Immer wieder Sonntags


Immer wieder Sonntags 233

Geschrieben von Sandra Stüber
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|Gesehen| aus Versehen das “Sommerhaus der Stars” dazu schreibe ich unten noch was
|Gehört| meine Playlists, sowie wunderschöne Musik samt Video in Form von Niebla del Riachuelo und Nuvole Bianche
|Getan| gearbeitet, gegangen, gelacht, gelesen, gestreamt, gelernt, gefreut, geredet, mich über Arschlöcher geärgert, auswärts gegessen
|Gefreut| über das GO! für mein ADHS-Medikament, erste Verbesserungen, ein gemeinsames Essen auswärts und vegane Puddingbrezel für den guten Zweck schnabulieren zu können, dank der privat organisierten Charity-Aktion
|Gelesen| Zeitungen über Readly*, sowie Der Tod macht leicht*” (finde ich gut)
|Gekauft| Schwimmticket, Snag Tights und dazu statt neuer Hosen (die doof waren) nun lieber ein weiteres Herbst-Kleid (in Kleidern fühle ich mich meist ohnehin noch wohler), Puddingbrezel und leckeres Essen im Café Medusa in Wuppertal
|Geschrieben| ein neues “Was essen wir heute,Wenn der Vater plötzlich stirbt” und einige Aktualisierungen in der ausgefallene Adventskalender Liste
|Gestreamt| diese Woche tatsächlich nur ein bisschen Dead by Daylight (Achtung, Horrorspiel FSK 18) und das heutige “Immer wieder Sonntags“. Ich hab schon etwas Sehnsucht gehabt. Mal schauen, ob ich nächste Woche mehr Zeit und Muße habe :-)
|Geplant| schwimmen (fällt wohl wegen umgeknickten Fuß leider flach -.-), arbeiten


Wie geht es mir mit meinem Medikament?

Freitag, den 11. September 2020 bin ich nicht nur fünf Jahre rauchfrei gewesen. Ich habe an diesem Tag zum ersten Mal mein ADHS-Medikament genommen. Einige von euch und meiner “Lieblingsmenschen”, haben bemerkt, wie wichtig das für mich ist, waren ein bisschen mit aufgeregt und wollten en detail informiert werden, wie mein erster Tag mit dem Medikament war. Bei meinen engsten Vertrauten habe ich die Infos sofort raus gehauen, alle anderen Interessierten mussten bis heute warten :-)

Tatsächlich war und ist es für mich eine große Sache, ein solches Medikament zu nehmen. Das “krasseste” was ich bisher genommen habe, war Antibiotikum und das auch nur, wenn echt gar nichts mehr ging.

Medikamente bekämpfen für gewöhnlich vor allem die Symptome einer Krankheit. Das ist hilfreich, aber ich bin insgesamt eher Fan davon, die Ursachen zu sehen und anzugehen. Im Fall meiner ADHS sind die Symptome für meinen Alltag allerdings so problematisch, dass ich erstmalig das Gefühl hatte, Medikamente können mir WIRKLICH einen großen Vorteil verschaffen.

Nachdem nun alle Blutwerte, das EKG und andere Test positiv ausgefallen sind (YAY!), konnte ich Freitag loslegen.

Ich war echt tierisch aufgeregt und hab durchaus auch Angst gehabt. Immerhin fallen die, im (verschreibungspflichtigen) Medikament, enthaltenen Inhaltsstoffe unter das Betäubungsmittelgesetz und werden teilweise als Drogen missbraucht. Das erzeugt bei mir, als jemand der mit derlei Substanzen noch nie im Leben Kontakt hatte, gehörigen Respekt.

Nachdem ich die Pille, die auch noch “lustig pink” ist (was ich total unpassend finde), runtergeschluckt habe, war mir wirklich erst mal sehr komisch. 😅 Ich wusste überhaupt nicht, was ich zu erwarten habe. Das Medikament ist erst seit Anfang 2019 zugelassen und insgesamt sind die Erfahrungen damit völlig unterschiedlich.

