Gaumenfreuden

Weltbestes Rezept: Veggie Burger selber machen!

Hinweis
Dieser Artikel entstand ein Jahr bevor ich zum “Fleischfresser” wurde und enthält noch unvegane Zutaten. Er lässt sich aber suuuper gut auch für Veganer ummodeln, ich hab Euch deshalb in Klammern geschrieben, wie ich den Burger heute mache).

Nachtrag: Seit Oktober 2017 ernähre ich mich vegan. Das Rezept für diesen Burger ist weiterhin mein Lieblingsrezept, auch für “Hackbällchen” und wurde mittlerweile komplett “veganisiert”. Der Text ist allerdings noch der von damals und zeigt gut meine Entwicklung :-)

Ich liebe Fleisch. Ich liebe Fast Food. Ich liebe Burger. Als ich vor drei Jahren das erste Mal einen vegetarischen Burger mit einem Patty aus Bohnen sah, war für mich klar, dass ich das NIEMALS ausprobiere. Was soll an einem Bohnen-Patty leckerer sein, als an einem saftigen Fleisch-Patty? Und: WARUM überhaupt? Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das eine gute Alternative sein soll und hatte eher Szenen wie beim veganen Mett im Kopf. (Anmerkung am Rande: zwei Jahre nachdem dieser Artikel entstanden ist, esse ich vegan – so kann sich das alles ändern ;-) )

Mittlerweile habe ich meinen Fleischkonsum massiv runter geschraubt. In Artikeln wie Fleischlos kochen für Fleischfresser und dem Veggie-Döner für fleischfressende Monster konntet Ihr davon im letzten Jahr schon einiges lesen. Heute teile ich nun mein aller liebstes und aller geheimstes Rezept, mit dem ihr leckerste vegetarische Burger selber machen könnt. Das Rezept, bei dem durch die Bank weg alle Fleischesser sagen “Oaaah neee, ey! Wozuuuu?! Das KANN gar nicht schmecken” und danach vor lauter Foodporn-Geschmack sabbernd nach Hause gehen. Ich habe damit bisher jeden davon überzeugt, dass vegetarische Burger deutlich besser (oder zumindest gleichermaßen gut) schmecken können, als typische Fleisch Burger.

Die Zutaten

Um die vegetarischen Burger selber machen zu können braucht Ihr ca. 30 Minuten Zeit und definitiv kein Talent. In der Küche gehöre ich wirklich zu den blutigen Anfängern. Mir wurden viele Leidenschaften in die Wiege gelegt, das Kochen gehört aber definitiv nicht dazu ;-) (Nachtrag: auch das hat sich mittlerweile, nicht zuletzt dank meiner wöchentlichen Essenspläne zu “Was essen wir heute“, massiv verändert – ich liebe das Kochen!) Gerade deshalb präsentiere ich Euch ein nahezu Idioten-sicheres Rezept, mit dem jeder vegetarische Burger selber machen kann.

Zutaten für vier Pattys

  • eine große Dose Kidney Bohnen (400 g)
  • eine kleine Gemüsezwiebel (fein gewürfelt)
  • ca. 2 EL Sojamehl in 3 – 4 EL Wasser aufgelöst (es klappt zur Not auch ohne, die Pattys werden dann aber ggf. etwas brechen)
  • ein halber TL Pfeffer (oder nach Belieben)
  • 2 EL sehr klein gehackte Sonnenblumenkerne
  • ein TL Salz (oder nach Belieben, Rauchsalz gibt ein noch “rauchig-fleischigeres” Aroma)
  • 1  TL Senf
  • 1 – 2 TL Liquid Smoke (oder nach Belieben)
  • ca. 3-4 EL Paniermehl (ggf. etwas mehr – ihr müsst es ausprobieren)
  • Öl zum Anbraten

Zutaten zum Belegen (variabel)

  • vier Salatblätter
  • eine Tomate
  • vegane Barbecue Sauce
  • ein paar Scheiben frische Gurke od. saure Gurke
  • eine rote Zwiebel in Ringe geschnitten
  • vier Scheiben pflanzlichen Käse (ich nutze am liebsten Simply V würzig)
  • vier Burger Buns
  • für die Sauce nehmt am besten dieses Big Mac Soße Rezept (kann 1:1 mit veganer Mayo ersetzt werden)

Vegane Burger selber machen

Für die Pattys lasst Ihr die Kidney Bohnen gut abtropfen. Nach dem gründlichen Abspülen zerdrückt ihr sie zu einem Brei. Das geht am schnellsten mit dem Stabmixer, ist aber auch mit einer Gabel möglich. Zum Brei gebt Ihr die gehackte Gemüsezwiebel, Senf, Sojamehl in etwas Wasser aufgelöst, die Gewürze (inkl. Liquid Smoke), ggf. Sonnenblumenkerne und das Paniermehl hinzu.

Seid mit dem Paniermehl ruhig etwas vorsichtig und macht es nach Gefühl. Je nach dem wie feucht die Bohnen noch waren braucht ihr mehr/weniger Paniermehl. Wichtig ist, dass am Ende ein weicher Teig entsteht (Konsistenz ähnlich wie Knete ;-) ), den ihr einfach teilen und formen könnt.

Das Öl in der Pfanne erhitzen und vier große Burger Pattys (oder acht kleine) formen (geht auch im Ofen bei 200 Grad für ca. 20 – 30 Minuten, am besten immer mal wieder überprüfen). Von beiden Seiten ca. 5 – 6 Minuten braun und knackig anbraten. Wenn Ihr das Patty umdreht, legt auf die fertige Seite die Scheibe Käse.

