Warum ich Lush doof finde

Weiß der Geier wieso, aber in den letzten Wochen bin ich öfter darauf angesprochen worden, warum Lush sich eigentlich nicht in meiner Liste der unbedenklichen Kosmetika befindet. Die Frage ist schnell beantwortet: die Inhaltsstoffe von Lush sind nicht so natürlich und meist auch alles andere als unbedenklich. Ich kann den Hype, der um diese Marke gemacht wird, absolut nicht nachvollziehen. Ich find Lush schlicht und ergreifend doof. Und das gleich aus mehreren Gründen, auch wenn ich das Konzept selbst eigentlich ganz nett finde und die Düfte, zugegebenermaßen, wirklich köstlich sind.

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Produkte sollen meiner Meinung nach eine gewisse Natürlichkeit suggerieren
Das, was mich an Lush am aller meisten „andooft“, ist die Tatsache, dass ich das Gefühl nicht los werde, dass dort eine Firma mit der Natürlichkeit spielt. Zwar wird NIE erwähnt, dass es sich bei Lush um natürliche oder naturnahe Kosmetik handelt, aber das Marketing ist aus meiner Sicht ganz klar darauf ausgelegt, dem Verbraucher eine gewisse Natürlichkeit vorzugaukeln. Mein Gefühl wurde durch eine kleine Umfrage, die ich unter Freunden und Bekannten „durchgeführt“ habe, bestärkt. Von den 20 Personen die ich gefragt habe, ob sie glauben, dass die Produkte von Lush naturkosmetisch sind, haben 17  so was wie „Ja klar“, „Sehen auf jeden Fall so aus“ oder „Die sind doch auch handgemacht oder? Also ja wohl schon.“ geantwortet. Ist zwar keine repräsentative Umfrage, zeigt mir aber zumindest eine gewisse Tendenz.

Irgendwie ist es ähnlich wie mit dem Cosmetic Kitchen DIY Bodylotion Set : durch die Art und Weise, wie die Produkte gestaltet sind (oft in „natürlichen“ Stückchen, als pampig-dunkle Creme o.ä., samt Foto und Namen der Person, die das Produkt handgemacht hat) und wie die meisten Shops aufgebaut sind (Holzoptik + offene Tiegel + kleine Auslagen) wird ein bestimmtes „Gefühl“ in uns hervor gerufen. In diesem Fall: Woah „Fresh handmade Cosmetics“ – toll,  alles voll natürlich und handgemacht und Hach! Natürlich denk man da im ersten Moment vor allem an Naturkosmetik oder zumindest eine gesunde Alternative zu Chemie.

Methylparabene, Azofarbstoffe, EDTA, Triethanolamine – Natürlich ist das nicht.
Als Lush hier in Deutschland (oder in meinem Fall besser gesagt: in Wuppertal) ankam, dachte ich auch die erste Zeit: OMG! ENDLICH! HANDMADE AND NATURAL COSMETICS! WIE TOLL! Ob die Produkte von Lush nun handgemacht sind oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen (bei den Verkaufszahlen und Produktionsstätten ist das zumindest für mich aber fraglich) aber eine Sache kann ich definitiv sagen: die Produkte von Lush haben häufig wenig mit Naturkosmetik zu tun. Handgemacht bedeutet eben nicht, dass die Sachen auch natürlich sind und das sollte man sich bewusst machen. Vor allem aber sollte man genauer hinsehen.

Meine Arbeitskollegin hat z.B. eine Handcreme von Lush. Die Liste der Inhaltsstoffe ist die längste INCI Liste, die ich auf einer Handcreme jemals gesehen habe. Durchaus sind viele der enthaltenen Stoffe pflanzlichen Ursprungs (was übrigens nicht bedeutet, dass sie auch natürlich sind), aber es gibt auch viele Stoffe (besonders häufig wird z.B. Methylparaben, Propylparaben oder EDTA verarbeitet), die aus meiner Sicht absolut scheiße sind und in „Fresh handmade Cosmetics“ nichts zu suchen haben.

