Gaumenfreuden

Einfaches und schnelles Brot selber machen – absolut gelingsicher (auch für Vollkorn, Nüsse o.ä.)

Seit rund einem halben Jahr haben wir kein Brot mehr gekauft und backen unser Brot selbst. Wir haben uns im Zuge unseres „Vegan-Versuchs“ dafür entschieden, nachdem ich bemerkte, wie viele Zusatzstoffe in Brot enthalten sind und wie viele Stoffe davon nicht mal deklarationspflichtig sind. Uns hat dieser Umstand sehr erschreckt und das erste selbst gebackene Brot so überzeugt, dass wir dabei geblieben sind. Manchmal ist es natürlich verlockend, sich einfach ein Brot für „ein paar Pfennig“ zu kaufen, anstatt es selber zu backen, aber mittlerweile ist das Backen zur Routine geworden und konventionelles Brot schmeckt mir absolut nicht mehr.

Da ich alle zwei Wochen backe, hatte ich so, in den letzten Monaten, viel Zeit, etliche Rezepte auszuprobieren. Wichtig war mir, ein einfaches und schnelles Brot selber machen zu können. Wenn der Aufwand zu hoch ist, ist die Gefahr größer, dass ich mit dem backen nicht weiter mache ;-) Für Euch ist das ganz praktisch, weil Ihr direkt Rezepte an die Hand bekommt, die auf jeden Fall gelingen UND schmecken.

Wie Ihr das perfekte Toastbrot selber machen könnt und wie Euch ein Kürbisbrot gelingt, habe ich Euch schon verraten. Eine Abwandlung des folgenden Rezeptes ist das Walnuss-Möhren Brot. Jetzt ist es an der Zeit, Euch mein Lieblings- Brotrezept zu präsentieren.

Ein Rezept, das nicht nur einfach (wirklich kinderleicht) und super lecker, sondern auch schnell umsetzbar ist und bei dem Ihr alle Kreativität der Welt einsetzen könnt oder Euch strikt an das Rezept haltet.

Das Rezept habe ich schon mehrfach auf Instagram geteilt und da mich immer wieder Lobeshymnen und tollste Fotos erreichen, möchte ich das Rezept nun auch hier für immer und ewig festhalten. Ihr könnt Euch bei diesem Rezept kreativ entfalten und mutig ausprobieren, in dem Ihr z.B. unterschiedliche Mehlsorten nutzt und Körner, Nüsse, Samen, Gemüsesorten, Kräuter oder Gemüse miteinander kombiniert – egal ob getrocknet oder frisch. Was immer Euch einfällt und worauf Ihr Lust habt, ist erst mal erlaubt. Es gelingt immer, wenn man sich an das Grundgerüst hält und das Beste: der Teig muss nicht gehen!

Zubereitung
Zutaten
  • 500 g Mehl (ich mische Mehlsorten wie Vollkorn/Dinkel/Weizen 450/550er/1050er o.ä. nach Gusto, Ihr könnt aber auch nur eine Mehlsorte nehmen)
  • ca. 150 g Kerne/Nüsse/Gemüse/Blüten/Kräuter … (auch hier mische ich einfach das, was ich gerade da habe/worauf ich Lust habe zusammen. Das Brot hat auch kein Problem damit, wenn man mehr/weniger „Füllung“ nimmt)
  • 1 halber Hefewürfel (oder eine Packung Trockenhefe)
  • 1 guter TL Salz
  • 2 EL Essig (Apfeleissig oder Weinessig – dient als Triebmittel)
  • 450 ml Wasser, lauwarm
  • etwas Margarine o.ä. zum fetten der Form
Was kann man ins Brot tun?
Ich nutze für meine Brote u.a. Chiasamen*, Haferflocken*, Kürbiskerne*, Sesam*, Mohn*, Dinkelkörner*, Leinsamen*, Sonnenblumenkerne*, Amaranthpops*, Hirse, Buchweizen, Walnüsse, Cashewkerne, Mandeln, Haselnüsse, Paranüsse (…) An Kräutern verwende ich, je nach Mischung (am liebsten frisch, manchmal aber auch als Gewürz) : Thymian, Basilikum, Rosmarin, Oregano, Knoblauch, Lavendel, Paprika, Kümmel, Dill, Brennessel, Bärlauch, Knoblauchsrauke, Giersch, Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Anis, Chilli (…). Bei Gemüse nutze ich am liebsten getrocknet/frisch: Tomaten, Möhren, Oliven, Zwiebeln, Zucchini, Paprika, Aubergine und rote Beete.