Ich habe morgens versucht mich abzulenken, damit ich nicht zu sehr auf etwas warte oder Schiss habe – das hat immerhin mittelgut funktioniert. Nach rund 30 Minuten spürte ich, dass sich in meinem Körper was tut.

Es fühlte sich anfänglich ein bisschen so an, als hätte ich nen Schluck zu viel Sekt getrunken, aber auf diese lustig-kribbelige Art und Weise. Im Verlauf des Tages, insbesondere im Rückblick, war die Wirkung des Medikamentes relativ sanft, aber doch spürbar und authentisch zu mir passend.

Das war nämlich eine meiner größten Ängste, dass die Wirkung nicht zu mir passt, irgendwie fremd oder aufgesetzt wirkt und etwas in mir erzeugt, das mir nicht entspricht. In den letzten drei Tagen war das aber nicht so. Ich bin die Alte, nur mit “optimierten Skills” :-)

Auffällig ist, dass ich insgesamt konzentrierter, fokussierter und präsenter reden, denken und handeln kann. Mein Kopf fühlt sich viel geordneter, weicher an und ich kann klarer Gedanken fassen. Das zeigt sich auch darin, dass sich meine Stirn nicht mehr ständig kräuselt, weil ich mich im Normalfall auf alles sehr konzentrieren muss.

Marius kann mehr als zwei Sätze mit mir reden, ohne dass es mir zu viel wird und ich kann länger als fünf Minuten konzentriert an einer Sache arbeiten, ohne dass ich sofort “durch” bin. Nach einem anstrengenden Tag bin ich immer noch klar im Kopf, nicht müde oder kaputt und ich kann mich sogar noch auf “Komplizierteres” konzentrieren. Normalerweise ist es so, dass ich, wenn ich z.B. morgens viel komplizierte Kopfarbeit mache, danach nicht mehr “zu gebrauchen” bin.

Außerdem fühle ich die alte “Frohnatur”-Sandra wieder aufkeimen. Gerade die letzten Monate war ich insgesamt oft deprimiert und “depressiv verstimmt”. Ich habe viel geweint, gegrübelt und mich schlecht gefühlt. Die letzten Tage war da eine sanfte Euphorie, mit der ich mich wieder mehr “wie ich” gefühlt habe.

Und zu guter Letzt war ich die letzten Tage deutlich motivierter und dadurch auch aktiver. Letzteres ist ja, neben der Konzentrationsproblematik, mit das Wichtigste. Bisher ist für mich das meiste positiv.

Lediglich das leicht wackelige Gefühl im Körper und den manchmal erhöhten Puls, empfinde ich manchmal als etwas unangenehm. Gerade die ersten sechs Stunden des Tages fühlt es sich an, als hätte ich permanent Kreislaufprobleme. Das soll sich aber noch ausschleichen und ist für mich zudem aushaltbar, weil die positiven Sachen überwiegen.


ADHS Fragen

Es haben sich, durch meine Beiträge auf Instagram und Facebook, einige Fragen zum Thema ADHS ergeben. Viele Fragen (z.B. zur Diagnostik und wie ich es bemerkt habe) werden durch diesen oder diesen Artikel beantwortet.

Manche der Fragen sind mir zu privat, andere kann ich nicht beantworten (weil sie z.B. meine Kompetenz übersteigen), wieder andere kann ich noch nicht beantworten.

Das Thema ist für mich selbst ganz neu und ich finde mich da gerade ein. Ihr könnt euch sicher sein, dass ihr alles, was ich dazu sagen möchte und kann, hier auf dem Blog findet.

Darüber hinaus werde ich, wenn ich selbst mit dem Thema noch etwas vertrauter bin, auch einen FreiTalk auf Twitch dazu veranstalten, wo ihr explizit nochmal Fragen stellen könnt. Bis dahin bitte ich euch um Geduld.