Tierlieb & Umweltfreundlich? Aber nicht konsequent!
Ebenso wenig in den Kram passt mir persönlich, dass Lush immer wieder betont, wie tierlieb und umweltlieb und sozial sie sind. Aus meiner Sicht passt da was nicht zusammen. Ja, es wird versucht, den Verpackungsmüll zu reduzieren und die Kosmetik ist tierversuchsfrei, toll! Tierversuche sind in Europa aber ohnehin verboten und das Werben ist damit, für mich persönlich, einfach nur eine typische Marketing-Strategie. Ganz unabhängig davon, würde ich von einem Unternehmen, dass so sehr auf tierversuchsfreie Kosmetik und Umweltfreundlichkeit pocht, aber erwarten, dass auf z.B. Inhaltsstoffe, die mit Tierversuchen verbunden sind (z.B. Triethanolamine die in Tierversuchen Tumorbildend waren) oder nachweislich die Umwelt schädigen (wie z.B. EDTA) verzichtet wird. Zumindest wäre das aus meiner Sicht die einzig logische und vor allem authentische Vorgehensweise. Lush verzichtet auf solche Inhaltsstoffe den INCI Listen nach zu urteilen aber nicht.

Der letzte Punkt, der dafür sorgt, dass Lush mir einfach nicht in den Kram passt, ist das Heiteitei-Love-and-Peace-Wir-Gefühl, dass die Verkäufer sehr, sehr penetrant in den Shops umsetzen. Ich war insgesamt 6 x in 3 unterschiedlichen Shops und hatte jedes Mal das Gefühl, dass die Zeugen Jehovas vor mir stehen. Ich liebe es eigentlich, in solchen Shops zu stöbern. Mich von Düften und Produkten berieseln zu lassen. Das kann ich persönlich aber nicht, wenn mich alle 5 Minuten jemand anquatscht und penetrant versucht, mir duzenderweise etwas zu verticken, während er so tut, als sei die Welt rosarot und wir seit 30 Jahre beste Freunde.

Nä. Lush und ich, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Nicht mal gute Bekannte. Selbst wenn sich die Marke irgendwann dazu entschließen sollte, tatsächlich Naturkosmetik herzustellen. Für mich ist das Ganze nicht mehr als eine Marketing-Masche, die gezielt auf Trends fokussiert, ohne wirklichen Hintergrund. Und ich denke damit ist klar, weshalb die Produkte von Lush unter keinen Umständen auf meine Liste der unbedenklichen Kosmetika gehören.

Ich mache mir meine Kosmetik lieber WIRKLICH selbst oder greife zu den Produkten von Anbietern, die halten, was sie versprechen und nicht versuchen, Ihre Kunden mit ausgeklügelter Marketingstrategie um den Finger zu wickeln.

Eine Liste für unbedenkliche Kosmetika  und (weitesgehend) echte Naturkosmetik findet Ihr hier: Liste für unbedenkliche Kosmetika

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Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

31 Kommentare

  • Oh, jetzt zerplatzt gerade meine Lush-Seifenblase. Hmm, hätte ich nicht gedacht.
    Blogger sind auch oft Schuld an solchem Irrglauben.
    Kürzlich habe ich „Wunderfrollein“ getestet und viele Blogger bezeichnen die Produkte als Naturkosmetik, was einfach nicht wahr ist. Besonders bei Firmen, die bei Bloggern dermaßen gehyped werden, lese ich absichtlich keine Reviews um mir meine eigene Meinung zu bilden. Die war dann im Endeffekt sehr abweichend von dem, was „berühmte“ Blogger erzählt haben. Manchmal denke ich, die Kleinen (Blogger) lassen sich von den „Großen“ regelrecht eine Gehirnwäsche verpassen. Pff.

    Sonnige Grüße aus der Eifel 🙂

    • Ohja, „Wunderfrollein“ ist genau so ne Sache 🙁 Das Problem ist glaube ich einerseits, dass gerade die „Großen“ einfach nur berichten, um positiv zu berichten und/oder sich andererseits gar nicht WIRKLICH mit den Produkten beschäftigen. Es ist ja okay, Produkte die nicht naturkosmetisch sind gut zu finden (find ja auch Einige trotzdem gut), aber ständig solche Unternehmen als etwas Besseres (und „gesünderes“) in den Himmel zu loben, ist schon echt doof. Ich glaube auch, dass gerade Blogger oft an diesen Bildern die entstehen schuld sind. Nervt mich!

      Aber man kann ja selbst dagegen halten, in dem man sich einfach selbst informiert, wie Du schon sagst. Reviews kann man dann später ja immer noch lesen.