Um Euer Werk zu vollenden beschmiert ihr nun beide Burgerbuns mit der (veganen) Big Mac® Soße. Auf die unter Seite kommt das Salatblatt, darüber das fertige Patty (inkl. Käse). Wer es besonders deftig mag, der belegt die untere Seite mit einer zusätzlichen Scheibe Käse. Das Patty belegt Ihr dann mit ein paar Scheiben saure Gurke (oder “normale” Gurke) und zwei Scheiben Tomate.

veggie-burger-rezept-diecheckerin-lifestyle-blog-bohnen-patty

Ihr braucht hier meiner Meinung nach keine Beilagen, da der Burger an sich schon extremst sättigend ist. Wer aber trotzdem was dazu haben möchte, der macht sich z.B. knackige (Süßkartoffel-)Pommes. Ansonsten: Deckel drauf. Ab in den Mund und einfach nur genießen. 

Und wer von den Fleischessern nun immer noch glaubt, dass das doch gar nicht schmecken kann, der probiere es bitte einfach mal aus und lasse sich, genau wie ich, vom Geschmack des Burgers überzeugen. Ich wette, dass der Burger 99% der Skeptiker nach dem ersten Bissen bereits überzeugt hat. 

Hast Du mein Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über deinen Kommentar! Gern kannst Du mich auch bei Insta / Facebook auf deinem Foto mit @diecheckerin.de markieren, damit ich unter deinem Beitrag kommentieren kann. 

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14 Kommentare

  • Oooooh danke für das Rezept, das muss ich ausprobieren. In Kidneybohnen stecken wohl eh viel mehr gute Sachen als im Hack :)
    Mhhhhh, am liebsten würde ich ja jetzt reinbeissen :)

    Liebe Grüße,
    Sylvia

    • Hey Henriette, wie es oben im Rezept steht: “Zum Brei gebt Ihr die gehackte Gemüsezwiebel, das Ei, die Gewürze und das Paniermehl hinzu. Seid mit dem Paniermehl ruhig etwas vorsichtig und macht es nach Gefühl. Je nach dem wie feucht die Bohnen noch waren braucht ihr mehr/weniger Paniermehl. Wichtig ist, dass am Ende ein weicher Teig entsteht (Konsistenz ähnlich wie Knete ;-) ), den ihr einfach teilen und formen könnt.”
      Wahrscheinlich hast du das überlesen, weil verständlich ist es doch oder? Falls doch noch Unklarheiten bestehen, meld dich gern!

  • Hey! Ich bin passionierter Carnivorer und möchte nun aus ethischen Gründen weniger Fleisch essen. Da ich sehr gerne Burger selber mache (bisher aus Fleisch) suche ich nun eine Alternative. Dein Rezept ist das Erste welches ich ausprobiert habe.

    Die Kidney Bohnen Grundlage ist wirklich hervorragend!!!! Ich werde nun versuchen das Rezept zu perfektionieren…. Vielen Dank für diesen Anstoß!!!

    • Yeah, cool! Danke für dein Feedback. Ich freu mich, dass er dir hervorragend geschmeckt hat. Lass mich gern wissen, wie du es perfektioniert hast (daran bin ich auch IMMER interessiert :-D )

      Viele Grüße!

      • Mit Worcester Sauce, Petersilie und etwas Knoblauch… Jetzt brauche ich nur noch etwas für mehr Struktur im Patty, dann sind sie vom original fast nicht mehr zu unterscheiden. 1000Dank wirklich!!! Meine Tochter hat mir die Patties im wahrsten Sinne aus der Hand gerissen… Besser als die vegetarischen Alternativen im Supermarktregal!!! Und das aus Kidney Bohnen. Ich komme aus dem schwärmen gar nicht mehr heraus… Werde nun mal weiße Bohnen benutzen und ein paniertes Schnitzel machen. Bohnen sind nun meine Nr. 1 Fleichaltsrnative. Nochmals Danke für diesen Anstoß, es sollten mal mehr Leute probieren!

        • Hey Marco,
          mega gut. Danke für deinen Tipp, das versuche ich mal.
          Bzgl. der Struktur: versuch es mal mit z.B. etwas zerbröselten Reiswaffeln, gemahlenen Sonnenblumenkernen und/oder Haferflocken. Alles geschmacklich sehr neutral, bringt aber unterschiedliche Biss-Strukturen rein.
          Ich freu mich mega, dass es Euch so gefallen hat! Wenn du das mit den weißen Bohnen ausprobiert hast, geb mir auch da gerne mal Bescheid. Hab ich auch immer mal vorgehabt, war aber zu bequem bisher :-))

  • Kann man statt des Sojamehls auch Dinkelvollkornmehl nehmen?
    Reicht es für den Geschmack, wenn man Rauchsalz statt Salz verwendet und den Liquid Smoke weglässt?

    • Hey Nina,

      das Sojamehl ist hauptverantwortlich für die gute Bindung. Vollkornmehl bindet in diesem Fall (vermutlich) nicht stark genug. Ich habe es mal mit Roggenvollkorn probiert und da sind mir die Patties zerbröselt. Wenn du kein Sojamehl nutzen möchtest, kannst du als Alternative für eine bessere Bindung der Masse z.B. Kichererbsenmehl, Kartoffelmehl, 4 gehäufte EL Haferflocken oder eventuell auch geschrotete Leinsamen/Chiasamen mit Wasser (2 EL Samen mit ca. 6 EL heißem Wasser) nutzen. Haferflocken funktionieren, das habe ich schon probiert, bei den Samen kann ich es nicht garantieren.

      Du kannst für den Geschmack auch Rauchsalz nutzen, es wird dann eventuell nur nicht ganz so “rauchig” schmecken – ich persönlich finde aber, dass das auch gar nicht notwendig ist.

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