Ihr könnt aber sehr gerne eure Fragen z.B. hier als Kommentar sammeln oder euch für den FreiTalk merken. Ich werde auch noch einen Fragensticker bei Instagram erstellen, da habt ihr dann auch die Möglichkeit, eure Fragen loszuwerden. Habt aber Verständnis dafür, dass ich auf einzelne Fragen in Privatnachrichten nicht eingehen kann.


Wie geht es Bongo?

Unverändert “geht so”. Nachdem wir bis Donnerstag auf die Ergebnisse warten mussten, gab es zumindest Entwarnung in Bezug auf Leukose & FIP. Denn beides hat Bongo nicht. Das ist auf jeden Fall eine Erleichterung.

Leider hat sich die Problematik aber, trotz Antibiotikum und Darm-Kur, kaum verbessert. Er schreit immer noch fast die ganze Nacht hindurch und hat, wenn auch nicht mehr so häufig, Brech-Durchfälle. Wir sollen das Medikament nun zu Ende geben und dann schauen, dass nochmal ein paar andere Untersuchungen gemacht werden und auch die Bauchspeicheldrüse erneut untersucht wird.


Wie geht es veganen Restaurants in Wuppertal?

Offenbar eher nicht so gut. Zumindest hat eines der zwei Restaurants hier in Wuppertal um Hilfe gebeten. Das Café Medusa haben Marius und ich zuletzt im letzten Jahr kurz nach der Eröffnung besucht, um dort zu frühstücken. Wir waren damals schon begeistert.

Als nun der Aufruf über Instagram/Facebook kam, ist mir mal wieder aufgefallen, wie schwierig es vermutlich insbesondere Nischen-Restaurants haben. BESONDERS zu Corona-Zeiten.

Marius und ich sind ganz generell wohl eher nicht typische Kunden, die der Zielgruppe von Restaurants, Imbissen, Bäckereien und Cafés entsprechen, weil wir nur ganz selten überhaupt auswärts trinken, essen oder uns irgendwo einen Snack kaufen. Das war schon immer so. Aber dennoch ist es uns beiden eigentlich wichtig, solche rein veganen Angebote vor Ort hin und wieder zu unterstützen.

Entsprechend haben wir reagiert und Freitag unseren Essensplan ausfallen lassen, um im Café Medusa zu essen. Für das Café sicher nicht ausschlaggebend, weil sie ja auch außerhalb von Freitag überleben müssen, aber zumindest besser als Nichts zu tun.

Das Essen war jedenfalls, wie auch schon bei unserem ersten Besuch, echt gut. Ich habe eine Falafel Bowl gegessen und Marius ne Pita. Als Nachtisch gab es für mich Tiramisu und für Marius nen “Freakshake” und hausgemachten Bubble Tea.


Mein Artikel zum Tod meines Vaters

hat sehr viel Aufmerksamkeit bekommen und für viel Resonanz gesorgt. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die den Artikel gelesen und geteilt haben, aber auch die mir, auf welchem Weg auch immer, geschrieben haben und ihre Gedanken und Erfahrungen geteilt haben. Auch zum Thema Tod werde ich nochmal einen FreiTalk machen. Ich werde ihn via Discord, Instagram und Facebook zu gegebener Zeit ankündigen.


Puddingbrezel und Matsch-Fuß

Gestern Mittag bin ich dem Aufruf des 1. globalen Charity Puddingbrezel Tag gefolgt. Die Bäckerei Orlik in Mühlheim hat sich auf Wunsch ihres Sohnes auf vegane Backwaren spezialisiert und das Sortiment umgestellt. In den “Vegan Gruppen” auf Facebook postet er häufig die Beiträge der Bäckerei und ungefähr alle Veganer sitzen sabbernd vorm Bildschirm, weil es sowas in ihren Städten einfach nicht gibt.