      Schick die Sonne aus der Eifel rüber, man!

      • ich ärgere mich genauso schwarz über Rituals!!!
        Die gaukeln einem unter dem Deckmäntelchen von wellness und spa die unterirdischsten Inhaltsstoffe unter… ich mochte sooo gern den dunkelgrünen Topf, hab jetzt alles weggeschmissen!!
        Dieses für doof verkaufen, nicht mehr mit mir!
        Ich suche jetzt eine palmölfreie (auch bio palmölfrei!!!) Lotion ohne Duft, hast du eine Idee (ich mag leider auch den Kokosduft nicht)

  • Hach ich glaube du sprichst fast allen Männern dieser Welt aus der Seele (zumindest mit dem Heiteitei). Ich muss sagen ich fand und finde Lush in Maßen okay. Ich bin aber wirklich kein Typ der extrem viel auf Natur und Co Kosmetik legt. Ich mag hin und wieder die Badezusätze. Aber in den letzten zwei Jahren haben diese sich sehr zum negativ verändert. Zum Beispiel bricht man sichddamit leicht den Hals in der Badewanne weil es so rutschig ist (egal welches Produkt in welcher Dosierung)…. Also ein Mord wäre damit ein leichtes… Und zum anderen habe ich das Gefühl Waschpulver in die Badewanne gestreut zu haben so wie das schäumt…. Ja ich habe damit schon manchen Filmklassiker wo die Waschküche voller Schaum ist alt aussehen lassen ohne dass viel Wasser in der Wanne war!

  • Wenn ich das so lese, so hätte ich doch mal gerne Deine Meinung zu M. Asam! Das ist wirklich erschreckend, was man da so kauft bei einigen beliebten Firmen! Übrigens, Du hast ja eine Schnapszahl auf Deiner Fb-Seite! 🙂 Prost!

    LG Sabine

    • Haha M.Asam fährt meiner Meinung nach (genauso wie z.B. NeoBio The Body Shop usw.) ne ähnliche Schiene. Verbrauchern vorgaukeln man würde mit „Traubenwirkstoffen aus der familieneigenen Anlage“ was ganz Tolles bewirken 😀 Nur um das aber trotzdem kurz klar zu stellen: Ich bin niemand, der sagt: OH MEIN GOTT! Kosmetik MUSS Naturkosmetik sein. Ich mag nur nicht, wenn den Menschen etwas vorgegaukelt wird, das einfach nicht der Realität entspricht.
      Ich hab gerade jedenfalls mal die Sachen von M.ASAM angeschaut und da ist definitiv auch nix mit Naturkosmetik oder so. Nicht mal was „besseres“ aus meiner Sicht. Beispiel:
      „DIMETHICONE Erdölprodukt. Kann die Haut mit einem dichten Film überziehen und Mittesserbildung fördern.
      Beeinträchtigung bei Haarbehandlungen.“

      „PHENOXYETHANOL
      Ist als Konservierungsmittel nicht erlaubt, daher wird meist anderer Verwendungszweck angegeben, z.B. Feuchthaltemittel, Enthärter, damit „ohne Konservierungs-mittel“ deklariert werden kann.“

      „ISODODECANE
      Erdölbasiertes Isoparaffin“

      Es finden sich auch viele EDTAs und PEGs (kannste mal googlen) in den Produkten. Hab jetzt vier angeklickt und drei hatten solche Stoffe drin. Also nix tolles.

      PROST! 😀

  • Huhuuu,

    man, jetzt hast du all meine Illusionen zerstört. 😉 Bei manchen Produkten will man einfach die Wahrheit gar nicht wissen, da setzt man die rosarote Brille auf. Pfff! Bin irgendwie auch ein Duftopfer von Lush und schnuppere immer wie eine Irre, wenn ich da vorbei laufe. Hahaha, die Zeugen Jevovas, das ist gut, ich könnte mich bekringeln.

    Ein gutes Beispiel für schlechte Inhaltsstoffe ist für mich immer noch Nivea, wenn ich z. B. an die Lip Butter denke, man, die war so knuffig und so trotzdem sooo schlecht. Die Isana Lip Butter, die in der aktuellen Rossmann Schön für mich Box war, hat solche bösen Inhaltsstoffe gar nicht drin, es geht also tatsächlich ohne. Es ärgert mich, dass manche Firmen so ignorant sind und fleißig weiter den Müll reinstopfen.