Besonders empfehlenswert ist z.B. ein Brot mit ca. 6 getrockneten Tomaten, 3-4 TL Basilikum und Sonnenblumenkernen/Kürbiskernen. Aber auch ein Walnussbrot mit geraspelten Möhren oder Roter Beete. Ebenso funktioniert ein Vollkornbrot mit Sauerteig und Körnern.  

Zubereitung

Mischt alle trockenen Zutaten zusammen (Mehl(e), Kerne/Nüsse etc., und das Salz) in einer großen Schüssel (oder z.B. im Rührgefäß des Nutri Ninja* den ich Euch als Küchenmaschine echt nur empfehlen kann!), löst die Hefe im lauwarmen Wasser auf. Gebt das Wasser und den Essig nun zu den trockenen Zutaten und rührt alles für 1-2 Minuten durch.

Wichtiger Hinweis
Knetet nicht mit den Händen, der Teig ist von sich aus eher flüssig (je nach dem wie die Konsistenz der 150 g Nüsse/Kerne/Gemüse etc. ist) und klebrig, das ist ganz normal. Ihr solltet also einen Knethaken oder eine Küchenmaschine benutzen

Der Teig ist relativ wabbelig, je nach Zutaten sogar eher etwas flüssiger. Ihr könnt, je nach dem welche Zutaten ihr nutzt, etwas mehr/weniger Wasser und mehr/weniger Mehl nutzen. Den Teig füllt Ihr z.B. in eine normale gefettete Kastenform. Wenn der Teig etwas fester ist, empfehle ich Euch, ihn oben leicht der Länge nach einzuschneiden. Bringt den Ofen (Ober- & Unterhitze) auf 190°C und backt das Brot für ca. 60 Minuten im Ofen. Danach holt Ihr es aus der Form und lasst es gut abkühlen.

Wo Brot aufbewahren
Das Brot lässt sich problemlos ein- und wieder auffrieren, ich mach das direkt nach dem Backen, sobald es abgekühlt ist. Ich backe alle zwei-vier Wochen ca. 6 – 8 Brote vor und friere alle ein. Das frische (ggf. aufgetaute Brot) bewahre ich dann, mit der Schnittkante nach unten, in einen Brotsack aus Baumwolle (findet Ihr z.B. hier*) auf und dort bleibt es für rund sieben Tage frisch (je nach dem, wie die Umgebungstemperatur ist und wie feucht das Brot ist). Alternativ könnt Ihr das Brot natürlich auch in einem normalen Brotkasten aufbewahren oder es z.B. mit einem sauberen Baumwolltuch einschlagen.
Habt Ihr schon mal Brot selber gebacken? Kauft Ihr noch Brot? Gibt es bei Euch eigentlich noch traditionelle Bäcker, die wirklich alles selber machen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich freu mich darüber immer sehr. Auch über Eure Rezepte und Fotos von nachgemachten Sachen, die Ihr bei mir gefunden habt! :-)

 

Anzeige

Über den Autor

Die Checkerin

Frohnatur! - Freak! - Philosophin!
Kommt selten schnell auf den Punkt, trifft aber irgendwann trotzdem den Nagel auf den Kopf.

3 Kommentare

  • Hallo Sandra !

    Backe mein Brot schon , seid langem nach diesem Rezept. Es ist das Beste und schnellste Rezept, super variabel und geht nicht schief. Liebe Grüße Cathi

    • Hey Sylvia,

      das Brot ist wirklich zu 100% gelingsicher, wenn man sich an das Rezept hält. Ich mach es seit einem Jahr spätestens alle zwei Wochen genau so.
      Und viele andere haben es auch schon ausprobiert. Wenn da was schief ging, dann weil irgendwas falsch war :-)) Viel Glück bei deinem nächsten Versuch!

Schreibe einen Kommentar

Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner Daten gemäß der Datenschutzerklärung einverstanden.