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Minimalismus im Wohnzimmer

Können Messies zu Minimalisten werden? Ja! Ich zeige es dir am Beispiel meines Wohnzimmers.

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Wer unsere Wohnung heute betritt kann kaum glauben, dass ich früher ein Messie war. Unser Haushalt ist, gerade im Vergleich zu klassischen Haushalten, mittlerweile schon sehr minimalistisch (hier könnt ihr lesen, wie wir unsere Wohnung im Laufe der letzten Jahre ausgemistet haben) und ich liebe es.

Minimalismus hilft mir gerade in Bezug auf meinen ADHS-Alltag und ist enorm wichtig für mich. Fernab dessen gefällt mir ein minimalistischer Einrichtungsstil auch optisch besser.

In diesem Beitrag gebe ich euch einen konkreteren Einblick in die Veränderungen meines / unseres Wohnzimmers im Verlauf der letzten 11 Jahre und zeige, dass Minimalismus weder ungemütlich und kalt, noch steril weiß sein muss.


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Kunstdrucke von Printler.com

Ich könnte jetzt so tun, als sei ich ’ne Poster-Laden Spezialistin, die regelmäßig Kunstdrucke im Internet bestellt. Die Wahrheit ist: Ich habe von Poster-Läden und Kunstdrucken absolut keine Ahnung.

Ich kann euch nicht sagen, ob Printler besser oder schlechter ist, als andere Shops. Was ich euch allerdings sagen kann:

Printlers Vision ist es, aufstrebende Kunstschaffende zu unterstützen und ihnen eine möglichst große Plattform zu bieten. Hunderte kreative Köpfe aus aller Welt (ganz gleich ob Langerfahrene, Aufstrebende, Profis oder Hobby-Kunstschaffende) nutzen das Angebot und präsentieren eine persönliche Auswahl ihrer Kunst in ihrer eigenen Printler-Galerie.

Das Wandplaner-Tool kenne ich in ähnlicher Form von anderen Shops. Für Menschen wie mich, deren bildliche Vorstellungskraft (gefühlt) in den Minusbereich ragt, sehr hilfreich.

Die Kunstdrucke und Bilderrahmen, die neuerdings meine Wände schmücken, gefallen mir gut und machen einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Ihr könnt sie weiter unten unter „Wohnzimmer heute“ bestaunen.

Die Motive gibt es übrigens auch in anderen Shops, bei meiner Stichprobe war das Angebot von Printler allerdings das Günstigste.

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Unser Wohnzimmer 2011

Die folgenden Fotos entstanden wenige Monate nach dem Einzug in unsere erste, gemeinsame Wohnung und rund ein Jahr nachdem Marius (mein Mann) meine Messie-Wohnung ausgeräumt hatte (mehr dazu lesen).

Damals waren wir von Minimalismus weit entfernt. Das mache ich nicht nur an beispielsweise 48 fein säuberlich neben dem Fernseher (WTF?!) drapierten Zigarettenpackungen oder rund 40 McDonald’s Gläsern in der Vitrine fest 😅

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

Unser Wohnzimmer 2012 – 2015

2012 zogen wir in unsere heutige Wohnung. Sie war von Anfang an deutlich aufgeräumter und minimalistischer als unsere erste Wohnung und dennoch weit entfernt von dem, was wir heute noch besitzen. Ab ca. Ende 2014 fingen wir an rigoroser auszumisten und trennten uns nicht nur von Dingen die in den Schränken waren, sondern später auch von Möbelstücken.

Das hatte zum einen praktische Gründe: Denn Marius bemerkte schnell, dass es mir leichter fiel Ordnung zu halten und Routinen zu folgen, wenn ich möglichst wenig Aufgaben oder Entscheidungen erledigen / treffen musste.

Zum anderen war jedes Teil das ging auch eine Befreiung. All die Dinge, die wir eigentlich gar nicht nutzten und benötigten waren eine unbemerkte, seelische Belastung. Mehr oder gar zu viele Dinge zwangen uns beispielsweise zu mehr Entscheidungen („Welches der 30 T-Shirts trage ich heute?“ „Aus welchem Glas trinke ich?“), nahmen uns Platz und kosteten mehr Zeit (insbesondere beim Staubwischen und Putzen).