    Jooo du Checkerin, ein geiler Beitrag! 🙂 Komm gut ins Wochenende! Liebste Grüße – Tati

    • Haha arme Tati <3
      Nivea ist echt son gutes Beispiel wieder, wobei die ja wenigstens nicht so tun, als seien sie besonders pflanzlich unterwegs 😀 Aber häufig ist es so, dass die Eigenmarken der Discounter und Drogerien echt deutlich bessere Inhaltsstoffe haben als der normale Kram. Ist sogar oft beim Essen so.
      Und mich ärgert es auch.

  • Ich war früher ein echter Lush-Fan. Und habe mich zugegeben in die „Heiteitei-handmade-wietoll-natürlich-Welt“ ziehen lassen. Bis ich mich dann ein wenig eingehender damit beschäftigt habe. Und irgendwie ist es seit dem vorbei. Für mich ist das nur alles Marketing, um die Produkte wirklich schweineteuer verticken zu können. Wenn ich mir überlege, was ich da schon an Geld gelassen habe.

    Für was bitte? Außer für einen tollen Duft und vielleicht buntes Badewasser. Ich finde die Marke inzwischen ebenfalls nur noch überbewertet.

    Ich nutze die „belastete“ Kosmetik, genauso wie Naturkosmetik. Muss sie halt einfach nur vertragen – dann reicht das meist schon. Schade finde ich allerdings, wenn man öffentlich nicht zu seinen Inhaltsstoffen steht bzw. mit aller Macht versucht, dem Endverbraucher was anderes weis zu machen.

  • Hey Sandra,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag… ich habe mich – ehrlich gesagt – auch von der Marketing-Maschine LUSH einlullen lassen und auch gedacht, es würde sich um „handmade-natural Cosmetics“ handeln (hahaha…). Gut, wir haben in Krefeld keinen LUSH, von daher kam ich auch nie in Versuchung, die Produkte zu kaufen, geschweige denn mich genauer mit den Inhaltsstoffen zu beschäftigen. Dank Deines Beitrags weiß ich jetzt aber auch, dass ich es a) auch gar nicht muss und ich b) nicht traurig sein muss, dass es bei uns in der Provinz keinen LUSH gibt :-).

    Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    LG,
    Danny

    • Hey Danny,

      ach ich bin doch selbst die ersten Tage drauf rein gefallen. Glaub fast, dass es nahezu ALLEN so ging/geht. Die Masche ist einfach so herrlich perfekt.

  • hey 🙂
    man da hast du ja was aufgewühlt. ich habe mir ehrlich gesagt noch keine gedanken darum gemacht, ob es naturkosmetik ist oder nicht, aber es wird natürlich dahingehend gehyped.
    das penetrante der mitarbeiter kann ich jedoch bestätigen 😛
    mir persönlich ist es egal, ob es naturkosmetik ist oder nicht, ich achte jedoch schon vermehrt auf die inhaltsstoffe und bin aus diesem grund bei einer marke, für meine haut, gelandet, die ich liebe 🙂
    bei shampoo, so gestehe ich, ist es mir schnuppe ob silikone enthalten sind.

    was ich tatsächlich jedoch absoluten mist finde, wenn einem etwas vorgaukelt wird. das erinnert mich an die „nature“ serie von nivea. ausser der name nature, war nicht wirklich alles nature… aber gut… aus diesem grund muss es eben blogger wie dich geben, die mal sagen was sache ist und sich auch die zeit nehmen, mal dinge genau zu untersuchen!

    ich wünsche dir ein tolles wochenende!

  • Vielen Dank für den tollen Beitrag und die klaren Worte. Als „Selbstrührerin“ und „Seifensiederin“ natürlich nur für den privaten Gebrauch gehen mir solche Firmen wie beispielsweise Lush gehörig auf den Senkel. Insbesondere wenn ich daran denke, welche Vorgaben Du hierzulande erfüllen musst wenn Du Deine Seife und Co auf Märkten verkaufen möchtest.

