehrt, gedacht, gefahren
|Gegessen| siehe Was essen wir heute?
|Gefreut| über gute Gespräche, neue Erfahrungen, tolle Menschen und zwei putzige Ratten
|Gelesen|Was für immer bleibt” *
|Gekauft| für unsere Wildratte “Bella” (für alle Neuen gibt es HIER mehr Infos und HIER was zum Thema Vorurteile gegenüber Ratten)
|Geliebt| das Gefühl von Freiheit und die Gewissheit, dass ich vollkommen (da) bin.
|Geträumt| ich erinnere mich in dieser Woche nicht an meine Träume.
|Geklickt| Häuser :-)
|Geschrieben|  Was essen wir heute


Montag

Begonnen hat die Woche mit heißem Wetter und Stillstand. Ich glaube, ich hab mich Montag so gut wie gar nicht bewegt. Hitze mag ich nicht, schwüle Hitze hasse ich. 35 Grad und so ne unangenehme Luftfeuchtigkeit sorgen bei mir für ganz viel Mimimi. Ich vermute, dass ich mehr gestöhnt, als geredet habe. Das Wetter diese Woche hat mich wirklich bis Mittwoch gequält.

Dienstag

Genau wegen des schönen Wetters hatten wir dann auch die glorreiche Idee, Dienstag bei 500 Grad im Schatten und (MINDESTENS!) 5000 Grad im (aktuell nicht klimatisierten) Auto nach Bayern zu fahren. Rund 10 Stunden saßen wir im Auto, 30 Minuten waren wir bei der Besichtigung. Hach! :-)

Mittwoch

Am Mittwoch habe ich zwei der vielen “Notfallratten Rhein-Ruhr” in Bochum abgeholt. Frisch eingezogen sind “Pipp” die schwarz-weiße Farbratte (weil sie so oft piepst ;-) ) und “Tilly” die schwarze Farbratte ( weil sie einfach so süß klein ist und aussieht, wie ne Tilly).

Was habe ich mir vorher Stress bzgl. der Integration von Farbratten und Wildratten gemacht. Das Internet ist voller Empfehlungen, Tipps & Tricks und eigentlich sind sich alle einig: das braucht bis zu vier Wochen. Außer vielleicht bei Babys, da kann es schneller gehen. Aber auch hier muss man geduldig sein.

Letzteres zählt ohnehin zu meinen absoluten Stärken (Ha.Ha.) und deshalb sah es, wenige Stunden nach Ankunft der beiden Nasen, im Käfig dann auch so aus:

Sie haben sich zu dritt (!) in eine Mini Kokosnuss gepresst und gepennt. Pipp und Tilly sind (noch?) erschreckend scheu und zurückhaltend, lassen sich bisher gar nicht anfassen und kommen auch nur selten aus der Kokosnuss / den Hängematten / dem Haus raus. Bella ist allerdings sehr, sehr glücklich.

Sie scheint sich jetzt pudelwohl zu fühlen. Vorher hat sie eigentlich nur in unserer Hand gepennt und ist ansonsten verrückt durch den Käfig geklettert. Jetzt nutzt sie auch all die tollen Sachen, die der Käfig so bietet und ist hellauf begeistert, von ihren neuen Freundinnen. Allerdings sind ihr die beiden offenbar etwas zu ruhig und langweilig.

Während Bella viel Action will – spielen, springen, toben, so viel wie geht – möchten die beiden Farbratten eigentlich nur eins: pennen und wenig Krach. Ich hab selten Tiere erlebt, die den Menschen bereits kennen und trotzdem so ängstlich sind. Zwar sind sie “handzahm” (im Sinne von: sie beißen nicht), aber sie machen eben auch sonst nichts – nehmen kein Essen aus der Hand und wollen auch nicht angefasst werden. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wir die beiden auch noch knacken :-)

Bella ist dahingehend halt VÖLLIG anders. Sie freut sich immer total, wenn sie zu uns kann, will mit uns spielen und kuscheln. Auch etwas, von dem im Internet das genaue Gegenteil behauptet wird: Wildratten kriegste niemals ganz zahm, die bleiben immer wilder als Farbratten. Wir zumindest erleben gerade das totale Gegenteil.


Außer dem Ratten-Neuzugang, stand Mittwoch auch mein zweites Coaching bei Jennifer Witte* an. Ein zentrales Thema war meine Antwort auf die Frage: “In welchem Bereich deines Lebens vertraust du dir zu 100%” ? Mir fiel dazu nämlich nichts ein. Es gibt für mich keinen Bereich, in dem ich zu 100% von mir und meinen Qualitäten überzeugt bin. Sobald jemand käme und was gegenteiliges behaupten würde, würde ich ihm sofort glauben.

Bis heute ist mir nichts eingefallen, bei dem ich mir zu 100% vertraue. Etwas, wo ich weiß, mir glaube und erlaube, es zu können. 
Diese (erstmal vernichtende) Wahrheit auszusprechen und zu zu lassen hat sich wirklich krass angefühlt. Denn so klar habe ich das noch nie gesehen.

Ich weiß zwar, dass mein Selbstwert insgesamt recht klein ist, aber dass es so ausgeprägt ist, habe ich verdrängt. Als Wochenaufgabe darf ich nun Menschen anschreiben und bitten, mir meine drei größten Stärken zu nennen.

Bei dem Gedanken daran, dass andere mir sagen/schreiben, was ich wirklich gut kann, wo ich anderen weiterhelfen oder eine Inspiration bin, bekomme ich aktuell sofort Tränen in die Augen. 
Weil es mich gerade soo sehr schmerzt, dass ich das alles (noch!) nicht für mich fühlen kann. Weil ich mit mir selbst mitfühle und es so bedauerlich ist, dass dieser großartige Mensch der ich bin, dass all das was ich geschaffen und erreicht habe, so wenig Wert für mich hat.
Dass ich an jedem Erfolg zweifle, alles klein rede, so lange bis ich glaube, dass es schlecht ist. Selbst Dinge, die ich wissentlich selbst und aus absolut eigener Kraft erschaffen habe, rede ich klein mit z.B. “Das kann ja jeder” oder “Naja, stand ja im Internet wie es geht”

Ich weiß in der Theorie, was all die Menschen mir zu sagen haben und auch ein Stück weit, was ich eigentlich mindestens ganz ok kann, aber ich erlaube mir nicht, es zu glauben. 
ABER! 
Ich bin auf dem Weg, mir mehr zu vertrauen ♥️ Und das fühle ich jeden Tag mehr und mehr.

Donnerstag

Donnerstag habe ich “nur” gearbeitet, die Ratten weiter “gezähmt” und mich auf meine persönliche Heldenreise vorbereitet.

Freitag – Sonntag

Das gesamte Wochenende war ich damit beschäftigt, meine Blind Dance Heldenreise* zu tanzen. Mitten in der Natur, mit rund 20 Männern und Frauen, habe ich geschwitzt, gelacht, geweint, gesungen und getanzt. Ich bin über mich und meine Grenzen hinaus gewachsen und habe SO VIEL mitnehmen können. Was genau, erzähle ich Euch aber erst noch. Ich bin eben erst nach Hause gekommen und möchte all das Erlebte der letzten Tage erst mal für mich selbst ins Reine fühlen.


Euch wünsche ich einen tollen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. Danke, dass ihr heute vorbei geschaut habt!

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Über den Autor

Die Checkerin

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

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