Vor allem sind sie für uns aber oft auch eine unangenehme Erinnerung an Vergangenes oder Unerledigtes gewesen. Dinge, für die man Geld ausgegeben hatte und die man nie / selten nutzte, weil sie nicht (mehr) passten oder gefielen (z.B. Kleidung, Bücher, Spiele usw.).

Wir schauten regelmäßig unsere gesamte Wohnung durch und fragten uns: Was brauchen wir wirklich?

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

Unser Wohnzimmer 2017 – 2021

Die daraus resultierenden Erkenntnisse (wie z.B. „Wir brauchen maximal vier Gläser für zwei Personen“ oder „Die CDs/Bücher/Kleidungsstücke/den Esstisch/… nutzen wir nicht“) sorgten dafür, dass unsere Schränke immer leerer wurden.

2017 trennten wir uns erstmals von Möbelstücken. Aus dem Wohnzimmer landeten zwei der vier Schränke auf dem Sperrmüll. Später wurden auch die letzten beiden Schränke durch ein Sideboard ersetzt. Darüber hinaus verkauften wir unseren Esstisch und ersetzten unser großes Ecksofa, durch Bodenkissen.

Die Sache mit den Bodenkissen lief nicht ganz so gut (auch wenn ich mir weiterhin ein Bodensofa wünsche), so dass wir 2020 eine neue Couch kauften.

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

Unser Wohnzimmer heute

Das Wohnzimmer gehört heute zu einem der minimalistischsten Räume unserer Wohnung. In dem Sideboard sind nur noch Gesellschaftsspiele, ein paar Bücher, Videos & Kassetten die wir noch digitalisieren, Murmeln und zwei Mundharmonikas 😅

Neben dem Schlafzimmer mag ich das Wohnzimmer am liebsten. Herumstehende „Kleinigkeiten“ und das Gesamtbild der Wände ließen den Raum allerdings sehr unruhig und voll wirken.

In den sozialen Medien erzählte ich erst kürzlich, dass ich neue Bilder für unsere petrolfarbene Wand brauche. Die selbstgemalten Handlettering-Worte auf der einen und die schwarz-weiß Fotografien auf der anderen Seite gefielen mir schon lange nicht mehr.

Außerdem war die gegenüberliegende Wand über der Couch seit einiger Zeit kahl, weil mir irgendwann auch mein selbstgemachtes „Nobody said it was easy“-Regenbogenbild auf die Nerven ging 😅

So planten wir die Gestaltung des Wohnzimmers neu. Unser Hauptziel war, die Wände harmonischer / ruhiger zu gestalten. Diese kleinen Veränderungen haben nochmal deutlich mehr Ruhe und Klarheit in den Raum gebracht. Ich finde das wird auch auf den unten folgenden Fotos des gesamten Raums deutlich.

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Wandbilder im Detail

Das Wohnzimmer ist unser Rückzugsort. Hier essen wir, spielen gemeinsam Spiele, führen Gespräche, verbringen Zeit mit unseren Haustieren, lesen oder schauen fern. Außerdem ist es der Raum, in dem ich regelmäßig Sport treibe, Meditation übe, singe und kreativ bin.

Die Kunstdrucke, die wir auf Printler.com ausgesucht haben, spiegeln für mich genau diese Energie zwischen „die Gedanken sind frei“, Kaffeeklatsch und Tanz-Performance wider.

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

Bilder von links nach rechts:
Dance with me“ von Maarten Léon,
Keep Smiling“ von Boris Draschoff und „Morning Rituals“ von Maarten Léon

Bilder von links nach rechts:
I am starting to forget you“ von Maarten Léon, „Freddie“ von Ewah madebyew Holmberg und „Made for each other“ von Maarten Léon

Here I Come“ von Tau Dal Poi

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Wie belastend die Präsenz mancher Kleinigkeiten ist, merke ich oft erst wenn sie dann weg sind. So war es z.B. bei dem Trockenblumenstrauß, den ich mir 2019 aus einem Anflug von „Das macht man so“ zur Hochzeit gekauft hatte. Auf Instagram habe ich hier mehr dazu geschrieben, bei Facebook findet man den Beitrag dazu hier.