  • Tja, bei mir ist die Lush Seifenblase auch geplatzt aber eher durch Manna Seifen, die ja nun wirklich Naturkosmetik sind und Ökotest, die viele Belastungen in den Inhaltsstoffen nachgewiesen haben.
    Wenn ich den Laden rieche, könnt ich wieder schwach werden, aber dafür, dass es eben nicht natürlich ist, wie ich gedacht hatte, ist mir der Preis zu hoch.
    Ich bezahle mehr, wenn es auch ehrlich um Qualität geht.
    Leider komm ich von dem Shampoo nicht los und hoffe noch sehr irgendwo eine Alternative zu finden.

    Gute Beitrag.

    • Hi! Versuchs doch mal mit den festen Shampoos von Soaparella, Eve Butterfly Soaps oder Sauberkunst. Die sind vom Prinzip genauso, nur, dass sie viel mildere Tenside benutzen (für NK zugelassene sogar zT). Kann ich echt nur empfehlen. Zumal das echt kleine Manufakturen sind, die ihre Sachen wirklich selbst per Hand herstellen.
      Und sogar billiger sind als die Lush Shampoos 😉

  • Ich habe vor Jahren mal aus England Lush mitgebracht bekommen und fand es okay…

    Als dann bei mir in der Stadt der erste Lush aufgemacht hat, bin ich auch mal kurz rein aus lauter Neugier. Aber mein Fuß hatte die Schwelle kaum einen Zentimeter überschritten, schon wurde ich von einer Mitarbeiterin „überfallen“. Weil es kurz nach der Eröffnung war, dachte ich „okay bisschen übermotiviert, aber das legt sich bestimmt wieder“. Pustekuchen, ich war ein halbes Jahr später noch mal da zum Geschenkekauf und die waren immer noch penetrant nervig. Aus diesem Grund versuche ich Lush zu meiden. Ich will mich in Ruhe umschauen und das ohne Mitarbeiterin am Rockzipfel.

    Für buntes Badewasser ist mir ehrlich gesagt Lush auch etwas zu teuer. Da tuts auch was von DM…

    Ich glaube auch bei der Menge an Produkten und Standorten ist für mich handmade kaum vorstellbar. Das sie Verpackungsmüll versuchen zu vermeiden find ich aber gut. Ich bekomme immer die mittlere Krise, wenn zu viel Verpackung drumrum ist.

    Unterm Strich kann ich den Lush-Hype wie so vieles nicht so ganz nachvollziehen.

    • Ich habe in england zum ersten mal lush kennengelernt und war begeistert.so begeistert,das ich hier in einem laden angefangen habe.aber nach einem jahr war ich ziemlich desillisioniert. Als mitarbeiter bist du gezwungen,eine gewisse verkaufsquote zu erreichen,sonst gibt es mächtig ärger von oben 🙁 man muss die leute anspringen,sonst bekommt man ärger in den mitarbeitermeetings. und zähler an der türschwelle sorgen dafür,das die leitung weiss, wieviel leute hineingekommen sind. Die quote wird täglich beurteilt. Ich als kosmetikerin konnte irgendwann nicht mehr die produkte vertreten die ich dort verkaufen sollte, zumal sie auch eine über 100% preissteigerung erlitten haben. und habe deswegen aufgehört. In england rühren sie in den shops wirklich noch einiges selbst an mit frischegarantie….es ist hier in deutschland halt nur franchise….schade drum,die idee ist super.

  • Toller Beitrag! Als Naturkosmetikfan kommt man an Lush natürlich nicht vorbei. Die Produkte sehen toll aus, klingen toll und riechen bestimmt auch so. Dazu dann noch meist vegan und tierversuchsfrei – klingt mehr als gut. Doch als ich einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe warf, war ich echt baff.

    Zudem finde ich es mehr als fraglich, dass sie keine zertifizierte Naturkosmetikmarke sind, sich aber immer so ultra natürlich geben. Echte Naturkosmetik ist zertifiziert! Aber es ist klar, dass Lush keine Zertifizierungen kriegt, mit der ganzen Chemie in den Produkten… Offensichtlich mehr Schein als Sein. Meiner Meinung nach, fährt der The Body Shop auf einer ähnlichen Linie. Allerdings hatte ich bei denen zumindest nie das Gefühl, dass sie sich so penetrant natürlich geben. Deren Anliegen ist, glaube ich, auch eher fairtrade. Ich würde The Body Shop daher eher so in der Mitte zwischen herkömmlicher und natürlicher Kosmetik einordnen.