Das einzig leckere, was ich bisher dahingehend gegessen habe, sind die veganen Croissants von Denns. Alles andere ist immer sehr trocken und eigen im Geschmack oder eben gar nicht erst vorhanden. Für viele gehören Eier, Butter und/oder Milch zum Backen dazu und es ist schier undenkbar, da abzuweichen.

Die Bäckerei Orlik hat sich aber inspirieren lassen und weil wir eben alle immer gesagt haben “OH MEIN GOOOTT! WIE LECKER!” hat der Sohn, der ansonsten allerdings nichts mit der Bäckerei zu tun hat, gesagt: ok. Ich mach ne kleine Aktion und fahre mit dem Zug durch halb NRW, um Puddingbrezel zu verteilen. Eine Tüte mit drei Puddingbrezeln kostet 5€. Ein Teil der Einnahmen (1 € pro Tüte) wurde an die Stadttaubenhilfe Bochum gespendet.

Die Resonanz war überwältigend, deutlich krasser als gedacht und die Bäckerei musste fast 400 Puddingbrezel backen 😂 So konnten die Brezeln dann auch nicht, wie ursprünglich geplant, mit dem Zug verteilt werden. Es waren nämlich mehrere Umzugskartons voll.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich bin also um 13:00 Uhr extra für die Puddingbrezel zum Bahnhof. Auf dem Weg dorthin bin ich an einer fiesen Kante gestolpert und umgeknickt. Habe mir erst mal nix dabei gedacht und es tat auch echt kaum weh.

Aber zum Nachmittag hin habe ich echt Schmerzen bekommen und kann mittlerweile nur noch humpelnd gehen. Vermute, das irgendwie was geprellt oder verstaucht oder überdehnt ist 🙄 MEGA nervig. Vor allem weil man so dermaßen eingeschränkt ist, wenn man nicht richtig gehen kann. Das Schwimmen, das diese Woche eigentlich geplant war, wird zumindest für morgen, vermutlich auch flach fallen. GNAAA.


Und sonst so?

Ich habe diese Woche viel für den Blog getan, viel Papierkram erledigt und eins meiner aktuellen Projekte weiter voran getrieben. Außerdem habe ich viel gelesen, ein bisschen getanzt, ich war schwimmen, einkaufen, habe mich über den neuen Paarzeit Adventskalender* und eine neue Whole Food Box (habe ich im Livestream heute ausgepackt) gefreut und ein bisschen Dead by Daylight (Achtung, Horrorspiel FSK 18) auf Twitch gespielt – bin ein bisschen in Love.

Außerdem haben Marius und ich aus Versehen das Sommerhaus der Stars auf RTL geguckt. Und einmal mehr wurde ich darin bestätigt, diesen ganzen Fernsehkram zu boykottieren. Sehen konnte man einen, vielleicht sogar zwei, offensichtlich Alkoholkranke. Schon morgens wurde Bier gebraucht, um überhaupt klar zu kommen. Alle Beteiligten äußern Bedenken, lachen aber auch ständig darüber und machen Witze.

Ganz Deutschland kann den armen Gestalten dabei zu sehen, wie sie sich gegenseitig beleidigen, anspucken und eben massive Probleme u.a. mit Alkohol haben. Ich verstehe NULL, wie sowas im Fernsehen ausgestrahlt werden kann und wie es dann noch alle feiern können. Finde es unverantwortlich. Sowohl den Menschen gegenüber, als auch dem Zuschauer gegenüber. Es wird vermittelt: das ist alles easy und lustig. Mensch, dann trinkt er halt mal ein Bierchen morgens. Ist doch nur ein Bierchen! Gruselig. Echt. :-(

Das wars ansonsten von meiner Woche. Für die kommende Woche steht ungefähr dasselbe an :-) Euch einen guten Start und einen schönen Rest-Sonntag!

Danke fürs Lesen 🌈

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Über den Autor

Sandra Stüber

Ü30, seit 1998 Bloggerin, alberne Öko-Frohnatur und
naturverbundene Pflanzenfresserin. Versucht hier seit 2013 die Menschen zu inspirieren.

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