Der Strauß stand bis Mitte letzten Jahres in einer Vase. Nachdem die Vase bereits ausziehen musste, lag er im Wohnzimmer auf dem Tisch der links in der Ecke steht (siehe Fotos). Irgendwie hatte ich das Gefühl das Ding nicht wegwerfen zu dürfen. Spannenderweise weil „Das macht man so nicht!“ und obwohl Marius und ich beide mehrfach sagten, dass das Teil uns nichts bedeutet. Ich hab damals um die 80€ dafür bezahlt🤦🏼‍♀️

Na, jedenfalls habe ich ihn dann jetzt doch endlich weggeworfen und es war SO BEFREIEND! Man darf Sachen wirklich auch einfach mal wegwerfen. Meist stellen wir die Sachen auf den Sperrmüll (der kommt in Wuppertal alle 3 Monate für alle kostenlos) und sie werden dann von irgendwem mitgenommen. So haben wir keinen Stress und andere freuen sich. Bei den Bildern die vorher an der Wand hingen überlege ich noch, ob ich sie für einen guten Zweck versteigere oder eher verschenke (gerne „HIER!“ schreien).

Und auch wenn mich die petrolfarbene Wand im Wohnzimmer seit Jahren nervt, mir das Sideboard eigentlich zu dunkel und klobig ist und ich die drei Bilder links an der weißen Wand noch verändern/ersetzen möchte: So wie es jetzt ist, bin ich (vorerst) zufrieden:

(Fotos zum Vergrößern anklicken)


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6 Antworten auf „Minimalismus im Wohnzimmer“

Das gefällt mir jetzt wirklich sehr gut :) Ich finde es klasse, dass du es geschafft hast.
Ich habe eigentlich auch viel zu viel Kram. Nach und nach sortiere ich mittlerweile aus. Lange habe ich mich stur gestellt, weil meine Schwiegermutter mir immer daraus Vorwürfe gemacht hat, von wegen, ihr habt viel zu viel und du MUSST aussortieren.
Müssen muss ich gar nichts, zumal das halt nicht mal eben geht. Du kennst das Problem ja. Ich würde nicht sagen, dass ich Messi bin, aber es könnte weniger Zeugs sein.
Mein Wohnzimmer würde so oder so mehr stehen als bei dir, aber das liegt daran, dass mein Schreibtisch auch hier ist. Trotzdem gefällt es mir bei dir sehr gut. Ich liebe das Freddy Mercury Bild. :)

Danke für deine Offenheit.

Hey Rebecca,
freue mich total von dir zu lesen! :-)
Und ja, das MÜSSEN in Verbindung mit Vorwürfen (egal bei was) sorgt bei mir auch immer für Widerstand. Das ist halt wie immer: Es muss zu einem selbst passen und man selber muss den Impuls haben, etwas verändern zu wollen. Zumal „viel zu viel“ ja auch immer relativ ist. Ich habe eine Bekannte, deren Wohnung ist voller Dinge und fällt sicher rein von der Definition her unter „viel Kram“. Allerdings wäre ihre Wohnung ohne all das nicht mehr ihre Wohnung und nicht mehr gemütlich. Wenn du „gemütliches Chaos“ googlest siehst du was ich meine 🤣 Wohnungen können halt auch voll ohne Ende sein und es muss überhaupt nichts Schlechtes sein.

Schön, dass es dir in meinem Wohnzimmer gefällt.
Und ja, das Freddie Bild ist auch mein Liebstes!

Das find ich sehr spannend. Ich würde auch gerne minimalistischer sein, es fällt mir schwer, aber ich arbeite dran.