    • Ja The Body Shop geht auch ein wenig in die Richtung und ich würde sie genauso einordnen wie Du. Im Gesamten gibts einfach so viele Blödköpfe, das kann schon echt nervig sein -.-

  • […] Der gesundheitliche Rückschlag ereilte mich am Donnerstag. Schon Mittwochabend verspürte ich ein Kratzen im Hals. Seit vier Tagen hat es mich lahm gelegt, zum Teil so schlimm, dass ich nur im Bett liegen konnte und mich gar nicht mehr bewegen wollte. Die üblichen Hausmittel wie ein Erkältungsbad und viel Obst, habe ich natürlich alle brav durchgezogen. … Und nein, der Badezusatz ist nicht von Lush. Apropos Lush, hierzu findet ihr eine absolut genialen Beitrag bei Die Checkerin „Warum ich Lush doof finde“. […]

  • Ein toller Beitrag, danke dafür!
    Ich finde die Sachen meist schlecht in der Anwendung, zu penetrant duftend und überteuert und kann den Hype auch nicht so ganz verstehen.

    Dein Blog gefällt mir, hast jetzt eine Leserin mehr!

    LG, OktoberKind 🙂

  • Sauber berichtet, Checkerin. Du sprichst mir aus der Seele.
    Weisst Du, ich fürchte, viele lassen sich aber genau von diesem sektenartigen Gehabe dermaßen einlullen. Und zu glauben, was man gern glauben möchte, ist dann scheinbar am einfachsten.
    Also Gernglauben + Einlullen = z.B. Lush-Jünger.
    Du müsstest mal in dem Lush Forum lesen, wie da z.T. die Leute ferngesteuert schreiben, sobald irgendeine Mini-Manufaktur auch Seife anbietet (wohlgemerkt echte, handgesiedete Seife und nich diese verarbeitete Gieß-Glycerin-Pampe, die man in jedem Bastelladen als Rohseife kaufen kann), heisst es da gleich: „Boah, das is ja voll die billige Lush-Kopie, das ist voll unfair…
    Oder, wenn die was anderes sehen, was ihnen gefällt, ein schlechtes Gewissen bekommen und dann berichten, dass sie tatsächlich FAST schwach geworden wären…

    Dieses fast schon totalitäre dort finde ich erschreckend.

    Und auch dieses Gehudel mit den Tierversuchen finde ich dermaßen gehirnwaschend. Genau so ist es nämlich, keine Tierversuche bedeutet eben nicht nur, dass man selbst keine in Auftrag gibt sondern auch, dass man keine Chemikalien verwendet, die bereits an Tieren getestet wurden. Das ist ein extrem entscheidender Unterschied.

    Auch dieses a la „Wir benutzen feste Seife (auch, wenns eig. keine ist) und Shampoos und Lotionen, damit wir keine Verpackungen brauchen, wegen Müll. Wegen der Umwelt.“ – aha. Und warum gibts dann dort auch gleichzeitig Shampoo, Seife und Lotionen flüssig und in VERPACKUNGEN?!?!?

    Also irgendwie widerspricht mir das ganze Konzept von denen viel zu sehr sich selbst, als dass ich es gutheissen könnte.

    Und die Verkäufer, da haben schon einige anonym berichtet, dass sie ANGST haben dort. Dass sie gezwungen werden, so und so zu sein und wenn nicht, bekommen sie Ärger. Dass es bei Lush zugeht wie in einer Sekte etc pp… Das finde ich schon mega-strange.

    Dabei gehts vorallem um Umsatz. OK, is ne Firma, die lebt vom Gewinn. Jeder, der etwas anderes behauptet, ist völlig verblendet. Ich meine, klar hat im Idealfall jemand auch noch seine Werte, aber dabei eben dieses altruistische Gehabe finde ich einfach völlig unangebracht, auffällig geheuchelt und daneben.

    Danke für Dein cooles, sachliches Statement <3

  • Ein großartiger Beitrag, der meine Gedanken zur Marke absolut wiederspiegelt! Ich fand Lush auch nie wirklich anziehend und denke auch, dass viel durch die extreme „Vermarktung“ über Blogger entstanden ist und die Marke heute u.a. auch dadurch so viel Erfolg verbuchen kann…

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