Hey Petra,

schön auch von dir mal hier zu lesen :-) Freue mich immer total über Kommentare.
Glaube, gerade wenn man nicht schon von Anfang an so in Richtung Minimalismus tendiert, ist das meist ein langer Prozess. Bei mir/ uns hat es ja auch über 10 Jahre gebraucht, bis es so aussah wie jetzt.
Wobei es uns in unterschiedlichen Bereichen schwer fiel / fällt. Marius kann sich schwer von Dingen trennen, die noch gut sind und irgendwann mal gaaanz eventuell gebraucht werden könnten, während ich eher Probleme damit habe, mich von zu vielen Dingen zu trennen und dann nachher alles neu kaufen zu müssen 🤣

Liebe Sandra,

ich stöbere hier nach einiger Zeit mal wieder. Irgendwie wirkt es auch hier im optisch Blog aufgeräumter, hast du irgend was am Design gemacht (Schriften, andere Banner)? Irgendwie hab ich da so das Gefühl. Es sieht jedenfalls schön aus hier. ❤️🤭

Ich hab momentan wieder sehr häufig Tage an denen ich mich erdrückt fühle, mich irgendwie nicht in die Welt passend, wahnsinnig schusselig, vergesslich und überfordert mit allem. Von dem Selbstwertgefühl und Selbstbewusst, dass ich gefunden, gehegt und gepflegt hab ist gerade nicht so viel sichtbar. Das macht mich richtig traurig.

Dieser Artikel hat mir gerade geholfen, etwas gekitzelt und mich daran erinnert, dass ich es mir in der Umgebung etwas angenehmer und weniger „reizvoll‘ machen könnte, um die Überfrachtung die i
Innen herrscht etwas abzumildern.

Neben dem wegwerfen finde ich auch dass es sehr gut tzt, wenn man für das was man hat einen festen Platz findet und es so deutlich einfacher ist Ordnung zu schaffen.

In meinem winzigen 8 qm Atelier, hab ich so vor kurzem ausgemistet und gleichzeitig Plätze zugewiesen. Hab dann ganz überrascht festgestellt, dass ich ganz flott wieder alles an seinem Platz hatte, als ein riesen Chaos ausgebrochen ist. Diese Veränderung und Möglichkeit es doch gehändelt zu bekommen zu bemerken hat gut getan. ❤️

Übrigens ist mir dieses in der Ecke stehende/liegende Materille schlechte Gewissen, auch sehr bekanng. Dem begegne ich mit meiner kreativen, begeisterungsfähigen Ader immer wieder kann mich aber, seit ich das weiß, besser von Material das ich gekauft und gehortet habe trennen.

Aber in diesem Moment fällt mir auf, dass dieses schlechte Gewissennicht nicht nur in meinen kreativen Ecken und Räumen liegt, sondern in der ganzen Wohnung verteilt ist. 🙈

Ich mache mich jetzt auf den Weg in die Küche und fange dort in einer Ecke an, zu sortieren und entsorgen.

Vielleicht verhilft mir das gleich auch zu mehr Freiheitsgefühl und Ruhe im Kopf.

Einen ganz lieben Dank an dich. Ich konnte deine Gedanken gerade sehr brauchen.

Liebe Grüße,
Elina

Liebe Elina,
habe mich sehr über deinen Kommentar und deinen Besuch gefreut.
Und ja, aktuell überarbeite ich das Design beider Blogs komplett. Insbesondere wenn du über den PC hier her gekommen bist, fällt das neue Design mega auf. Das ist schon deutlich cleaner und aufgeräumter. Mag es auch sehr und freue mich, dass es dir auch gefällt (sogar obwohl ich noch gar nicht durch bin mit den Veränderungen ;-) )

Diese „Zweifel-Phasen“ kenne ich auch. Wünsche dir sehr, dass du für dich weiter kommst und die Zweifel weniger großen Raum einnehmen 💜
Die „Alles hat seinen Platz“-Regel ist eine der wichtigsten Regeln für mich. Stimme dir da also total zu. Ich mag es total wenn Dinge ihren Platz haben. Es ist natürlich in manchen Situationen aufwendiger. Ich denke z.B. an meinen Stabmixer. Der hat einen eigenen „Koffer“ und wann immer ich ihn brauche, muss ich den doofen Koffer erst aus der Schublade holen und später alles wieder verstauen. Oder im Bad, da steht nie Shampoo oder Duschgel rum. Die Sachen sind alle in einem Schrank im Flur verstaut und ich hole sie raus, wenn ich sie brauche und räume sie weg, wenn ich sie benutzt habe. Manchmal nervt es, aber dafür ist es eben IMMER aufgeräumt 😅

Hoffe du hast noch was Freiheitsgefühl und Ruhe im Kopf finden können :-)

Viele liebe Grüße!

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